The big L.

Mit der Musik kam nicht einfach nur wieder mehr Leben in mein Leben, sondern auch mehr Liebe! Wie es dazu kam, erzähle ich Euch jetzt…

Wir haben uns ganz „klassisch“ im Internet kennengelernt. Eines Tages bekam ich eine Nachricht von einem jungen Herrn über ein soziales Netzwerk. Er hätte auf meinem Profilfoto gesehen, dass ich singe und ist so auf meine Seite gestoßen. (Viel später fiel mir jedoch erst ein, dass auf meinem Foto definitiv nicht zu sehen war, dass ich singe! Der Schlingel hat also gestöbert!) Auf jeden Fall erzählte er mir dann, dass er mit seinem Kumpel ein kleines Tonstudio betreibt und sie immer auf der Suche nach Sängerinnen seien. Ob ich mal Lust hätte vorbeizukommen und etwas einzusingen? Ja, durchaus – aber ich war ja nun mal blutige Anfängerin. Sicher nicht brauchbar. Und wer weiß, vielleicht ist der Typ ja ein Psycho und wird mich überfallen und…

Ich war skeptisch. Aber sollte ich mir das entgehen lassen? Also schnappte ich mir eine Freundin – und zusätzlich ihren Mann als Bodyguard. So standen wir eines Tages im Tonstudio und sangen ein paar Lieder ein. Und der Typ? Doch kein Psycho. Puh!

Es vergingen einige Tage, da schickte er mir meine Gesangsaufnahmen per Mail. Es klang toll! Ich war fast ein bisschen stolz auf mich. Ich bekam außerdem ein Demo-Tape von einer Ballade, mit der Frage, ob ich mir vorstellen könnte, einen Text dazu zu schreiben. Eine Herausforderung! Erst recht bei meinen grandiosen Englisch-Kenntnissen… eine Katastrophe! Aber von sowas lasse ich mich ja nicht abhalten. Also schrieb ich eine Schnulze, die durchaus verbesserungswürdig war – aber irgendwie passte es dann doch, und so verbrachten wir die nächsten Sonntage damit, an unserem Lied zu basteln – und das fast, ohne ein privates Wort zu wechseln. Ich dachte immer, ICH sei schüchtern, aber er war es umso mehr…

Doch irgendwann, nach einem langen Tag im Studio begleiteten wir unsere knurrenden Mägen ins Restaurant zur goldenen Möwe. Und da brach das Eis so langsam. Wir hatten uns eine ganze Weile über Gott und die Welt unterhalten. Das war sehr schön!

Irgendwann wollte ich ihn mal als Dankeschön für die ganze Arbeit auf ein Bier einladen. Gesagt, getan. Oder eher nicht. Aus dem Bier wurde dann ein Abendessen und eine ganze Menge Cocktails. Und alles ging auf seine Rechnung, nicht auf meine. Wir hatten viel Spaß und viel zu erzählen.

An dem Abend sagte er mir dann aber auch, dass er mich ja gar nicht so doof findet. Äh…ja. Und jetzt?

Ich wollte nichts von ihm. Das habe ich dann auch gleich klargestellt. Wir haben drüber gesprochen und er sagt er kommt damit klar. Also machten wir weiter ein bisschen Musik, wie bisher. Mehr nicht!

Mehr nicht? Tja, so einfach war es dann auch nicht. Je näher ich ihn kennenlernte, desto mehr mochte ich ihn auch. Wir konnten über alles reden. Endlich musste ich keine Selbstgespräche mehr führen.

Allerdings war er das komplette Gegenteil von dem Typ Mann, auf den ich bisher immer flog. Und eigentlich wollte ich auch gerade keine Beziehung, jetzt wo es mir endlich wieder gut ging. Es war gerade alles so herrlich einfach! Und das mit dem „wieder vertrauen können“ ist auch so eine Sache. Außerdem passen wir gar nicht zusammen. Aus diversen Gründen. Das geht niemals gut. Ich sträubte mich innerlich so sehr dagegen. Aber warum geht er mir dann nicht aus dem Kopf?

Besser wir sehen uns nicht mehr. Ich wollte ihn nicht enttäuschen oder ihm weh tun.

Aber „aus den Augen, aus dem Sinn“ funktioniert nun mal nicht immer. Plötzlich ging alles ganz schnell. Wir konnten uns den anderen einfach nicht mehr wegdenken.

Etwa ein halbes Jahr später standen wir vor dem Traualtar!
Unser Glück war perfekt – es war so, als wären wir schon immer zusammen gewesen. Zu zweit ist es eben doch viel schöner…

Und wenn sie nicht gestorben sind…

Ja, wir leben nach wie vor im Glück, nur nicht mehr zu zweit, sondern zu dritt!

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