Der frühe Vogel

Es gab mal Zeiten, da war ich wahrhaft ein Frühaufsteher. Es machte mir nichts aus, dass der Wecker schon um 05.30 klingelte und mich aus meinen Träumen riss. Meistens blieb ich noch ein paar Minuten liegen und sprang dann frisch und munter aus dem Bett.

Heute weiß ich: Das kann nicht wirklich ich gewesen sein. Oder es war mein Ich aus einer Parallelwelt. Auf jeden Fall hat das mit mir heute rein gar nichts mehr zu tun.

Das bekam ich heute Morgen nämlich wieder zu spüren. Der Wecker klingelte um 05.30 und ich war kaum in der Lage mich zu bewegen. Atmen war das einzige, was ich noch gerade so hinbekommen habe. Zum Glück konnte ich noch eine kleine Weile liegen bleiben, weil mein Mann zuerst ins Bad musste, um nicht zu spät zum Geschäftstermin zu kommen. Mein Wecker klingelte noch drei Mal im Zehn-Minuten-Takt, bis ich mich endlich in der Lage sah, meinen schwerfälligen Körper aus dem Bett zu hieven.

Warum ich so früh aufstehen musste? Mein halbjährlicher Kontrolltermin beim Rheumatologen stand an. Und dann habe ich immer die Wahl zwischen extrem früh aufstehen und einen der ersten Termine morgens wahrzunehmen oder einen späteren Termin, dafür aber mit drei oder mehr Stunden Wartezeit. Ich ziehe das kleinere Übel vor. Wobei ich mich heute Morgen fragte, ob das tatsächlich das kleinere Übel ist?!

Ich wuselte also im Bad herum, zog mich an und schlich die Treppe herunter. Es war gerade 07.00, als ich hörte, wie sich die Kinderzimmertür öffnete und mein Sohn die Treppe herunterstapfte. Das war so nicht geplant. Normalerweise schläft er etwa bis 08.00 – aber ausgerechnet dann, wenn ich es eilig habe, ändert auch er seine Pläne. Murphy’s Law für Kinder!

Ich musste noch frühstücken, aber er wollte nun auch etwas essen. Und natürlich habe ich mich zuerst um ihn gekümmert. Zum Glück kam eine viertel Stunde später die Oma, um zu übernehmen. Ich war schon spät dran.

Ich schob mir schnell etwas zwischen die Kiefer und machte mich dann auf den Weg. Etwa 25 km lagen vor mir, und ich hatte Glück, dass der Stau auf der Autobahn erst genau dort anfing, wo ich abfahren musste. Meistens hat man um diese Zeit weniger Glück. Doch dann lag noch Stop an Go im doppelspurigen Stadtverkehr pünktlich zur Rush Hour vor mir.

Das ist nichts für schwache Nerven. Wenn Du eh schon spät dran bis, an fast jeder Ampel halten musst und noch von Bussen geschnitten wirst, dazwischen noch ein paar Radfahrer – macht keinen Spaß. Dabei bin ich den selben Weg früher jeden Morgen gefahren und ich kann mich nicht erinnern, dass es mir etwas ausgemacht hätte. Ist das einfach nur Gewohnheitssache, oder ist mein Nervenkostüm tatsächlich dünner geworden?

Glücklicherweise war die Parkplatzsuche dieses Mal kein Hindernis und ich legte daher eine Punktlandung hin.

Nachdem ich im Labor gefühlte 20 Röhrchen Blut gelassen habe (in Wirklichkeit waren es nur vier), stellte ich mich auf eine längere Wartezeit ein, denn es war bereits einigermaßen voll im Wartezimmer. Doch zu meinem großen Erstaunen, wurde ich bereits nach fünf Minuten ins Behandlungszimmer gejagt. Ja, „gejagt“ ist tatsächlich das richtige Wort. Der Arzt ist nämlich ein ganz schön komischer Kauz.

Er ist immer unter Zeitdruck. Da ist kein Platz für umschweifende Worte. Doch heute war er erstaunlich redselig. Zuerst redete er von der EM und dass wegen dem Spiel die Praxis heute schon um 17.00 geschlossen wird, weil dann eh keiner mehr kommen würde. Dann erzählte er aber auch, dass manche sogar extra in genau dieser Zeit zum Arzt gehen wollen, um dem Fußball zu entgehen. Manche Leute mögen Fußball eben nicht. Mit Karneval wäre das genauso, wo ich ihm eindeutig zustimme.

Doch seine Eltern – die liebten Karneval. Denn dort lernten sie sich kennen. Vier Jahre später dann, muss es an Karneval so kalt gewesen sein, dass seine Eltern lieber „kuschelten“, als zu feiern. Das Ergebnis war dann – er! Äh, ja…

Ich würde mal sagen: Zu viel Information! Ich möchte sowas nicht wissen! Das erzählte er mir alles, während er meine Schilddrüse schallte. Ich lege das dann mal als „Untersuchung der etwas anderen Art“ ab.

Während ich dann darauf wartete einen neuen Termin zu vereinbaren, hörte ich wie zwei Damen sich über „Asipositas“ unterhielten und die eine sich sicher war, dass sie von Jacobs Krönung zunehmen würde. Deswegen hat sie jetzt die Sorte gewechselt.

Ganz schön spannend, so ein Arztbesuch. Für heute habe ich dann genug Input erhalten.

Liebe ist…

Liebe ist…

…Glück

…Vertrauen

…Geborgenheit

…Zuneigung

…Nähe

…Verstehen ohne Worte

…Zusammenhalt

…Hoffnung

…Freude

…Spaß

…Träumen

…Herzklopfen

…für die Ewigkeit

…Du und ich

Danke für 6 wundervolle Jahre und für alle, die noch folgen. Du bist toll!

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„Die Liebe ist langmütig und gütig. Die Liebe ist nicht eifersüchtig, sie prahlt nicht, bläht sich nicht auf, benimmt sich nicht unanständig, blickt nicht nach ihren eigenen Interessen aus, läßt sich nicht aufreizen. Sie rechnet das Böse nicht an. Sie freut sich nicht über Ungerechtigkeit, sondern freut sich mit der Wahrheit. Sie erträgt alles, glaubt alles, hofft alles, erduldet alles. Die Liebe versagt nie.“

Die Bibel – 1. Korinther Kapitel 13

Muttermorphose

Seit drei Jahren bin ich Mutter. Drei Jahre, in denen viel passiert ist. Drei Jahre, in denen ich mich verändert habe. Drei Jahre, die dem Leben eine ganz neue, wunderbare Seite gegeben haben. Drei Jahre, die aus einem Paar eine kleine Familie gemacht haben.

Früher habe ich auf viele Dinge sehr hohen Wert gelegt, die heute nicht mehr so wichtig oder gar vollkommen in Vergessenheit geraten sind. Doch manchmal blitzen Gedanken hervor – Gedanken daran, wie unser Leben ohne Kinder war. War es schöner? Es war sehr schön, völlig anders als jetzt, aber nicht schöner, nein. Auch wenn es jetzt oft viel anstrengender und weniger spontan ist, auch wenn ich manche Dinge ein wenig vermisse, könnte es kaum schöner sein.

Als mein Mann und ich heirateten, waren wir uns noch nicht sicher, ob wir Kinder haben möchten. Wir gingen viel aus, machten Musik, reisten gerne und viel. Wir genossen das Leben. Eigentlich fehlte uns nichts. Dachten wir.

Heute wissen wir es besser.

Wir als Eltern? Irgendwann dachten wir darüber nach, ob wir es nicht einfach drauf ankommen lassen sollen. Unsicher waren wir beide ein wenig. Doch würden wir es später bereuen, wenn wir es nicht gewagt hätten? Also ließen wir es einfach auf uns zukommen. Wenn es klappt ist es gut, wenn nicht, dann würden wir es aber nicht auf Biegen und Brechen versuchen. Wir waren völlig frei im Kopf.

Und ich wurde sofort schwanger.

Was – so schnell? fragten wir uns ungläubig. Wir waren gerade im Urlaub, tranken Cocktails, genossen die Sonne, machten Ausflüge, sogar Wildwasser-Rafting. Doch irgendwann spürte ich eine Veränderung an meinem Körper. Ein eigenartiges Ziehen im Bauch. „Ich glaube, ich bin schwanger!“ Und jetzt? Im Urlaub einen Test machen? Nein, das haben wir aufgeschoben, bis wir wieder zuhause sind. Trotzdem trank ich von da an keinen Alkohol mehr, denn ich war mir bereits ziemlich sicher.

Zurück zuhause bestätigte uns der Test sofort, was wir bereits geahnt haben. Wir werden Eltern! Und es dauerte eine Weile, bis wir das begriffen hatten. Mit dem Bauch wuchs jedoch die Vorfreude und besonders mir machte es sehr großen Spaß, alles für unseren kleinen Schatz herzurichten.

Ich war auch fest davon überzeugt, dass ich eine gute Mutter werden würde, dass ich total entspannt sein würde, wenn das Baby weint oder es sonst irgendwie stressig wird. Denn bisher war es immer so, dass mich so schnell nichts aus der Ruhe brachte. Land unter in der Firma? Ich war der ruhende Pol. Streit unter Freunden? Ich war der Schlichter. Ich war die, die immer einen kühlen Kopf bewahrte.

Doch dann kam alles anders

Nach einer traumatischen Geburt kam keine harmonische Kennenlernzeit. Die ersten Monate waren von sehr viel Geschrei geprägt. Mein Sohn weinte bis zu 12 Stunden am Tag. Kann man dabei entspannt bleiben? Nein. So sehr ich es auch wollte, aber ich wurde in dieser Zeit an meine Grenzen gebracht. Dabei wollte ich doch, dass alles perfekt ist, wollte alles richtig machen und für meinen Sohn der Mensch sein, bei dem er Ruhe und Geborgenheit bekommt. Aber wie soll das auch funktionieren, wenn ich selbst alles andere als ruhig bin?

Aus Angst, ihn zu überfordern verließen wir kaum mit ihm das Haus und ich fühlte mich abgekapselt. Außerdem kam ich fast um vor Sorge, weil ich nicht wusste was ihm fehlte. Bis wir zur einer Osteopathin gingen, die ihm endlich half.

Die ersten sieben Monate waren wirklich hart. Auch für uns als Paar. Unsere ganze Kraft investierten wir nur in unseren Sohn und wechselten uns Abend für Abend ab und trugen ihn durchs Haus. Wir schauten nicht fern, wir unterhielten uns nur im Flüsterton und waren meilenweit davon entfernt, Zeit für uns zu haben.

Doch zum Glück ging es irgendwann bergauf. Von da an konnte ich mit meinem Sohn jeden Tag raus gehen, ohne schräg angeguckt zu werden, warum das Kind die ganze Zeit schreit. Wir machten lange Spaziergänge, gingen auf den Spielplatz, Eis essen, verabredeten uns.

Und es war auch wieder möglich hin und wieder mal etwas als Paar zu unternehmen.

Doch ein zweites Kind stand lange Zeit nicht zur Debatte, war die Angst vor der Geburt und davor, dass die ersten Monate wieder so schwer sein würden, viel zu groß. Und dennoch – tief in mir drin, ließ mich das Gefühl nicht los, dass irgendetwas fehlt. Oder eher irgendjemand. Als wir uns beide schließlich sicher waren, wurde ich sofort wieder schwanger. Doch in der 9. Schwangerschaftswoche erlitt ich eine Fehlgeburt. Von da an wollte ich es umso mehr. Und mir wurde klar, wie zerbrechlich das Glück doch sein kann.

Nach vier Monaten wurde ich erneut schwanger. Angst und Vorfreude waren in dieser Zeit meine ständigen Begleiter. Im September letzten Jahres machte unsere kleine Tochter die Familie komplett. Alles lief ganz wunderbar und meine Sorgen hatten sich glücklicherweise nicht bestätigt. Seitdem fühlen wir uns vollständig.

Wir wissen nun, was Glück wirklich bedeutet – auch wenn ich das erst ziemlich spät erfahren durfte.

Allein unter Müttern

Als meine Freundinnen alle Kinder bekamen, war ich gerade geschieden worden. Das war gar nicht so leicht für mich. Sie gründeten alle Familien und ich stand ganz allein da. Aber es hatte auch Vorteile: Ich hatte Zeit! Ich besuchte meine Freundinnen mit ihren Kindern regelmäßig und ich habe das genossen. Das war auch eine schöne Zeit.

Doch als ich dann Mutter wurde, hatten sie ihre Kinder alle schon mehr oder weniger groß. Das fand ich sehr schade. Und so wie ich sie damals regelmäßig besuchte, als ihre Kinder klein waren, ist es umgekehrt leider nicht. Zumindest nicht in einer gewissen Regelmäßigkeit. Aber das mache ich niemandem zum Vorwurf. Ich weiß, dass man mit Kindern irgendwie ständig verplant ist. Und wenn man dann nicht mal einen fahrbaren Untersatz hat, erschwert es die Sache enorm.

Und ich bin ganz ehrlich – mir selbst ist es zu stressig mit Sack und Pack „mal eben“ eine Freundin zu besuchen, was schon bei der Autofahrt anfängt und ich, dort angekommen, nur damit beschäftigt bin, meine Kinder davon abzuhalten, irgendwelche Schränke aus- und abzuräumen, weil es dort nicht (mehr) kindersicher ist. Ich kann sowas dann einfach nicht genießen. Denn ich bin: gestresst! Was ich früher nicht von mir kannte. Am liebsten treffe ich mich daher in meiner kinderfreien Zeit mit ihnen – wenn ich den Kopf frei habe und mich wirklich auf sie konzentrieren kann.

So haben sich alte Freundschaften gewandelt – und ich weiß, dass manch einer zu kurz kommt. Manchmal habe ich ein schlechtes Gewissen deswegen, obwohl mir klar ist, dass das nicht nur an mir allein liegt.

Natürlich habe ich aber einige andere Mütter kennengelernt und mit einigen treffen wir uns regelmäßig, damit die Kinder zusammen spielen können und Kontakt zu Gleichaltrigen haben. Das war mir von Anfang an sehr wichtig und daraus sind schöne Freundschaften entstanden.

Eine Frau im Wandel

Ich selbst habe mich sehr verändert – innerlich wie äußerlich. Dass ich viel schneller gestresst bin, sagte ich ja gerade schon. Das nervt mich unglaublich. Gleichzeitig denke ich, dass es normal ist und vor allem menschlich. Aber auch dieser Gedanke ändert nichts daran, dass es mich nervt, dass ich nicht einfach gelassen reagieren kann, sondern so oft am Rande des Wahnsinns stehe.

Doch natürlich äußert sich das Mutter sein nicht nur negativ – im Gegenteil! Denn vor allem bin ich auch glücklicher. Manchmal habe ich das Gefühl, mein Herz würde platzen vor Glück, wenn ich meine Kinder ansehe, wenn ich sie lachen höre, wenn sie sich in meine Arme kuscheln. Und ich bin so unfassbar stolz, auf jede Kleinigkeit die sie lernen. Und wir haben so viel Spaß! Unser Sohn bringt uns mit seinen Sprüchen immer wieder zum Lachen – und bald wird die Kleine mitmachen.

„Ich hab‘ Dich so lieb, Mama!“ Gibt es Worte, die süßer klingen? Mein Herz quillt über vor Liebe für meine Familie. Aber mein Herz spürt auch Angst, ist ummantelt von Sorge, ob dieses Glück von ewiger Dauer ist. Wenn ich mir vorstelle, einem von uns könnte irgendetwas zustoßen… Ich möchte diesen Gedanken nicht zu Ende denken, versuche ihn beiseite zu schieben – doch er ist allgegenwärtig.

Meine Gefühlswelt hat sich völlig verändert und wurde mit so viel mehr Liebe und Glück, aber eben auch mit Sorgen und Stress gefüllt. Ich bin so stolz auf alles, was meine Kinder lernen, stolz auf alles, was ich für sie leiste. Und trotzdem immer besorgt, dass es nicht genug ist.

Und auch äußerlich bin ich längst nicht mehr die Alte. Ich bin nicht mehr die, die immer nur komplett durchgestylt das Haus verlässt, obwohl mir das so wichtig war. Heute sitzt nicht mehr jede Haarsträhne perfekt, geschminkt wird sich nur noch in Kurzfassung. Auch (und leider) passe ich auch nicht mehr in Kleidergröße 36/38. Davon bin ich weit entfernt und deswegen oft unzufrieden. Aber daran kann man ja arbeiten.

Reisen und Ausflüge sind auf die Kinder ausgerichtet, nicht mehr nur auf uns und unseren persönlichen Luxus.

Wir gehen kaum noch aus und unser Geld geben wir fast nur für die Kinder aus.

Doch stört mich das? Manchmal vielleicht. Nein – eigentlich nicht. Denn das Wichtigste ist, dass es unseren Kindern gut geht, dass sie glücklich sind und sich geborgen und geliebt fühlen. Dann ist es auch für uns perfekt!

Ich habe mich verwandelt – von einer ganz normalen Frau in ein liebendes, gefühlsduseliges Muttertier. Und das ist gut so!

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9 Monate

Heute bin ich 9 Monate alt. Mama findet, dass ich schon total riesig bin. Dabei kann es mir gar nicht schnell genug gehen mit dem Wachsen. Ich will endlich so richtig mit meinem Bruder toben können. Aber ich glaube, das dauert noch ein bisschen.

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Ich lerne schließlich gerade erst krabbeln. So richtig kann ich das noch nicht. Es ist aber auch schwierig, weil der Boden im Wohnzimmer so glatt ist. Da rutsche ich immer weg. Im Kinderzimmer auf dem Teppichboden klappt das schon viel besser. Ich glaube, ich habe den Dreh ganz bald raus. Nur noch ein bisschen üben.

Seit zwei Wochen kann ich mich auch schon alleine hinsetzen. Außerdem versuche ich gerade, mich überall hochzuziehen. Aber ich bin noch ein bisschen wackelig auf den Beinen, deswegen halte ich mich am liebsten an Mama fest. Da fühle ich mich sicher, weil ich weiß, dass sie mich auffängt. Ich glaube, Mama ist manchmal ganz schön genervt, wenn ich so an ihr klebe, weil sie deshalb nie richtig mit meinem Bruder spielen kann. Und er ist dann auch sauer. Das verstehe ich. Aber Ihr müsst mich auch verstehen; ich muss das alles ja noch lernen – und zwar jetzt sofort! Ich will doch mitmachen!

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Seit ein paar Wochen schlafe ich jetzt in meinem eigenen Zimmer und das klappt ganz wunderbar. Meistens schlafe ich durch bis 08.00 Uhr und bekomme dann meine Flasche und danach zieht Mama mich an. Dann geht der Tag endlich los!

Doch Vormittags bin ich oft quengelig, weil ich vielleicht doch ein bisschen länger hätte schlafen sollen. Aber ich wollte doch nichts verpassen! Doch die Zeit bis zum Mittagsschlaf ist dann für uns alle ganz schön lang. Trotzdem will ich meistens nicht, dass Mama mich schon vor dem Mittagessen hinlegt.

Apropos Essen: Ich esse gerne Käse. Und Schinkenwurst und Bananen. In Mamas Marmeladenbrot beiße ich auch total gern hinein. Außerdem liebe ich Erdbeeren, Äpfel, Birnen und Tomaten. Die sauge ich aus dem Fruchtsauger, damit ich mich nicht an den Stückchen verschlucke. Babykekse und Zwieback knabbere ich auch sehr gern. Und ich bin total verrückt nach Obst aus Quetschbeuteln!

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Mama hat endlich den Kinderwagen umgebaut. Jetzt kann ich viel mehr sehen. Das gefällt mir.

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Ich darf im Auto jetzt auch im Reboarder fahren, aber das habe ich noch nicht ausprobiert. Bestimmt macht mir das Autofahren dann auch mehr Spaß.

Nur das Baden, das gefällt mir immer noch nicht. Und das obwohl ich jetzt in der großen Badewanne im Sitzring plantschen darf. Ich mag Wasser einfach nicht. Mama sagt, im Urlaub wollen wir ins Schwimmbad gehen. Ob mir das wohl Spaß macht?

Ich spiele am liebsten mit den Duplosteinen von meinem Bruder. Oder mit seinen Autos. Aber die nimmt Mama mir immer ab, weil da wohl kleine Teile dran sind. Manno! Sachen die Krach machen, find ich auch gut. Mama nicht.

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Ich verstecke mich auch gern und lache dann immer, wenn Mama „Kuckuck“ sagt. Und ich zerfetze gerne Zeitungen. Das macht so viel Spaß!

Ich kann auch schon „Mama“ sagen, aber sie ist sich nicht sicher, ob ich wirklich sie damit meine. Ich sage das immer nur, wenn ich gerade am Meckern bin, weil ich lieber zu ihr will, als irgendwo auf dem Boden rumzusitzen.

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So, jetzt werde ich Mama noch ein bisschen auf Trab halten! Bis bald!

 

 

Hamburg – Großstadtliebe #1

Heute lade ich Euch ein – in meine Lieblingsstadt Hamburg. Es sind inzwischen schon ein paar Jahre vergangen, seit ich zum letzten Mal dort war. Und es zieht mich dorthin, immer wieder, erst recht, wenn ich mir die Bilder so anschaue.

Als ich 16 Jahre alt war, durfte ich diese Stadt zum ersten Mal besuchen. Wir machten unsere Abschlußfahrt mit der Schule dorthin. Und vom ersten Augenblick begeisterte mich diese Stadt, die so viele verschiedene Gesichter hat. Und diese Begeisterung möchte ich mit Euch teilen.

Zuerst besuchen wir das Rathaus. Zwischen den Jahren 1886 und 1897 wurde es im Stil der Neorenissance erbaut. Sein Turm ist 112 Meter hoch.

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Im Innenhof des Rathauses befindet sich der Hygieia-Brunnen, welcher 1895/1896 von dem Bildhauer Joseph von Kramer gestaltet wurde. Hygieia ist die Göttin der Reinheit. Die Figuren, die sie umgeben, stellen den Nutzen und die Verwendung des Wassers dar.

 

Von dort aus geht es vorbei am Hamburger Ehrenmal, welches 1931 zur Erinnerung an die Gefallenen des Ersten Weltkriegs geschaffen wurde.

 

Zum Verweilen und Bummeln laden die Alsterarkaden ein, welche 1843 fertiggestellt wurden.

 

Über den Hamburger Hafen gibt es jede Menge zu erzählen. Das würde den Rahmen etwas sprengen. Wenn Ihr mehr darüber erfahren wollt, geht es hier entlang. Ich lasse jetzt einfach ein paar Bilder sprechen.

 

Immer wieder lohnenwert ist auch ein Besuch auf dem berühmten Fischmarkt, welcher bereits seit dem Jahr 1703 jeden Sonntag stattfindet. Geöffnet ist dieser immer von 05.00 bis 09.30 Uhr – also nicht für Langschläfer geeignet.

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Und nach dem Einkauf? Könnt Ihr Euch in der benachbarten Fischauktionshalle stärken und Livemusik hören. Oder einfach weiter feiern, falls Ihr gerade von der Reeperbahn kommt.

Ganz in der Nähe findet Ihr den alten Elbtunnel. Er wurde 1911 eröffnet und unterquert die Norderelbe auf einer Länge von 426,5 Metern. Er wird als öffentlicher Verkehrsweg sowohl von Fußgängern und Radfahrern sowie eingeschränkt von Kraftfahrzeugen genutzt.

 

Lohnenswert ist auch ein Aufstieg auf den Michel, die Hauptkirche St. Michaelis. Die Aussicht ist einfach traumhaft und von dort oben könnt Ihr die verschiedenen Gesichter der Stadt beobachten. Der Michel wurde drei Mal erbaut, da er zwei Mal einem Brand zum Opfer fiel. Seit 1983 wird er fast kontinuierlich renoviert.

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Kommt, genießen wir gemeinsam die Aussicht!

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Blick auf das Rathaus
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Blick auf die Kameramtsstuben
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Blick auf das Musical- Theater vom König der Löwen
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Blick auf den Hafen
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Blick auf die Speicherstadt

Die Speicherstadt ist mein liebster Stadtteil von Hamburg. Früher hauptsächlich als Lager für Kaffee oder Tee genutzt, beherbergen die Häuser heute diverse Museen, sowie andere Attraktionen.

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Unter anderem findet Ihr dort das Dungeon, welches wirklich einen Besuch wert ist, für all diejenigen, die auf leicht schaurige Weise ein wenig über die Geschichte der Stadt erfahren möchten.

Auch faszinierend ist das Miniatur-Wunderland, in dem man kaum aus dem Staunen herauskommt.

 

Wer sich schon vor seiner Reise sicher ist, eine dieser Ausstellungen zu besuchen, dem rate ich, die Tickets vorab zu besorgen, denn unter Umständen können die Wartezeiten schon mal etwas länger werden.

Und den Besuch eines Musicals sollte man sich natürlich auch nicht entgehen lassen, wenn man schon einmal dort ist.

Zum Schluß noch ein kleines Stück Geschichte: Die Kameramtsstuben finde ich sehr sehenswert, denn dies sind die ältesten erhaltenen Wohngebäude der aus Alt- und Neustadt bestehenden Hamburger Innenstadt. Ehemals als Wohnungen für Witwen vom Krameramt genutzt, bilden die um 1620 bis 1700 errichteten Fachwerkhäuser heute die letzte geschlossene Hofbebauung des 17. Jahrhunderts in Hamburg. Bis ins 20. Jahrhundert prägte dieses Bild das Aussehen weiter Teile der Stadt.

 

Das alles und noch vieles mehr hat Hamburg zu bieten und es ist immer wieder eine Reise wert. Mich zieht es dorthin und ich hoffe, dass sich das bald erfüllen lässt – mit Kindern sicher auf eine andere Weise als bisher, aber diese Stadt hat für jedes Alter etwas zu bieten.

Ich hoffe, unser kleiner Ausflug hat Euch gefallen und ich konnte Euch Hamburg ein wenig schmackhaft machen.

Gute Reise!

ElternBloggerCafé 2016

Gestern war ich zum ersten Mal zu einem Blogger-Treffen eingeladen und zwar zum Eltern-Blogger-Café im Whiteloft in Düsseldorf.

Das war ganz schön aufregend, allein schon wegen der Autofahrt. Denn ich hasse es durch Düsseldorf zu fahren. Autofahren gehört eh schon nicht zu meinen größten Hobbys – und ich Landei in der Großstadt? Überhaupt nicht meine Welt!

Aber schon nach 35 Minuten bin ich tatsächlich relativ stressfrei am Ziel angelangt und fuhr ins Parkhaus. Weil ich auf den ersten Blick in der oberen Ebene keine Lücke für talentbefreite Parkerinnen entdeckte, fuhr ich nach unten. Auf die Gruselebene. Es war total düster dort. Ich suchte also schnell das Weite.

Als ich schließlich die Orientierung gefunden habe, war ich auch in wenigen Minuten am Whiteloft angekommen und es war schon jede Menge dort los.

Etwas nervös betrat ich den Raum und sah offensichtlich ein wenig verloren aus. Ich wurde dann gleich von einer der Organisatorinnen begrüßt, die mir kurz alles erklärte.

Als ich mich gerade ein wenig orientieren wollte, hörte ich nur ein freudiges:“Erkennst Du mich?“ – und da stand die liebe Nina von Gedankenpotpourri neben mir. Ich habe mich so sehr gefreut, das könnt Ihr Euch gar nicht vorstellen! Ihr Blog war einer der ersten, denen ich folgte und ich liebe ihre Texte so sehr! Schon öfter haben wir miteinander gemailt und jetzt standen wir uns endlich mal gegenüber. Die Freude war doppelt groß, weil wir auch gar nicht wussten, dass wir uns dort treffen würden.

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Wir qlauderten ausgiebig und schauten uns neugierig um. Ich kannte mehr als die Hälfte der BloggerInnen gar nicht, habe von deren Blogs noch nie etwas gehört, oder eher gelesen. Einige bekannte Gesichter erkannte ich jedoch sofort, so habe ich mich gefreut Alina von Liebling, ich blogge – jetzt zu sehen, oder Susanne von NullPunktZwo. Den meisten bekannt sind sicher auch Dajana von Mit Kinderaugen und Frida von 2KindChaos. Auch über (für mich) neue Gesichter habe ich mich gefreut, zum Beispiel über Julia und ihre Familie von Die gute Kinderstube oder über  Natalie von Bilderbuchbaby und ihre niedliche Tochter.

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Für das leibliche Wohl sollte ein veganes Buffet sorgen, welches jedoch ziemlich schnell abgegrast war. Später kam noch mal ein wenig Nachschub in Form von Brezeln und anderen Backwaren. Da war dann auch für die kleinen Besucher etwas dabei.

Interessant waren die Stände der Sponsoren. Ganz besonders angetan war ich von den tollen Kinderrucksäcken der Firma Lässig, von denen ich bisher eigentlich nur die Wickeltaschen kannte.

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Auch S.Oliver war zugegen und nähte ganz wundervolle Waschbären aus Filz, die mit einen Stück eines alten T-Shirts verziert wurden. Ich kann Euch leider nicht das Ergebnis zeigen, denn es haben so viele Leute alte T-Shirts mitgebracht, dass sie mit dem Nähen nicht nach kamen und wir unseren Waschbär erst im Laufe der Woche geschickt bekommen.

Die Firma Weleda war ebenfalls dort und präsentierte Pflegeprodukte für Mama und Baby.

Am Stand von Ergobaby Deutschland testete ich dann mit „Baby“ Paul die neue Comforttrage, welche recht angenehm zu tragen war.

Es gab auch ein paar Vorträge, die leider im Stimmengewirr untergegangen sind. Doch alles in allem war es ein schöner Tag und es war spannend, wie sich die virtuelle mit der realen Welt verbunden hat.

Zum Abschied gab es noch zwei Goodie-Bags. Mein Sohn konnte es kaum erwarten, sie auszupacken.

Es waren echt schöne Überraschungen drin, über die wir uns sehr gefreut haben.

Das waren meine Eindrücke vom Eltern-Blogger-Café 2016 und ich sage vielen lieben Dank an style/ranking für die Einladung!