Ein ganzes halbes Jahr

Sechs Monate ist unser kleines Mädchen nun schon bei uns. Sechs Monate, die ebenso zauberhaft wie turbulent waren. Sechs Monate, die schneller vergingen, als ich es erwartet hatte.

Es war nicht immer einfach. Die Nächte wurden kürzer, die Tage länger. Und lauter. Wir mussten uns erst einmal neu finden, alles neu ordnen, uns an neue Abläufe gewöhnen. Vor allem für meinen Sohn war das nicht immer so einfach. Er kommt oft zu kurz, und das ist das was mir am meisten schmerzt. Dass er deswegen oft wütend ist, verstehe ich gut. Damit umzugehen klappt oft weniger gut. Dennoch ist er nur wütend auf die Situation, nicht jedoch auf seine kleine Schwester. Die liebt er wirklich heiß und innig. Und das beruht auf Gegenseitigkeit.

Uns alle bringt sie mit ihrem sonnigen Gemüt immer wieder zum Strahlen – und egal wie anstrengend es manchmal ist, macht es das wieder wett.

Aus der Sicht der kleinen Pusteblume erzählen wir Euch hier den aktuellen Stand der Dinge. Viel geändert hat sich allerdings nicht, so viel sei vorab gesagt.

  • Schlafen: Abends fällt es mir im Moment schwerer als sonst einzuschlafen. Ich werde oft wieder wach. Das finden Mama und Papa ganz schön anstrengend. Dabei will ich doch nur gucken, ob sie noch da sind und auf mich aufpassen. Und wenn ich dann mal richtig schlafe, dann werde ich meistens erst gegen 06.00 wach, will etwas trinken und quatsche dann noch eine halbe Stunde mit Mama, spiele mit meinem Schnuller. Und ich kratze mit meinen Fingernägeln über die Matratze. Das macht Mama wahnsinnig. Ich finde das lustig. Irgendwann schlafe ich wieder ein und wenn ich richtig müde bin, schlafe ich bis kurz nach neun. Tagsüber schlafe ich drei Mal eine halbe Stunde, aber eigentlich will ich das gar nicht, weil ich Angst habe, etwas zu verpassen. Deswegen wehre ich mich dagegen, so lange ich kann.
  • Essen: Nachts, oder eher gesagt am frühen Morgen, trinke ich eine Flasche Milch. Dann bekomme ich wieder eine um halb zehn. Aber dabei mache ich viel Blödsinn und kleckere nur rum. Nur ganz selten trinke ich die Flasche noch aus. Um halb eins gibt es dann meinen Mittagsbrei. Den mag ich ganz gerne und esse fast ein ganzes Gläschen. Am meisten freue ich mich aber auf den Obstbrei, den ich zum Nachtisch bekomme. Nachmittags mag ich die Flasche auch nicht mehr und mache nur Blödsinn. Ich freue mich, dass ich jetzt bald den Obst-Getreide-Brei bekomme. Und abends esse ich um halb sieben meinen Milchbrei. Den mag ich inzwischen auch ganz gern, vor allem wenn Mama noch ein bisschen Obst drunter rührt.
  • Wie groß ich bin? Keine Ahnung. Ich weiß nur, dass Mama mit immer Sachen in Größe 68 anzieht und die passen mir super. Und Pampers trage ich in Größe 3. Mein 70 cm Schlafsack wird langsam zu kurz.
  • Sport: Na ja, ich habe nicht viel dazu gelernt. Wie ich mich umdrehe, habe ich vergessen. Ich kugel mich immer so von einer zur anderen Seite. Und wenn ich auf dem Bauch liege, bewege ich mich langsam fort. Allerdings nur rückwärts. Mama nennt mich immer Trampeltriene – weil ich so furchtbar wild und laut trampeln kann. Und das mache ich fast den ganzen Tag.
  • Spielen: Unter meinem Spielbogen habe ich richtig viel Spaß. Da liege ich manchmal eine ganze Stunde und spiele. Die Butterbrottüten mag ich auch noch besonders gern. Und Mamas Haare. Damit spiele ich immer, wenn ich meine Flasche trinke. Ich puste übrigens auch gerne und ständig. Auch wenn ich esse und trinke. Das macht mir großen Spaß!
  • Lieblingsmensch: Mein großer Bruder! Manchmal gucken wir uns einfach nur an und lachen zusammen ganz laut. Mit ihm macht es am meisten Spaß!
  • Wachstumsschub: Ich bin gerade im 5. Schub und das merkt man mir auch an. Aber dieser Schub ist nicht so schlimm wie der letzte. Ich lerne gerade Zusammenhänge zu erkennen und zu verstehen.
  • Krankheit: Ich habe gerade meine erste Erkältung. Das finde ich ganz schön doof. Ich bekomme schlecht Luft, und deswegen kann ich nicht gut schlafen.

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Ein halbes Jahr – so schnell vorbei. Jetzt kommt die richtig spannende Zeit. Wann wird sie krabbeln? Wann kommt der erste Zahn? Wann macht sie die ersten Schritte? Und wird auch ihr erstes Wort „Papa“ sein?

Wir freuen uns auf alles was jetzt kommt…

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