„Plötzlich ist er weg“ oder „Was das Bloggen mit uns macht“

Er ist einfach über Nacht verschwunden. Plötzlich nicht mehr da. Mein Lieblings-Blog, den ich förmlich verschlungen habe. Der so wunderschön, gefühlvoll, mitreißend und mit ganz viel Herz geschrieben wurde. Der viele Leser immer wieder auf’s Neue berührt hat. Von Heute auf Morgen gibt es ihn nicht mehr.

Die liebe Nina von Gedankenpotpourri legt ihren wundervollen Blog auf Eis. Ein mutiger und entschlossener Schritt, den ich zwar sehr bedauere, aber dennoch gut verstehen kann. Ich ziehe den Hut vor Dir, dass Du diese Entscheidung getroffen hast, die sicher alles andere als leicht für Dich war!

Denn…

Das Bloggen ist Herzenssache. Man legt sein ganzes Gefühl hinein und hängt an seinem „Baby“. Außerdem ist das Schreiben ein so wundervoller Ausgleich zum Alltag und zum Mama sein. Etwas, das man für sich tut, um den Kopf frei zu kriegen und wieder klar denken zu können. Und es macht einem auch große Freude, damit Menschen zu erreichen, vielleicht genau in dem Moment, wo sie es am meisten brauchen.

Ich bin bei weitem nicht so talentiert was das Schreiben angeht, wie Nina es ist, dennoch macht es mir sehr viel Spaß und es tut gut. Wenn man denn die Zeit dafür übrig hat.

Bloggen – ein Zeiträuber

Ich merke es in der letzten Zeit immer wieder selbst. Wenn Du viel schreibst, kommen andere Dinge – wichtige Dinge – oft viel zu kurz.

Als mein Blog im Oktober online ging, hat mich ein solches Fieber gepackt, dass ich in jeder freien Minute zum Tablet griff und drauf los schrieb. Immer wenn Herr Sohn seinen Mittagsschlaf machte und auch fast jeden Abend. Da fing ich an zu schreiben und merkte gar nicht, dass plötzlich zwei Stunden verflogen sind, anstatt dass ich den Abend mit meinem Mann genossen habe.

Das ging so nicht, darum schreibe ich abends nicht mehr. Und es ist ja nicht nur der Blog, sondern auch die Facebook-Seite, die am Leben gehalten werden will. Viele andere Blogger sind zusätzlich noch bei Twitter und was es sonst noch so gibt. Das alles wurde schnell zu viel und ich habe die Handbremse ein wenig angezogen.

Doch jetzt bleibt mir kaum noch Zeit für den Blog, denn die „Mittagsruhe“ ist inzwischen zur absoluten Ausnahme geworden. Hier ist den ganzen Tag High Life, und wenn es doch mal ruhiger ist, müssen auch noch andere Dinge erledigt werden. Leider macht sich der Haushalt immer noch nicht von selbst! So ein Mist!

So bin ich ständig hin- und hergerissen, wie ich die wenige freie Zeit nutze. Was das für meinen Blog bedeutet, merkt Ihr ja in letzter Zeit sehr deutlich. Es ist sehr still. Und wenn mal was kommt, sind die Beiträge nicht sehr (tief)sinnig. Das nervt mich, denn ich möchte Euch weiterhin Freude machen mit meinem Blog. Ich möchte aber auch eine gute Mutter und Ehefrau sein, die nicht ständig Handy oder Tablet in der Hand hat, um zu schreiben, posten oder auch andere Blogs zu lesen.

Daher frage ich mich natürlich auch immer wieder, wie es mit meinem Blog weitergeht.

Ich versuche am Ball zu bleiben und alles irgendwie unter einen Hut zu kriegen – was alles andere als einfach ist. Und wenn bald der kleine Krümel da ist, wird es sicher noch schwieriger.

Das Schreiben macht mir Spaß und ich hoffe, nicht nur mir! Vielleicht finde ich ja weiterhin immer wieder kleine Zeitfenster, die es ermöglichen, dass mein Blog weiterlebt. Aber das „echte Leben“ darf dabei eben nicht zu kurz kommen. Mal sehen, was die Zeit bringt…

Und Nina – ich werde Deinen Blog sehr vermissen! Wie viele andere sicher auch…

5 Gedanken zu “„Plötzlich ist er weg“ oder „Was das Bloggen mit uns macht“

  1. Oh, Himmel! Ich bin sprachlos…. So. So. Tolle Worte. Danke dafür!
    Pass gut auf dich auf, meine Liebe! Ich würde mich freuen, wenn du weitermachst. Damit ich noch viel von dir, Herrn Sohn, deinem Mann und eurem Bauchnachwuchs mitbekomme.

    Von Herzen alles Gute für euch! 😘❤️

    Gefällt 1 Person

  2. Danke für diesen Post! Du sprichst mir aus der Seele. Ich liebe mein Blog-Baby, aber dann sind da auch meine Kids, mein Mann, meine Arbeit und der Haushalt (uuah). Mir wurde auch nach einer Zeit alles zu viel. Ich hatte zu viel Zeit bei Facebook verbracht und hab versucht, immer Up-to-Date zu sein. Das hat zeitlich einfach nicht geklappt und das tat und tut weh. Aber jetzt lasse ich es langsamer und mit weniger Druck angehen und sehe einfach mal, wie’s weitergeht. Ich bin froh, damit nicht allein zu sein. Danke Dir dafür 😊!

    Gefällt 1 Person

    • Ich drücke Dir die Daumen, dass Du den richtigen Weg für Dich und Deinen Blog findest. Es wäre schade ihn aufzugeben, aber man darf die wirklich wichtigen Dinge nicht vernachlässigen. Wir schaffen das schon!

      LG, Nadine

      Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s