Sein Spaß ist mein Sport

Gestern gab es für unseren Wildfang ganz viel Exklusiv-Zeit. Die kleine Schwester blieb mit Oma zu Hause und wir machten uns schon früh auf den Weg ins Oki Doki Kinderland, damit mein Sohn (und auch wir) nach Herzenslust spielen und toben konnte. Als wir dort ankamen, wusste er erst mal nicht, wo er zuerst hin soll und rannte wie ein aufgescheuchtes Huhn durch die Gegend. Und wir hinterher.

Es gibt hier jede Menge zu entdecken. Und Mama und Papa haben fleißig mit getobt.

Ich muss zugeben, dass das Trampolinspringen für meinen Beckenboden schon eine große Herausforderung war. Aber was tut man nicht alles…

Auch der Kletterturm hatte so seine Tücken – vor allem für Mama und ihre überflüssigen Pfunde.

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Ohne Worte.

Auch auf die Wellenrutsche habe ich mich wieder getraut.

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Trotz mehrfacher Schädigung meines Steißbeins. Aber dieses Mal scheint alles gut gegangen zu sein.

Körperlich gefordert hat mich auch das Nachlaufen auf dem Luftkissen.

Spaß gemacht hat es aber – trotz Schnappatmung.

Wir blieben etwa 3 1/2 Stunden dort und haben so ziemlich jede Spielmöglichkeit mitgenommen.

Wir ahnten, dass es schwer werden würde, unseren Sohn wieder dort wegzubewegen – deswegen hatten wir noch ein Ass im Ärmel. Eine „Überraschung“! Das zog – und so konnten wir den Hallenspielplatz ohne Probleme verlassen.

Nach einer kurzen Fahrt kamen wir an den zweiten Zielpunkt unseres Ausflugs an: den Diepeshof. Ein Kinderbauernhof mit Hofcafé. Dort haben wir uns erst einmal gestärkt.

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Anschließend schauten wir uns die Tiere auf dem Hof an. Besonders süß waren die kleinen Ferkel.

Und dann kam das Highlight! Mein Sohn hat sich schon sooo lange gewünscht auf einem Pony reiten zu dürfen. Dieser Wunsch wurde erfüllt – trotz des schlechten Wetters. Denn gerade dann fing es an zu regnen. Mal ganz abgesehen von dem Sturm. Ihm machte das nichts aus.

Und sogar Mama hat mitgemacht. Der arme Gaul, der mich schleppen musste…

Ich habe seit mehr als 20 Jahren nicht mehr auf einem Pferd gesessen und ich hatte vergessen, was das für eine wacklige Angelegenheit ist. Dazu noch der Sturm, mit dem ich auf offenem Feld echt zu kämpfen hatte. Ich bin zu alt für den Scheiß. Wirklich.

Muskelkater. Ehrlich jetzt.

Und dann sind wir auch noch richtig nass geworden. Ich habe am Ende so gefroren, dass mir erst spät abends bei einem heißen Bad wieder warm wurde. Auch so war ich echt kaputt von so viel sportlicher Betätigung. Mein Sohn ebenfalls. Wir hatten Mühe ihn auf der Heimfahrt wach zu halten.

Hauptsache wir hatten einen schönen Tag! Der Ausflug war rundum gelungen und mein Sohn hat die Zeit nur mit Mama und Papa genossen – aber nächstes Mal will er seine Schwester mitnehmen. „Du kannst sie ja tragen, Mama!“ Ja, kann ich…

Lieblingsstücke: Der Schlummersack

Der Frühling steht in den Startlöchern und bald – da bin ich mir ganz sicher – wird es endlich wieder warm und wir können das herrliche Wetter genießen.

Doch wird es draußen wärmer, gilt das Gleiche auch für das Haus. Vor allem die Schlafräume heizen sich bei uns immer besonders stark auf.

Und wenn der Sommer näher rückt, habe ich mich immer wieder gefragt, ob es meinem Kleinen nachts nicht zu warm ist in seinem Schlafsack. Aber auf eine Decke wollte ich auch lieber verzichten, denn beim Thema „Sicherer Babyschlaf“ wird immer dazu geraten, das Kind in einem Schlafsack schlafen zu lassen, um das Risiko für den plötzlichen Kindstod zu verringern.

So musste ein anderer Schlafsack her. Doch welcher ist der Richtige? So begab ich mich auf die Suche nach einem geeigneten Sommerschlafsack. Und es dauerte auch nicht lange, bis ich fündig wurde. Ich stieß auf den Schlummersack Teddy 0.5 Tog. Und der hielt sogleich bei uns Einzug.

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Tog? Was ist das?

Tog ist eine Maßeinheit für den Wärmewiederstand von Textilien. Je größer die Tog Größe, umso wärmer hält der Schlafsack. Hierbei müsst Ihr natürlich beachten, welche Raumtemperatur das Schlafzimmer Eures Kindes hat.

Die Schlummersack Schlafsäcke sind in den folgenden vier Tog-Größen erhältlich:

0.5 Tog aus zweilagigem Stoff komplett ungefüttert und für heiße Sommernächte und Raumtemperaturen über 24 Grad geeignet.

1.0 Tog leicht gefüttert ohne Ärmel und für Raumtemperaturen von 18-24 Grad geeignet.

2.5 Tog wattiert ohne Ärmel, für den ganzjährigen Gebrauch und Raumtemperaturen von 15-21 Grad empfohlen.

3.5 Tog warm wattiert mit langen Ärmeln, für den Winter und Raumtemperaturen unter 18 Grad geeignet.

Was ich wirklich toll finde: Wenn Ihr einen Schlummersack bestellt, ist die folgende Tabelle in Eurer Lieferung enthalten.

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So wisst Ihr auch ganz genau, was Ihr Euren Kleinen im Schlafsack anziehen könnt, damit ihm auch wirklich nicht zu warm wird.

Jetzt habe ich zwar diesen süßen Schlafsack noch als Überbleibsel von meinem Sohn hier hängen und ich dachte, ich könnte diesen prima auch für seine kleine Schwester verwenden. Aber…sie wächst einfach zu schnell. Mein Sohn war ein Frühlingskind, so dass er diesen Schlafsack in seinem ersten Sommer getragen hat. Die Kleine allerdings ist eine Herbstblume und bis der Sommer da ist, wird sie diesem Lieblingsstück bereits entwachsen sein. Und die anderen Sommerschlafsäcke, die ich für ihn kaufte, sind noch viel zu groß. Außerdem habe ich auch nichts dagegen, wenn ihr Schlafsack mehr nach Mädchen aussieht.

So gehört dieses wunderschöne Stück zu unseren neusten Errungenschaften.

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Und ich habe gleich noch einen Schlummersack für die Übergangszeit mit 1.0 Tog bestellt.

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Ich kann Euch nicht genau sagen, wie viele Schlummersäcke wir inzwischen schon haben, es sind schon einige. Aber eins weiß ich: Das ist wirklich der beste Schlafsack, den ich kenne. Ich bin absolut überzeugt vom Tog-System und vom Preis-Leistungs-Verhältnis und kann Euch diese Schlafsäcke daher nur ans Herz legen.

Und jetzt habe ich noch eine Überraschung für Euch:

Ihr könnt einen SIMPLY Sommerschlafsack Teal Stars mit 0.5 Tog in einer Größe Eurer Wahl gewinnen.

Folgende Größen stehen zur Auswahl:       größe

 

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Was Ihr dafür tun müsst?

  1. Seid (oder werdet) Fan meiner Seite, oder folgt meinem Blog.
  2. Liked und kommentiert den Beitrag auf Facebook, oder hinterlasst hier unter dem Artikel einen Kommentar. Gebt dabei bitte die gewünschte Größe für den Schlafsack an.
  3. Wer den Beitrag öffentlich teilt, erhält ein Extra-Los.
  4. Teilnehmen könnt Ihr bis Freitag, den 01.04.2016 um 23.59 Uhr.
  5. Der Gewinner erklärt sich dazu bereit, dass seine Adresse an Schlummersack weitergegeben wird, damit der Gewinn an ihn verschickt werden kann.

Der Gewinner wird dann am Samstag hier auf dem Blog bekannt gegeben. Viel Glück!

Und für alle, die neugierig geworden sind: Schaut mal bei Schlummersack vorbei. Im Shop gibt es eine wunderschöne Auswahl. Und lasst gerne ein Like auf Facebook da.

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Von Abschied, Trauer und anderen Dingen, die nicht glücklich machen

Eine Bilderbuchwoche ist was anderes… Viele lange Tage und kurze Nächte ohne Ruheinseln für mich. Mein Mann war lange unterwegs. Beinahe sechs Tage. Wir vermissten ihn. Wir verplanten die Tage so gut es ging, damit die Zeit schneller rum geht. Am Donnerstag Abend kam er endlich wieder Heim, die Freude war groß. Als ich am Freitag bei meiner Freundin im Kosmetikstudio saß, überfiel mich der Stress der ganzen Woche plötzlich. Ich konnte eine Weile aufhören zu funktionieren und große Müdigkeit kam schlagartig über mich. Ich merkte, wie der Stress der vergangenen Tage plötzlich von mir abfiel.


Das Wochenende stand vor der Tür. Normalerweise hätte ich mich darauf gefreut. Doch nicht immer läuft es so, wie man sich das wünschen würde. So stand mir ein schwerer Weg bevor.

Vielleicht habt Ihr vor ein paar Wochen meinen Abschiedsbrief gelesen. Mit diesen Zeilen verabschiedete ich mich von meinem besten Freund, der mich beinahe 20 Jahre begleitete und plötzlich und viel zu früh einfach so starb. Und den ich viel zu lange nicht gesehen hatte, was ich heute zutiefst bereue.

Fast vier Wochen sind seitdem vergangen. Ewig erhielt ich kaum Infos darüber, was überhaupt genau passiert ist. Ewig wurde nichts organisiert – warum auch immer. Ich verstehe es nicht. Und so kamen wir erst am Samstag zusammen, um Abschied zu nehmen.

Es war ein grauer Tag und ich wachte schon mit Bauchschmerzen auf. Ich trat mit Bauchschmerzen die 1stündige Fahrt an. Als die ersten Worte über ihn geredet wurden brach es gleich aus mir heraus. Ich kann immer noch nicht glauben, dass ich ihn nicht mehr wiedersehe, ist er in meinem Kopf doch noch so lebendig, dass ich das Gefühl habe, er müsste jeden Moment anrufen oder um die Ecke kommen und mich mit seiner flapsigen Art aufmuntern.

Es war ein Tag voller Zwiespalte. Die Trauer überwog, gleichzeitig freute ich mich darüber, Freunde wiederzusehen, die ich ebenfalls viel zu lange nicht mehr gesehen habe. Uns alle brachte dieses schlimme Ereignis zum Nachdenken, geht man doch oft viel zu locker Mit seinen Freundschaften um und lässt oft Monate, vielleicht sogar Jahre ins Land ziehen, bis man sich wiedersieht.

So saßen wir noch eine ganze Weile zusammen, redeten über Gott und die Welt und dachten an unseren Freund, den wir verloren haben – erschüttert darüber, dass wir schon so früh so etwas erleben müssen. Das machte uns klar, dass wir nicht wissen, wieviel Zeit uns noch bleibt.

Auf der einsamen Heimfahrt flossen unentwegt Tränen. Die Trauer legte sich wieder wie ein Schleier über mich. Der verspätete Abschied fühlte sich an, als wäre er zwei Mal gestorben, sind doch bereits vor ein paar Wochen schon so viele Tränen geflossen. Es fühlt sich wieder so an, als wäre es gerade erst passiert. Und so fuhr ich mit tränenverschleierten Augen Kilometer für Kilometer.

Als ich Zuhause die Tür aufschloss, stand ich plötzlich wieder mitten im Leben. Mein Sohn sprang freudig um mich herum, meine Tochter strahlte mich an. In die endlose Stille mischte sich Freude und Kinderlachen. Leben und Tod liegen so nah beieinander.

Ich fühlte mich so furchtbar ausgelaugt und erschöpft, als wäre ich einen Marathon gelaufen. Ich wollte mich einfach nur ausruhen. Doch das Leben ließ es nicht zu.

Auch die Nacht war wenig erholsam, der immer selbe Traum ließ mich immer wieder aufwachen. Gefangen von Erinnerungen und diesem Traum, kam ich auch heute nicht zur Ruhe. Die Tränen fanden immer wieder ihren Weg. Am Morgen im Bad, mittags beim Kochen, bei jedem melancholischen Lied im Radio, beim Wäsche sortieren – einfach immer. Und ich frage mich: Wird das jemals aufhören?

Sicher wird der Schmerz irgendwann nachlassen. Und trotzdem…

Ich habe im Laufe meines Lebens schon so viele gehen sehen. Die meisten waren alt, viele waren krank, gehörten alle über Jahre zu meinem Leben, jeder auf seine Art. Jeder Abschied ist traurig und schlimm. Aber selten fühlte es sich so schmerzhaft an wie jetzt. So sinnlos.

Was bleibt sind die vielen, bunten Erinnerungen und die Hoffnung auf ein Wiedersehen.

Und neue Freundschaften, die durch diesen bitteren Verlust entstanden sind.


Die vergangenen Tage zählen wirklich nicht zu denen, die man genießen konnte. Den ganzen Tag rotierte ich zwischen Traurigkeit, Frustration, Wäschebergen und einem Haushalt, der schon viel zu lange brach lag. Es gab so viel zu tun und immer wieder vertröstete ich meinen Sohn, der mit mir spielen wollte. Ich hasse solche Tage. Viel getan und doch nichts geschafft. Und ich ärgere mich, dass es hier im Haus tatsächlich so schlimm aussah, dass ich es einfach nicht mehr ignorieren konnte. Viel lieber hätte ich die Zeit meinem Mann und meinen Kindern gewidmet. Den Menschen, die mir wichtig sind. In meine Trauer mischte sich wieder mal das schlechte Gewissen.

Zeit. Davon hat man immer zu wenig.

Und ich stelle fest:

Das Leben ist zu kurz, um unglücklich zu sein. Doch manchmal ist man unglücklich, eben weil das Leben zu kurz ist.

Verbringen wir mehr Zeit mit unseren Familien, mit unseren Freunden, mit all unseren Herzensmenschen. Denn wir können nicht wissen, wie viel Zeit uns noch bleibt.

Ist das noch normal?

Ihr kennt sie alle: Die vermeintlich guten Ratschläge von Kinderlosen. Die, die alles besser wissen wollen und für jede Lebenslage (un)passende Tipps parat haben. Die, die glauben, dass wir als Eltern uns nicht normal verhalten und es doch anders machen sollten. So anders, wie sie es sich denken. Leute – es nervt!

Denn: Nicht-Eltern haben ja keine Ahnung. Wirklich nicht. Bald-Eltern erahnen es vielleicht nur dunkel: Das volle Ausmaß des Elterndaseins!

Das Leben ändert sich grundlegend, sobald man sein kleines Würmchen zum ersten in den Armen hält. Aber das ist nur der Anfang.

Was es wirklich bedeutet?

Freude und Leid liegen plötzlich so nah beieinander. Ist das Kleine endlich da, möchtet Ihr am liebsten Luftsprünge machen vor Freude. Denn ein Baby ist das größte Wunder dieser Welt! Aber – wenn der Moment kommt in dem das Baby bitterlich weint und Ihr bereits alles versucht habt, ihm zu helfen – vergeblich – zerspringt Euer Herz fast vor Kummer. Manchmal schlägt dieses Gefühl aber auch in pure Verzweiflung um. Aber, für alle die das (noch) nicht wissen: Das ist alles nur eine Phase! Es geht vorbei. Glaubt mir. Und man tut intuitiv das Beste für sein Kind. Das wird den Eltern quasi in die Wiege gelegt – auch wenn es manchmal etwas schwierig ist, mit seinen Aufgaben zu wachsen. Aber das Richtige ist, immer auf sein Herz zu hören. Nicht auf andere. Dann kann nicht allzu viel schief gehen.

Euer Verhältnis zum Schlaf? Von nun an gestört. Ihr liebt ihn, er liebt Euch, aber Euer Kind funkt Euch immer wieder dazwischen. Und das über Jahre. Viele Jahre. Womöglich werdet Ihr den Rest Eures Lebens einfach nur noch müde sein. Ob man sich daran gewöhnt? Nein. Da kann ich Euch keine Hoffnung machen. Es gibt dann so weise Sprüche wie: „Schlaf doch, wenn das Baby schläft!“ Die viel gelesene Antwort: „Klar, ich koche auch, wenn das Baby kocht und ich putze, wenn das Baby putzt!“ – Enthält so viel Wahrheit. Es ist quasi unmöglich, immer dann zu schlafen, wenn das Baby schläft. So ist es einfach.

Des Nachts jedoch gelingt dies in vielen Fällen ganz gut. Ausgenommen sind hierbei Eltern von Schreibabys. Da hilft nur: Abwechseln. Und wenn dann die ganze Familie friedlich schlummert und plötzlich, in tiefster Nacht, herzzerreißendes Geschrei erschallt? Ihr bekommt den Adrenalin-Kick Eures Lebens. Ihr seid hellwach! Und bleibt es womöglich auch noch lange, während Euer Kleines bereits wieder seit einer Ewigkeit durchs Land der Träume fliegt.

Aber Ihr könnt noch so müde sein – wenn Euer kleiner Schatz schon am frühen Morgen mit der Sonne um die Wette strahlt, entschädigt das für so manch schlaflose Nacht. Ihr werdet es total verliebt anschauen und alles andere ist vergessen.

Auch sonst wird Euer Kind Euch immer wieder zum Strahlen bringen. Und Euch mit einem teilweise irrsinnigem Stolz erfüllen. Ihr seid stolz, wenn es ein Bäuerchen macht, Ihr seid stolz, wenn es sich zum ersten Mal in Euren Haaren festkrallt, weil sie vermutlich das erste sind, wonach es jemals greifen wird. Ja, Ihr seid sogar stolz, wenn es die Windel so richtig vollgeschissen hat. Nicht-Eltern sind jetzt vielleicht angewidert. Aber für Eltern ist das eben – normal!

Stolz ist man auch über jeden kleinsten Fortschritt. Es kann den Kopf heben, es dreht sich zum ersten Mal um, fängt an zu brabbeln, zu krabbeln, zieht sich hoch und macht schließlich die ersten Schritte. Es lernt Tag für Tag neue Worte. Und Ihr werdet platzen vor Stolz. Denn all das ist für uns Eltern so besonders.

Ihr werdet aber auch oft genug einfach nur gestresst und fertig sein. Denn: Eltern sein ist anstrengend. Nervenaufreibend. Manchmal ist man sogar am Rande des Wahnsinns. In solchen Momenten, denkt immer wieder dran: Es geht vorbei! Und das, was Ihr von Euren Kindern zurück bekommt, macht es wieder wett. Gestresst zu sein ist genauso normal, wie total glücklich zu sein. Eltern wissen das. Nicht-Eltern nicht.

Die wissen auch nicht, was es bedeutet, wenn Euer Kind ins Trotzalter kommt. Heute auch gerne Autonomie-Phase genannt. „Du musst ihm Grenzen setzen.“ Das tue ich. „Du musst dafür sorgen, dass es gar nicht erst zum Wutanfall kommt!“ Haha, der war gut! Sag mir wie, und ich tu’s! Wenn Euer Kind durch diese Phase halbwegs unproblematisch durchkommt: Herzlichen Glückwunsch! Es sei Euch gegönnt. Falls nicht: Ihr braucht Nerven wie Drahtseile. Hat man. Nicht. Immer. Ich kann Euch davon ein Lied singen, denn wir erleben diese Phase sehr ausgeprägt. Ich habe aber die Hoffnung, dass auch das vorbei geht. Irgendwann.

Ist gerade keiner wütend, rechnet trotzdem damit, dass es immer laut sein wird. Elektronische Spielzeuge zum Beispiel können einem echt den letzten Nerv rauben. Das sind die Dinger, die man nur von Leuten geschenkt bekommt, die keine Kinder haben. Das Ausschütten der Lego-Kiste ist ohrenbetäubend laut. Kinderinstrumente, Hammerspiele, was auch immer. Laut. Überhaupt wird Euer ganzes Haus mit Sicherheit einem Spielparadies gleichen. Ihr findet Spielzeug unterm Sofa, im Keller, auf dem Küchentisch, in der Waschmaschine, in Euren Schuhen, in der Handtasche, Hosentasche, Jackentasche. Es gehört einfach dazu und man hat für den Notfall besser immer was dabei. Und nehmt Euch bloß in Acht vor den gemeinen Legosteinen. Wenn man einmal drauf tritt, weiß man, was Schmerzen sind. Tut.Einfach.Weh.

Ihr werdet aber auch immer etwas zu lachen haben. Kinder sind so lustig. Allein wenn sie lachen, lacht man automatisch mit, weil es so ansteckend ist. Man kann gar nicht anders. Es ist das schönste Geräusch der Welt!

Am besten ist die Zeit, wo sie die Sprache entdecken. Die ersten Wortverdreher sind ulkig. Und dann die klugen Sprüche, wenn es mit dem Reden so richtig klappt. Das ist zu schön!

Ihr werdet Euch auch immer und immer wieder zum Affen machen, nur damit das Kind lacht. Ihr seid Animateure, Geschichtenerzähler, Klettergerüst, Spielgefährten. Ihr seid aber auch Tröster, Zufluchtsort, Kuscheloase, Heimat, Vertraute und noch so viel mehr für Eure Kinder. Ihr seid Ihre Welt, so wie sie Eure sind.

Genau aus diesem Grund wird auch die Sorge Einzug in Euer Leben halten. Die Angst, dass einem unserer Herzensmenschen etwas zustoßen könnte, oder einem selbst, und man nicht mehr füreinander da sein könnte, ist ein ständiger Begleiter. Und es zerreißt einen fast innerlich.

Ihr werdet zerschmelzen, wenn Euer Kind seine Arme um Euch schlingt und sagt: „Ich hab Dich sooo lieb!“. Oder wenn Ihr Eurem Kind beim Schlafen zuschaut, wie es so friedvoll da liegt und leise atmet. Unbezahlbare Augenblicke.

Und was gehört noch zum normalen Elterndasein dazu? Sand. Viel, viel Sand. Immer und überall. Genauso wie Krümel. Ebenfalls überall. Aus all dem, was das Kind beim Essen so auf dem Fußboden verliert, kann man ganze Menüs zaubern. Man isst angesabberte Brötchen, weil man nichts ablehnt, was das Kind so großherzig teilen will. Es ist auch normal Schnodder an seiner Kleidung zu haben, dass sich die Wäscheberge häufen, dass der Haushalt verkommt, dass Ihr über Babykacke redet, total vergesslich seid, lieber spielt als arbeitet und immer an akutem Zeitmangel leidet. Es ist normal, dass das Kind brüllt, nur weil es angezogen werden soll. Dass es Theater macht, weil es in die Badewanne soll und dass es noch mehr Theater macht, wenn es wieder aus der Wanne raus soll. Ihr werdet bei jedem Einkauf versucht sein, Eurem Kind eine Kleinigkeit mitzubringen, was Ihr meistens auch tut, und Feuchttücher sind zukünftig Eure besten Freunde.

Eure Freunde werden sich bestimmt so manches Mal beschweren, weil Ihr kaum noch Zeit habt. Und trefft Ihr Euch doch mal allein mit Ihnen, redet Ihr ständig über Eure Kinder und guckt regelmäßig aufs Handy, um zu wissen, ob zuhause alles in Ordnung ist. Aber auch das ist normal und wird sich irgendwann auch wieder ändern.

Es wird sich auch wieder ändern, dass Ihr am Anfang fast nur noch Eltern seid und Zweisamkeit zu einem Fremdwort geworden ist. Die Kinder sind nur einmal klein. Zu schnell werden sie groß.

Genießen wir also diese wundervolle Zeit, die oft so stressig und hektisch sein kann, aber doch hauptsächlich von Liebe, Glück und Kinderlachen gefüllt ist.

Denn Eltern zu sein bedeutet vor allen Dingen eines: Dass das Herz fast zerspringt und überquillt von Liebe und dass diese wundervollen Zaubermenschen uns jeden Tag aufs Neue überraschen und uns klar machen, was Glück wirklich bedeutet.


Mir würden noch hunderte Dinge einfallen. Aber jetzt seid Ihr dran! Kommentiert fleißig und erzählt uns, was für Euch noch alles dazu gehört.

 

 

 

Die Unzufriedenheit in mir

Wie eine dunkle Wolke legt sie sich manchmal über mich, versucht meine Glückseligkeit im Keim zu ersticken. Lässt trübe Gedanken zu mir herein und sorgt dafür, dass mein Stresspegel ins Unermessliche steigt. Die Unzufriedenheit versucht sich bei mir breit zu machen.

Schafft sie es? Vielleicht. Manchmal. Sie ist zu stark, um ständig dagegen ankämpfen zu können. Dann kocht sie leise in mir hoch, bis sie anfängt zu brodeln. Ob ich will oder nicht. Doch manchmal droht mir alles über den Kopf zu wachsen.

Aber wie kommt es überhaupt dazu? Wieso besitzt die Unzufriedenheit die Frechheit sich bei mir einzunisten und es sich gemütlich zu machen?

Schwierige, turbulente Phasen tragen dazu bei. Zum Beispiel die immer wiederkehrende Wut meines Sohnes. Oder seine nächtlichen Schreiattacken, wenn ihn der Nachtschreck mal wieder heimsucht.

Mit der Wut fertig zu werden ist nach wie vor eine große Herausforderung für mich. Immer wenn dann mal eine Ruhephase Eintritt, rede ich mir erleichtert ein, dass es von nun an einfacher wird. Bis es halt wieder so weit ist.

Und die Nächte? Schon allein die Tatsache, dass er abends nicht einschlafen kann oder will, sorgt dafür, dass ich jeden Abend gestresst bin. Erst recht, wenn ich allein bin mit den Kindern. Und wenn er schließlich schläft und ich dann eine kurze Verschnaufpause für mich hatte, denke ich, es ist Zeit schlafen zu gehen. Doch ich lege mich jeden Abend mit einem unguten Gefühl ins Bett. Kommt der Nachtschreck heute wieder? Werde ich wieder eine halbe Stunde oder länger an seinem Bett stehen und versuchen in zu beruhigen? Und verzweifelt feststellen, dass jeder Versuch es nur schlimmer macht und gleichzeitig hoffen, dass seine kleine Schwester nicht wach wird? Jede seiner Bewegungen lässt nachts mein Adrenalin hoch schießen, weil ich denke, es geht wieder los. Ich liege im Bett, der Ort der mir eigentlich Ruhe und Erholung bringen soll – und bin gestresst, immer in der Erwartung, dass jeden Moment etwas passiert.

Und während ich da so wach liege, kommen wieder diese Gedanken in mir hoch. Sorgen und Ängste, das unser Glück durch ein Unglück einfach so zerplatzen könnte. Ich denke an die Menschen, die wir im Laufe der Zeit verloren haben, in voller Sorge um die, die noch bei uns sind. Und ich stelle immer wieder fest: Wache Nächte sind keine guten Nächte.

Ebenso unzufrieden macht mich die Tatsache, dass eines meiner Kinder immer zu kurz kommt. Und das ist meistens mein Sohn. Es bricht mir das Herz – immer wieder.

Ich könnte Schokolade gebrauchen. Das hilft. „Aber halt! Du bist doch mit Dir selbst auch unzufrieden. Mit Deinem Aussehen. Die Schokolade macht es nicht besser!“, sagt die Stimme in meinem Hinterkopf. Recht hat sie!

Und was noch? Ist das alles? Nein.

Ich bin genervt, weil unser Haus so aussieht, wie es gerade aussieht. Unordentlich, staubig, klebrig. Es hat schon seit Ewigkeiten keinen Wischer mehr gesehen. Denn ich komme einfach nicht dazu. Unter der Woche bin ich froh, wenn ich es schaffe, die Küche aufzuräumen. Am Wochenende kämpfe ich mit Einkäufen und Wäschebergen.

Und auch das ist ein Zustand, der mir nicht gefällt. Denn das Wochenende sollte Familienzeit sein. Das kommt viel zu kurz, weil dann jeder immer das zu erledigen hat, was unter der Woche liegen geblieben ist.

Vor allem in den Wochen, wo mein Mann nicht bei uns ist. Und das kommt so häufig vor im Moment. Eine Geschäftsreise jagt die nächste. Es ist viel im Moment. Zu viel – für mich. Er fehlt mir. Er fehlt den Kindern. Wie oft mein Sohn mir in der Zeit immer sagt: „Ich bin so traurig, weil der Papa nicht da ist!“ Und ich versuche dann, ihm zu erklären, warum das so ist und dass Papa immer an uns denkt. Aber das ist in dem Moment kein großer Trost. Und ganz abgesehen davon, ist die Zeit ohne ihn purer Stress für mich. Stress, den ich mir meistens schon im Voraus selbst mache. Denn zu wissen, dass man die nächsten Tage keine Zeit zum Durchatmen hat, verursacht eine leichte Panik in mir. Wie werden die Kinder drauf sein? Wird die Kleine viel weinen? Wird der Große deswegen wieder wütend sein? Wie wird es klappen die beiden abends ins Bett zu bringen? Und wie sieht es mit meinen Nerven aus? Wie schnell werden sie blank liegen? Schaffe ich den Spagat, allen gerecht zu werden?

Manche Tage vergehen, ohne dass ich mal ein paar Worte mit einem Erwachsenen gewechselt habe. Wenn ich abends erschöpft auf’s Sofa sinke, sehne ich den Moment herbei, in dem mein Mann endlich anruft und wir uns gegenseitig von unserem Tag erzählen. Und schon ist der Abend vorbei. Kurzes Kraft tanken in der Nacht, um startklar zu sein für die nächste Runde.

Neuer Tag, neuer Blickwinkel. Wer ist diese Unzufriedenheit eigentlich? Was will sie hier? Ungebeten. Ich habe sie nicht eingeladen. Nicht bewusst zumindest. Und ich will, dass sie wieder geht. Warum?

Weil ich eigentlich glücklich bin. Und das soll sie ruhig wissen! Ich bin glücklich, weil ich zwei zauberhafte, tolle Kinder habe. Ja, es ist anstrengend. Aber sie bringen mich zum Lachen, füllen mein Herz mit Liebe und unser Haus mit Kinderlachen. Und mit Sand. Und Krümeln.

Aber ist es wirklich so wichtig, wie es im Haus aussieht? Nein, nicht wirklich. Also mache ich das, was ich schaffe und der Rest bleibt halt liegen. Wenn Besuch kommt, und es ihn stört, dass das Sofa mit Krümeln übersät ist, dann ist das halt so. Hier leben nun mal Kinder!

Ich bin auch glücklich, weil ich einen so wundervollen Mann habe, was ich viel zu selten sage. Ja, er arbeitet verdammt viel und wir müssen oft auf ihn verzichten. Das macht mich traurig – aber er sorgt damit dafür, dass wir es gut haben. Und diese vermeintlich einsamen Tage versuche ich immer so gut es geht zu verplanen, mich mit Freunden zu treffen. Das macht die Tage kürzer und vor allem fröhlicher. Und mein Sohn ist abgelenkt und denkt nicht ständig daran, dass Papa gerade nicht da ist. Und oft denke ich dann, es war alles doch gar nicht so schlimm, wie ich befürchtet habe. Ich habe das ganz gut gemacht. Und dann lächle ich in mich hinein.

Turbulente Momente? Versuche ich wegzuatmen. Okay – klappt nicht immer. Aber ich übe mich in Gelassenheit. Zugegeben, ich muss noch viel üben. Aber das geht auch ohne Schokolade. Tatsächlich.

Ich nehme mir vor, trübe Gedanken gegen glückliche zu tauschen. Das gelingt sicher nicht immer, klar. Aber ich werde immer daran denken, dass es so viel Gutes in meinem Leben gibt.

Also, Unzufriedenheit – verzieh Dich! Dich will hier keiner haben!

30 Fakten über mich #2

  1. Als 5jährige war ich mal Handmodel. Für einen Tag. Ein Foto meiner Hand mit einem kleinen Blumenstrauß hing in sämtlichen Blumenläden in Deutschland. Meine Gage: 50,00 DM!
  2. Ich habe insgesamt 10 Ohrlöcher, von denen ich mir als Teenager mindestens die Hälfte selbst gestochen habe. Mit einem stumpfen Ohrring.
  3. Ich kann mich nicht in ein ungemachtes Bett legen. Selbst wenn ich es mal den ganzen Tag nicht geschafft habe, es zu machen, wird das unmittelbar vor dem Schlafengehen noch erledigt.
  4. Baden statt duschen. Ist höchstens zwei Mal im Jahr andersrum.
  5. In Kunst hatte ich immer eine Eins auf dem Zeugnis. Ich liebte das Malen.
  6. Als Teenager hatte ich vier Pflegepferde. Reiten kann ich trotzdem nicht.
  7. Ich besitze über 40 verschiedene Lidschatten. Und kaufe immer wieder neue.
  8. Als Kind hatte ich immer Hamster. Alle hießen Bommel.
  9. Ich mag tiefergelegte Autos. Aber jetzt fahre ich halt die Familienkutsche.
  10. Früher nannten mich alle Krümi.
  11. Ich hätte gerne einen Job, bei dem ich kreativ sein kann. Später mal.
  12. Ich leide an Tinnitus. Aber ich hab mich dran gewöhnt.
  13. Ich mache mir nicht gern die Hände schmutzig. Schon als Kind saß ich angewidert im Sandkasten.
  14. In leeres Bonbonpapier mache ich immer einen Knoten.
  15. Mein Haus ist nie sauber – deshalb denke ich ernsthaft über eine Putzfrau nach.
  16. Gartenarbeit macht mir auch keinen Spaß.
  17. Ich trinke viel zu wenig. Und ich esse viel zu viel.
  18. Bei fast jedem Einkauf bringe ich meinem Sohn eine Kleinigkeit mit. Ich kann nicht anders.
  19. Ich nehme mir immer vor wenigstens ein kleines bisschen Sport zu treiben – aber der innere Schweinehund lacht mich jedes Mal aus, weil er wieder stärker war.
  20. Schuhe kaufen finde ich schwierig, weil ich selten welche finde, die mir gut passen und nicht weh tun. Was aber nicht bedeutet, dass ich wenige Schuhe habe.
  21. Ich bin eigentlich straßenköterblond (mit grau), deswegen färbe ich mir schon seit 20 Jahren die Haare.
  22. Vom Brötchen esse ich lieber die obere Hälfte.
  23. In unserer Familie ist es normal nach Kuchen saure Gurken zu essen.
  24. Ich muss mir inzwischen alles aufschreiben. Termine, Ideen, was auch immer. Früher konnte ich mir alles einfach so merken.
  25. Ich werde wohl für den Rest meines Lebens einfach nur müde sein.
  26. Ich habe zwei linke Hände und bin völlig unfähig irgendwelche Handarbeiten hinzukriegen.
  27. Ich besitze Handtaschen in sämtlichen Farben, und benutze doch immer nur die gleiche, weil ich zu faul bin, alles umzuräumen.
  28. Ich miste gerne aus und schaffe Platz. Für neues.
  29. Erdbeereis. Ich liebe Erdbeereis!
  30. Ich muss seit etwa 15 Jahren jeden Morgen eine Tablette nehmen – und sie widert mich immer noch an.

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Das hier ist Teil 2 der Reihe „30 Fakten über mich“. Ihr habt den ersten Teil verpasst? Nicht schlimm. Könnt Ihr hier noch mal nachlesen.

Ein ganzes halbes Jahr

Sechs Monate ist unser kleines Mädchen nun schon bei uns. Sechs Monate, die ebenso zauberhaft wie turbulent waren. Sechs Monate, die schneller vergingen, als ich es erwartet hatte.

Es war nicht immer einfach. Die Nächte wurden kürzer, die Tage länger. Und lauter. Wir mussten uns erst einmal neu finden, alles neu ordnen, uns an neue Abläufe gewöhnen. Vor allem für meinen Sohn war das nicht immer so einfach. Er kommt oft zu kurz, und das ist das was mir am meisten schmerzt. Dass er deswegen oft wütend ist, verstehe ich gut. Damit umzugehen klappt oft weniger gut. Dennoch ist er nur wütend auf die Situation, nicht jedoch auf seine kleine Schwester. Die liebt er wirklich heiß und innig. Und das beruht auf Gegenseitigkeit.

Uns alle bringt sie mit ihrem sonnigen Gemüt immer wieder zum Strahlen – und egal wie anstrengend es manchmal ist, macht es das wieder wett.

Aus der Sicht der kleinen Pusteblume erzählen wir Euch hier den aktuellen Stand der Dinge. Viel geändert hat sich allerdings nicht, so viel sei vorab gesagt.

  • Schlafen: Abends fällt es mir im Moment schwerer als sonst einzuschlafen. Ich werde oft wieder wach. Das finden Mama und Papa ganz schön anstrengend. Dabei will ich doch nur gucken, ob sie noch da sind und auf mich aufpassen. Und wenn ich dann mal richtig schlafe, dann werde ich meistens erst gegen 06.00 wach, will etwas trinken und quatsche dann noch eine halbe Stunde mit Mama, spiele mit meinem Schnuller. Und ich kratze mit meinen Fingernägeln über die Matratze. Das macht Mama wahnsinnig. Ich finde das lustig. Irgendwann schlafe ich wieder ein und wenn ich richtig müde bin, schlafe ich bis kurz nach neun. Tagsüber schlafe ich drei Mal eine halbe Stunde, aber eigentlich will ich das gar nicht, weil ich Angst habe, etwas zu verpassen. Deswegen wehre ich mich dagegen, so lange ich kann.
  • Essen: Nachts, oder eher gesagt am frühen Morgen, trinke ich eine Flasche Milch. Dann bekomme ich wieder eine um halb zehn. Aber dabei mache ich viel Blödsinn und kleckere nur rum. Nur ganz selten trinke ich die Flasche noch aus. Um halb eins gibt es dann meinen Mittagsbrei. Den mag ich ganz gerne und esse fast ein ganzes Gläschen. Am meisten freue ich mich aber auf den Obstbrei, den ich zum Nachtisch bekomme. Nachmittags mag ich die Flasche auch nicht mehr und mache nur Blödsinn. Ich freue mich, dass ich jetzt bald den Obst-Getreide-Brei bekomme. Und abends esse ich um halb sieben meinen Milchbrei. Den mag ich inzwischen auch ganz gern, vor allem wenn Mama noch ein bisschen Obst drunter rührt.
  • Wie groß ich bin? Keine Ahnung. Ich weiß nur, dass Mama mit immer Sachen in Größe 68 anzieht und die passen mir super. Und Pampers trage ich in Größe 3. Mein 70 cm Schlafsack wird langsam zu kurz.
  • Sport: Na ja, ich habe nicht viel dazu gelernt. Wie ich mich umdrehe, habe ich vergessen. Ich kugel mich immer so von einer zur anderen Seite. Und wenn ich auf dem Bauch liege, bewege ich mich langsam fort. Allerdings nur rückwärts. Mama nennt mich immer Trampeltriene – weil ich so furchtbar wild und laut trampeln kann. Und das mache ich fast den ganzen Tag.
  • Spielen: Unter meinem Spielbogen habe ich richtig viel Spaß. Da liege ich manchmal eine ganze Stunde und spiele. Die Butterbrottüten mag ich auch noch besonders gern. Und Mamas Haare. Damit spiele ich immer, wenn ich meine Flasche trinke. Ich puste übrigens auch gerne und ständig. Auch wenn ich esse und trinke. Das macht mir großen Spaß!
  • Lieblingsmensch: Mein großer Bruder! Manchmal gucken wir uns einfach nur an und lachen zusammen ganz laut. Mit ihm macht es am meisten Spaß!
  • Wachstumsschub: Ich bin gerade im 5. Schub und das merkt man mir auch an. Aber dieser Schub ist nicht so schlimm wie der letzte. Ich lerne gerade Zusammenhänge zu erkennen und zu verstehen.
  • Krankheit: Ich habe gerade meine erste Erkältung. Das finde ich ganz schön doof. Ich bekomme schlecht Luft, und deswegen kann ich nicht gut schlafen.

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Ein halbes Jahr – so schnell vorbei. Jetzt kommt die richtig spannende Zeit. Wann wird sie krabbeln? Wann kommt der erste Zahn? Wann macht sie die ersten Schritte? Und wird auch ihr erstes Wort „Papa“ sein?

Wir freuen uns auf alles was jetzt kommt…