#momsrock

Mütter, lobt Euch selbst!
Danke, Lucie Marshall, für die tolle Idee mit der Blogparade. Es ist allerdings gar nicht so einfach, sich selbst zu loben.

Was mache ich als Mama gut? Was ist das Beste, was ich meinem Kind schenken kann? Schicke Klamotten? Die tollsten und neusten Spielzeuge? Oder eher Zeit, Zuneigung, Vertrauen und Liebe?

Natürlich – das Allerwichtigste ist: Ich liebe mein Kind! Und das tue ich mit jeder Faser meines Körpers. Und ich versuche, es ihm zu zeigen, so gut ich nur kann.

Wir hatten einen schwierigen Start mit unserem Sohn. Er hat viele Monate sehr, sehr viel geweint – um nicht zu sagen: er hat hysterisch geschrien. Ich kam sehr oft an meine Grenzen und weinte regelmäßig Sturzbäche mit ihm. Trotzdem holte ich irgendwoher die Kraft, ihn tagein, tagaus zu halten, ihn ganz nah bei mir zu haben, damit er spürt, dass er nicht allein ist, mit dem was ihn quält. Ich verbrachte unzählige Nächte mit ihm im Wohnzimmer – damit wenigstens Papa schlafen und Kraft tanken kann für den Job – und lief dort hunderte Kilometer im Kreis und wiegte ihn in meinen Armen, bis er endlich einschlief. Dann lag ich neben ihm, Wange an Wange, denn er brauchte die Nähe. Ganz egal, was mein Rücken dazu sagte. Egal, dass ich selbst kaum Schlaf fand.

Ich war nur noch ein Schatten meiner selbst. Von Mrs. Perfect zum Zombie mutiert – was soll’s!? Selbst das beste MakeUp hätte es nicht geschafft, meine Augenringe wegzuzaubern. Also habe ich mir die tägliche Restaurierung gespart und die Zeit meinem Kind gewidmet. Früher wäre das ein No-go für mich gewesen – aber damit es dem Stinker gut geht, stellt man sich selbst gerne zurück.

Doch Besserung war in Sicht: mehrere hundert Euro später. Er bekam osteopathische Behandlungen und (wir waren so glücklich) es half ihm – koste es, was es wolle. So überstanden wir die schwierige Zeit, in der nicht nur wir selbst, sondern auch unsere Zweisamkeit, der Haushalt, Hobbys und sämtliche Freundschaften gelitten haben.

Heute bin ich nach wie vor rund um die Uhr für unseren Sohn da. Wir vertreiben uns den Tag fast ausschließlich mit spielen, singen, tanzen, lachen – das Leben zu genießen.

Zwischendurch nehme ich mir kleine Auszeiten, mit meinem Mann, oder mal mit einer Freundin – sei es ein Besuch im Kino, ein leckeres Essen oder was auch immer – um neue Kraft zu tanken. Ich selbst sehe auch nicht mehr völlig verwahrlost aus, achte wieder etwas mehr auf mich selbst.
Nur der Haushalt leidet immer noch! Der kann aber gerne warten – denn die Zeit, die ich mit meinem Kind verbringe, ist schließlich wichtiger…

Verlorene Zeit kann man nicht nachholen – darum verliere ich keine! Schließlich will ich nichts verpassen!

Es ist nicht viel – und doch ist es das Beste, was ich geben kann: meine Zeit und noch viel mehr Liebe!

Und wenn ich das Lachen meines Kindes höre, dann weiß ich: ich mache alles richtig!

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