1 Jahr „Zwischen Windeln und Wahnsinn“

Heute vor einem Jahr schrieb ich meinen allerersten kleinen Blogpost.

Anfangs nur eine fixe, irrsinnige Idee, ist mein Blog heute viel mehr für mich geworden. Eine neue Form mich auszudrücken. Ein Ventil zum Stressabbau. Ein guter Ausgleich zum Alltagswahnsinn. Ein Kanal mich denjenigen mitzuteilen, denen es manchmal genauso geht wie mir und die froh darüber sind, dass sie nicht alleine sind mit den Tücken des Alltags.

Ich lasse das Jahr deshalb ein wenig Revue passieren.

Als ich mit dem Blog startete war ich völlig naiv und mit null Ahnung an die Sache rangegangen. Ich hatte ja keinen blassen Schimmer, wie viele Blogs dieser Art bereits existieren. Denn vorher habe ich eigentlich auch selbst gar keine Blogs gelesen. Mir sprang nur irgendwann mal ein einziger Artikel ins Auge, der witzig und interessant war, und der gab mir den Anstoß zum Schreiben.

In der Zwischenzeit habe ich 122 Artikel geschrieben. Mal ernst, mal lustig, mal traurig, mal tiefsinnig, oft mit einem Hauch Ironie oder mit einem Augenzwinkern betrachtet.

Besonders beliebt sind die Artikel, in denen ich erzähle, was alles nicht so rund läuft. Vermutlich weil es vielen anderen von Euch auch so geht. Das Leben mit Kindern ist wundervoll – aber auch genauso anstrengend. Viele geben es nicht gern zu, wenn etwas schief läuft. Aber kein Mensch will hören, dass bei anderen immer alles perfekt ist. Denn so sieht die Realität meistens nicht aus. Ich selbst bin auch immer sehr froh, wenn ich lese, dass andere ähnliche Probleme haben wie ich und ich damit nicht allein dastehe. Denn dann gelingt es mir besser, meine Selbstzweifel beiseite zu schieben.

Deshalb gebe ich auch Euch gern einen offenen und ehrlichen Einblick in meine kleine Welt.

Zwischendurch kam ich mal in ein kleines Blogger-Tief. Ich hatte viel Zeit und Herz in den Blog gesteckt – aber die Zahl der Leser war mehr als klein. Und wuchs auch nicht wirklich. Das fand ich ein wenig schade. Ich überlegte, mit dem Schreiben aufzuhören. Zumal der Zeitmangel plötzlich ein großer Faktor war, als mein Sohn mit nicht mal zwei Jahren schon meinte, dass ein Mittagsschlaf völlig überbewertet ist.

Doch ich wusste, dass mir das Schreiben fehlen würde. Darum schränkte ich es lediglich ein wenig ein, schrieb nicht mehr vier oder fünf Artikel pro Woche, sondern manchmal nur noch einen, wenn es die Zeit nicht anders erlaubte. Damit konnte ich dann gut leben. Und langsam, ganz langsam, wächst auch die Zahl meiner Leser.

Mein kleiner, feiner Blog ist auch schon ganz schön in der Welt rumgekommen und ich bin immer wieder erstaunt, in welchen Ländern meine Seite aufgerufen wird.

Einmal um die Welt

Ansonsten komme ich jetzt nicht mit trockenen Statistiken. Ausser…

Die Top 10 der meistgelesenen Artikel möchte ich Euch nicht vorenthalten. Klickt mal drauf, falls Ihr sie noch nicht kennt.

  1. Es geht vorbei #MeinBriefAnMich
  2. Plötzlich ist er weg oder Was das Bloggen mit uns macht
  3. Wenn die Heimat keine Zuflucht mehr ist
  4. Von schlaflosen Nächten, Dauergeschrei und hinterlistigen Spuck-Attacken – Leben mit einem Schreibaby und was uns half
  5. Er ist abgefallen! – Meine Schwangerschaft in der 28. Woche
  6. Wehmütige Sehnsucht nach einer verlorenen Zeit
  7. Willkommen im Leben, kleine Pusteblume!
  8. Our House – The 80’s are still alive
  9. Mein Körper gehört wieder mir – Die Wahrheit über den After-Baby-Body
  10. Brief an meinen Sohn

Zu diesem besonderen Anlass habe ich auch noch eine kleine Überraschung für Euch. Ich schenke einem von Euch ein kleines Wohlfühl-Paket.

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Was Ihr dafür tun müsst?

1.Seid oder werdet Fan meiner Facebook-Seite, oder abboniert meinen Blog per eMail, wenn Ihr keinen Facebook-Account habt.

2. Hinterlasse hier oder auf Facebook einen Kommentar mit vollständigem Namen.

3. Erhöht Eure Chancen: Wer meine Seite teilt, bekommt ein Extra-Los.

Ihr könnt bis zum 06.11.2015 um 24.00 Uhr teilnehmen. Der Gewinner wird nach der Auslosung hier auf dem Blog bekannt gegeben.

Die Verlosung steht in keinem Zusammenhang mit Facebook.

Ich wünsche Euch viel Glück!

Danke, Euch allen, die fleißig meine Artikel lesen, liken und kommentieren. Danke für Eure Treue und Euer Feedback!

Bleibt meinem Blog treu! Ich würde mich sehr freuen!

Jetzt lasse ich Euch noch ein kleines Lied von mir da.

Bis bald, Ihr Lieben!

Eure Nadine

Das Bauwerk der Liebe

„Die Ehe ist ein Bauwerk, das jeden Tag neu errichtet werden muss.“

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Eines dieser Bauwerke ist bereits eingestürzt. Erst bröckelte nur die Fassade, nach und nach wurde auch die Substanz marode. Bis es schließlich ganz einstürzte. In sich zusammenfiel, wie ein Kartenhaus. Irreparabel. Für immer zerstört.

Der Verlust und das Scheitern brachte Kummer und Einsamkeit mit sich. Lange Zeit war ich nicht in der Lage, etwas neues aufzubauen.

Doch dann – irgendwann war ich bereit und stark genug, es erneut zu wagen. Ich setzte Stein auf Stein. So lange, bis ein neues, wundervolles Bauwerk entstanden ist. Doch das habe ich nicht allein geschafft. Solch ein Bauwerk benötigt vier Hände, nicht zwei. Nur gemeinsam kann man etwas wundervolles erschaffen, etwas das von Bestand ist. Nur wenn man gemeinsam kämpft. Einer allein ist dazu nicht in der Lage.

Das Fundament ist die Liebe.

Darauf baut sich alles auf. Ohne dieses Fundament wäre es vollkommen unmöglich, ein Bauwerk zu errichten. Auf Sand kann man nicht bauen. Nur ein Haus, das auf Fels errichtet wurde, kann von Bestand sein.

Was sind die Grundpfeiler, die ein Bauwerk stabil machen?

Kommunikation

Reden ist wichtig. Wo nicht geredet wird, gibt es keine Beziehung. Keine Innigkeit. Dazu gehört Interesse am Partner. „Wie geht es Dir? Wie war Dein Tag?“ Manchmal redet man auch einfach über Blödsinn. Humor macht das Leben, die Liebe, leichter. Gemeinsam lachen, sich an schöne Zeiten erinnern – das verbindet. Aber zweifellos am wichtigsten ist es, Gefühle zu zeigen. Den anderen wissen zu lassen, wie besonders und wichtig er ist. Ihm sagen, dass man ihn liebt – und auch, warum man ihn liebt. Seine guten Seiten in den Vordergrund stellen und nicht über das Reden, was der andere ständig falsch macht. Seine Worte mit Liebe kleiden. Und die Kommunikation niemals abbrechen lassen. Denn damit würde man den Verfall zulassen.

Vertrauen

Das fällt manchmal schwer. Besonders, wenn das Vertrauen in der Vergangenheit zu oft gebrochen wurde. Dann muss man es wieder lernen. Wer vertrauen will, muss auch Vertrauen entgegenbringen. Dem anderen zeigen, dass er sich immer auf Dich verlassen kann gehört dazu. Geheimnisse bewahren. Den anderen ernst nehmen. Dinge nicht in Frage stellen, sondern Glauben schenken. Den anderen spüren lassen, dass man mit wirklich jedem Problem zu ihm kommen kann, ohne dafür schief angesehen zu werden. „Ich bin für Dich da, egal was passiert!“

Geborgenheit

Ein Aspekt des Vertrauens. Dem anderen zeigen: „Bei mir bist Du sicher.“ Oder: „Ich fange Dich auf, komme was da wolle.“ Körperliche Nähe schenken. Den anderen in den Arm nehmen, ein Gespür dafür entwickeln, wann der andere genau das braucht. Und das ist eigentlich immer. Nur manchmal ganz besonders. Den Partner zu halten ist niemals verkehrt und tut auch der eigenen Seele gut. Es ist ein natürliches Bedürfnis – von jedem! Damit sollte nicht gespart werden.

Ehrlichkeit

Keine Geheimnisse vor dem anderen zu haben, offen über alles reden. Über Dinge, die einem nicht passen, über Probleme, die man mit sich herumschleppt. Dem anderen keine Lügen auftischen. Denn dadurch wird das Vertrauen zerstört. Und wer Ehrlichkeit erwartet, muss selbst ehrlich sein. Das ist oft nicht leicht, aber es erleichtert oft.

Zu all dem gehört noch eine Schaufel Respekt. Ohne das geht es auch nicht.

Eine besondere Zierde

Kinder – die Goldverzierung, der schönste Schmuck, das größte Wunder. Was gibt es schöneres, als Räume, die von Kinderlachen erfüllt werden? Räume, die in bunte Fantasiewelten verwandelt werden, nur weil sie von diesen kleinen, bezaubernden Wesen bewohnt werden. Es ist zwar mit sehr viel Arbeit und Mühe verbunden. Aber es macht das Bauwerk nur umso wertvoller.

Und gerade dann gibt es nichts Wichtigeres, als das Gebäude zu pflegen, alles zu tun, damit es der Zeit nicht zum Opfer fällt, damit es nicht in Mitleidenschaft gezogen wird.

Ein Bauwerk, in dem die Liebe wohnt, gestützt von den vier Grundpfeilern, wird niemals einstürzen – wenn man viel Zeit und intensive Pflege darin investiert. Es ist zweifellos mit viel Arbeit verbunden. Manchmal ist es sogar ein Kampf. Ein Kampf aber, der sich lohnt.

Und irgendwann… Irgendwann wird dieses Bauwerk unter Denkmalschutz stehen. Dann ist es für die Ewigkeit…

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Die Anti-Mutter oder Ego-Mom

Nach wie vor bin ich die Anti-Mutter. Von mir aus auch eine Rabenmutter. Was bei meinem Sohn war, ist auch jetzt noch aktuell.

Ich stille nicht. Warum? Ganz einfach – weil ich es nicht möchte. Ich konnte es mir für mich einfach nicht vorstellen. Klingt egoistisch – ist es vermutlich auch! Aber mir geht es gut damit. Und der Kleinen offensichtlich auch. Sie wächst und gedeiht und während der Flaschenmahlzeit gibt es genug Nähe zum Kuscheln und fürs Bonding. Und so kann sie das auch mit Papa haben. Und das ist auch wichtig. Trotzdem bekam sie wenigstens im Kreißsaal „die erste Impfung“. Den ersten Schuss Muttermilch.

Wie schon bei meinem Sohn, wurden auch jetzt wieder Stimmen laut, dass ich doch unbedingt stillen müsse! Doch dieses Mal habe ich das nicht an mich ran gelassen. Die anderen wissen nicht wirklich, was gut für uns oder für mich ist. Sie wollen einfach nur ihren Senf dazu geben, auch wenn mancher Rat sicherlich gut gemeint ist. Aber: Mein Kind, mein Körper – meine Entscheidung!

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Wir schlafen Seite an Seite. Nein, kein klassisches Familienbett. Das verbinde ich immer mit einen Hauch von Risiko. Nicht, dass ich meinen kleinen Schatz unter meiner Bettdecke vergrabe, oder sonst was passiert! Das wäre mein Alptraum! Zumal unser Ehebett eh nur 1,40 m breit ist. Mein Mann schläft auf ca. 40 cm, der Rest gehört mir, abzüglich einem Sicherheitsabstand von 20 cm zum Beistellbett meiner Tochter. Ich halte nachts mit ihr Händchen, streichle sie in den Schlaf. Nur wenn sie sich gar nicht beruhigen sollte, lege ich sie auf meinen Bauch, bis sie fest eingeschlafen ist. Ich schlafe in der Zeit nicht. Ich habe Angst, dass irgendwas passiert.

Mein Sohn schläft in seinem eigenen Zimmer, seit er 8 Monate alt ist. Denn da war er dem Beistellbett entwachsen. Und das klappt wunderbar, es sei denn, er ist krank. Wir hoffen, dass es mit unserem kleinen Mädchen genauso gut funktionieren wird. Denn besonders für mich und meinen leichten Schlaf wird es irgendwann nötig sein, wieder ruhiger schlafen zu können und nicht bei jedem kleinsten Geräusch aufzuhorchen. Ich habe immer Probleme wieder einschlafen zu können. dann liege ich wach. Ein, zwei Stunden. Beobachte die Kleine. Komme nicht zur Ruhe, obwohl ich so unendlich müde bin. Ich wünschte, ich könnte schlafen wie mein Mann. Hinlegen, Augen zu, weg. Und nichts mehr mitkriegen. Ich beneide ihn so!

Das Tragen finde ich grundsätzlich eine gute Sache! Mein Sohn hatte sich damals jedoch sehr dagegen gewehrt. Wir kauften auf Anraten der Hebamme den Bondolino, doch offenbar hatte er in dieser Haltung auch Schmerzen. Er litt damals am KISS-Syndrom. Er lag lieber so bei Mama oder Papa im Arm, statt in der Bauchtrage. So hielten wir ihn unentwegt.

Ich glaube, der kleinen Pusteblume gefällt das Tragen besser. Doch dieses Mal habe ich das Problem. Nach einer Weile mit der Kleinen vor dem Bauch bekomme ich starke Schmerzen im Becken und am Schambein. Seit der Geburt ist dort etwas nach wie vor nicht in Ordnung. Die Frauenärztin meint, das dauert, beim zweiten Kind ist halt alles ein wenig ausgeleiert. Selbst wenn ich ohne zusätzliche Last spazieren gehe, rächt sich das prompt. Leider. Ich hoffe, dass sich das legt und das Tragen für uns zu einer guten Option wird. So hätte ich auch die Hände frei für unseren Großen.

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Ich bewundere die Mamas, die alles „richtig“ machen. Tragen, stillen, Familienbett – über lange Zeit. Für die Kinder ist es gut. Wenn die Eltern stark genug dafür sind, umso besser. Für manches bin ich nicht stark genug, manchmal bin ich auch nur zu bequem.

Und trotzdem: Alles was ich für meine Kinder tue, kommt aus tiefstem Herzen. Sie bekommen das wertvollste, das ich geben kann: Liebe!

Und da gibt es eigentlich kein „richtig“ oder „falsch“.

Jeder gibt sein bestes. Nicht immer ist es perfekt. Aber Kinder brauchen keine Perfektion. Das Beste ist gut genug – und dafür hat jeder sein eigenes Maß.

„Der Dosenöffner“ oder „Kleine Gesten versüßen den Alltag“

Neulich klingelte es an der Tür und vor mir stand meine über 90jährige Nachbarin, eine Dosensuppe in der Hand. Sie leidet an Parkinson und lebt allein, seit ihr Mann im letzten Jahr verstorben ist. Sie schaffte es nicht, diese Dose selbst zu öffnen und bat mich daher um Hilfe, dankbar dafür, dass ich eigentlich immer zu Hause bin. Natürlich helfe ich ihr gerne. Sie nahm die nun geöffnete Dose freudestrahlend entgegen, machte sich mit zittrigen Händen wieder auf dem Weg zu ihrem Haus. Ich hatte Angst, dass ihr unterwegs die Hälfte der Suppe verloren geht, fragte, ob ich sie begleiten solle. Aber sie winkte dankend ab. Ich sagte ihr, sie kann jederzeit vorbeikommen, wenn etwas sein sollte.

Es ist selbstverständlich ihr zu helfen. Aber sieht das jeder so? Es ist so einfach anderen – und damit gleichzeitig auch sich selbst – den Alltag zu verschönern. Wie?


Durch kleine Gesten

Wie zum Beispiel eben für jemanden eine Dosensuppe zu öffnen. Oder für den Nachbarn die Mülltonne mit rauszustellen, wenn man eh schon dabei ist. Die schweren Einkäufe ins Haus tragen. Einer kleinen, alten Dame helfen, etwas aus dem obersten Supermarktregal herauszunehmen. Oder dem älteren Herrn das Kleingedruckte auf der Packung vorlesen. Auch wenn er nicht gefragt hat. Aber wenn man mit offenen Augen durchs Leben geht, bekommt man ein Gespür dafür, wo Hilfe Not ist. Es sind nur Kleinigkeiten, die für andere jedoch vielleicht ein Problem darstellen. Warum nicht einfach eine helfende Hand reichen?

Zeit schenken

Wie das? Heutzutage haben die meisten Menschen zu wenig Zeit, sind immer gestresst, hetzten von A nach B. Sicher, daran kann ich als Außenstehender nicht viel ändern. Aber wenn ich zum Beispiel im Supermarkt an der Kasse stehe und hinter mir jemand, der nur zwei, drei Teile hat, dann lasse ich ihn grundsätzlich vor. Manchmal auch sogar zwei Leute. Denn bis ich meinen Familieneinkauf aufs Band geladen habe, ist derjenige meist schon längst weg. Beide haben gewonnen: einer etwas Zeit, der andere Dankbarkeit.

Durch ein hörendes Ohr

Neulich an der Kasse im Drogeriemarkt: die Kundin vor mir wollte etwas umtauschen, stellte unzählige Fragen und erschwerte den Vorgang ungemein. Als ich an der Reihe war, flüsterte die Kassiererin mir zu: „Noch eine Stunde, dann habe ich endlich Wochenende! Die Kunden sind heute echt anstrengend, jeder will etwas von mir, alle nerven nur. Ich bin echt gestresst. Nicht jeder Kunde ist so ein Lichtblick wie sie!“ Ich freute ich über dieses Kompliment, dabei habe ich ja nichts getan, außer unkompliziert gewesen zu sein. Und sie war sichtlich froh, dass sie mal jemandem sagen konnte, dass sie einen bescheidenen und anstrengenden Tag hinter sich hatte. Sie hat in mir jemanden gefunden, wo sie ihrem Frust Raum geben konnte. Und ich höre gerne zu.

Damals, in meinem alten Job, war ich unter anderem als telefonische Kundenbetreuerin tätig. Kein einfacher Job, weil es herbei immer um Kunden ging, deren Konten keine Deckung aufwiesen. Auch hier war oft mein hörendes Ohr gefragt. Der Grund, warum das Konto nicht gedeckt war, war nicht selten eine schwierige Lebenssituation. Und viele Leute hatten niemanden, mit dem sie darüber reden konnten. So kam es, dass ich viele Geschichten gehört habe und oft lag es an mir, den Leuten etwas Mut zuzusprechen. (Ich hatte eindeutig die Berufswahl verfehlt!) Oft waren die Betroffenen hinterher erleichtert, weil sie einfach mal den Balast mit jemandem teilen konnten. Das kann natürlich anstrengend sein, aber man bricht sich keinen Zacken aus der Krone, wenn man sich die Zeit nimmt und einfach mal zuhört. Im Gegenteil!

Ein Lächeln verschenken

Lächeln. Einfach immer nur Lächeln. Manchmal ertappe ich mich selbst dabei, dass ich etwas finster drein blicke, wenn ich in Gedanken bin. Das fällt mir dann immer auf, wenn mich jemand anlächelt. Aber normalerweise habe ich auch immer ein Lächeln auf den Lippen. Für diejenigen, die mich anlächeln – und für die, die finster drein blicken. Ein Lächeln wirkt entwaffnend, lässt Dich für kurze Zeit das vergessen, was Dir gerade im Kopf herumgeistert. Und das Beste: Es kostet nichts und Du hast es immer dabei! Du kannst es immer und überall verschenken. Vielleicht entwickelt sich daraus sogar ein kleines Gespräch, ein paar nette Worte, die man auch mit wildfremden Menschen wechseln kann. Es verschönert einfach das Leben – und danach ist mein Lächeln meistens noch fröhlicher als zuvor.


Das Leben kann so viel schöner und leichter sein, wenn man nur ein paar kleine Dinge beachtet, oder für andere tut. Und es gewinnen immer zwei: Du und Dein Gegenüber! Also zieht mit offenen Augen durchs Leben und zaubert anderen ein Lächeln auf die Lippen!

Quelle: Pixabay
Quelle: Pixabay

Ich rocke das! (Mal schlecht, mal recht…)

Die erste Woche allein mit den beiden Kindern war gar nicht so einfach und doch irgendwie einfacher als gedacht. Jeder Tag ist anders. Mal gut, mal schlecht…

Montag

Nachdem beide Kinder schon um kurz vor 7 wach waren und ich dachte „Das kann ja heiter werden!“, schlief das Baby-Mädchen doch noch mal ein. Und mein Sohn war trotz der kurzen Nacht ziemlich gut gelaunt. Meine Laune hielt sich in Grenzen, weil ich kaum Zeit hatte, mich fertig zu machen. Aber so ist das nun mal. Low-Style wird wohl jetzt regelmäßig an der Tagesordnung stehen.

Der Wildfang und ich frühstückten ganz harmonisch und spielten, bis die Kleine gegen 10.00 wach wurde.

Bis zum Mittag lief alles gut, dann bekamen wir Besuch und der Große war der Meinung, er müsste die volle Aufmerksamkeit auf sich ziehen und war total auf Krawall gebürstet. Aber das legte sich recht schnell wieder.

Am frühen Nachmittag schlief die Pusteblume auf meinem Bauch ein. Ich legte sie in den Stubenwagen, wo sie dann bis 18.20 schlief. Papa und Sohn waren nach Feierabend gleich mit dem Laufrad rausgegangen. So konnte ich ein wenig durchatmen.

Um 19.00 hatte ich dann Massage (mein wöchentlicher „Luxus“! Irgendwas muss eine chronische Krankheit schließlich wert sein.) und als ich zurück kam, hatte mein Sohn bereits zu Abend gegessen und seinen Schlafanzug an. Wir spielten noch ein wenig und dann, als es Zeit fürs Bett war, gab es mal wieder großen Protest. Er konnte sich nicht entscheiden, wer ihn ins Bett legen sollte und so reichten wir unsere Tochter mehrmals hin und her, bis mein Sohn sich endlich beruhigt hat.

Jetzt war Zeit für ein kurzes Bad. Abschalten. Aber mein Magen meldete sich bereits. Ich hatte mittags nur schnell ein Toast runtergeschlungen. Deswegen hing mir der Magen schon längst auf den Knien.

Den Abend verbrachte ich mit meinem Mann, einer halben Tüte Chips und zwei Folgen HEROES auf dem Sofa – ebenso wie den Großteil der Nacht, denn ab 22.00 schlief die Kleine wieder tief und fest im Stubenwagen. Bis 04.20. Da hatte sie wieder Hunger, und erst nach ihrer Flasche fiel ich endlich auch ins Bett…

Dienstag

…bis um 06.30 Papas Wecker klingelte.

Nervenkrise am frühen Morgen. Ich komme wieder nicht dazu mir die Haare zu waschen. Die Pusteblume hatte natürlich genau dann Hunger, als ich ins Bad wollte. Als sie nach längerem Hin und Her endlich wieder schläft, ist der Große bereits wach. Zombie-Mom ist wieder da. (Das war auch der Tag, an dem eine Freundin mir Trockenshampoo empfohlen hat. Ich werde es wohl mal testen!)

Als ich mich wieder eingekriegt und damit abgefunden habe, dass ich halt kacke aussehe, verlief der Morgen recht ruhig. Die Kleine wachte erst um 10.30 Uhr wieder auf und mein Sohn und ich nutzten die Zeit zum Bücher gucken und Autos spielen.

Als sie dann wach war, wurde erst mal ein wenig gekuschelt.

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Doch dann gab es kaum Gelegenheit sie abzulegen. So musste der Große wohl oder übel allein spielen. Ich freue mich ja, wenn er sich allein beschäftigt, aber irgendwie bricht es mir auch immer ein bisschen das Herz.

Vor allem weil es sich den ganzen Tag so dran hielt. Das bekam ich auch bald zu spüren. Der Wildfang war grellig und fing an, sämtliche Spielsachen durch die Gegend zu pfeffern. Egal was ich sagte, er ignorierte es. Ich nahm ihm die Sachen schließlich weg. Als seine Schwester endlich eingeschlafen war, hat er sie zwei Mal wieder geweckt, indem er an der Wiege rüttelte. Ich schimpfte, er drehte noch mehr auf. Beim Wickeln trat er nach mir und hörte damit nicht auf. Irgendwie schaffte ich es doch noch ihn wieder anzuziehen und als ich danach aufs Sofa sank und mir verstohlen ein paar Tränen aus dem Augenwinkel wegwischte, merkte ich, dass meine Hände noch nach Kleinkindkacke stanken. Konnte es noch schlimmer werden? Ja. Als dann kurz darauf das Telefon und die Fernbedienung durch die Gegend flogen, hatte ich die Nase gänzlich voll. Ich brachte ihn in sein Zimmer, zog die Tür hinter mir zu uns ließ mich auf mein Bett fallen.

Nach zwei Minuten kam er zu mir und hatte plötzlich die beste Laune und wollte mit mir spielen. Ich bemühte mich, aber mein Nervenkostüm war echt angeschlagen. Ich schaffte es nicht einfach so zu vergessen, was nur wenige Minuten zuvor alles schief gelaufen ist. Es stand einfach zwischen uns. Zumindest von meiner Seite aus. Und das ärgerte mich. Aber ich war zu müde und zu gestresst, um einfach drüber hinwegzusehen.

Als mein Mann endlich Feierabend hatte, machte ich das, wozu ich den ganzen Tag nicht kam. Ich aß einen Schokoriegel und habe mir endlich die Haare gewaschen. Diese halbe Stunde für mich wirkte Wunder. Ich fühlte mich wieder wie ein Mensch. Der Rest des Tages verlief ohne besondere Vorkommnisse und gegen 23.00 lagen wir tatsächlich alle im Bett.

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Mittwoch

Zunächst dachte ich, die Nacht ist um 05.30 vorbei. Nach der Flasche wollte die junge Dame einfach nicht mehr einschlafen und weinte immer wieder, bis ich sie auf meinen Bauch legte. An Schlaf war nicht mehr zu denken. Als ich sie nach einer halben Stunde wieder in ihr Bettchen schob, schlief sie so unruhig, dass ich dachte sie wacht jede Sekunde wieder auf. Eigentlich wollte ich ins Bad, blieb aber bei ihr, falls die Sirene wieder losgeht. Darüber bin ich dann aber auch noch mal eingeschlafen. Bis sie um 08.30 wieder Hunger hatte.

Oh man, jetzt waren wir alle drei gleichzeitig wach geworden und das Fertigmachen war eine Herausforderung. Erst die Maus, dann ich schnell ins Bad, während sie immer wieder weinte, dann der Wildfang. Gar nicht so einfach. Das muss ich irgendwie anders timen. Das bedeutet dann aber auch weniger Schlaf für mich. Hat ja irgendwie doch geklappt. Während mein Sohn und ich frühstückten, lag die Kleine zufrieden neben uns in der Schaukel.

Gerade fertig, wollte sie aber wieder nur auf Mamas Arm sein. Mein Sohn fand das nicht so lustig und es dauerte nicht lange, bis er wieder anfing, alles was ihm in die Quere kam durch die Gegend zu pfeffern. Und täglich grüßt das Murmeltier.

Zum Glück kam meine Mutter am frühen Nachmittag und nutze eine Regenpause, um mit dem Wildfang eine Runde mit dem Laufrad zu drehen.

Unter großen Mühen hatte ich dann mit schreiendem Baby im Arm ein paar Nudeln gekocht. Gar nicht so unkompliziert.

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Später konnte ich sie zum Glück eine Weile in der Schaukel ablegen.

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Als mein Sohn und Oma wieder da waren, tauschten wir die Kinder, so konnten der Große und ich in Ruhe essen. Währenddessen schlief die Zwergin endlich ein.

Schon bald machte Papa dann Feierabend (er musste zum Glück doch erst am nächsten Tag seine Geschäftsreise antreten).

Besuch kam dann noch am Abend von meiner ältesten Freundin und ihrem Mann. Wir begleiten uns schon unser ganzes Leben lang, haben gefühlt unsere halbe Kindheit im örtlichen Jagd- und Naturkunde-Museum verbracht, sind durch Wälder gestrichen und haben unsere Umgebung unsicher gemacht. Heute sehen wir uns leider nur noch selten, haben uns aber zum Glück nie aus den Augen verloren. 36 Jahre lang!

Sie brachten auch Geschenke mit: für die Kleine einen supersüßen Jogginganzug und eine Musik-Eule, die 15 Minuten am Stück Melodien spielt. Super, sag ich Euch! Das nächtliche 20-Mal-hintereinander-Spieluhr-aufziehen ist damit erledigt und die Zwergin kann prima einschlummern. Für den Großen gab es auch was: die Lego Duplo-Polizei. Das stieß auf große Begeisterung und Papa musste sofort alles aufbauen.

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Nachdem die beiden sich verabschiedet hatten, wurden beide Kinder mit Essen versorgt und dann bettfertig gemacht. Der Abend zog sich in die Länge. Papa musste noch Koffer packen, ich noch in die Badewanne, wir hatten beide noch nichts gegessen. Bis wir dann endlich gemütlich auf der Couch saßen, zeigte die Uhr schon 21.00 an. Wie sahen uns das Staffelfinale der 4. Staffel von Heroes an und dann war der Abend auch schon vorbei.

Donnerstag

Ich bin müde. Trotzdem ging ich schon recht früh ins Bad, denn wer weiß, wann der Wahnsinn beginnt? Ich war gerade fertig, da meckerte die Maus. Irgendwie kam ihr die Milch ständig hoch. So zog ich sie an und wir gingen nach unten. Mein Sohn schlief. Bis halb 10. Unfassbar. Fünf Minuten vorher konnte ich das Mädchen in der Wiege ablegen und den Großen so in Ruhe fertig machen. Wir setzten uns gleich danach an den Frühstückstisch. Heute wurde vom neuen Minions-Service gegessen.

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Doch lange ging es nicht gut, da schrie wieder jemand nach der Flasche. Ich schob mein Brot schnell rein und kümmerte mich um das kleine Milchmonster. Danach konnten mein Sohn und ich ein wenig zusammen spielen.

Bald darauf klingelte der Postbote mit einem Überraschungspaket von den lieben Kollegen meines Mannes. Ich habe mich riesig über dieses liebvoll ausgesuchte Geschenk gefreut. Sogar für meinen Sohn war ein neues Buch dabei!

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Das neue Buch musste natürlich sofort gelesen werden, und mit den neuen Duplos wurde auch weiter gespielt.

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Am Nachmittag kam die Schwieger-Oma. Geplant war ein Spaziergang, doch das Wetter bereitete mir Kummer. Mit Regenkleidung ausgestattet zog sie trotzdem mit meinem Sohn los. Hoffentlich bleibt es einigermaßen trocken…

Die Pusteblume schlief und ich nutze die Zeit zum Haare waschen und etwas zu essen. Dann machte ich mir eine heiße Zitrone – ein Überbleibsel von meinem Sohn, der heute unbedingt eine Zitrone probieren wollte, weil er nicht glauben konnte, dass die furchtbar sauer ist. Ach, das Gesicht hättet Ihr mal sehen sollen! Trotzdem sagte er: „Schmeckt so lecker! Mmmmmhhhh…“

So machte ich es mir dann auf der Couch gemütlich, statt dem Haushalt etwas Gutes zu tun, der es wirklich dringend nötig gehabt hätte. Aber ich bin halt total egoistisch. *zwinker* Ich genoss die Ruhe, doch bei jedem Räkeln und Grunzen der Pusteblume, dachte ich „Das war’s dann wohl…“
Tatsächlich meldete sich die Kleine bald zum Trinken, schlief dann aber gleich weiter.

Der Große kam dann gegen 18.30 mit Oma vom Spaziergang zurück und nach dem Abendessen und einem Wutanfall (den Oma jetzt endlich auch mal miterlebt hat, wo er ja sonst immer ein Vorzeigekind ist), war er dann pünktlich im Bett. Ich hatte einen ruhigen Abend und sah mir einige Folgen „Unter Uns“ an, die sich im Laufe der Woche so angesammelt hatten und war dann gegen halb 11 im Bett.

Freitag

Eigentlich fing der Tag ganz gut an.

Wie schnell die Zeit vergeht...
Wie schnell die Zeit vergeht…

Trotzdem musste ich die Pusteblume auch heute viel tragen und nutzte jede freie Minute, um mit meinem Sohn zu spielen. Doch der Tag zog sich wie Kaugummi, und je länger er dauerte, desto nervenaufreibender wurde er auch. Hier fehlte es wieder jemandem akut an Aufmerksamkeit und die Situation spitzte sich in den Abendstunden zu, während ich hoffte, dass Papa endlich bald nach Hause kommt. Doch er kam nicht. Gleich nachdem mein Sohn zu Abend gegessen hatte, meldete sich das kleine Mädchen auch wieder. So dachte ich mir, nehme ich die Flasche mit rauf, dann kann der Wildfang wie üblich noch in seinem Zimmer spielen und ich setzte mich mit der Kleinen dazu, um sie zu füttern. Ging etwa 10 Minuten gut. Doch dann warf mein Sohn wieder Spielzeug durch die Gegend und fing sogar an, mich zu hauen und an den Haaren zu ziehen. Ich bat ihn aufzuhören. Er machte weiter. Ich schimpfte. Er machte weiter. Dann verließ ich sein Zimmer, sagte er soll sich erst mal abreagieren. Er kam sofort hinterher und machte weiter. Ich stand am Rande der Verzweiflung. Ich legte die Kleine also ab, brachte ihn wieder in sein Zimmer. Ich war wütend und traurig. Er tobte. Nach einigen Minuten hat er sich offenbar beruhigt und kam mit besserer Laune zurück. Als die Pusteblume nach gefühlten zwei Stunden endlich mir ihrer Flasche fertig war, legte ich sie in ihr Bett. Für den Großen war es auch längst Zeit, aber das wollte er natürlich gar nicht einsehen. Es gab wieder Streit. Bis ich ihn einfach in seinen Schlafsack packte, mit hoher Gegenwehr, und ihn ins Bett beförderte. Es gab keine netten Worte mehr, nicht die übliche, ellenlange Verabschiedung. Wir ließen die Sonne über unserer gereizten Stimmung untergehen, und das, obwohl ich doch eigentlich so harmoniesüchtig bin. Nach einem kurzen „Gute Nacht“ verließ ich völlig aufgelöst sein Zimmer, nahm das inzwischen wieder schreiende kleine Mädchen und verzog mich ins Wohnzimmer. Die Kleine beruhigte sich bei ihrer gestressten Mama auch nicht mehr und als mein Mann endlich nach Hause kam, fand er hier zwei Häufchen Elend vor… Was für ein Tag!

Ich hoffe, ich bete, dass es in Zukunft besser klappt, wenn ich mit den beiden allein bin. Das wird schon nächste Woche wieder der Fall sein. Ich darf gar nicht dran denken. Ich hoffe einfach, dass der Wildfang es mir in Zukunft etwas leichter macht. Wenn nicht, drohe ich im Wahnsinn zu ertrinken.

Und doch werde ich es schaffen – irgendwie.

Nur gut, dass ich weiß: „Es geht vorbei!“ Irgendwann ist diese schwere Zeit einfach vorbei. Und dann lache ich darüber.

30 Fakten über mich

1. Sobald ich morgens die Augen öffne, muss ich etwas essen. Nur meistens komme ich lange Zeit nicht dazu. Je länger ich warten muss, desto schlechter meine Laune.
2. Bevor ich Kinder hatte, war ich immer perfekt gestylt. Heute wird alles nur noch im Schnelldurchlauf erledigt. Leider.
3. Ich bin ein kleiner Monk. Alles muss immer an seinem festen Platz stehen. Was schief ist, wird gerade gerückt.
4. Meine Eltern sagen, ich war immer ein liebes und pflegeleichtes Kind.
5. Mit meinem großen Bruder habe ich oft gestritten, doch als er damals Zuhause auszog, habe ich ihn trotzdem vermisst.
6. Ich wollte immer bis spätestens 30 mein erstes Kind haben. Doch ich hatte den falschen Mann. Der Richtige kam später und die Kinder somit auch.
7. Ich vermisse meine Band. Schon zu lange nicht mehr richtig Musik gemacht. Das beste Ventil zum Stressabbau.
8. Ich liebe Erdbeereis. Und Erdbeer-Milchshake. Ich komme meistens nicht an der Eisdiele vorbei.
9. Ich träume davon, in einer Casting-Show mein Gesangstalent unter Beweis zu stellen – doch ich weiß, dass ich dafür nicht gut genug bin und obendrein noch viel zu schüchtern.
10. Es mangelt mir in meinem Mama-Alltag oft an Gelassenheit, obwohl ich mir wünsche immer cool zu bleiben.
11. Ich überlasse nichts gerne dem Zufall und habe immer gern für alles einen Plan.
12. Schon als Kind liebte ich Superman. Auch heute noch sind Superhelden nach wie vor in. Deswegen bin ich ein echter Serienjunkie. Smallville, Arrow, Flash, Heroes – für mich ein Muss!
13. Ich bin mit dem perfekten Mann verheiratet und fühle mich immer noch wie frisch verliebt.
14. Ich hasse es zu kochen. Deswegen bleibt die Küche oft kalt.
15. Ich esse zu viel Junkfood.
16. Manchmal bin ich ganz schön bekloppt.
17. Ich bin die schlechteste Hausfrau auf Erden.
18. Ich hasse Sport. Unter anderem weil ich der totale Körperklaus bin.
19. Was Handarbeiten angeht bin ich völlig talentfrei. Und das, obwohl meine Mutter Näherin ist.
20. Ich wollte damals unbeingt Grafik-Design studieren, ließ es aber bleiben, weil die Chancen auf einen Job sehr gering waren.
21. Schon als Teenie war ich eine Möchtegern-Sängerin, entdeckte dabei leider viel zu spät, dass ich tatsächlich ganz passabel singen kann.
22. Ich wollte immer ein Buch schreiben, kam aber nie über die ersten 30 Seiten hinaus.
23. Ich habe schon über 40 Konzerte und Musicals besucht. Tendenz steigend!
24. Meine Kinder sind für mich das größte Wunder dieser Welt!
25. Ich glaube an Gott und daran, dass er die Welt irgendwann zu einem besseren Ort machen wird.
26. Ich habe zu wenig Zeit für meine Freunde, aber ich denke dennoch oft an sie.
27. Ich bin die geborene Online-Shopping-Queen.
28. Ich brauche morgens keinen Kaffee, kann aber unter keinen Umständen auf meinen Zitronentee verzichten.
29. Ich gucke seit der 1. Folge schon „Unter uns“, habe nur wenige Folgen verpasst.
30. Das Leben als Mutter ist um vieles anstrengender als zuvor, aber dafür auch umso schöner. Ich möchte keine Sekunde mit meiner Familie missen.

Lasset den Wahnsinn beginnen…

Es ist soweit: Papas Urlaub ist vorbei und ab heute sind wir drei auf uns allein gestellt.

Ehrlich gesagt: mir geht der Arsch auf Grundeis! Ich habe über Nacht meine Gelassenheit und innere Ruhe verloren. Ehrlich gesagt fing das gestern schon an, am allgemeinen Nörgel-Tag. Aber da war ja mein Fels in der Brandung noch rund um die Uhr anwesend und hat sich gemeinsam mit mir um den nicht gerade entspannten Nachwuchs gekümmert.

Doch ab heute ist es nun mal so, dass ich das weitestgehend allein meistern muss. Ich hatte mir gewünscht, dass mein Mann sich Elternzeit nimmt, aber das war leider nicht drin, da er in seinem Job unabkömmlich ist. Ich war daher schon mehr als glücklich, dass er statt der geplanten zwei Wochen nun drei Wochen frei hatte.

Am Mittwoch werde ich dann richtig ins kalte Wasser geschmissen, denn da muss Papa tatsächlich schon für drei Tage auf Geschäftsreise. Vor allem abends zur Zu-Bett-geh-zeit wird das schwierig. Denn meistens macht die kleine Pusteblume genau um die Zeit Alarm, wo der Wildfang zu Abend isst und bettfertig gemacht wird. Bisher haben wir uns natürlich immer beide kümmern können, so ging das dann meistens relativ gut, auch wenn mein Sohn sich die halbe Zeit geweigert hat, ins Bett zu gehen. Möchte mal wissen, wie das so klappt, wenn beide gleichzeitig versorgt werden müssen. Wahrscheinlich geht mein Sohn dann erst um 22.00 Uhr ins Bett oder so! Ich bin so gespannt. Und angespannt.

Aber vielleicht klappt ja auch alles ganz gut. Drückt mir die Daumen!

Und wenn es nicht klappt? Dann kann mir vielleicht jemand von Euch sagen, wo ich eine extra große Packung „Starke Nerven“ kaufen kann!? Die werde ich dann sicher gut gebrauchen können!

Noch ist alles still und friedlich hier…deshalb genieße ich das jetzt noch ein bisschen. Die Ruhe vor dem Sturm…


Nachtrag von 07.13

Es ist unfassbar. Nur zwei Minuten nachdem ich diesen Post veröffentlicht habe, waren beide Kinder wach. Die Kleine meldete sich bereits nach weniger als drei Stunden wieder zum Essen, dabei schläft sie nachts meistens 4 oder sogar noch mehr Stunden. Auch der Große wälzte sich schon vor 07.00 in seinem Bett herum, und das obwohl er erst gegen 21.30 eingeschlafen war. Ich war noch nicht im Bad, werde nur das allernötigste geregelt kriegen. Haare waschen wird vermutlich nicht drin sein. Der verwahrloste Mutter-Zombie ist also wieder auferstanden. Willkommen im Leben!