Mia & Finn „Einzigartiger Schmuck, als Andenken an eine besondere Zeit“

Was haltet Ihr von der Idee, die Hand- oder Fußabdrücke Eurer Kinder als Schmuckstück an Eurem Hals zu tragen?

Diese wunderschöne Idee soll bald umgesetzt werden. Babyfüße in 3D gedruckt, als Unikate Schmuckanhänger.

Hinter dem Projekt steht HD Berlin Design, die bereits tollen und einzigartigen Schmuck herstellen, den ich so zuvor noch nie gesehen habe.

Unter folgendem Link könnt Ihr an einer Umfrage dazu teilnehmen und an der Idee mitwirken:

https://viproomhk.typeform.com/to/WXPeio

Es gibt sogar etwas zu gewinnen! Also schaut doch mal rein!

Und wenn Ihr sehen wollt, was sie sonst noch so machen, werft mal einen Blick auf die Homepage!

http://hdberlindesign.de/

Es lohnt sich!

Im Februar rappelte nicht viel

Schon wieder ist ein Monat vorbei und der Frühling steht endlich vor der Tür! Die Sonne lacht immer öfter – jetzt muss es nur noch wärmer werden. Ich freue mich schon sehr darauf – denn vielleicht bringt der Frühling ja auch ein bisschen mehr Motivation. Daran mangelt es mir momentan gewaltig. Deswegen hat sich auch nicht so viel getan.

ICH MÖCHTE KOCHEN!

Nee, also das klappt nun mal gar nicht gut. Es liegt aber zum Teil auch daran, dass uns eine Krankheitswelle überrollt hat. Papa plagt sich schon seit drei Wochen mit der Grippe rum, Herr Sohn hatte natürlich nichts besseres zu tun, als sich anzustecken und ich bin mit einer normalen Erkältung noch recht glimpflich davon gekommen. Doch wir alle leiden irgendwie an akuter Appetitlosigkeit, so hat sich das Kochen die meiste Zeit erledigt. Dummerweise habe ich bei einer Erkältung IMMER Lust auf Pommes, obwohl die dann nicht mal halb so gut schmecken wie sonst. So haben wir innerhalb von vier Tagen zwei Mal Pommes gegessen. Und bei McDonalds waren wir am Monatsanfang auch ein Mal, weil ich so großen Heißhunger hatte. Gesunde Ernährung ade! Dabei hatte es im Januar doch recht gut damit angefangen.

DIE HAUPTROLLE MUSS WEG!

Es scheitert schon am Kochen und dann kam auch noch die Lust auf Süßes! Wir wurden schwach, wie Ihr hier sehen könnt:

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Das mit dem Abnehmen muss ich jedoch eh auf das Jahresende verschieben… Trotzdem will ich den Süßkram und alles andere ungesunde Zeugs wieder weglassen.

NOCHMAL MAMA WERDEN!

Das klappt! Denn ich bin wieder schwanger! Im September werden wir zu viert sein. Drückt mir die Daumen, dass alles gut läuft!
Ich werde Euch auf dem Laufenden halten, welche Fortschritte der Bauch und sein kleiner Bewohner macht.

SINGEN, SO LAUT ICH KANN!

Das habe ich gestern im Auto gemacht. Leider dauerte die Fahrt nur 10 Minuten, so dass das Musikerherz nicht auf seine Kosten kam.

DEN BESEN SCHWINGEN!

Können wir den Punkt vielleicht diesen Monat mal auslassen? Ganz große Schwachstelle.

ENTSPANNTER SEIN UND COOL BLEIBEN!

Das fiel mir in den letzten Tagen sehr schwer. Herr Sohn hat unglaublich viel geschrien und wollte ständig etwas von uns einfordern. Sobald wir ihm seinen Wunsch erfüllen wollten, wollte er wieder etwas anderes. Das war sehr nervenaufreibend, weil wir dachten, er macht das aus lauter Grell. Mir fiel es sehr schwer dabei entspannt zu bleiben. Bis sich herausstellte, dass ihn eine Mittelohrentzündung plagt. Er konnte seinen Schmerz wohl einfach nicht definieren und äußerte ihn durch Wut. Vielleicht sollte ich doch ein wenig mehr helikoptern und eher einen Arzt aufsuchen, wenn wieder solch ein Ausnahmezustand herrscht. Ich habe daraus gelernt. Tut mir Leid, kleiner Schatz!

ALLES UNTER EINEN HUT BRINGEN!

Mein Hut ist gerade ganz klein, da passt nicht viel drunter. Ich werde mir einen größeren zulegen!

DIE SHOPPING-BREMSE ZIEHEN!

Daumen runter! Als mir bewusst wurde, dass meine normalen Hosen alle zwicken, weil der Bauch schon ordentlich wächst, bin ich in einen kleinen Shopping-Rausch gefallen und habe mir Umstandsmode bestellt. Doch die meisten „Zelte“ habe ich wieder zurückgeschickt. Man muss ja nicht gleich übertreiben.

AB IN DEN SÜDEN!

Der Urlaub ist gebucht! Beim 3. Anlauf hat es endlich geklappt eine Online-Buchung zu machen. Die ersten beiden Buchungen blieben irgendwie im System hängen und ich erhielt vom Veranstalter eine Info, dass die gewünschte Reise nicht mehr verfügbar sei und wir stattdessen jeweils eine viel teurere buchen konnten. Ich habe mir dann einen anderen Anbieter gesucht. Vielleicht sollte man doch lieber völlig Old-School im Reisebüro buchen! Nun geht es im Mai nach Mallorca, genau gesagt nach Cala Mandia – ein wohl sehr kleiner Ort. Ich bin gespannt! Vor allem auf das Hotel.

INS MITTELALTER ABTAUCHEN!

Da das ersehnte Buch noch bis zum Herbst auf sich warten lässt, habe ich für die Zwischenzeit das hier:

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Am Montag ist es gekommen und ich habe es leider noch nicht geschafft darin zu lesen. Aber sicher ist es toll, wie alle Romane von Cecilia Ahern.

GERÄTEPAUSE!

Klappt aufgrund meiner Müdigkeit manchmal ganz gut. Die Sucht nach Erholung siegt immer wieder!

MEHR ROMANTIK!

Romantik kam leider viel zu kurz in diesem Monat, was sicher zum Teil auch am Bazillen-Befall lag. Aber der nächste Abend nur für uns ist schon in Planung. Und ich freue mich schon darauf!

Wie Ihr seht, läuft gerade alles sehr schleppend. Ich hoffe der Aufschwung kommt ganz bald! Aber da bin ich ganz zuversichtlich.

Wo ist der verdammte Klapperstorch, wenn man ihn braucht?

Wenn man klein ist werden einem die wildesten Märchen als Wahrheiten verkauft. So glauben unendlich viele Kinder an Weihnachtsmann, Osterhase, Zahnfee und Co., nur um dann einige Jahre später festzustellen, dass diese nicht existieren. Autsch!

Aber um all diese geht es hier gerade gar nicht. Mich interessiert nur einer: der Klapperstorch! Warum kann nicht dieses eine Märchen wahr sein? Es würde einiges so viel leichter machen. Warum ich mir das wünsche?

Ich bin wieder schwanger!

Jetzt mögt Ihr denken: Ist doch super, wofür dann noch der Klapperstorch!? Dazu kommen wir später…

Ich bin glücklich, dass es endlich geklappt hat und wir im September unser zweites Kind erwarten. Die letzten Monate waren ganz schön aufregend, warteten wir doch immer wieder auf ein positives Ergebnis! Inzwischen bin ich in der 11. Schwangerschaftswoche und ich finde, es ist jetzt an der Zeit, dass Ihr das auch erfahrt! Als der Test positiv war, war es noch nicht gleich real. Erst der Besuch beim Arzt brachte Erleichterung und Vorfreude.

Warum?

Ich war letzten Sommer schon einmal schwanger. Das war ein doppelter Schock. Zuerst als ich erfuhr, dass ich wieder schwanger bin, obwohl mein Mann mich nur ein Mal angeguckt hatte und wir uns zwar ein zweites Kind wünschten, aber eigentlich noch ein wenig damit warten wollten. Dann freuten wir uns schließlich doch – was ist schon so schlimm daran, dass es jetzt nun schneller kommt als erwartet!? Aber in der 9. Woche hatte ich dann leider eine Fehlgeburt. Das war ein schwerer Schlag. Ich hätte nie im Leben damit gerechnet, dass irgendetwas schiefgehen könnte. Aber es passierte trotzdem…

Die ersten Tage waren ziemlich hart. Doch zum Glück gibt es hier einen kleinen Mann, der mich so sehr auf Trab hielt und mich forderte, dass mir nicht mehr viel Zeit zum Nachdenken blieb und so erholte ich mich schneller von dem Verlust, als ich dachte.

Doch jetzt war der Wunsch nach einem zweiten Kind nur umso größer. Und viele von Euch wissen es vielleicht selbst: je größer der Wunsch, desto schwieriger ist er zu erfüllen. Denn wenn man den Kopf nicht frei hat und zu verkrampft ist, dann will es einfach nicht klappen. Plötzlich greift man zu Eisprungkalendern, Ovulationstests oder was es sonst noch so gibt, statt es einfach frei nach dem Motto „Et kütt wie et kütt“ zu versuchen – obwohl das vorher doch so wunderbar geklappt hat! Statt dessen ist man völlig unentspannt und (ich rede ganz offen) der Kinderwunsch wird irgendwie auch zum absoluten Liebeskiller. Spaßbremse! So ist es nun mal. Es kommt keine romantische Stimmung auf, nur weil der Eisprungkalender Dir sagt, dass es gerade passt. Im Gegenteil!

Nun hat es ja aber doch gefunzt und ich habe es erstmal gar nicht bemerkt. Mich musste erst eine Freundin ansprechen und fragen, ob ich denn wieder schwanger sei, weil ich „so eine Ausstrahlung“ hätte. Ich rechnete und fragte mich, ob das der Grund für meine Kreislaufbeschwerden sein könnte. So machte ich am nächsten Tag einen Test, der mir sagte, dass sie Recht hatte! Super, dass andere Leute wissen, dass ich schwanger bin, bevor ich selbst davon weiß!

So war ich also plötzlich schon in der 6. Woche (auch wenn der Test was anderes sagt) und abgesehen von einem leichten Schwindelgefühl spürte ich gar nichts. 1 1/2 Wochen später fand ich mich endlich beim Frauenarzt wieder. Und ich war nervös. Nein, nervös war eigentlich gar kein Ausdruck! Ich war kurz vorm Kollabieren! Mit jeder Minute, die ich länger im Wartezimmer verbringen musste, stieg mein Puls. Meine Pumpe arbeitete auf Hochtouren. Wird alles in Ordnung sein? Geht dieses Mal alles gut?

Als ich endlich aufgerufen wurde, war ich bereits ein nervliches Wrack, so dass die Ärztin sich mit allem beeilte, um mir endlich Gewissheit zu verschaffen. Ich habe mich nicht getraut auch nur einen Blick auf den Monitor zu werfen, sondern fragte nur vorsichtig: „Und, ist jemand Zuhause?“ Ja, und das Herzchen schlägt auch! Erleichterung! Darauf gleich meine nächste Frage: „Und es ist aber nur eins, oder!?“ Auf das „Ja“ der Ärztin plumpste mir erneut ein riesiger Stein vom Herzen. Es ist alles in Ordnung! Endlich kann ich durchatmen – und mich freuen!

Ich kam strahlend nach Hause, woran mein Mann sofort erkannte, dass alles gut ist! Wir werden also bald zu viert sein!

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Und wie ich halt so bin, fange ich sofort an zu planen. Unser Gästezimmer wird also bald zum Kinderzimmer. Ich habe schon Tapeten ausgesucht, eine Vorauswahl für die Möbel getroffen und würde am liebsten gleich in einen Kaufrausch verfallen, um alles für das Kleine schön zu machen. Entscheidend ist hier nur noch das Geschlecht.

Aber mit der Gewissheit kommt nicht nur Freude…

Ich. Habe. Angst.

Oh ja, und das nicht zu knapp. Nicht nur, dass die Schwangerschaft jetzt schon nervt. Da kommt ja auch noch die Geburt. Beides würde ich am liebsten überspringen. Eigentlich geht es mir momentan relativ gut. Wenn man mal nicht an die extreme Müdigkeit denkt, gegen die ich so gar nicht ankomme. Ich habe das Gefühl meinem mehr als lebhaften Wirbelwind gar nicht mehr gerecht zu werden, weil ich einfach so schlapp bin. Die zweite Schwangerschaft ist tatsächlich etwas für Fortgeschrittene. Denn Ausruhen ist nicht wirklich drin, es sei denn Herr Sohn macht gerade seinen Mittagsschlaf. Das ist auch der Grund, warum es auf meinem Blog in der letzten Zeit extrem still geworden ist. Ich war einfach zu müde. Die kleinen Verschnaufpausen habe ich tatsächlich zum Ausruhen gebraucht. Abgesehen von der Sucht nach Schlaf, meldet sich mein Kreislauf hin und wieder. Aber das legt sich meistens schnell, wenn ich eine Kleinigkeit gegessen habe. Was besonders nervt: alle paar Minuten zum Klo zu müssen. Vor allem nachts regt es mich so richtig auf, denn wenn ich einmal raus musste, schlafe ich so schnell nicht mehr ein. Und dann noch das andere Klo-Problem! Ich nehme jetzt einfach mal kein Blatt vor den Mund: ich habe Verstopfung! Ich bin kurz vorm Platzen! Das ist ganz schön schlimm. Ich sehe wahrscheinlich jetzt schon aus wie ein Fass, weil der Bauch anstatt mit Baby eher mit anderen Dingen gefüllt ist. Meine Ärztin verschaffte mir jedoch Abhilfe – mit Lactulose und Zäpfchen.

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Ich sag Euch Leute, Zäpfchen sind echt für’n Arsch. (Sorry an alle, die es nicht so genau wissen möchten!) Klar, das Zeug hilft – aber da fühlte ich mich gleich wieder wie die 4jährige in ihrem blauen Sarah Kay-Nachthemd – eine Zeitreise auf die ich gerne hätte verzichten können, aber es fühlte sich genau so an wie damals, als ich noch klein war. Und diese Zuckerpampe zu trinken hat auch einen gewissen Ekel – Faktor.

Dann sind da noch Massen an kleinen Pickelchen am Dekolletee, die echt jucken. Und wer weiß, was noch alles kommt, abgesehen davon, dass ich innerhalb von kürzester Zeit wieder zum Walross mutiere. Sodbrennen, Rippenquetschungen, Kurzatmigkeit…

Das Dumme an der 2. Schwangerschaft ist ja, dass man nicht so naiv an die Sache rangeht, wie beim ersten Kind. Denn jetzt weiß ich ja nun mal, was alles auf mich zukommen kann und wird. Das lässt sich nicht schön reden. Sicher, es ist toll zu wissen, dass da ein kleines Wunder in mir wächst, und noch toller ist es, das Baby zum ersten Mal zu spüren. Darauf freue ich mich schon! Trotzdem: Eine Schwangerschaft ist kein Zuckerschlecken! (Zumindest sehe ich das so.) Wer seine Schwangerschaft in vollen Zügen genießen kann: Herzlichen Glückwunsch! Aber ich wünschte, es wäre schon vorbei.

Doch das Ende der Schwangerschaft bringt noch eine viel größere Angst mit sich: die Geburt!

Als Herr Sohn unterwegs war, hatte ich keine Angst davor. Überhaupt nicht. Im Gegenteil – ich war sogar völlig tiefenentspannt. Doch das änderte sich schnell, als es soweit war. Denn dann war es noch lange nicht so weit. Zwischen dem Platzen der Fruchtblase und der Entbindung lagen drei endlos lange Tage, drei Einleitungen, unendlich viele Schmerzen. Und ich habe Monate gebraucht, um das zu verdauen. Oder eher gesagt zu verdrängen. Denn jetzt, wo ich erneut schwanger hin, ist die Geburt wieder so gegenwärtig, als wäre es gestern gewesen. Ich möchte das nicht nochmal mitmachen. Nicht so!

Vielleicht wird es ja besser. Beim zweiten Kind soll alles besser werden. Ich mache ein Mal „Hatschi“ und schon ist es draußen. Aber falls nicht, ist ein Kaiserschnitt für mich tatsächlich eine Option, auch wenn jetzt einige von Euch laut aufschreien werden. Damit kann ich leben!

Und wenn das Kleine dann endlich da ist?

Auch davor habe ich ein kleines bisschen Angst. Was, wenn es wieder ein Schreibaby wird? Was, wenn Herr Sohn das Kleine nicht akzeptiert? Wird er oder der Zwerg zu kurz kommen? Kann ich beiden gerecht werden? Überstehe ich die kurzen, oft gänzlich schlaflosen Nächte? Halten meine Nerven das durch? Kann ich für zwei Kinder eine gute Mutter sein?

Diese und viele weitere Fragen beschäftigen mich rund um die Uhr. Vielleicht wird alles viel einfacher, als ich mir das vorstelle. (Andere schaffen das doch auch!) Wahrscheinlich wird aber alles viel schlimmer. So ein kleines Baby ist eine große Aufgabe. Sie sind zwar so unglaublich süß, trotzdem hätte ich nichts dagegen, die ersten Monate zu überspringen. Denn je selbstständiger sie werden, desto leichter wird es auch.

Wenn Ihr Euch jetzt fragt, warum wir uns trotzdem ein zweites Kind gewünscht haben, kann ich Euch sagen, dass ich für diese Entscheidung lange gebraucht habe. Die Geburt und die ersten sieben bis neun sehr anstrengenden Monate mit unserem Schreibaby, haben den Wunsch nach einem Geschwisterchen für Herrn Sohn lange beiseite geschoben. Aber im Hinterkopf schwirrte der Gedanke immer herum, ließ mich nie gänzlich los.

Und als ich bei einem Spaziergang einen kleinen Jungen vor seinem Haus sitzen sah, der ganz allein und traurig drein blickend Steine über den Zaun warf, brach mir das irgendwie das Herz. Der Kleine ging mir nicht aus dem Kopf, wie er da so einsam saß. Da wurde mir bewusst, dass ich das für mein Kind nicht möchte. Ich möchte nicht, dass er sich je einsam fühlen muss, weil niemand zum Spielen da ist. Ich möchte nicht, dass ihm entgeht, welch starkes Band Geschwister verbinden kann. Ich möchte, dass er einen Gefährten hat, der ihn sein Leben lang begleitet, mit dem er Pläne schmieden kann, Blödsinn bauen, Dummheiten anstellen, gemeinsam lachen, streiten und das Kriegsbeil begraben kann. Ich möchte ihm nicht das Gefühl verwehren, das nur zwischen Geschwistern entstehen kann – wahre Geschwisterliebe! Sie kann Segen oder Fluch sein – auf jeden Fall aber ist sie unbezahlbar!

Bis dahin ist es aber noch ein etwas längerer und beschwerlicher Weg. Und da kommt der Klapperstorch wieder ins Spiel! Wenn es ihn gäbe, dann würde ich mir von ihm wünschen, dass er mir ein Baby bringt und ich das nicht alles selbst machen müsste.

„Bitte lieber Klapperstorch, bring mir doch ein kleines Mädchen! Sie darf auch ruhig schon 10 Monate alt sein und bald laufen lernen. Das würde vieles erleichtern!“

Ach, wenn manche Märchen doch nur wahr wären…

Supermom ist der Verlierer…

Hier läuft es gerade so gar nicht rund. Es ist echt zum Wegfliegen. Herr Sohn will von Mama gerade gar nichts mehr wissen.

Warum?

Das wüsste ich auch gern. Es ist schon seit einer Woche etwas schwierig. Denn seitdem will er nicht mehr richtig essen. Weder Frühstück, oder seine sonst so heiß geliebten Quetschies, geschweige denn Mittagessen. Und das trotz Silberbesteck! (Neuerdings ist die kleine Plastikgabel nämlich total uncool und wurde gegen ein richtiges Kinderbesteck ausgetauscht!) Er will nicht mal mehr in seinem Hochstuhl sitzen. Jedes Mal gibt es einen riesigen Aufstand. Oft wird das Essen nicht mal probiert, sondern gleich mit einem nörgeligen „Nö!“ abgelehnt. Fazit: Er isst fast gar nicht, schreit aber regelmäßig „Hunger!“ – um dann trotzdem alles abzulehnen, was ich ihm anbiete. Selbst sein Lieblingsessen wird verschmäht. (Ich wollte es auf die hinteren Backenzähne schieben, aber er lässt mich nicht gucken!)

Wenn das nur das einzige Problem wäre…

Hier sind irgendwie alle nicht so ganz gesund. Papa plagt sich seit über einer Woche mit einer richtig fetten Grippe herum. Herr Sohn war in der Nacht von Samstag auf Sonntag etwas fiebrig und am Tag darauf irgendwie total k.o. – und mich hatte ein gemeiner Magen-Darm-Virus erwischt. Als ich morgens aus der Dusche kam, hatte ich plötzlich arge Kreislaufbeschwerden und es dauerte nicht lange, da war mir auch mehr als schlecht. Ich habe nichts bei mir behalten und konnte den ganzen Tag wirklich nur liegen und war nicht ansprechbar. Es ging wirklich gar nichts mehr. So hat Papa sich um den Kleinen gekümmert – so gut er selbst eben konnte. Was für ein schrecklicher Tag!

Am nächsten Morgen ging es mir dezent besser. Ich konnte wieder eine Kleinigkeit essen, war aber noch recht schlapp. Herr Sohn hingegen wirkte wieder relativ fit. Eine schlechte Kombination. Irgendwie hatte ich das Gefühl, er ist sauer auf mich, weil ich mich nicht so intensiv um ihn kümmern konnte, wie ich es sonst immer mache. Ich war gerade alles andere als eine Supermom – und das ließ er mich spüren. Nicht nur, dass er ohnehin schon den ganzen Tag nach Papa rief; er bekam auch den schlimmsten Wutanfall überhaupt. Er wachte schreiend aus dem Mittagsschlaf auf und brüllte nach Papa – der auch sofort zur Stelle war, den er arbeitet ja im Home-Office und ist meistens Zuhause. Er ließ sich kurzzeitig beruhigen, nur musste Papa ja auch wieder an die Arbeit. Und dann ging das Drama richtig los. Er weinte und weinte und ich versuchte ihn zu trösten, was mir nicht so recht gelang. Mir fehlte echt die Kraft und innere Ruhe. Ich erzählte ihm, dass Oma gleich kommt und mit ihm spazieren gehen würde. Das machte es aber nur noch schlimmer. Denn er wollte scheinbar sofort los und brüllte ununterbrochen „Klaufen! Klaufen! Klaufen!“ (Was natürlich Laufen heißt. Er macht vor alle L-Wörter ein K.) Er war jedoch so sehr Rage, dass ich auch einfach nicht verstanden habe, was er wirklich will. Es hätte in dem Moment auch „Schlafen“ oder „Löwe“ heißen können. Da der Mittagsschlaf zu früh abgebrochen wurde, fragte ich ihn, ob er müde ist und weiter schlafen möchte. Auf die Frage, ob er ins Bett möchte antwortete er mehrmals mit „Ja“, aber natürlich war das nicht richtig. Es machte die Sache nur noch immer schlimmer. Er hing an mir dran und schrie, rasend vor Wut, und ich durfte ihn nicht anfassen und versuchen ihn zu beruhigen. Ich wusste einfach nicht mehr weiter. Schließlich heulte ich irgendwann einfach nur noch mit, völlig überfordert von der Situation. Das ist mir schon lange nicht mehr passiert. Irgendwann erbarmte Papa sich wieder, ließ seine Arbeit liegen und nahm mir unseren Sohn ab. Nach etwa 45 Minuten voller Wut und Tränen beruhigte er sich langsam – und dann kam auch endlich Oma. Und von da an war der Tag eigentlich gerettet für ihn. Von mir wollte er einfach nichts wissen.

Dienstag war es allerdings nicht wirklich besser. Es gab noch mehrere heftige Wutausbrüche und alles was ich zur Linderung beitragen wollte, bewirkte eher das Gegenteil. Es ist zum Verzweifeln! Nach einem ausgiebigen Mittagsschlaf wirkte er dann jedoch etwas ausgeglichener. Dann kam eine Freundin zu Besuch, der es gerade allerdings nicht so gut geht, daher hatte sie großen Redebedarf. Das war für Herrn Sohn natürlich langweilig – stand er nun mal nicht im Mittelpunkt. Papa ging dann aber nach Feierabend mit ihm zum Spielplatz, da war wieder alles gut.

Und heute – tja, da wachte der kleine Mann mit Schnoddernase auf und wirkte sehr angeschlagen. Immerhin hat er nach etwas Überredungskunst eine Kleinigkeit gefrühstückt, war aber sehr weinerlich. Tatsächlich wollte er schon um 10.00 Uhr wieder ins Bett und schläft seitdem.

Ob seine Wut damit zusammenhing, dass er etwas ausbrütet? Oder doch daran, dass ich ihm in den letzten Tagen nicht so recht gerecht werden konnte? Wenn ich das nur wüsste… Ich muss gestehen, diese Ausbrüche machen mir ein wenig Angst. Ich kann nicht gut damit umgehen. Und was, wenn es noch schlimmer wird? Was, wenn ich nicht herausfinde, was ihn bedrückt?

Geht oder ging es bei Euch ebenfalls manchmal so extrem zu? Wie seid Ihr damit umgegangen?

Habt Ihr Nerven wie Drahtseile? Wenn ja, wo kann man die kaufen?

Und dann kam Ellie!

Kennt Ihr das?

Ihr schenkt Eurem Kind die coolsten und niedlichsten Stofftiere, in der Hoffnung, dass es sich eines davon als treuen Freund und ständigen Begleiter auserwählen wird.

Ich zumindest hätte es total süß gefunden, wenn es so gewesen wäre, und so stapelt sich bereits eine beachtliche Sammlung an kuscheligen Freunden in Herrn Sohns Kinderzimmer.

Und das sind noch längst nicht alle...
Und das sind noch längst nicht alle…

Doch mein Plan ging nicht auf. Weder Paule, noch Pingi, Jupp oder Kalle haben dauerhaft sein Herz erobert. Und all die anderen ebenfalls nicht. Sie liegen meist unbeachtet in der Ecke oder dienen als Dekoration, aber das war’s dann auch schon. Er steht einfach nicht auf Stofftiere…

Bis zu diesem Tag

Ich habe für unsere Nichte ein Geschenk organisiert und bin dabei auf eine niedliche Elefantendame gestoßen. ICH liebe ja Stofftiere. Und da wir uns noch ein Kind wünschen und ich mich sehr über ein kleines Mädchen freuen würde, dachte ich, ich nehme die Elefantendame einfach bei uns auf, in der Hoffnung, das würde irgendwie mein Unterbewusstsein steuern. (Ja, lacht ruhig!)

Doch kaum packte ich sie zu Hause aus, war Herr Sohn schon zur Stelle und krallte sich den Elefanten. Und ließ ihn nicht mehr los.

Wie bitte? Ein Elefantenmädchen mit Blumen am Ohr?! Ernsthaft?!?

Ja, es war sein völliger Ernst! Das Tier mit dem langen Rüssel hatte es ihm angetan! So gaben wir ihr den Namen Ellie und sie wurde von da an mit in den Alltag eingebunden. Sie musste beim Spielen neben uns sitzen, beim Mittagessen, beim Bücher gucken auf dem Sofa…

Eines Mittags hatte Herr Sohn wohl gerade sein Geschäft erledigt. Dann nahm er Ellie, roch an ihrem gewaltigen Hinterteil und bemerkte: „Stinkt! Pampi!“. Er wollte wohl nicht zugeben, dass er selbst der Stinker ist. So gingen wir dann rauf, Herr Sohn bekam eine frische Windel – und er bestand darauf, dass Ellie ebenfalls eine bekommt. Seitdem trägt sie Pampers, die wir unzählige Male an- und ausziehen müssen.

Abends legt Herr Sohn sie dann immer in ihr „Bett“, deckt sie zu und gibt ihr einen Gute-Nacht-Kuss. Er ist so fürsorglich!

Die erste Euphorie ist bereits abgeebbt, aber jeden Morgen, wenn ich in sein Zimmer komme, muss ich Ellie erst mal aus ihrem Bett holen, dann wird sie einmal feste geknuddelt und begrüßt den Tag mit einem lauten „Törötörötörötörötötötötö„!

Mal sehen, wie lang diese Liebe anhält!

Haben Eure Zwerge auch einen treuen Begleiter?

Liebster-Award²

Ja genau, ich bin gleich zwei Mal innerhalb einer Woche für den Liebster-Award nominiert worden. Und weil ich momentan etwas faul bin, wie Ihr schon gemerkt habt, werde ich alle Fragen zusammen in einem Artikel beantworten.

Zuallererst möchte ich mich jedoch für die Nominierung bedanken, und zwar bei Indro von http://www.Er-ist-schwanger.de und bei Carmen von www.Vegan-in-anderen-umständen.de

Ich freue mich, dass ich gleich doppelt teilnehmen darf und werde nun alle Fragen beantworten, die an mich gerichtet wurden.Weiterlesen »

Glotz nicht so blöd! Pack lieber mit an!

Menschen mit Behinderung oder einem anderen Handicap haben es meistens nicht leicht im Leben. Und das nicht nur wegen ihrer Krankheit, mit der sie eh schon genug zu kämpfen haben, sondern oft sind es andere, die es ihnen durch starrende Blicke oder Unachtsamkeit noch schwerer machen.

„Wir sind nicht nur verantwortlich für das was wir tun, sondern auch für das, was wir nicht tun.“

Ich selbst war zwar schon immer hilfsbereit, doch wirklich bewusst war es mir nie, was es eigentlich bedeutet, wenn man nicht (mehr) so kann, wie man gerne will. Bis eine liebe Freundin durch eine chronische Erkrankung plötzlich an den Rollstuhl gebunden war. Das änderte meine Sichtweise immens. Mir wurde klar, wie wichtig es wirklich ist, auf andere zu achten und für sie da zu sein.

Auslöser für diesen Artikel sind jedoch mehrere kleine Begebenheiten gewesen, die ich jüngst beobachten konnte. Das fängt an mit einer Gruppe Teenager, die hier in der örtlichen Jugendherberge zu Gast waren. Sie waren in mehreren kleinen Grüppchen in der Fußgängerzone unterwegs. Jeweils eines der Kids saß im Rollstuhl. Nicht weil sie darauf angewiesen waren, sondern weil sie lernen sollten, was es bedeutet, wenn man auf einen Rollstuhl und auf die Hilfe anderer angewiesen ist. Einige haben sich darüber lustig gemacht, aber in manchen Gesichtern konnte man Nachdenklichkeit erkennen. Und das nur, weil ein Bordstein plötzlich zu einem unüberwindbarem Hindernis werden kann, wenn keiner da ist, der seine helfende Hand anbietet. Sie haben durch diese Erfahrungen gelernt, wie schwer das Leben sein kann und wie man durch Achtsamkeit anderen helfen kann. Ich finde das eine gute Sache. Solche Projekte sollte es öfter geben!

Dann waren Herr Sohn und ich neulich im Drogeriemarkt einkaufen. Wir suchten gerade neue Zahnbürsten aus. Ein paar Meter weiter stand eine junge Frau mit einem Rollator am Kosmetikregal, direkt daneben eine weitere Frau. Der jungen Frau fiel etwas runter, die andere glotzte nur doof und drehte sich wieder um, anstatt sich mal kurz zu bücken und es aufzuheben. Dabei war es offensichtlich, dass es der jungen Frau nicht leicht fallen würde, es selbst aufzuheben. Mir platzte fast der Kragen, aufgrund dieser Ignoranz und ich eilte sofort zu Hilfe. Ich erntete dafür ein dankbares Lächeln.

Als ich das letzte Mal mit meinem Mann essen war, entstand wieder eine mir völlig unverständliche Szene. Wir waren in einem Café, das einmal im Jahr ein Spanferkel – Essen anbietet. Das Café befindet sich auf zwei Ebenen. Wir saßen oben. Ebenso eine Gruppe von vier Herren, so um die 50, würde ich sagen. Einer von ihnen hatte Probleme mit dem Bein, konnte nicht gut laufen. Nun war es so, dass man sich das Essen in der unteren Etage selbst abholen musste. Die Vier gingen also runter, zurück kamen jedoch erstmal nur drei. Der Mann mit dem steifen Bein hatte große Mühe damit, die Treppe mitsamt dem vollen Teller hinauf zu kommen. Ich hatte die Treppe im Rücken, hörte nur irgendwann die Kellnerin runter rufen „Warten Sie, ich trage Ihnen den Teller hoch!“
So ging die Kellnerin runter, nahm den Teller entgegen, den anderen Arm vollgepackt mit leerem Geschirr und balancierte alles zum Tisch, damit der Herr sich voll und ganz darauf konzentrieren konnte, selbst die Treppe heil hochzukommen. Da frage ich mich: Warum hat nicht einer seiner Freunde einfach seinen Teller getragen? Seine FREUNDE sollten doch ein Auge dafür haben, oder sehe ich das falsch?

Sowas macht mich völlig fassungslos. Warum sind viele Menschen einfach zu bequem anderen zu helfen? Oder zu blind? Sogar die eigenen Freunde? Man bricht sich keinen Zacken aus der Krone, wenn man anderen die Hand reicht! Im Gegenteil!

„Nicht behindert zu sein ist wahrlich kein Verdienst, sondern ein Geschenk, das jedem von uns jederzeit genommen werden kann.“ Richard v. Weizsäcker

Das sollten wir nie vergessen! Aber leider ist es manchen tatsächlich einfach zu unbequem. Wenn Du plötzlich krank wirst, stellst Du erst fest, wer wirklich Deine Freunde sind. Manche ziehen sich zurück, weil es ihnen zu kompliziert ist, andere vielleicht, weil sie nicht wissen, wie sie damit umgehen sollen. Es wird ja schon schwierig bei der Freizeitgestaltung. Man kann zum Beispiel nicht mehr in jedes x-beliebige Kino gehen. Zu viele Treppen, kein Aufzug! Oder das Lieblingsrestaurant wird plötzlich zum Hindernis, weil im Eingangsbereich Stufen sind, oder die Toiletten im Keller liegen. Es ist auch gar nicht so einfach, einen Rollstuhl ins Auto zu hieven und noch schwerer ihn wieder raus zu heben. Aber mir ist das egal. Ich tue es trotzdem. Und dann suchen wir uns halt ein neues Lieblingsrestaurant, das auf alle Bedürfnisse abgestimmt ist. Auf jeden Fall würde ich niemanden im Stich lassen, nur weil es plötzlich etwas komplizierter geworden ist. Denn es kann uns jederzeit selbst treffen. Nur an Zeit mangelt es mir oft. Weshalb ich nicht selten ein schlechtes Gewissen habe.

Ob man gesund ist oder krank: Man braucht Menschen, auf die man sich verlassen kann. Immer!

Also, reicht anderen Eure helfende Hand – und Ihr werdet Dankbarkeit als Geschenk erhalten!