Wortlos

Mein Kopf ist leer, bringt kaum Worte hervor. Ich weiß, Ihr wartet auf sie – auf meine Worte. Ich warte auch, aber sie lassen sich nicht blicken. Wollen nicht raus, ins Freie.

Es gibt Zeiten, da versuche ich sie zu fangen, doch sie sind schneller als ich, flinker. Denn sie sind nicht vom Alltag geplagt, Zeit und Raum interessieren sie nicht. Sie fliegen einfach so durch ihre Welt. Die Welt der Gedanken, der Ideen, der Poesie.

Manchmal lassen sie mich nicht in diese Welt eintauchen, verschließen sich vor mir.

Warum weiß ich nicht. Vielleicht weil sie spüren, dass mit gerade die Zeit dazu fehlt, mich ihnen voll und ganz zu widmen. Sie wollen volle Aufmerksamkeit und nicht halbherzig niedergeschrieben werden.

Da! Plötzlich ein Gedankenblitz! Eine Idee, die mich fesselt. Aber nur eine Zeitlang. Ich bin nur einen kleinen Moment unachtsam gewesen und die Idee ist auf und davon. Und sie nimmt all die Worte, die an ihr hingen, mit hinfort. Für immer. Sie kommen nicht wieder. Weil meine Gedanken woanders sind.

Doch ich denke – nein, ich bin mir sicher – sie kommen wieder. Die Worte, in all ihrer Pracht. Worte, die fesseln, die beigeistern, die auf mich einströmen, nur um von mir niedergeschrieben zu werden.

Schon bald werden wir wieder eine Einheit sein und die Worte verschmelzen mit meinen Gedanken – um sie mit Euch zu teilen. Habt Geduld. Und Nachsicht.

Auf dass die Worte mich wiederfinden.

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