Die Sache mit der Suppe (oder: Die Fettschmelze hat begonnen)

Wie ich Euch ja in meinem letzten Artikel bereits erzählte, haben wir eine 3-Tage-nur-Suppe-Diät (oder auch 3 Tage – 3 Kilo) gemacht. Das Ergebnis erfahrt Ihr heute.

Erstmal muss gekocht werden. Das habe ich schon am Sonntag erledigt.
Was sich nicht gerade als einfach erwies, denn das Rezept war offensichtlich nicht ganz korrekt.

Hier ist es:

Italienische Rindfleischsuppe

Das erste Problem war schon, das Fleisch in nur 500 ml Wasser zu kochen. Das war viel zu wenig! Und dann waren auf dem Foto, sowie in der Erklärung, was welches Nahrungsmittel bewirkt, auch Tomaten mit von der Partie. Jedoch waren diese nicht in der Zutatenliste zu finden. Und jetzt?

Tja, die Suppe war eindeutig keine Suppe mit ihren 500 ml, daher habe ich das Wasser auf 1 l aufgestockt und einfach noch ein Päckchen passierte Tomaten dazugeben. Und das war wahrscheinlich auch gut so, denn sonst hätte die Suppe wirklich nach gar nichts geschmeckt.

Es war übrigens nicht gerade wenig Arbeit, die ganze Schnibbelei. Die Zwiebeln hat mein Mann zum Glück übernommen. Kartoffeln schälen und Fleisch zerstückeln war mein Job.

Als die Suppe fertig war, kam schon die große Ernüchterung: Sie sieht fies aus und schmeckt auch so. Das kann ja heiter werden…

Wie es uns in den folgenden drei Tagen erging, erfahrt Ihr im Suppen-Tagebuch!

Tag 1 – Montag

Zum Frühstück durften wir lediglich einen Apfel essen. Den habe ich in 16 Stücke geteilt und gaaanz langsam gekaut. Auf meinen heiß geliebten Zitronentee musste ich leider verzichten, der war tabu. Erlaubt ist nur Wasser, ungesüßter Tee und Kaffee, ohne Milch und Zucker versteht sich. Also machte ich mir doch tatsächlich einen Kaffee, den ich sonst nur drei, vier Mal im Jahr trinke. Und ich fand ihn widerlich. Hälfte davon weggeschüttet. Bin dann auf Wasser umgestiegen. 2 1/2 Liter geschafft an dem Tag. Eine Höchstleistung für mich.

Ein unfreiwilliger Spaziergang auf glatten Straßen war mein Sport des Tages. Ich bin so stramm gegangen, wie ich konnte, ohne dabei auf die Fresse zu fliegen.

Mittags gab es dann die Suppe. (Von der dürft Ihr übrigens in rauen Mengen essen.) Mmmmhhhh… Ich sage Euch, die ganze Arbeit hat sich NICHT gelohnt. Sie schmeckte alles andere als gut. Nicht eklig, aber auch echt nicht lecker.

Und das jetzt 3 Tage lang?!

Abends ging es weiter. Das Problem war nur, dass das Rezept für 6 Personen bestimmt war, wir nur mit 2 Personen davon gegessen haben und wir abends jeweils nur noch einen kleinen Teller übrig hatten. Dabei haben wir mittags auch nur 1 1/2 Teller gegessen. Und das obwohl ich die Suppe schon aufgestockt hatte!!

Fazit: Ich war nicht satt und der Topf war leer! Das war gar nicht gut.

Als Herr Sohn dann im Bett war, stand ich wieder hinterm Herd und kochte die doppelte Menge an Suppe, die hoffentlich die nächsten 2 Tage reichen würde. Ich sparte mir jedoch eine Menge Arbeit, weil ich – faul wie ich ja bin – tiefgefrorene Zwiebelwürfel und Kartoffeln aus dem Glas genommen habe. (Ja, lacht ruhig!)

Danach mit knurrendem Magen zwei Folgen „Revolution“ geguckt, voller Vorfreude, dass wir gleich noch etwas essen dürfen! Denn: Vor dem Schlafengehen gab es dann noch einen Naturjoghurt für den Eiweißkick. Die Freude wich schnell dem Ekel. Mit jedem Löffel wurde es widerlicher. Konnte ich nicht aufessen.

Darum schnell ins Bett und Augen zu…

Tag 2 – Dienstag

Das mit dem Trinken klappte heute nicht gut. Darum waren Kopfschmerzen angesagt. Dafür habe ich mir heute morgen eingebildet, dass ich schon viel schlanker aussehe!

Den morgendlichen Apfel habe ich genossen, dieses Mal mit ungesüßtem Tee. Schmeckt auch nicht. Hälfte davon weggeschüttet.

Die Suppe am Mittag ging so. Ich glaube man gewöhnt sich an den nicht vorhandenen Geschmack. Aber ich habe mich nicht getraut, mich satt zu essen, aus Angst, dass morgen nicht mehr genug da ist. Noch mal stelle ich mich dafür nicht hinter den Herd!

Die Kopfschmerzen wurden immer schlimmer. Und der Sport? Ich habe 10 Sit-Ups gemacht. Dann tat mir das Steißbein weh. Eine alte Kriegsverletzung ist schon eine gute Ausrede, mit dem Sport aufzuhören, findet Ihr nicht?!

Habe mich dann so durch den Tag geschleppt, bis es ohne Kopfschmerztablette nicht mehr ging. Als Papa dann Feierabend hatte, bin ich ausnahmsweise mal allein zum dm-Markt gefahren. Ich hatte noch einen kleinen Gutschein, den ich von einer Freundin bekommen habe, als Dankeschön dafür, dass ich ihr einen Berg Klamotten vermacht habe, in die ich wohl nie wieder reinpassen würde. 15,00 €, die ich nur für mich ausgeben wollte.

Das ist das Ergebnis:

IMAG1449_BURST002_COVER

Ein toller Lippenstift, Glitzer-Nagellack (dabei trage ich so selten welchen), Lidschatten (obwohl ich bereits ca. 30 verschiedene besitze), eine süß riechende Bodylotion (wenn ich schon keinen Süßkram essen darf, dann darf ich wenigstens süß riechen), ein Duschgel, das herrlich frisch nach Zitrone riecht und ein paar Badesalze (für Mamas Auszeit). Das war meine Belohnung für den Verzicht.

Erst zu Hause habe ich gemerkt, dass meine Kopfschmerzen endlich verflogen waren. Darauf habe ich doch gleich einen Teller Suppe gegessen. Mein Sohn aß einen leckeren Joghurt und ein Brötchen, als er plötzlich seine Vorliebe für die Ekel – Suppe entdeckte. Er konnte gar nicht genug davon kriegen. Unfassbar! Wir sind neidisch auf alles, was er essen darf und er ist scharf auf unsere Suppe…

Als er im Bett war und wir vorm Fernseher saßen, hatte ich Lust auf alles! Und nichts durfte ich essen… Aber halt! Es gibt ja gleich noch den leckeren Joghurt ohne alles!! Dieses mal habe ich mir den Becher gleich an den Hals gesetzt. Ging besser als mit dem Löffel. Bin dann früh schlafen gegangen.

Tag 3 – Mittwoch

Ich bin schlapp. Total wackelig auf den Beinen! Der Apfel hat es auch nicht rausgerissen. Ich will ein Brot! Meinen Zitronentee! Marmelade! Was auch immer, Hauptsache frühstücken!

Ich habe null Energie für mein Kind. Das wurde auch nach dem Mittagessen nicht besser. Als Herr Sohn schlief, habe ich mich daher aufs Sofa gehauen.

Sport des Tages: ich lag auf dem Boden und wippte mit den Füßen im Takt zu Herrn Sohns Playlist. Das machte ich so lange, bis er mir seine Werkbank gegen den Kopf rammte. Ein Hoch auf Plastik-Spielzeug! Wäre das Ding aus Holz gewesen, hätte ich sicher ein Schädel-Hirn-Trauma erlitten.

Später holte meine Schwiegermutter ihn zu einem Spaziergang ab. Und ich nutze die Zeit zum Schreiben. Und dann kam noch das Beste des Tages: meine Massage! Endlich wieder, nach drei Wochen Pause ließ ich mich von meiner Physio-Therapeutin so richtig durchkneten. Nur die Zeit geht dabei immer viel zu schnell rum.

Als ich wieder da war und meine Schwiegermutter wieder weg, verschlang ich meinen letzen Teller Suppe, brachte den Knirps ins Bett, nahm ein ausgedehntes Bad mit einem meiner tollen, bunten Badesalze, und dann machte ich es mir auf dem Sofa gemütlich. Papa hatte Bandprobe, also ließ ich mich einfach so von der Glotze berieseln. Zum Schluss kam dann noch der heiß geliebte Joghurt. Und dann hatte ich es geschafft. Mal sehen, was die Waage morgen sagt. Ich habe keine Hoffnung!

Es gibt ein Leben nach der Suppe – Donnerstag

Ihr könnt Euch gar nicht vorstellen, wie sehr ich mich auf mein Frühstück gefreut habe!!! Das war echt das Schwierigste an der ganzen Sache – nicht richtig frühstücken zu dürfen. Daher war es ein Hochgenuss!
Doch vor dem Frühstück, habe ich die Waage befragt!

Und? UND?? U-N-D???

1,8 kg

Hm! Ich habe mir mehr erhofft. Aber für 3 Tage eigentlich auch ganz okay.

Und bei meinem Mann waren es 3,4 kg!!! (Er hat außerdem gepfuscht und Cola light getrunken und den Joghurtdeckel von meinem Sohn abgeleckt!)

Na ja, mal sehen, wie es jetzt mit unserer Ernährung weitergeht. Vielleicht starten wir schon bald wieder eine Kurz-Diät. Aber dieses Mal mit einer anderen Suppe. Auf jeden Fall wollen wir gesünder essen. Und es gibt keine Süßigkeiten mehr im ganzen Haus!

Sündigen erlaubt: ganz und gar auf alles zu verzichten bringt mit Sicherheit sehr schnell Frust. Daher ist 1 x im Monat Fastfood erlaubt. Und hin und wieder kaufe ich vielleicht mal an der Kasse einen einzelnen Schokoriegel oder eine andere Kleinigkeit zum Naschen. Sonst dreht man ja durch. Aber wir wollen es nicht mehr übertreiben.

Nur das mit dem Sport ist nach wie vor so ’ne Sache… Sport und ich werden wohl niemals Freunde.


Hier noch die Quelle für die Diät:

http://www.wunderweib.de/diaet/stoffwechsel-ankurbeln-3-tage-3-suppen-3-kilo-a170500.html

3 Gedanken zu “Die Sache mit der Suppe (oder: Die Fettschmelze hat begonnen)

  1. hier sind noch 9 Kilo zuviel, von der Schwangerschaft, äh, unser Sohn ist nun 4.^^ Aktuell probiere ich es wieder – das Abnehmen und bin in Woche 1 von 12, mals was anderes. Ich hatte schon ketogen und Low Carb, beide half, ist aber nichts, das ich mir auf Lebenszeit vorstellen kann, mal sehen wie es diesmal ist… Übrigens ich mag deinen Erfolg nicht ärgern, aber anfangs nimmt man immer schnell überschüssiges Wasser ab…

    LG Mel

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    • Welche Diät machst Du?
      Schlank im Schlaf werde ich vielleicht noch mal versuchen. Dass Anfangs nur Wasser weggeht ist klar. Aber es ist immerhin ein kleiner Anfang! 😉
      Ich wünsche Dir viel Erfolg!

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  2. Puh diese Diät wäre nichts für mich! Essen bedeutet für mich Genuss, Gemeinsamkeit und Freude. Wenn ich mich drei Tage hintereinander von ungenießbarer Suppe ernähren müsste, würde meine Laune wahrscheinlich einen Tiefpunkt erreichen. Da hätte ich auch keine Kraft und vor allem auch keine Lust, meine Aufgaben am Tag zu erledigen. Ich ernähre mich schon lange nach dem Lenatura Prinzip. Dies folgt der Grundeinstellung, sich möglichst mit natürlichen Lebensmitteln zu ernähren und auf Convience Food zu verzichten. Vielleicht sagt dir das Stichwort „Clean Eating“ was. Falls dich dieses Prinzip mehr interessieren sollte, hier ein Erfahrungsbericht auf meinem Blog: (http://www.gesundheits-blogger.at/gesundheit/das-lenatura-prinzip/)

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