Für Euch getestet: Das Bübchen Wundschutz-Spray

Wunder Po ade!

Wir durften das neue Bübchen Wundschutzspray testen und sind hellauf begeistert! Es kam zufällig genau zur rechten Zeit bei uns an.

Mein Sohn war mal wieder sehr wund, weil er zu viele Erdbeeren verschlungen hat. Er liebt sie und bekommt nicht genug davon – aber er wird leider jedes Mal wund, wenn er zu viel davon hatte.

Bisher nutzten wir immer die Bübchen Calendula-Wundschutzcreme. Doch jedes Mal beim Verreiben der Creme weinte er, weil es ihm so furchtbar weh tat.

Mit dem neuen Wundschutzspray passiert das nicht mehr. Einfach auf die wunden Stellen sprühen und fertig. Es tut nicht weh, und mein Sohn zuckte nicht mal beim Sprühen zusammen, weil das Spray vielleicht zu kalt war. Nichts dergleichen, keine Probleme.

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Einziges kleines Manko: Ich finde, es kommt ein bisschen zu viel aus der Flasche. Es wäre besser, wenn die Creme etwas feiner zerstäubt werden würde, denn manchmal hat man auf einer Stelle einen zu großen Cremeklecks. Aber das ist auch schon das einzige, was ich zu bemängeln hätte.

Und die Wirkung? Die wunden Hautpartien haben sich dank Panthenol und Bio-Calendula sehr schnell wieder beruhigt und die schmerzhaften Rötungen waren nach kurzer Zeit wieder verschwunden.

Mein Fazit: Ich kann das neue Wundschutzspray nur weiterempfehlen! Es hat uns gut geholfen und ist einfach nur praktisch und sauber in der Anwendung! Daumen hoch für dieses Produkt!

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Ungestüm und schwerelos – Kinderträume wahr werden lassen

Jeder hat Träume und Wünsche – besonders unsere Kinder! Und was gibt es Schöneres, als diese Träume zu erfüllen und die Kinderaugen damit zum Leuchten zu bringen? Der beste Lohn: ein glückliches, ausgelassenes Kind, das mit der Sonne um die Wette strahlt!

Ausgelassen – das ist das richtige Stichwort für den Wunsch meines Sohnes! Wovon der Wildfang träumt? Von Schwerelosigkeit, vom Toben, vom Herumtollen, wild und frei, kichernd und laut lachend, springen und fliegen…

Ein eigenes Trampolin würde all das wahr werden lassen und wäre das tollste Geschenk, was man ihm machen könnte!

Bisher gibt es für uns diese Möglichkeit zum Herumtollen nur auf dem Spielplatz auf einem Möchtegern-Trampolin.

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Aber da kommen wir im Moment nur selten hin, deswegen wäre ein eigenes im Garten ein absolutes Highlight.

Das Richtige zu finden ist dabei gar nicht so leicht. Unser Platz im Garten ist leider sehr begrenzt, deswegen darf es nicht zu riesig sein. Trotzdem sollte es groß genug sein, dass der Spaß nicht verloren geht. Auch sind gute Qualität und Sicherheit ein sehr wichtiger Punkt. So wird der Traum schnell zu einem teuren Spaß, der nicht mal eben auf die Schnelle zu erfüllen ist. Leider.

Das hier wäre perfekt:

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Ob dieser Wunsch für meinen Sohn vielleicht schon bald in Erfüllung geht?


Wir haben eine Einladung bekommen, an einer wirklich wundervollen Blogparade von SMAVA teilnehmen zu dürfen:

Wir lassen Kinderträume wahr werden

Smava möchte drei Kindern ihre Herzenswünsche erfüllen und Ihr könnt dabei mithelfen!

Wie? Ab dem 30.09.15 könnt Ihr hier abstimmen, welcher Kindertraum erfüllt werden soll. Wir würden uns natürlich riesig über Eure Stimme freuen, aber wir gönnen es auch jedem anderen Kind, wenn sein Traum in Erfüllung geht. Also: Votet fleißig und bringt Kinderaugen zum Leuchten!

Der Wegläufer

Am Wochenende haben wir unseren ersten Familienspaziergang gemacht. Ich schob die kleine Pusteblume im Kinderwagen, Papa schob den Wildfang im Buggy.

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Das ging nur kurzzeitig gut. Denn sobald wir in die Fußgängerzone kamen, wollte mein Sohn raus aus dem Buggy und rennen. Verständlich.

Das Problem? Seine kleine Schwester fand es ziemlich doof, dass der Kinderwagen alle paar Sekunden stehen blieb, weil ihr Bruder ständig anhielt, um irgendetwas anzusehen oder um in die entgegengesetzte Richtung zu laufen. So schallte lautstarker Protest aus dem Kinderwagen.

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Ich setzte mich auf eine Bank, versuchte das kleine Mädchen zu beruhigen, während Papa hinter dem Wildfang her rannte. Der wiederum fand es total doof, als ich sagte, wir müssten wieder nach Hause, weil die Kleine sich nicht wirklich beruhigen wollte. Ein Eis als Bestechungsversuch für die Umkehr half nur bedingt.

So ging Papa noch mit ihm zum Spielplatz, während wir Mädels uns wieder auf den Weg nach Hause machten. Auch das fand mein Sohn doof, denn er wollte, dass wir mitkommen.

Das lief überhaupt nicht so, wie ich es mir vorgestellt hatte.

Als mein Sohn noch kleiner war, waren wir fast jeden Tag gemeinsam spazieren. Und wir haben es beide genossen.

Mir wird gerade klar, dass diese Zeit scheinbar vorbei ist. Die Bedürfnisse und Wünsche der beiden Kinder bei einem Spaziergang gehen momentan völlig auseinander. Und wie soll ich alleine mit beiden gehen?

Mein Sohn ist ständig auf der Flucht, immer im Entdeckermodus, abenteuerlustig und wild. Und ihm ist völlig egal, wenn er mich plötzlich nicht mehr sieht. Er macht sich einfach aus dem Staub. Es funktioniert also nicht, ihn einfach neben dem Kinderwagen herlaufen zu lassen.

Hilft ein Buggyboard? Ich fürchte, er würde nicht drauf stehen bleiben. Etwa ein Geschwisterwagen? Geht auch nur so lange gut, bis er unbedingt aus dem Wagen raus will.

Einerseits möchte ich ungern auf die gemeinsamen Spaziergänge verzichten, anderseits sehe ich gerade keine Möglichkeit, wie das für alle stressfrei vonstatten gehen soll.

Schade…ich werde diese gemeinsamen Ausflüge vermissen. Es macht doch eigentlich so viel Spaß zusammen die Welt zu entdecken…

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Oder habt Ihr vielleicht den ultimativen Tipp?

Family Portrait

Wunderschön sind sie geworden: Die Bilder von unserem Babyshooting. Ich bin total verliebt und weiß gar nicht, welches mir am besten gefällt.

Normalerweise vermeide ich es ja weitestgehend die Gesichter meiner Kinder hier auf dem Blog richtig zu zeigen, denn irgendwie habe ich immer das Gefühl, dass ich sie schützen muss.

Trotzdem mache ich heute einmal eine kleine Ausnahme und möchte Euch meine drei Lieblingsmenschen zeigen.

Darf ich vorstellen? Meine kleine Familie!

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Das Bild ist einfach zu schön, um es Euch vorzuenthalten. Mal abgesehen von der Frau mit dem Doppelkinn. Ein paar Kilos weniger würden mir echt nicht schaden.

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Wie Ihr seht, uns geht es gut und wir alle sind glücklich, dass wir nun endlich komplett sind.

Wir müssen uns nur noch in unseren neuen Alltag einfinden. Aber so lange Papa noch frei hat, genießen wir einfach die gemeinsame Zeit.

Wehmütige Sehnsucht nach einer verlorenen Zeit

Mein großer, kleiner Junge…

seit einigen Tagen ist Deine kleine Schwester nun bei uns. Und seitdem überkommt mich immer wieder ein Gefühl, eine starke Sehnsucht. Ich denke an die Zeit, als Du gerade das Licht der Welt erblickt hattest, als Du noch so unfassbar klein und zart warst.

Wir hatten damals alles andere als einen leichten Start. Deine Geburt war für mich ein Erlebnis, an dem ich lange Zeit zu knabbern hatte, denn es lief überhaupt nicht so, wie ich es mir erhofft hatte. Nein, es war eine Erfahrung, die mich nicht nur körperlich an meine Grenzen brachte. Dabei war ich vorher so entspannt, hatte keinerlei Ängste vor Deiner Geburt. Im Gegenteil – ich habe mich darauf gefreut. Ich habe mich auf Dich gefreut!

Doch der Zauber dieses besonderen Augenblicks stellte sich bei mir nicht ein, so wie immer alle erzählten. Ich war natürlich sehr glücklich darüber, Dich endlich in den Armen halten zu dürfen, dennoch war ich so sehr gefangen in einem Kreislauf aus Schmerzen und Ängsten. Aber nicht nur ich hatte es schwer…

Ob es auch die Geburt war, die bei Dir Spuren hinterließ, weiß ich immer noch nicht so genau. Auf jeden Fall hattest Du mit Dir selbst schwer zu kämpfen. Denn Du hast geweint und geweint, und hast Dich hineingesteigert bis zur Hysterie. Wir waren so ratlos, weil wir nicht wussten, was Dich quält und jeder Versuch Dein Leid zu lindern erfolglos war.

Ich selbst war so unfassbar gestresst und verzweifelt, noch angeschlagen von der Geburt, von der ich mich scheinbar nie erholen würde, mit einem schreienden kleinen Bündel im Arm, dem ich einfach nicht helfen konnte.

Natürlich fanden wir irgendwann heraus, was Dir fehlte. Doch bis dahin gingen viele Wochen und Monate ins Land.

Und jetzt? Ich habe gemerkt, dass die erste Zeit mit Deiner Schwester so anders ist, so viel ruhiger und entspannter. Wir können uns in aller Ruhe kennenlernen, weil weder eine schwere Geburt, noch eine besonders stressige Atmosphäre zwischen uns steht. Ich kann es einfach genießen. Ich fühle mich ausgeglichen und sie ist auch entspannt, wenn sie nicht gerade mal wieder von Bauchschmerzen geplagt wird. Und der Zauber dieser ersten Zeit ist so besonders.

Und dabei denke ich immer wieder an Dich, mein Schatz! Denn wir hatten nicht die Gelegenheit uns auf diese Art und Weise kennenzulernen. Wir wurden unserer ersten Zeit einfach so beraubt, dieser Zauber wurde uns einfach genommen. Und das macht mich im Moment immer wieder so unendlich traurig.

Am liebsten würde ich die Zeit zurückdrehen und noch mal von vorne anfangen mit Dir. Alles besser machen. Entspannter sein, versuchen dieses Wunder – Dich – richtig genießen zu können.

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Ich weiß, ich habe mein Bestes für Dich getan. Und trotzdem meine ich immer, dass das noch zu wenig war. Doch das ist Blödsinn. Ich bin für Dich an meine Grenzen gegangen. Sogar darüber hinaus. Doch ich wollte perfekt sein für Dich. Aber wer ist schon perfekt? Es reicht einfach gut genug zu sein, zu wissen, dass man getan hat, was man konnte. Und das Gute ist, dass du dich an diese Zeit wohl nicht mehr erinnerst.

Unsere wirklich schöne Zeit fing erst ein paar Monate später an. Erst als es Dir besser ging, ging es auch mir besser und wir wurden zu einem guten Team, sind eng zusammengewachsen. Und trotzdem sind da noch immer Wünsche offen…

Von nun an geht es aufwärts!
Von nun an geht es aufwärts!

Was ich mir heute wünsche, fragst Du mich? Dass wir noch einmal einen Neustart beginnen könnten. Ohne Stress, ohne Ängste und Sorgen, ohne Schmerzen…dass wir unser damals so zartes Band noch einmal neu knüpfen könnten – stärker und fester, vom ersten Augenblick an. Diese besondere Zeit würde ich gern noch einmal unbeschwert mit Dir erleben können.

Ich weiß, dass das nicht geht. Und Du weißt das auch. Genießen wir also das Hier und Jetzt gemeinsam. Lass uns das Leben gemeinsam genießen, mein Großer – zusammen mit Papa und Deiner kleinen Schwester!

Ich liebe Dich, mein Schatz!

Deine Mama

Zauberhaft und turbulent – unsere ersten Tage zu viert

10 Tage ist sie nun bei uns, unser kleines, zauberhaftes Mädchen. Die ersten Tage vergingen wie im Flug.

Außer die Zeit im Krankenhaus. Dort war es etwas anstrengend.Ich hatte eine wirklich nette Zimmernachbarin. Ein Glück. Denn eigentlich hatte ich mir ja ein Einzelzimmer gewünscht. Jedoch waren alle Zimmer voll belegt. Und es war wie befürchtet: man kommt nicht wirklich zur Ruhe. Schon als ich gerade aus dem Kreißsaal ins Zimmer geschoben wurde, hatte sie Besuch. Ich hätte mich so gerne ausgeruht. Und da sie gleich einen zauberhaften kleinen Doppelpack hatte, war die Wahrscheinlichkeit umso größer, dass immer ein Kind schrie. An Schlaf war also nicht wirklich zu denken.

Am Nachmittag fuhr mein Mann dann nach Hause, um unseren Sohn abzuholen, damit er seine kleine Schwester kennenlernen konnte. Und es kam, wie ich es erwartet und nicht wie ich es mir erhofft hatte: er sah mich im Bett liegen und wollte sofort wieder gehen. Er wollte seine Schwester nicht mal richtig ansehen. Mir war zum Heulen zumute. Das Eis brach erst ein wenig, als er das Geschenk bekam, das seine Schwester ihm mitgebracht hatte – den Lego Duplo Bauernhof. Das kam super an! Trotzdem wollte er nicht lange bleiben. So schickte ich meine beiden Männer schweren Herzens nach Hause.

Die erste Nacht war kurz. Ich habe vielleicht drei Stunden geschlafen. Deswegen wollte ich am nächsten Tag eigentlich das Krankenhaus verlassen. Doch die Visite kam erst um 18.30 Uhr, daher hatte ich keine Chance mehr auf eine Abschlussuntersuchung. Vielleicht auch gar nicht so verkehrt, da ich starke Nachwehen hatte. Unser Großer war auch an diesem Tag wieder da und es klappte schon etwas besser, denn er wollte die Kleine immerhin streicheln und schließlich sogar auf dem Arm halten. Ein wenig Erleichterung machte sich breit.

Wir blieben nun eine weitere schlaflose Nacht und nahmen am nächsten Tag noch die U2 mit, bei der alles in bester Ordnung war. Und schließlich war ich dann auch noch dran und so konnten wir am späten Nachmittag die Fahrt nach Hause antreten. Heute war die Pusteblume sehr entspannt und verschlief den ganzen Tag, die Heimfahrt, die Ankunft Zuhause und die ganze Nacht und meldete sich nur, wenn sie hungrig war. Mein Großer hat mich freudestrahlend mit „Mama wieder da!!!“ empfangen und darüber war ich sehr froh.

Der Rest des Tages verlief zunächst ruhig und harmonisch. Meine Mutter hatte für uns gekocht und wir haben uns ordentlich den Bauch vollgeschlagen. (Übrigens fühlte es sich an, als würde mein Magen in ein bodenloses Loch fallen!) Nur dann ging es ans zu Bett bringen unseres Wildfangs. Er protestierte heftig und wehrte sich mit Händen und Füßen. Klar, er wusste ja, dass die Kleine noch unten bei uns bleibt, er ist ja nicht blöd. Daher passte es ihm überhaupt nicht, dass er nun schlafen gehen sollte. Verständlich. Aber nach langen Überredungskünsten gelang es uns schließlich doch. Der Abend war dann sehr still und entspannend und in der Nacht habe ich endlich mal wieder richtig gut geschlafen.

Am nächsten Morgen kam meine Hebamme zum ersten Mal und stellte – vermutlich genauso überrascht wie ich selbst – fest, wie entspannt ich bin. Als mein Sohn geboren wurde sah das ganz anders aus. Sie guckte sich die Pusteblume an, warf einen kurzen Blick auf meinen Bauch und konnte sich nach kurzer Zeit wieder auf den Weg machen, denn bei uns war alles in bester Ordnung. Meine Mutter entführte unseren Sohn dann zum Spaziergang und wir nutzen die Zeit, seine Spielecke umzugestalten. Das sperrige Bällead musste weichen und Platz machen für seine neue Holzeisenbahn. Ihr könnt Euch nicht vorstellen, wie groß seine Freude darüber war, als er wieder nach Hause kam! Die Mühe hat sich also absolut gelohnt!

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Der Nachmittag wurde dann leider etwas schwieriger. Das kleine Zaubermädchen quälte sich ganz offensichtlich mit Bauchschmerzen. Sie weinte viel und nichts half ihr wirklich. Das erschwerte die Situation mit oder für unseren Sohn umso mehr. Er weinte, wenn sie weinte, wenn auch total aufgesetzt. Er forderte unsere Aufmerksamkeit. Gar nicht so einfach beiden gerecht zu werden.

Doch es gibt auch ganz andere Momente. Momente, die das Herz zum Schmelzen bringen. Zum Beispiel, wenn die Kleine in der Wiege liegt und weint, rennt der große Bruder zu ihr und sagt „Keine Angst, Baby!“ Oder neulich streichelte er ihr über den Rücken und sagte „Ich hab‘ Dich lieb!“ Ist das nicht schön?

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Dennoch ist es oft eben schwierig. Und genauso liefen die nächsten paar Tage leider ab. Abends wurde viel geweint und es half nur, wenn die Kleine auf meinem Bauch lag. Nur so kam sie zur Ruhe. Und ich genoss es natürlich mit ihr zu kuscheln. Wisst Ihr eigentlich noch, wie gut Babys riechen? Ich hatte das völlig vergessen. Der Duft eines Babys entlohnt die Mama für vieles. Das hat Gott sich schon wunderbar ausgedacht! Immer wieder muss ich an der Kleinen schnuppern, es ist fast schon eine Sucht.

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Doch so schön die Kuschelzeit auch ist, genauso zerrissen fühle ich mich auch. Denn ich möchte doch auch für meinen Sohn da sein, will ihn nicht vernachlässigen. Und wenn ich ihn dann sehe, wie er allein für sich spielt oder sich Filme auf dem Tablet anguckt, bricht es mir jedes Mal ein bisschen das Herz und es fühlt sich an als würde ich ihn im Stich lassen. Etwas besser fühle ich mich, wenn Papa mit ihm spielt. Aber wie wird das wohl, wenn Papa wieder arbeiten muss? Bis dahin sind zum Glück noch zwei Wochen Zeit… und Papa kümmert sich so toll und entlastet mich wo er kann! Er ist und bleibt nun mal einfach der Beste!

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Die letzten drei Abende waren wesentlich besser, denn da hat die Zwergin friedlich in ihrer Wiege geschlafen und wir konnten unser Abendritual wie gewohnt mit unserem Sohn durchführen. Er wollte zwar trotzdem nicht wirklich ins Bett, aber es war schon wesentlich einfacher als an den vorigen Tagen. Und die Nächte? Die sind erstaunlich gut. Sie meldet sich alle 3 – 5 Studen zum Essen und schläft dann in der Regel relativ schnell wieder ein.

Letzten Freitag war ich zum ersten Mal wieder vor der Tür. Wir mussten noch mal zum Krankenhaus, denn der Hörtest musste noch durchgeführt werden. Und auch das erste Babyshooting haben wir dort noch gemacht. Es hat alles super geklappt, nur unser Wildfang wollte nicht mit seiner Schwester aufs Foto. Er hat sich strikt geweigert. Ganz am Ende haben wir dann aber doch noch ein Familienfoto geschafft. Ich bin schon sehr gespannt auf die Fotos. Danach war ich noch einkaufen und habe einen Gutschein für Babyklamotten im Kinderladen eingelöst. Es gibt ja sooo tolle Sachen! Das Geld war schnell weg. Am Ende des Tages merkte ich dann aber doch, dass alles ein bisschen viel war. Bin halt doch noch etwas schlapp, gönne mir viel zu wenig Ruhe. Aber es wird jeden Tag etwas besser.

Und die Waage? Die hat mir heute Morgen erzählt, dass ich bereits 10,1 kg verloren habe. Noch 4,3 kg – dann bin ich wieder auf dem Startgewicht. Und dann dürfen gerne noch 10 weitere Kilos runter. Aber so richtig werde ich mich darum erst Anfang nächsten Jahres kümmern. Noch brauchen wir alle ein bisschen Nervennahrung.

Mal sehen, wie es weitergeht. Ich denke wir werden eine Weile brauchen, bis wir einen neuen Rhythmus gefunden haben. Und sicher werde ich schon bald wieder am Rande des Wahnsinns stehen, wenn mein Mann wieder arbeiten muss. Bis dahin genieße ich meine eigene unverhoffte Lockerheit und hoffe, dass ich mir auch für die Zukunft ein Stück davon bewahren kann.

Ich hatte große Angst – vor der Geburt, vor der ersten Zeit mit Baby, vor der Reaktion meines Sohnes, der doch selbst eigentlich auch noch so klein ist. Und ich muss feststellen : Es ist alles gar nicht so schlimm! Alles wird gut! Und wenn es doch mal nicht so gut läuft, dann rufe ich mir einfach in den Sinn: Es geht vorbei…

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Willkommen im Leben, kleine Pusteblume!

Oder sollte ich eher sagen „Fräulein Ungeduldig“?

Die Familie ist komplett. Acht Tage zu früh hat sich unser kleines Mädchen ganz plötzlich auf den Weg zu uns gemacht. Ich war noch gar nicht richtig vorbereitet, ein paar Kleinigkeiten sollten noch für ihre Ankunft erledigt werden. Erst einen Tag zuvor habe ich meine Kliniktasche gepackt.

Am Donnerstag Vormittag war noch eine liebe Freundin bei mir und wir haben ausgiebig geklönt, während unsere Jungs miteinander spielten. Währenddessen flog eine erste, leichte Wehe vorbei. Ich dachte mir nicht viel, rechnete damit, dass dies nun endlich die Senkwehen seien – saß der Bauch doch noch ziemlich hoch. Die Wehen nahmen zu und man konnte quasi dabei zusehen, wie der Bauch absackte. Da die Schmerzen jedoch immer schlimmer wurden, nahm ich am Abend ein heißes Bad. „Echte“ Wehen sollen ja dadurch verstärkt werden, ansonsten nehmen sie wieder ab.

So war es aber nicht.

Als wir unseren Sohn abends ins Bett brachten, sagte ich ihm, dass es gut möglich sei, dass das Baby nun bald aus Mamas Bauch raus möchte und wir deswegen ins Krankenhaus fahren müssten. Dann würde Oma da sein, wenn er am nächsten Morgen aufwacht. Ich war mir nicht sicher, ob er wirklich wahrnahm, was ich ihm sagte, denn er ließ währenddessen nicht von seinem Spiel ab. Das beunruhigte mich ein wenig.

Als die Abstände zwischen den Wehen immer kürzer und ich immer unsicherer wurde, fragte ich meine Hebamme, ob wir denn schon ins Krankenhaus fahren sollten. Sie sagte ja, und so rief ich meine Mutter zu uns, damit sie bei unserem Großen bleibt.

Gegen 22.30 Uhr machten wir uns dann auf den Weg in die Klinik. Während der Fahrt wurden die Wehen noch heftiger. Im Krankenhaus angekommen, wurde sofort ein CTG gemacht. Doch das zeigte trotz meiner Schmerzen kaum Wehentätigkeit an.

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Eine Untersuchung ergab, dass der Muttermund erst 1-2 cm weit geöffnet war. Ernsthaft? Geht es wieder genauso los, wie beim letzten Mal? Das Schlimmste war in dem Moment jedoch, dass uns gesagt wurde, unsere Kleine sei ein Sternengucker. Ich musste erst mal schlucken! Bitte nicht!

Und nun? Ich wurde vor die Wahl gestellt, noch einmal nach Hause zu fahren oder auf der Station aufgenommen zu werden. Ich wollte bleiben, da die Schmerzen zu stark waren. Daher bat ich um ein Einzelzimmer. Leider ohne Erfolg. Jedes Zimmer war belegt. Ich kam daher sogar auf die Privat-Station. Zu einer Mama, die an dem Tag Zwillinge zur Welt gebracht hatte. Das bedeutete auch, dass mein Mann wieder nach Hause fahren müsste, was natürlich genau das war, was ich nicht wollte. Wir gingen, nein, wir krochen viel mehr noch eine Weile über den Flur, bis ich nicht mehr konnte. Ich musste mich hinlegen. Also schickte ich ihn schweren Herzens heim. Und fühlte mich unglaublich verlassen.

Gegen 03.00 Uhr hielt ich die Schmerzen einfach nicht mehr aus und wollte daher wieder runter zum CTG, in der Hoffnung, es hätte sich etwas getan. Doch ehrlich gesagt fühlte ich mich nicht in der Lage, diesen Weg allein zu schaffen. So fuhr mich ein Pfleger im Rollstuhl runter zum Kreißsaal. Ich wurde von einer jungen und sehr netten Hebamme empfangen. Sie untersuchte mich und sagte mir, ich würde heute noch auf jeden Fall mein Kind bekommen. Vielleicht nicht mehr in der Nachtschicht, aber bis zur Spätschicht würde es keinesfalls dauern. Ein kleiner Hoffnungsschimmer. Sie brachte mich gleich in einen Kreißsaal und legte mir dort erneut das CTG an. Dieses Mal wurden starke Wehen angezeigt. Ich bat sogleich um eine PDA, da auch der Schmerztropf, an dem ich bereits hing, nicht die leiseste Linderung verschaffte.

Ruhige und gemütliche Atmosphäre im Kreißsaal
Ruhige und gemütliche Atmosphäre im Kreißsaal

Ich bat meinen Mann wieder zurückzukommen. Er hatte es gerade mal geschafft eine Stunde auf dem Sofa zu schlafen. Immerhin – mehr als ich.

Der Anästhesist ließ auf sich warten. Ich hatte bereits alle drei Minuten Wehen. Als er um 06.00 Uhr endlich da war, hatte ich schon die Befürchtung, es sei bereits zu spät für die PDA. Die Hebamme gab mir jedoch kurz vor der Spritze einen Wehenhemmer, so gelang es mir, ruhig zu halten. Es dauerte einige Minuten, dann kam endlich die Erlösung: Schmerzfrei. Durchatmen. Kraft tanken.

Es dauerte nicht lange, bis ich etwas essen wollte. Doch Frühstück gab es erst um 07.30 Uhr. Daher versuchte ich einfach ein wenig zu entspannen. Was schwierig war, denn alle 5 Minuten ging der Blutdruckmesser los. Ich starrte auf die Uhr. Mit dem Gongschlag schickte ich meinen Mann Frühstück holen. Und ich habe ordentlich gegessen. Ich brauchte ja schließlich Energie.

Zwischenzeitlich fand dann der Schichtwechsel statt und ich musste mich von meiner netten Hebamme verabschieden. Was mir jedoch dann nicht mehr viel Kummer bereitete, denn Ihre Ablösung war ebenso ruhig und nett. Das beruhigte mich sehr. Denn bei der Geburt meines Sohnes hatte ich zwar auch eine nette, dafür aber auch sehr nervöse und unruhige Hebamme. Das verunsicherte mich damals wirklich sehr.

Ich wurde immer mal wieder umgelagert, am Ende wurde ein Bein halb über meinen Körper auf einer Stütze abgelegt, was dabei helfen sollte, dass die junge Dame sich vielleicht unter der Geburt doch noch richtig dreht. Außerdem wurde ich an einen Wehentropf gelegt – was ich eigentlich vermeiden wollte. Aber es sei nötig.

Irgendwann nahmen die Schmerzen wieder zu. Die PDA ließ nach und mir wurde mulmig, als die Hebamne mir sagte, dass der Muttermund fast vollständig geöffnet sei. Das bedeutet, dass die schmerzhafte Geburt nun bald bevorsteht. Doch zu meiner Überraschung und großen Erleichterung wurde das Medikament nochmals nachgespritzt. Damit hatte ich nicht gerechnet, aber ich war unendlich froh. Zusätzlich dankbar war ich über die permanente Anwesenheit und ruhige Art meiner Hebamme.

Es dauerte auch nicht mehr lange, bis ich einen starken und dennoch schmerzlosen Druck verspürte. Dieser nahm mit jeder Wehe zu. Eine Ärztin kam nun dazu und stellte sich vor. Ich sagte ihr, wir würden uns noch von der Geburt meines Sohnes kennen. Sie sagte zugleich : „Oh, möchten Sie, dass ich eine andere Kollegin hole? Ich habe gerade gelesen, dass Sie ein traumatisches Geburtserlebnis hatten…“ Ich war überrascht, mit einer solchen umsichtigen Reaktion hatte ich nicht gerechnet. Da die schwierigen Umstände damals jedoch nicht an ihr lagen, hatte ich keine Probleme damit, dass sie blieb. Im Gegenteil, ich fühlte mich sogar sehr ernst genommen mit meinem Problem.

Nun dauerte es nicht mehr lange, bis die Presswehen einsetzten. Diese waren zwar wirklich anstrengend, aber trotzdem so gut wie schmerzfrei. Ich konnte mein Glück kaum fassen. Sollte es jetzt wirklich so einfach sein? Ja! Nur vier oder fünf Presswehen später war der große Moment da: Ich hörte den ersten Schrei meines kleinen Mädchens und nur wenige Sekunden später lag sie auf meinem Bauch!

Tränen der Freude und der Erleichterung flossen in Strömen über mein Gesicht. Ich war überwältigt von dem Zauber dieses Augenblicks!

„Ist alles in Ordnung mit Ihnen?“, fragte die Ärztin. Ja, es ist wirklich alles in Ordnung, stellte ich ungläubig fest.

Wir blieben noch eine Stunde im Kreißsaal und durften in aller Ruhe die ersten Momente mit unserer kleinen, gesunden, wundervollen Tochter genießen. Immer wieder kämpften sich Tränen der Erleichterung hoch.

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Ein neues Leben war geboren – und es war alles so viel leichter, als ich es mir vorgestellt hatte, so viel besser, als ich es für möglich gehalten hatte.

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Ich war nun froh, dass ich mich doch gegen einen Kaiserschnitt entschieden hatte und dass ich feststellen durfte, dass eine Geburt auch ein positives Erlebnis sein kann.
Ich bin ausgesöhnt mit dem Vergangenen – und das ist gut so.