Wenn der Wochenendeinkauf Papa Schweißperlen auf die Stirn treibt…

Einkaufen mit Kleinkind ist ein Graus. Finde ich zumindest. Zumal es auch vorher nie zu meinen Lieblingsbeschäftigungen gehörte. Leider ist es nun mal unvermeidbar. Seit Herr Sohn vorne im Einkaufswagen sitzt, ist es richtig „lustig“. Wenn er denn überhaupt drin sitzen möchte. Meistens macht er den Seestern, wenn wir versuchen ihn in den Wagen zu setzen, begleitet von lautem Protestgegebrüll. Manchmal klappt das aber auch problemlos. Dann lacht er alle Leute lauthals an (oder aus?), schimpft mit ihnen oder quatscht ihnen eine Frikadelle ans Ohr, während ich ihn durch die Gänge chauffiere. Alle finden ihn dann so süß und lustig.

Doch er arbeitet gegen mich!

Wenn ich gerade mal nicht hinsehe, landen die Sachen, die ich soeben in den Wagen gelegt habe auf dem Boden. Oder wieder im Regal. Oder in einem fremden Einkaufswagen. Oder aber er angelt sich irgendwelche Verpackungen nach vorne und zerfetzt diese in 100 Kleinteile. Ganz toll sind auch Preisschilder oder Werbedingsbums- Etiketten (ihr wisst schon was ich meine), die einem zum Beispiel an Regalen oder an der Kasse „entgegenspringen“. Die eignen sich prima dazu abgerissen zu werden. Die Payback – Werbung an den Kassen des örtlichen Supermarktes mussten alle schon dran glauben.

Außerdem darf man den Einkaufswagen grundsätzlich nur mit einer Hand schieben. Sobald ich die rechte Hand an den Griff lege, wird diese unverzüglich ins Jenseits befördert. Außerdem wird während der Fahrt unentwegt der Reißverschluss meiner Jacke auf und zu gemacht. Seit mein Sohn das kann müssen alle Reißverschlüsse, die ihm in die Quere kommen, dran glauben. Das erschwert den Einkauf um einiges. Es ist auch immer wichtig Bestechungskekse dabei zu haben, wenn er an den Punkt kommt, wo er keine Lust mehr hat!

Gestern wurde es dann noch anstrengender. Zumindest für Papa. Ich sah das „Unheil“ schon kommen, als wir gerade in den Supermarkt gingen. Da war ein Mädchen, ich vermute so 1 Jahr älter als mein Sohn, und sie schob einen Kinder-Einkaufswagen vor sich her. Sie kam an uns vorbei – natürlich genau in dem Moment, als wir Herrn Sohn in den großen Einkaufswagen setzen wollten. Da war es schon vorbei. Er weigerte sich, protestierte so laut er nur konnte… So besorgte ich ihm auch einen kleinen Einkaufswagen – und dann ging die Party los! Der kleine Rowdy raste durch die Gänge, fuhr gegen Regale, räumte diese aus – und Papa hatte alle Hände voll zu tun, während ich (mehr oder weniger) in Ruhe unseren Einkauf erledigte.

Papa war schweißgebadet, unser Sohn dafür aber gut gelaunt. Ich habe ja versucht, mich zu beeilen. Dafür habe ich die Hälfte vergessen. Und irgendwie hat es trotzdem länger gedauert, als geplant. Sieh’s positiv Papa! So hast Du wenigstens ein paar Kalorien verbrannt!

Ob wir jemals wieder so richtig entspannt einkaufen gehen können? Im Moment habe ich da so meine Zweifel.

Ein Gedanke zu “Wenn der Wochenendeinkauf Papa Schweißperlen auf die Stirn treibt…

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