Mallorca-Tagebuch „Heiß und stürmisch“

Tag 5 – Donnerstag, 14.Mai 2015

Damit meine ich natürlich das Wetter. An diesem Tag war es extrem. Wurde es von Tag zu Tag immer wärmer, haben wir heute die Spitze erreicht mit 33 Grad im Schatten. Damit hatte ich dann schon wieder ein wenig zu kämpfen.

Das war dann auch der erste Tag, wo das Walross sich nur im Bikini auf der Sonnenliege fläzte, anstatt seinen massigen Körper in einem Strandkleid zu verhüllen. Aber das war mir in dem Moment recht egal.

Wie schon erwähnt, war es allerdings auch sehr stürmisch. So bekam ich regelmäßig eine geballte Ladung Wasser ab, herübergeweht aus den Springbrunnen des Kinder-Planschbeckens. Hui! Das war dann doch ganz schön frisch, verbunden mit dem Wind. Aber die meiste Zeit war ich damit beschäftig, die Handtücher festzuhalten, damit diese nicht vom Winde verweht wurden.

Auch Herr Sohn fand die Hitze ermüdend.

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Er ruhte sich immerhin ganze zwei Minuten aus, bevor er wieder ausriss.

Die Sonne brannte, so verzogen wir uns an die Poolbar und genehmigten uns ein Eis. Dann wollte der Zwerg wieder rennen. Trotz massig Sonnencreme wurden seine Ärmchen langsam rot. Immerhin ließ er brav seine Mütze auf. Aber da es nicht möglich war, ihn für längere Zeit im Schatten zu halten, beschlossen wir recht früh auf’s Zimmer zu gehen.

Es ist zwar ziemlich doof, bei dem tollen Wetter drinnen zu hocken, aber besser war es sicher. Auch für meinen Kreislauf.

So waren wir dann dieses Mal auch ganz pünktlich beim Abendessen. Wir mussten noch draußen vor dem Restaurant warten, bis die Pforten geöffnet wurden. So bin ich aber auch der netten, alten Dame auf die Schliche gekommen, die es schaffte Tag für Tag bei jeder Mahlzeit immer wieder am selben Tisch zu sitzen. Ich fragte mich jedes Mal, wie sie es schafft, immer diesen Platz zu ergattern. Das sollte ich heute erfahren.

Wir standen in einer Traube von Menschen vor dem Restaurant und warteten, als sie dazu stieß. Sie ging einfach um alle anderen herum und stellte sich nach ganz vorne. Es musste aber immer noch gewartet werden.

Das Restaurant war in der Regel an den Seiten offen, vermutlich huschte sie immer an den Absprerrungen vorbei zu „ihrem“ Tisch. Heute aber war wegen dem Strum alles mit Planen verschlossen. Während wir dort so warteten suchte die Dame schon nach einer Lücke, um zwischen den Planen durchzuschlüpfen. Ich beobachtete das alles mit einem Schmunzeln. Aber keine Chance. Sie musste durch den Haupteingang. Doch sie schaffte es trotzdem noch, ihren Tisch zu ergattern.

Kaum waren wir fertig mit dem Essen, rannte Herr Sohn schon wieder raus und ohne Umwege ging es direkt zum Spielplatz. Natürlich.

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Und er war wild wie eh und je! Durchpowern ohne Pause!

Das machte sich vor allem an seinem linken Bein bemerkbar. Das war ziemlich ramponiert vom ganzen Toben und Klettern und mehreren kleinen Stürzen.

Aua!
Aua!

Aber als ob ihn das abhalten würde!? Kaum im Zimmer hüpfte er wie wild auf unserem Bett herum, segelte auf einer Seite runter, um im nächsten Augenblick auf der anderen Seite wieder hochzuklettern.

Wildfang
Wildfang

Woher hat er nur diese Energie? Von mir auf jeden Fall nicht. Manchmal wünsche ich mir ein bisschen davon…

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