#ichhabesgesagt – Wie ich die wundervollste(n) Nachricht(en) der Welt verbreitet habe

Ein anderes Körpergefühl, ein leichtes Ziehen im Bauch, ein besonderes Strahlen – die Zeichen stehen auf Schwangerschaft.

Wer von Euch schon Kinder hat, kennt dieses besondere Gefühl. Doch wie sage ich es meinem Liebsten? Und wie teilen wir es dem Rest der Familie mit?

An einem Tag im August 2012 wurde ich zum ersten Mal schwanger. Nicht ahnend, dass es sofort klappen würde. So wollten mein Mann und ich in Ruhe unseren Urlaub genießen. Doch schon nach ein paar Tagen kam es mir komisch vor und ich sagte meinem Mann, dass ich das Gefühl habe bereits schwanger zu sein. Aber konnte das sein? Na ja, möglich wäre es schon. Und jetzt? Machen wir im Urlaub einen Test? Wir entschieden uns dagegen. Trotzdem habe ich mich nicht mehr getraut, Alkohol zu trinken. Ich war mir sicher, dass mein Gefühl mich nicht trügt.

Meiner besten Freundin, die zufällig mit ihrer Familie im Nachbarort Urlaub machte, erzählte ich davon, als wir uns an einem Abend in unserem Urlaubsort trafen. Sie war völlig aus dem Häuschen und total gespannt. Wie ich selbst auch.

Als der Urlaub zuende war und wir wieder Zuhause, besorgte ich gleich einen Test. Er war ohne Wartezeit sofort positiv. Trotzdem machte ich noch einen zweiten Test. Und da saßen mein Mann und ich nun – völlig perplex und ungläubig. Wir bekommen ein Baby!

Und wann wollen wir es unserer Familie sagen? Wir entschieden uns zu warten, bis ich meinen ersten Vorsorgetermin hatte.

Doch schon einen Tag später kam ein Anruf von meinem Bruder: „Du wirst wieder Tante!“ Waaaas?! Aber ich bin doch jetzt dran. Und Du wolltest doch gar keine Kinder mehr…!!! Das sprach ich natürlich nicht laut aus.

Mein Bruder hatte zu dem Zeitpunkt bereits drei Kinder, von seiner Ex-Frau. Die ist mit den Kindern in die Schweiz abgehauen und seit Jahren haben wir sie nicht mehr zu Gesicht bekommen. Er ist der arme Depp, der nur noch blechen und seine Kinder nicht sehen darf. Deshalb wollte er nicht mehr. Doch seine neue Frau wollte. Und so verkündete er mir diese Nachricht, wo ich doch die selbe Nachricht für ihn hatte. Aber ich schwieg. Zwei Wochen lang.

In der 9. Schwangerschaftswoche sollte es dann soweit sein. Ich besorgte zwei kleine Schachteln und zwei Schnuller. Vom ersten Ultraschallfoto machte ich eine Kopie, rollte sie zusammen und band sie am Schnuller fest.

Wir besuchten zuerst meine Schwiegermutter. Wir wollten ihr die frohe Botschaft zuerst überbringen, da sie es zu der Zeit sehr schwer hatte, denn sie hatte innerhalb kürzester Zeit ihren lieben Mann und ihre Mutter verloren. Als sie die kleine Schachtel öffnete, brach sie sogleich in lauten Jubel aus! Die Freude war übermäßig groß. Umso schwerer fiel es ihr, noch ein paar Wochen Stillschweigen zu bewahren.

Am nächsten Tag liefen wir bei meinen Eltern auf. Ich überreichte meiner Mutter die Schachtel und sie schlug sich nur die Hände vor’s Gesicht und sagte erstmal gar nichts. Dann „Oh nein!“. Mein Vater verstand nur Bahnhof. Bis ich ihn auch aufklärte. Er war sichtlich erfreut, meine Mutter wohl eher geschockt. „Ihr wolltet doch unbedingt noch ein Enkelkind. Jetzt bekommt Ihr halt gleich zwei!“, sagte ich. Auch wenn wir uns das alle irgendwie nicht so gedacht hatten.

Dann rief ich meinen Bruder an und sagte ihm, dass er Onkel wird. Baff! Und seine Frau? Noch weniger über die Tatsache erfreut, dass wir gleichzeitig schwanger sind, als ich. Und es stellte sich heraus, dass sie lediglich einen einzigen Tag vor mir ausgezählt war. Am Ende kam es jedoch so, dass mein Neffe drei Wochen früher geboren wurde. Und letztendlich ist es für die Jungs toll, dass sie einen Cousin im gleichen Alter haben – auch wenn sie unterschiedlicher nicht sein könnten.

Ihr kennt das sicher: Kaum ist das erste Kind auf der Welt, fragt jeder, wann denn das zweite kommt. „Gar nicht“ lautete meine Antwort dann immer. Nein, wir hatten wirklich keinen leichten Start mit unserem Sohn, war er doch ein Schreibaby.

Doch irgendwann ließ mich der Gedanke an ein Geschwisterchen für meinen Wildfang nicht mehr los und so entschieden wir uns doch dafür. Als der Entschluss stand, wollten wir jedoch eigentlich noch ein paar Monate damit warten. Aber wir sahen das nicht allzu eng und sofort wurde ich wieder schwanger.

An einem Grillabend im Juli 2014 mit unseren Eltern war mir klar, dass ich es an dem Tag erzählen muss, obwohl ich erst in der 7. Woche und noch nicht beim Arzt war. Aber meine Mutter „drohte“ an, dass sie einen lieblichen Weißwein mitbringen würde. Und das sage ich nie nein. Welche Wahl blieb mir also? So nahm ich ein schönes Foto von einem Sohn und beschriftete es mit den Worten: „Bald bin ich großer Bruder!“ und packte das Bild in einen knallblauen Rahmen und wickelte es in Geschenkpapier. Die Familie kam, Mama drückte mir besagten Wein in die Hand. Ich wiederum übergab unseren Müttern das Bild. Und genau wie beim letzten Mal: Meine Schwiegermutter sprang im Dreieck vor Freude und meine Mutter starrte auf das Bild und sagte erstmal nichts. Was aber daran lag, dass sie nur auf meinen Sohn, nicht jedoch auf den Text geachtet hatte. Als es dann Klick gemacht hatte kam es wieder: „Oh nein!“ Schon wieder geschockt? Na ja, gefreut hat sie sich, aber nicht so früh damit gerechnet.

Doch leider dauerte es nicht lange, bis ich ihnen die traurige Nachricht überbringen musste: Es gab kein Baby. In der 9. Woche hatte ich eine Fehlgeburt. Alle Träume, Hoffnungen und Wünsche waren plötzlich wie eine Seifenblase zerplatzt.

Ich brauchte eine Weile, um mich davon zu erholen – trotzdem ging es schneller als gedacht, denn mein Sohn war mein Seelenheiler. Er brachte mich schnell auf andere Gedanken. Und gleichzeitig stand fest, dass wir es sofort weiter versuchen würden. Denn jetzt wollte ich es umso mehr.

Doch es klappte nicht so schnell, wie bei den ersten beiden Malen. Warum? Weil dieses Mal der Kopf viel zu sehr im Spiel war? Vielleicht. Aber vielleicht war auch mein Körper einfach noch nicht so weit.

Letztendlich vergingen etwa fünf Monate. Ich wurde wieder schwanger und merkte es zunächst nicht mal selbst. Ich glaube, ich war bereits in der 7. Woche als mir ein Licht aufging und ich einen Test machte. Ich rannte gleich rauf zu meinem Mann ins Büro und legte ihm einfach nur den Test auf den Tisch. Sehr romantisch, ich weiß. Trotzdem freuten wir uns einfach. Doch mit der Freude kam auch die Angst, dass es wieder passieren könnte…

Der erste Termin beim Arzt brachte große Erleichterung, auch beim nächsten Mal war alles in Ordnung. Zeit, es der Famile zu sagen. Ich kaufte zwei kleine Eisbären aus Plüsch und hing ihnen mit einer dicken, blauen Schleife jeweils einen Schnuller um den Hals. Versteckt in einer kleinen Tüte machten sich die beiden auf den Weg zu den Großeltern. Obwohl es ja erst in diesem Jahr war, weiß ich nicht mehr, wer zuerst die frohe Nachricht bekam. Meine Mama war auf jeden Fall dieses Mal genau so aus dem Häuschen, wie die andere Oma. Sie fragte sich schon, ob es denn jetzt vielleicht gar nicht mehr klappen wird. Umso größer war die Freude.

Im Sommer dann gab es noch eine klitzekleine Verkündung. Schon seit der 12. Woche war es ziemlich sicher, dass wir wieder einen Jungen bekommen würden. Danach zeigte er sich jedoch nicht mehr und in der 26. Woche war der Zippel plötzlich abgefallen. Ich konnte es selbst kaum glauben, hatte ich mich doch schon so mit meinem kleinen Sam angefreundet.

Trotzdem war ich sehr glücklich und rannte sofort in den nächstbesten Laden und kaufte ein paar Mädchensachen. Meiner Schwiegermutter, die während meines Arzttermins auf meinen Sohn aufpasste, zeigte ich nur das pinke Shirt und sie freute sich riesig.

2015-06-23-13-38-19-350

Dann fotografierte ich meine Errungenschaften und schickte das Bild gleich meinem Mann, der leider auf Geschäftsreise war, und meinen Eltern, die gerade ihren Urlaub in Italien verbrachten. Deren Antwort kam prompt und die Freude war übermäßig groß, dass es doch ein Mädchen wird. Und Papa? Der hat es als letzter erfahren, kam er doch erst abends aus seinem Meeting. Aber auch er freute sich sehr und war stolz, dass er „eben alles hinkriegt „!


So wurden also unsere Baby-News verkündet!

Wie war das bei Euch so? Ihr wollt es uns erzählen? ! Dann nehmt doch auch an dieser tollen Blogparade teil, die Terrorpüppi ins Leben gerufen hat: #IchHabEsGesagt

Jetzt seid Ihr dran!

3 Gedanken zu “#ichhabesgesagt – Wie ich die wundervollste(n) Nachricht(en) der Welt verbreitet habe

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s