Suppenkoma vs. Fettschmelze

Suppe. Kann lecker sein. Aber jeden Tag, eine Woche lang? Morgens, mittags, abends? Das geht gar nicht. Oder doch?

Ich musste es unbedingt ausprobieren. Meine Röllchen, oder eher gesagt Rollen, die müssen unbedingt weg. Und die Kohlsuppendiät verspricht schnellen Erfolg. Ist natürlich keine Dauerlösung. Die Ernährung muss ich danach trotzdem umstellen. Ich weiß – sonst sucht der böse Jojo mich heim.

Aber als Start, um schnell ein paar Kilo zu verlieren, finde ich das eine gute Sache. Ich verrate Euch erst mal das Rezept, falls jemand von Euch es ebenfalls wagen will.

Kohlsuppe

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  • 6 Frühlingszwiebeln
  • 2 Dosen Tomaten
  • 1 Weißkohl
  • 2 Paprika grün
  • 1 Bund Staudensellerie
  • 1 Bund Petersilie
  • 1 Lauchstange
  • 1 Stück Ingwer 3cm
  • 1 EL Kümmel
  • 2 Lorbeerblätter
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 Prise Pfeffer
  • 1 TL Salz
  • 2 Liter Wasser

 

Die Zubereitung ist ganz einfach:

Alle Zutaten waschen, klein schneiden, im Öl kurz andünsten, mit Wasser auffüllen und eine Stunde kochen lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Wer es schärfer mag, kann mit Chilipulver oder Tabasco nachhelfen.

Sonntag Abend machte ich nich also an die Arbeit, schmunzelte alles klein nur um dann festzustellen: Ich habe keinen Topf, in den der ganze Kram hineinpasst. Die Nachbarin hatte auch keinen. Daher habe ich meinen Mann zu meiner Mutter gejagt, damit er dort den Bräter abholte. Und dort passten so gerade alle Zutaten hinein.

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Das ganze Haus roch nun nach Kohl. Am meisten hat mich das im Schlafzimmer gestört. Aber gut, da mussten wir durch.

Tag 1 – Montag:

Zum Frühstück gibt es bereits den ersten Teller Suppe. An Tag 1 darf man außerdem Obst essen, so viel man will, außer Bananen und Melonen.

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Schon beim ersten Löffel kam das böse Erwachen: Die Suppe schmeckt widerlich! Ich zwang mit Mühe und Not ein bisschen davon hinunter und aß dann mein Obst.

Mittags schaffte ich wieder nur ein kleines bisschen, das auch nur mit Maggi (was wahrscheinlich nicht erlaubt ist) und aß dann eine Birne, von der ich meinem Sohn schließlich auch etwas abgeben musste.

Am Abend würgte ich mir nur noch einen Apfel runter, denn kurz vorher hatte ich eine schlimme Nachricht erhalten, die jegliches Hungergefühl ausblendete. Seelenfutter hatte ich mir trotzdem zu dem Zeitpunkt sehnlichst gewünscht und überlegte, ob ich die Diät dran gebe. Habe ich aber nicht.

Sünde des Tages: Keine!

Sport: Ich habe geatmet. Produktiver wurde es nicht.

Tag 2 – Dienstag:

Ich habe kaum geschlafen und wachte schon mit Kopfschmerzen auf. Ich freute mich riesig auf meine Suppe. (Achtung, Ironie!) Heute darf ich zusätzlich rohes, grünes Gemüse essen. Was die Freude enorm steigerte.

Die Suppe ist immer noch widerlich. Noch schlimmer sogar als am Tag zuvor.

Nachdem ich mal wieder mit Mühe und Not ein paar Löffel davon gegessen hatte, musste ein Plan B her. Suppe 2.0!

Es gibt verschiedene Rezeptvarianten, und davon probierte ich heute eine aus. Und was soll ich sagen? Die Suppe riecht nicht nur besser, sie schmeckt auch fast schon richtig gut. Dieses Mal war es kein Problem, die Suppe auszulöffeln.

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Am Abend war eine große Ofenkartoffel mit Magerquark erlaubt. Ich habe mir gestattet, diesen mit ein paar Kräutern aufzupeppen. Und da ich keine große Kartoffel hatte, nahm ich eben zwei kleine.

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War ganz lecker. Trotzdem… Was mir besonders fehlt? Orangensaft. Und Pommes. Und Schlaf.

Sünde des Tages: Ich habe das Messer abgeleckt, als ich meinem Sohn ein Brot mit Marmelade und Zuckerrübensirup geschmiert hatte.

Sport: mit dem Fuss im Takt zu einem Song aus dem Radio gewippt.

Tag 3 – Mittwoch:

Heute erlaubt neben Suppe, Suppe, Suppe? Obst und Gemüse in rauen Mengen. Es kostet mich echt große Überwindung morgens schon diese Suppe zu essen. Der Apfel und die Mandarine danach waren ein Hochgenuss. Trotzdem hatte ich Lust, mir einen Zironentee zu machen.

Mittags Gurke und grüne Paprika zur Suppe geknabbert. Und wie immer stilles Wasser dazu getrunken. Am Abend das gleiche Spiel. Ich habe Lust auf Pommes. Wirklich! Stattdessen habe ich nur noch einen Apfel gegessen. Beim Gedanken an die Suppe musste ich mich nur noch schütteln.

Sünde des Tages: Schon wieder das Messer abgeleckt.

Sport: 7 Minuten. Dann rief mein Sohn aus dem Garten um Hilfe. Aber immerhin 7 Minuten mehr, als an den Tagen zuvor.

Tag 4 – Donnerstag:

Heute ist Bergfest. Morgens widert mich die Suppe schon richtig an. Umso mehr habe ich mich gefreut, dass ich heute auch Bananen essen darf. Sogar drei Stück. Und 250 ml Magermilch. Die hebe ich mir aber für den Abend auf. Stattdessen genieße ich die Frühstücksbanane in vollen Zügen.

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Am Mittag das Gleiche noch mal. Ich liebe Bananen! Heute ganz besonders! Ich habe sie gaaaanz langsam und genüsslich verspeist.

Ich bilde mir ein, dass mein Bauch schon dezent kleiner geworden ist.

Abends habe ich keine Suppe mehr gegessen, sondern nur noch die letzte Banane und das Glas Milch. So wird das nichts.

Sünde des Tages: Ich habe ein klitzekleines Stückchen vom Überraschungsei gegessen, weil er unbedingt mit mir „teilen“ wollte. Das Stück war keinen Zentimeter groß.

Sport: 10 Minuten. Ich steigere mich. Langsam.

Tag 5 – Freitag:

Ich will nicht mehr. Heute gibt es zum Frühstück nicht mal zusätzlich Obst.

Und da fange ich gleich mit einer Sünde an. Der Geruch der Suppe schreckt mich inzwischen wirklich ab. Ich esse daher eine Banane. Als die Kinder versorgt waren, aß ich noch eine Birne und zwei Mandarinen.

Ob ich heute noch Suppe runterkriege? Ich sollte mal Nachschub kochen.

Außerdem: Heute ist Fleisch-Tag. 500 g Geflügel und zusätzlich 6 große Tomaten. Ich nehme die kleinen in doppelter Menge. Die schmecken einfach besser.

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Das war dann also mein Mittagessen. Und.Mein.Abendessen.

Bedeutet: Ich habe heute keine Suppe gegessen! Wir sind eingeknickt und geben es dran!

Die Suppe kommt uns beiden aus den Ohren raus. Es geht einfach nicht mehr.

Sünde des Tages: Halt keine Suppe gegessen. Und schon wieder das süße Messer abgeleckt.

Sport: etwa 6 Minuten. Dann sprang mein Sohn immer wieder auf mich drauf und mißbrauchte mich als Rutschbahn.

Fazit: Minus 3 kg

Wir werden dann ab morgen auf Schlank-im-Schlaf umstellen. Und ich freue mich so unglaublich auf mein Frühstück! Brötchen und Zitronentee – ich koooooooomme!

 

3 Gedanken zu “Suppenkoma vs. Fettschmelze

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