Das kleine Glück

Es ist überall

Schau genau hin

Dann wird es Dir begegnen

Das kleine Glück

Es steckt in einer winzig kleinen Blume

In einer liebevollen Umarmung

In einem Bild

Gemalt von kleinen Kinderhänden

In einem Lächeln

In der wundervollen Schöpfung

Lass den Moment nicht unbeachtet vorüberziehen

Genieße

Die Farben der Natur

Den Abendhimmel

Eingetaucht in leuchtendes Rot

Das Funkeln der Sterne

In einer klaren Nacht

Eine Blumenwiese

Bunt, satt und wild

An einem milden Frühlingstag

Ein bunt gefärbtes Blätterdach

In einem verträumten Wald

Schmecke

Den Geschmack des Lebens

Lass ihn auf Deiner Zunge tanzen

Lausche

Den Wellen des Meeres

Dem Rauschen der Blätter im Wind

Einem schallend lauten Kinderlachen

Stimme mit ein

Sei albern

Lass Dich vom Leben mitreißen

Erfreue Dich an Kleinigkeiten

Verschenke ein Lächeln

Und Du wirst Sonne ernten

Beachte es stets

Das kleine Glück

Denn in seiner Summe

Wird es zu etwas Großem

Und das Glück erschließt sich Dir

In seiner ganzen Schönheit

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DIY „Mein Babybuch“ -Ein wundervolles Scrapbook gestalten

Habt Ihr schon einmal etwas vom Scrapbooking gehört? Nein? Ich selbst bis vor kurzem auch nicht. Aber das lässt sich ja schnell ändern.

Die Idee dahinter ist wundervoll. Klar, man kann einfach ein paar Fotos in ein Album kleben und fertig.

Aber wenn Ihr Euren Kindern etwas wirklich persönliches, ein besonderes Erinnerungsstück zaubern wollt, dann ist ein Scrapbook genau das richtige. Denn hier werden neben Fotos auch einige andere Erinnerungsstücke verewigt, sei es die erste Haarlocke, das Armbändchen aus dem Krankenhaus, der erste Picasso, alles was an besonders tolle Momente erinnert. Das ganze wird noch verziert mit buntem Papier aus verschiedenen Materialien, mit Stickern, Bannern – Eurer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Aber wie fange ich am besten damit an? Was brauche ich alles dafür?

Ich habe eine gute Nachricht für Euch! Denn jetzt gibt es ein E-Book, in dem Euch alle Tricks zum Scrapbooking verraten werden, außerdem sind darin jede Menge Bastelvorlagen enthalten. In dem E-Book findet Ihr zusätzlich einige Tipps von Bloggerinnen – und auch ich durfte einen kleinen Teil dazu beitragen.

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Quelle: E-Book „Mein Babybuch“

Wie Ihr an das E-Book dran kommt? Folgt einfach diesem Link, dort könnt Ihr es Euch runterladen. Und das Beste: Es ist sogar kostenlos!

Die Idee stammt von Meine Kartenmanufaktur. Ich selbst bin total begeistert und würde am liebsten sofort anfangen zu basteln.

Geht es Euch auch so? Dann mal los! Ich wünsche Euch ganz viel Spaß bei der Gestaltung Eures Babybuchs!

My #Muddistyle -Mrs. Perfect völlig unperfekt

Das bin ich. Früher mal.

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Chic. Schlank. Strahlend.

Man fand mich stets mit einem vollständigen Tages-MakeUp vor, sobald ich das Haus verließ. Und wenn ich nur den Müll raus brachte. Jede einzelne Haarsträhne saß perfekt. Ich trug Stoffhosen oder auch Jeans, Blusen, Strickjäckchen, Kleider, Röcke und natürlich Pumps. Chic statt sportlich war mein Style in der Regel. Meine Handtasche war immer mit Schminke, Bürste und Haarspray bestückt – für den Notfall. Kam eine böse Windböe an mir vorbeigeflogen und zerstörte meine Frisur, wurde das am nächstbesten Spiegel gleich wieder gerichtet.

Die Haare trug ich übrigens immer offen. Und ich trug lange Ohrringe, Ketten, Armbänder, Ringe, manchmal auch Fußkettchen. Oder Halstücher. Das volle Programm.

Man könnte fast sagen, ich war eitel. Ja, das war ich wohl. Ziemlich eitel sogar. Mrs. Perfect leibhaftig.

Ja gut, ich war nicht immer so schlank, wie auf dem Foto da oben. Während meiner ersten Ehe hatte ich ein wenig mehr auf den Rippen. Es brauchte also eine Scheidung, um so schlank zu werden – und zack! Purzelten 10 kg von ganz allein von meinen Hüften. Okay, nicht gerade die schönste Art, um abzunehmen. Aber es war nachhaltig. Vier Jahre lang hielt ich meine Figur.

Und dann lernte ich meinen Mann kennen. Ende der Geschichte.

Nee, Quatsch! Aber ich nahm recht schnell ein wenig zu. Wir gingen viel essen, gerne Fastfood, aber auch in viele Restaurants. Eigentlich fast jedes Wochenende. Und gemeinsam essen macht ja viel mehr Spaß, als allein. Trotzdem hielt sich mein Gewicht in einem gesunden Rahmen.

Seit ich Mutter bin sieht das allerdings vollkommen anders aus.

Ich bin total aus der Form geraten. Und ich werde wohl nie, nie wieder reinkommen. Ich will zwar unbedingt. Aber ich brauche auch Schokolade. Sehr viel Schokolade. Und Sport? Mein größter Feind.

Aber mal abgesehen von den überflüssigen Fettpolstern, ist es auch mit dem Rest von mir ziemlich abwärts gegangen.

Die Haare? Pony oben am Kopf zusammengetackert. Immer. Außerdem sind sie durcheinander. Immer. Entweder vom Toben mit meinem Sohn, oder weil meine Tochter sich darin festgekrallt hat.

Mein „MakeUp“ besteht nur noch aus Lidschatten, Lidstrich und Wimperntusche. Und Lippenstift. Der aber nur, wenn ich das Haus verlasse. Ohne fühle ich mich irgendwie nackt.

Und die Klamotten? Jeans, ein Top, darüber ein schlichtes Shirt. Mit Sabberflecken natürlich. Überall. Und Sneakers. Zu Hause ist es noch schlimmer. Da trage ich sogar fast nur noch die Joggingbux. Ist halt einfach bequemer, wenn man den halben Tag in der Spielecke auf dem Boden herumkriecht. Und es stört mich auch nicht sonderlich, wenn das Baby seinen Möhrenbrei drauf prustet.

Also: Das bin ich heute.

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Sportlich. Unförmig. Übermüdet.

Wie ich das finde? Ätzend. Aber es ist halt leider praktisch. Also wird sich vermutlich nicht viel daran ändern. Zumindest noch nicht. Aber ich bin mir sicher, dass es irgendwann wieder aufwärts geht mit mir.

In den seltenen Momenten, in denen ich mal keine Mama bin, sieht es schon recht passabel aus.

Aber: Mrs. Perfect wird wohl nie wieder zurückkehren. Nur ein kleiner Teil von ihr vielleicht. Aber darauf freue ich mich schon.


So viel zum Thema #meinMuddistyle! Die Idee stammt von Frida von 2KindChaos, und mit diesem Post nehme ich an ihrer Blogparade teil. Super Sache, Frida! Ich wollte eh darüber schreiben!

Wollt Ihr auch mitmachen? Dann springt rüber auf ihren Blog!

Der Spagat einer Zweifachmutter

Ich kann keinen Spagat. Nein, wirklich nicht. Aber ich übe gerade. Tag für Tag. An manchen Tagen bin ich kurz davor, es zu schaffen. An anderen Tagen bin ich dem Scheitern so nah.

Und ich will nicht scheitern. Denn ich kämpfe schließlich für etwas so Wichtiges. Für das Glück und Wohl zweier kleiner Menschen, die mich so sehr brauchen. Genau deswegen: Sie brauchen mich.

Doch jeder von ihnen braucht mich mehr, als ich ihnen geben kann. Denn meistens brauchen mich beide gleichzeitig. Da ist dieses winzige, zarte Wesen – mein kleines Mädchen – das gerade so viel Nähe und Aufmerksamkeit braucht. So viele Ereignisse, so viel Neues strömt Tag für Tag auf sie ein. Damit klar zu kommen ist im Moment ganz schön schwer für sie. Darum weint sie viel und heftig. Und es ist nicht leicht, sie in solchen Momenten schnell zur Ruhe zu bringen. Es fällt ihr auch schwer, in den Schlaf zu finden. So kommt es vor allem tagsüber immer häufiger vor, dass sie nur ganz nah bei Mama einschlafen kann. Und dann liegt sie da auf meinem Bauch, endlich friedlich eingeschlafen. Weglegen unmöglich. Dabei war es am Anfang alles so einfach mit ihr.

Dann steht plötzlich ein kleiner Junge mit großen Augen vor mir. „Mama, komm spielen!“ Und dann? Erleichtert, dass die Kleine endlich eingeschlafen ist, muss ich ihn vertrösten. Wenn ich sie jetzt weglege, geht alles wieder von vorne los. Er versteht das, geht alleine spielen. Doch es bricht mir das Herz. Immer wieder. So oft muss mein Sohn zurückstecken seit seine Schwester da ist.

Bitte sei etwas leiser. Ich habe jetzt keine Zeit. Wir spielen später. Bitte weck Deine Schwester nicht wieder auf. Ich kann Dir jetzt gerade nicht helfen. Du musst Dich beeilen, das Baby hat Hunger. Sei nicht so wild, sie ist noch zu klein dafür.

Solche Sätze hört er ständig. Und jedes Mal, wenn ich mich so etwas sagen höre, habe ich ein schlechtes Gewissen. Ich versuche immer ihm zu erklären, warum das alles so ist. Erzähle ihm von der Zeit, als er noch so klein war. Und ich glaube, dass er all das versteht. Trotzdem braucht er noch so viel von mir. Auch wenn er jetzt der Große ist – er ist doch noch so klein. Und er ist frustriert. Unterfordert. Das macht ihn oft wütend. Dazu hat er jedes Recht. Und obwohl ich das weiß, überfordert mich seine Wut immer wieder. Manchmal erkenne ich, wenn es brenzlig wird. Und bevor es eskaliert, greife ich ein. Versuche beruhigend auf ihn einzureden. Frage ihn, warum er wütend oder traurig ist, motiviere ihn, seine Wut in Worte zu fassen. Nehme ihn in den Arm, auch wenn er das in dem Moment eigentlich gar nicht will. Ich wiege ihn sanft. Ich schaukle ihn. Das Schaukeln war mir neu, aber seit ich darüber gelesen habe, tue ich es in solchen Situationen und es hilft ihm. Er kommt zur Ruhe, entspannt sich wieder. Die Wogen sind geglättet.

Doch das gelingt mir nicht immer. Besonders schwierig wird es, wenn das Baby unaufhörlich schreit. Das macht ihn schier wahnsinnig. Manchmal verlässt er den Raum und macht die Tür hinter sich zu, um dem Lärm zu entgehen. Oder aber er wirft Dinge durch die Gegend. Er wirft alles, was ihm in die Quere kommt. Während meines vergeblichen Versuchs, die Kleine zu beruhigen, habe ich übersehen, dass auch er unter der Situation leidet. Und gerade dann reagiere ich auch noch mehr als gereizt und so schaukeln wir uns gegenseitig hoch, bis zur Eskalation. Dann bleibt nur noch, die Kleine wegzulegen, die ich in meiner Stimmung eh gerade nicht beruhigen kann. Eins nach dem anderen. Es wird nach einer Lösung gesucht, meinen Sohn zu beruhigen. Manchmal tobt er so sehr, dass ich nicht mehr weiter weiß. Doch irgendwann kriegen wir schließlich wieder die Kurve. Durchatmen. Und sich dann wieder dem schreienden kleinen Bündel zuwenden.

In dem Moment, wo bei allen wieder Ruhe eingekehrt ist, spüre ich vor allen Dingen eines: Erschöpfung. Zwischen Wachstumsschub und Wut, zwischen Baby und Kleinkind, zwischen tragen und spielen bleibt nicht viel für mich, um durchzuatmen, Kraft zu tanken. Vieles kann ich nicht genießen. Oft bleibt nicht mal Zeit für Notwendiges. Etwas Essen, trinken, zur Toilette gehen.

So wie heute. Ich konnte die Kleine in die Wiege legen, endlich. Sie schlief. Bestimmt seit einer Stunde musste ich schon zur Toilette. Mein Sohn witterte jedoch seine Chance, dachte sich, dass ich jetzt endlich Zeit zum Spielen hätte. Als ich die Toilettentür hinter mir schloss, brach er in Tränen aus, weinte bitterlich. Natürlich beruhigte er sich schnell wieder, ich war ja nicht lange weg. Doch es spiegelte deutlich wider, dass er nicht genug Aufmerksamkeit bekommt. So wird jede Schlafphase der kleinen Schwester zum Spielen genutzt. Wenn ich gerade dann hungrig bin, wird das ignoriert. Das muss warten. Ich stelle meine eigenen Bedürfnisse hinten an, weil die Kinder wichtiger sind.

Es klappt schließlich auch meistens ganz gut, zu dritt am Tisch zu sitzen. Wenn die Kleine wach ist, beschäftigt sie sich mit einem Spielzeug oder lutscht auf ihrer Hand herum, mein Sohn und ich essen gemeinsam. Ich sagte, das klappt meistens. Aber eben nicht immer. Und dann? Ist sie diejenige, die zurückstecken muss. Dann kommt es vor, dass sie weint, bis wir mit dem Essen fertig sind. Weil ich meinen Sohn nicht allein am Tisch sitzen lassen will, um mit ihr durch die Wohnung laufen zu können. Ich hasse es, sie weinen zu lassen. Aber manchmal funktioniert es einfach nicht anders. Und da ist es wieder: das schlechte Gewissen. Es meldet sich immer wieder in den Momenten, in denen ich mich am liebsten teilen würde, um beiden gerecht zu werden.

Aber es meldet sich auch, wenn es eigentlich einen Grund gibt. Wenn das Mädchen fröhlich brabbelnd unter ihrem Spielbogen liegt und ich die Gelegenheit nutze, mit meinem Goldjungen zu spielen, denke ich manchmal, dass mir die Zeit fehlt, sie so zu fördern, wie ich es bei ihm konnte. Pausenlos mit ihr zu reden, zu singen, sie zu animieren.

Und dann wird mir wieder bewusst, dass ich es auch bei ihm nicht mehr in dem Maße kann, wie er es benötigt. Er ist so neugierig, so wissenshungrig, saugt alles auf wie ein Schwamm, lernt in Windeseile, merkt sich alles, was man ihm beibringt. Und er braucht Bewegung, muss sich auspowern, seine Energie freisetzen. All das konnte ich ihm geben, als er noch der alleinige Mittelpunkt war. Doch jetzt ist vieles unmöglich.

So stehe ich da, zwischen diesen beiden wundervollen kleinen Menschen. Liebe und Zerrissenheit, Stolz und Selbstzweifel, kraftlos und doch voller Energie – ich möchte ihnen so viel geben, viel mehr, als es mir möglich ist – jedem das, was er braucht, was er verdient. Stattdessen bekommt jeder nur ein bisschen.

Und dann bin da noch ich. Während ich versuche, den Spagat zwischen beiden Kindern hinzukriegen, bleibe ich irgendwie auf der Strecke. Zu wenig Schlaf, zu wenig gesundes Essen, zu viel Schokolade, zu wenig Zeit, meine Akkus wieder aufzuladen. Die nur wenig erholsamen Nächte sind mir zum Feind geworden. Ich nutze jede Minute, bleibe so lange wie möglich liegen, auch wenn ich meistens doch wach bin. Mein inzwischen mehr als spärliches Schönheitsprogramm wird meistens erst abgefrühstückt, wenn Papa abends nach den Kindern guckt – sehr zu seiner Unzufriedenheit. Und auch hier wieder: schlechtes Gewissen. Im Haushalt wird nur das allernötigste gemacht. Und das sieht man dem Haus auch an. Fazit: schlechtes Gewissen (aber nur ein kleines bisschen). Am Wochenende ertrinke ich in Wäschebergen, bin gefühlt den ganzen Tag damit beschäftigt. Zu wenig Zeit für die Familie: schlechtes Gewissen. Und dann ist da immer wieder die Sehnsucht nach einer Auszeit. Einfach mal nur an mich denken. Kommt selten vor. Aber ist dringend nötig, um sich über Wasser zu halten. Eine Auszeit kann Wunder bewirken, schenkt neue Kraft für die wichtgen Dinge im Leben! Ja, ich muss mal wieder raus. Wenn auch nicht ganz ohne schlechtes Gewissen.

„Ich liebe Dich, Mama!“ Worte, die mich aufblühen lassen. Ein strahlendes Lächeln. Das Herz geht auf! Und dann weiß ich wieder, warum ich das alles tue. So anstrengend es auch manchmal ist, so wunderschön sind dann solche Momente. Der Lohn für so mancherlei Kummer, Tränen, Schweiß und Sorgen: pure Liebe!

Und dann sagte mein Mann neulich: „Es wird jetzt nur noch besser!“ Und ich weiß, er hat recht. Es wird einfacher, auch wenn es immer mal wieder kleine Rückschläge gibt, auch wenn ich immer wieder kurz vor dem Scheitern stehe, weil ich glaube, ich mache es nicht gut genug. Durchatmen und weitermachen. Denn die Liebe meiner Kinder zeigt mir, dass ich doch verdammt viel richtig mache.

Spagat? Muss man das wirklich können? Nein. Es reicht, wenn man es versucht. Und irgendwann wirst Du merken, dass Du Dir viel zu viele Gedanken gemacht hast – und wirst drüber lachen, wie oft Du gestürzt, aber immer wieder aufgestanden bist.

4 Monate zu viert

Vier Monate ist sie nun schon bei uns und stellt unser Leben auf den Kopf und verzaubert uns! So langsam kommt ein gewisser fester Rhythmus in unser neues Leben zu viert – es ist wunderschön, aber es bleibt auch anstrengend.

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Die kleine Dame schläft morgens meistens gerne recht lang und wacht zwischen 08.30 und 09.30 auf. Ganz genau so mein Sohn. Blöd ist, wenn beide gleichzeitig wach werden. Dann ist es immer ein wenig turbulent, weil mein Sohn gern noch ein Weilchen liegen bleiben und mit Mama plaudern will. Im besten Fall ist er vor ihr wach. Im schlechtesten Fall werde ich erst wach, wenn eines oder (noch schlimmer) beide Kinder auch wach werden. Ich stelle mir nämlich keinen Wecker. Dafür bin ich einfach immer zu müde.

Inzwischen schaffen wir es die Kleine abends vom Wohnzimmer ins Schlafzimmer umzulagern, ohne dass sie richtig wach wird. Meistens zumindest. Ich verbringe die Nächte daher glücklicherweise nicht mehr auf dem Sofa.

In der Regel bekommt die Kleine nur noch eine Flasche pro Nacht. Wenn nicht gerade ein Wachstumsschub dazwischen kommt. So wie jetzt. Sie steckt mitten im 4. Schub und der fällt dieses Mal echt heftig aus. Er ist gezeichnet von unruhigeren Nächten und tagsüber auch mal von heftigen Schreianfällen.

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Trotzdem hat sie ein sehr sonniges Gemüt und sobald ich mich ihr zuwende, fängt sie an zu strahlen und zu brabbeln. Auf ihren großen Bruder reagiert sie auch immer ganz besonders und lacht ihn gleich an.

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Ihr Lieblingsspielzeug ist momentan eindeutig der Oball.

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Aber sie freut sich auch über alles andere, was sie zu greifen kriegt und nach Herzenslust einspeicheln kann.

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Wenn nichts da ist, dann missbraucht sie dafür auch gerne mal ihr T-Shirt. Und die Hände natürlich.

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Sie ist jetzt ständig in Bewegung. Nachts schafft sie es auch immer sich irgendwie um die eigene Achse zu drehen und sich in mein Bett zu befördern.

Fast schafft sie auch die Drehung vom Rücken auf den Bauch. Wäre da nicht immer ein Ärmchen im Weg. Aber bald klappt das. Bestimmt!

Nur den Kopf heben in Bauchlage? Nö! Sie hat noch nicht begriffen, dass sie dafür die Arme nach vorne machen soll, auch wenn ich versuche sie dabei zu unterstützen. Nee, die Arme macht sie immer wieder nach hinten. So wird das nichts!

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Die Glatze ist übrigens richtig chic, nicht wahr?!

Sie trinkt momentan recht wenig. Trotz, dass wir die Dosis schon wieder verringert haben, wird die Flasche nie leer. Aber…

Heute war ein aufregender Tag! Nicht nur, dass es heute die dritte Impfung gab. Nein, es gab auch den ersten Brei!

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Darauf habe ich mich sehr gefreut. Ich war mir nicht sicher, wie sie darauf reagieren würde, da sie ja auch sonst nicht die beste Esserin ist. Aber genau wie mein Sohn damals, hat sie gleich ein halbes Gläschen verschlungen. Es gab HIPP Weiße Karotte. Und offensichtlich schmeckte es ihr sehr gut.

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Der Große wollte auch probieren, machte aber ein langes Gesicht.

Ich bin sehr gespannt, wie es in einem Monat mit dem Abendbrei klappt und ob wir ab dann auch wieder auf die Nachtflasche verzichten können. Das wäre ein Traum!

Sie wächst auch ordentlich und trägt immer mehr Sachen in Größe 68. Auch den Neugeboreneneinsatz aus dem MaxiCosi habe ich heute rausgeschmissen. Das ging gar nicht mehr.

Zum Beikoststart haben wir heute übrigens auch den Chicco-Hochstuhl zum ersten Mal ausprobiert und das hat super geklappt. Auch beim Mittagessen saß sie so direkt bei uns und fand es, glaube ich, ganz gut jetzt mittendrin zu sein. Allerdings nimmt der Stuhl echt viel Platz weg. Platz, den wir nicht haben.

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Vier Monate. Habt Ihr auch das Gefühl, dass die Zeit beim zweiten Kind viel schneller verfliegt?

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Beim zweiten Kind ist alles anders

Kennt Ihr das? Ihr seid gerade mit jemandem zusammen und schon stellt jeder die Frage „Wann heiratet Ihr denn endlich?“. Und kaum hast Du den Ring dann am Finger, kommt schon die nächste Frage: „Wann kommt denn der Nachwuchs?“ Hast Du Dich schließlich vermehrt, geht es gleich so weiter! „Wann kommt denn das Zweite?“

Eines mal vorweg: Leute, es nervt! Aber so was von! Stillt Eure Neugier woanders!

Und als meine Antwort auf letztere Frage dann „Wahrscheinlich gar nicht!“ lautete, guckten die mich alle schief an. Dann musste ich zum hundertsten Mal erwähnen, dass die Geburt kein Zuckerschlecken war, und die ersten Monate mit meinem Schreibaby schon gar nicht.

„Aber beim zweiten Kind wird alles anders!“

Auch dieser Spruch nervt. Aber – es ist was Wahres dran! Tatsächlich.

Denn da ich mich ja doch noch für ein zweites Kind entschieden habe, kann ich ein Lied davon singen.

Es stimmt – jedes Kind ist anders und eigentlich kann und sollte man kein Kind mit dem anderen vergleichen. Tue ich aber rein spaßeshalber jetzt trotzdem. Und es gibt wirklich jede Menge Unterschiede.

Schwangerschaft

Tatsächlich merkte man schon da einen gewaltigen Unterschied. Als ich mit meinem Sohn schwanger war, fühlte ich mich wunderbar. Und ich sah dazu auch noch umwerfend aus. Nicht nur wegen meiner Masse, nein. Tolle Haare, tolle Haut, strahlende Augen. Ich fühlte mich rundum wohl.

Bei Kind Nr. 2 sah das schon ganz anders aus. Ich fühlte mich: wie ausgekotzt. Flaues Gefühl auf dem Magen, Kreislaufbeschwerden, Kurzatmigkeit, Lebensmittelunverträglichleiten, Schlaflosigkeit.
Ich sah aus: wie ausgekotzt. Störrische, glanzlose Haare, Pickel, Augenringe, Elefantenfüße.

Geburt

Dafür kam es bei der Geburt genau andersrum. Ich ging ohne jegliche Angst in die Geburt meines Sohnes. Dienstag nachts platzte die Fruchtblase und dann passierte: nichts! Wehen kamen erst am späten Nachmittag. Nach drei Tagen, drei Einleitungen und scheinbar endlosen Schmerzen tat sich endlich was. PDA: wurde unter Geburt nicht mehr nachgespritzt. 20 Presswehen und 2 1/2 Stunden später hatte ich es überstanden. Ich war fix und fertig mit der Welt, kaum in der Lage mich zu freuen.

Bei meiner Tochter? Ich hatte Angst. Aber so was von! Und dann? Der Bauch saß noch ganz oben. Es war Donnerstag Mittag, als die Senkwehen kamen. Aber die hörten nicht auf. Nee, es ging nahtlos in Geburtswehen über. 22 Stunden später kam mein Kind dann völlig schmerzfrei zu Welt. PDA: wurde kurz vorher noch mal nachgespritzt. 4 Mal pressen und schwups – war sie da. So einfach kann das also sein!

Schreien

Es ging schon im Krankenhaus los. Mein Sohn schrie. Und schrie. Und schrie. Er war ein Schreibaby. 8 – 12 Stunden am Tag waren die Regel. Ich: Nervenzusammenbruch. Und voller Selbstzweifel. 7 lange Monate lang. Wovon die ersten drei die schlimmsten waren. Bis das KiSS-Syndrom festgestellt und ihm geholfen wurde. Der Weg zur Genesung war jedoch lang.

Meine Tochter meldete sich nur, wenn sie Hunger hatte oder irgendwas quer saß. Ich: tiefenentspannt. Völlig im Einklang mit mir selbst. Inzwischen schreit sie leider etwas mehr, aber es war nie so extrem wie bei ihrem Bruder.

Schlafen

Mein Sohn schlief. Nicht. Er schrie halt. Bis zur Erschöpfung. Und dann ist er auch nur auf meinem Arm eingeschlafen. Weglegen – unmöglich! Sobald man versuchte sich auf den Weg Richtung Bett zu machen, war er wieder wach und brüllte weiter. Also trug ich ihn bis er einschlief und hielt ihn im Arm, bis er wach wurde. Auch nachts. Ich lief hunderte Kilometer durchs Wohnzimmer und wenn er endlich eingeschlafen war, setzte ich mich ganz vorsichtig hin, und da saß ich dann. Bloß nicht bewegen. Nein, atmen auch nicht! So lief es. Tag und Nacht. Mit 7 Monaten allerdings schlief er (meistens) durch. Da war es überstanden.

Das kleine Kind: schläft. Ist müde, hinlegen, schläft. Wird nachts wach zum Essen. Fertig, hinlegen, schläft. Der pure Luxus!

Pucken

Die Lösung bei meinem Sohn: der Pucksack. Seitdem schlief er – zwar noch etwas schwierig, aber doch wesentlich mehr als in den vielen Wochen zuvor. Sogar wenn er nicht in unserem Arm lag. Ein Wundermittel! Er hat es wirklich geliebt und uns brachte es etwas mehr Schlaf ein.

Meine Tochter hasst es gepuckt zu werden. Sie wird regelrecht wütend und brüllt mich völlig entsetzt an! Nach ein paar Versuchen, wenn sie mal etwas unruhiger war, habe ich es dran gegeben. In solchen Momenten hilft dann meistens Händchen halten. Fertig.

Trinken

Kind Nr. 1: Immer hungrig! Flasche binnen weniger Minuten leergesaugt. Oft schrie er sogar nach mehr. Kind füttern war immer ruck zuck erledigt.

Das Tochterkind is(s)t langsam. Und damit meine ich wirklich laaaaaangsam. Sie kaut genüsslich auf dem Sauger herum, lässt sich leicht ablenken oder schläft dabei ein – und nach einer halben Stunde fehlen gerade mal 30 ml. Eine Seltenheit, wenn die Flasche mal leer wird.

Essen (wir)

Weil mein Sohn uns so auf Trab hielt, hatten wir keine Zeit zum Essen. Nie. Schon gar nicht zusammen. Meistens aßen wir beide kalt gewordene Aufbackpizza. Oder Brot. Zum Kochen war erst recht keine Zeit.

Jetzt? Läuft! Baby in die Schaukel gelegt, können wir zu 90 % alle gemeinsam in Ruhe essen. Nachteil: mehr Zeit zum Essen bedeutet auch weniger Zeit zum Abnehmen.

Spucken

Bedingt durch das KiSS-Syndrom spuckte mein Sohn was das Zeug hielt. Das war vielleicht ein Spaß! Unser Haus war in jedem Raum mit rund 30 Tonnen Stoff in Form von Spucktüchern ausgestattet. Wenn wir das Haus verließen, dann nur mit großem Gepäck: Wechselklamotten für alle!!! Ganz besonders schön wurde es dann mit dem Beikoststart. Von da an war es halt keine Milchkotze mehr – seit dem war alles orange. Sonne sei Dank gingen die meisten Flecken jedoch wieder weg. Und das Spucken hatte erst ein Ende, als der kleine Mann schon knapp über ein Jahr alt war. Speikind, Gedeihkind: Kann ich bestätigen! Trotz, dass er die Hälfte seiner Nahrung wieder im Haus und auf uns verteilte, entwickelte er sich prächtig!

Sie spuckt fast gar nicht. Und wenn dann nachts im Schlaf. Dann macht sie Geräusche, als würde sie jeden Moment ersticken und plötzlich kommt ein großer Schwall aus ihr herausgeschossen. Aber, das ist inzwischen auch zu einer echten Seltenheit geworden.

Schnuller

Mein Sohn liebte ihn von Anfang an. Das schönste war immer das Geräusch, das er machte, wenn er angedockt hatte. Mmmmhhhmmmmhhhhmmmmmhhhmmmmhhh… Er schlief nie ohne. Allerdings auch heute noch nicht.

Das Mädchen hingegen weigerte sich zunächst sehr und fing laut an zu würgen, wenn man ihr den Schnuller geben wollte. Irgendwann hat sie aber eingesehen, dass sie sich damit doch schneller beruhigt. In Bauchlage allerdings dreht sie ständig den Kopf hin und her und verliert ihn immer wieder. Fazit: jeden Abend 20 Mal wieder Schnuller rein, denn so lange sie mit uns im Wohnzimmer ist, schläft sie auf dem Bauch. So schläft sie am liebsten. Oben im Beistellbett jedoch auf dem Rücken und grundsätzlich ohne Schnuller.

Flüstern

Ja, damals hatten wir den Fernseher auf Lautstärke 1 und wir unterhielten uns nur im Flüsterton. Denn mein Sohn wachte auf – bei jedem kleinsten Geräusch. Als er endlich oben allein einschlief, flüsterten wir immer noch. Wochenlang. Hatte sich so eingebrannt.

Die junge Dame erschüttert jedoch so schnell nichts. Telefon, Sturmklingeln, laut reden? Macht nix. Sie zuckt ja nicht mal mit der Wimper, wenn ihr Bruder direkt neben ihrer Wiege die Kiste mit den Lego-Steinen aufs Laminat schüttet. Und alle Eltern wissen wie laut das ist! Für mich gibt es kaum ein schlimmeres Geräusch.


Es stimmt also – die beiden könnten unterschiedlicher nicht sein. Und ich bin sehr gespannt, wie es weitergeht.

Mein Sohn begrüßte den Beikoststart freudig und mit sehr großem Appetit. Er krabbelte früh, lief früh, redete früh. Ich habe irgendwie das Gefühl, dass das kleine Mädchen da etwas gemütlicher ist. Aber vielleicht täusche ich mich ja auch und am Ende sind sie sich vielleicht doch sehr ähnlich. Es bleibt spannend. Hauptsache, sie nimmt die Autonomie-Phase nicht so ausgeprägt mit. Bitte!!!

„Und das Dritte Kind wird auch wieder ganz anders sein!“ Wie bitte?!? Ich glaube, ich habe mich verhört!

Nein, habe ich nicht. Tatsächlich kam auch dieser Spruch schon mehrmals. Unglaublich, manche Leute. Aber: Lasse reden!

Ich werde es nie herausfinden. Es ist nämlich perfekt, so wie es jetzt ist – wir vier!

Ihr Zwei- oder Mehrfachmamas da draußen: Sind Eure Kinder sich sehr ähnlich oder ist auch bei Euch vieles total anders?

Früher mal… (Was ich manchmal vermisse)

Unsere Kinder sind einfach das Beste, was uns passieren konnte. Sie bringen Lachen, Spaß und Farbe und ganz viel Liebe in unser Leben, machen es turbulent und laut und voller Abenteuer. Gibt es eine schönere, wertvollere Bereicherung? Nein.

Doch manchmal – ja, manchmal vermisse ich sie: Die Zeit zu zweit, die Zeit für sich allein. Sogar die Zeit, um notwendige Dinge zu erledigen.Weiterlesen »