Mallorca-Tagebuch „Ein waschechter Montag“

Tag 2 – Montag 11.05.2015

Heute hatte ich einen Totalausfall. Ich hatte Schmerzen, überall. Und ich war einfach nur schlapp. Die letzten Tage hatten mich scheinbar mehr geschlaucht, als ich zugeben würde.

Wir gingen an den Kinderpool, aber ich konnte nicht viel mehr, als auf der Liege zu liegen. Und selbst das wurde irgendwann zur Qual. Ich hatte ein Ziehen im Bauch, Kopfschmerzen, Rückenschmerzen.

Und dann ließ mich auch noch meine Fotokamera im Stich. Ich muss dazu sagen, wir haben immer zwei dabei. Eine „Gute“ und eine für Strand und Pool, bei der es kein so großes Drama wäre, wenn mal was dran kommt. Aber darum gibt es von diesem Tag auch keinerlei Fotos. Die Kamera hat die Sandladung vom Vortag wohl nicht verkraftet. Herr Sohn schmiss so wild mit dem Sand umher, dass die Linse wohl etwas abbekommen hat.

So kann ich Euch nur erzählen, dass es eigentlich auch nicht viel zu sehen gab. Denn Herr Sohn traute sich nämlich nicht in den Pool. Das Wasser war ihm zu kalt. Er zierte sich, während alle anderen Kinder wie wild im Wasser planschten. Da war nichts zu machen.

Was nützt einem da die tollste Pool-Anlage?

Aber ich konnte mich eh nicht darauf konzentrieren. Mir ging es immer schlechter, ich konnte auch nichts essen. Wir gingen daher recht früh aufs Zimmer zurück. Ich hatte mir den Magen irgendwie verstimmt und hatte Beklemmungen im Brustkorb (die ich öfter habe durch meine Fibromyalgie). In der Regel gehen diese Schmerzen nach etwa einer Stunde meistens wieder weg und nach einer heißen Dusche ging es auch kurzzeitig besser.

Ich schleppte mich zum Abendessen, bekam aber kaum etwas runter. Alles war eine Qual an diesem Tag und es tat mir so Leid für Papa und Herrn Sohn. Ich wollte doch die Zeit mit den beiden in vollen Zügen genießen, aber es ging einfach nicht.

So gingen die beiden nach dem Essen allein zum Spielplatz und ich hätte heulen können, als mein kleiner Schatz mir traurig drein blickend gewunken hat zum Abschied. So habe ich mir das nicht vorgestellt!

Ich kroch zum Zimmer und legte mir drei dicke Kissen in den Rücken und schlummerte im Sitzen ein. Als meine Männer wieder zurück kamen, ging es mir dezent besser. Wir brachten den Kleinen in Bett und dann war Ruhe…

…bis kurz vor Mitternacht.

Herr Sohn schreckte schreiend aus dem Schlaf auf, hatte offenbar viel zu viel zu verarbeiten und ließ sich einfach nicht beruhigen.

Die Zimmernachbarn klopften irgendwann wie Irre gegen die Wand. Wir taten was wir konnten, aber wir schafften es nicht, ihn zu beruhigen. Dann klopfte der Penner (Entschuldigung!) auch noch wie wild an unsere Tür und sogar mein Mann war so sehr in Rage (und das soll was heißen!), dass er die Tür aufriss und auf den Flur rannte, mit Kind auf dem Arm, aber der Typ hatte sich zum Glück schon wieder verzogen. Das war dann aber auch der Punkt, als Herr Sohn aufhörte zu weinen. Der Situationswechsel hat ihn aus seinem Schreianfall befreit.

Und trotzdem…

Ich war so wütend auf den Nachbarn, der selbst ein Kind hatte und daher sicher weiß, dass Kinder nachts auch schon mal weinen. Aber dafür hatte er offenbar kein Verständnis. Zum Glück reiste die Familie am nächsten Tag ab und von da an war Ruhe…

Es kann also nur noch besser werden!

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