Familienzeit mit Hindernissen

Wenn der Urlaub meines Mannes näher rückt, bin ich immer voller Vorfreude. Familienzeit. Was gibt es Schöneres?

Wir planen immer den ein oder anderen Ausflug, um für und mit den Kindern Erinnerungen zu schaffen und eine tolle Zeit zu haben. Außerdem erledigen wir in dieser Zeit immer einiges, was sonst liegen bleibt. Außerdem versuchen wir einiges zu erledigen, was sonst liegen bleibt.

So hatten wir für letzte Woche Montag geplant, mit den Kindern ins SeaLife Oberhausen zu fahren. Die Autofahrt war etwas anstrengend, da die Kleine die ganze Zeit geplärrt hat – gehört Autofahren doch so gar nicht zu ihren Lieblingsbeschäftigungen. Aber schließlich kamen wir dort an und waren begeistert, weil dort fast nichts los war. So konnten wir in Ruhe alles anschauen. Na ja, so viel Ruhe ein Dreieinhalbjähriger so hat. Aber es war echt schön. Wir konnten sogar die Haut eines Tigerhais anfassen, die sich anfühlt wie Schmirgelpapier, und auch dessen Eierschale, die wie Gummi ist. Den Tunnel fand die Kleine besonders faszinierend und auch den Ausblick in das große Becken.

Wir waren gerade durch, als es für Pusteblume Zeit zum Mittagessen war. Wir entschieden rüber ins Lego Discovery Centre zu gehen, wofür wir die Tickets günstig an der SeaLife-Kasse erworben haben. Vor einiger Zeit waren wir schon einmal dort und es hat uns überhaupt nicht gefallen. Viel zu voll und viel zu klein. Wir hatten einfach mehr erwartet. Aber für den ermäßigten Preis wagten wir einen neuen Versuch.

Und auch hier hatten wir Glück, weil es alles andere als überlaufen war. Wir haben uns also erst einmal Hot Dogs und Brezeln besorgt und gegessen, danach noch eine Weile dort gespielt. Der Große wurde sogar geschminkt.

Als die Kleine dann langsam unruhig wurde, weil sie hundemüde war, machten wir uns auf den Weg nach draußen. Weil am CentrO Weihnachtsmarkt war und dort auch ein Karussell stand, mussten wir dort natürlich noch einen Zwischenstopp einlegen.

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Der Wildfang fuhr zwei Runden und ich sah mich derweil in einem zauberhaft kunterbunten Zuckerladen um.

Als wir endlich im Auto saßen, dachte ich, die Kleine würde gleich einschlafen. Aber beim Stop and Go im Berufsverkehr klappte das so gar nicht. Nach langem Hin und Her schlief sie schließlich doch ein. Leider nur für 20 Minuten. Dementsprechend schlecht war auch die Laune am Rest des Tages. Aber wir hatten einen wirklich tollen Tag und das war es echt wert.

Am Abend war ich noch bei einer Freundin zum Thermomix Erlebniskochen eingeladen. Ehrlich gesagt, wusste ich überhaupt nicht, was ich davon halten sollte. Ich dachte, dieses Gerät gehört zu den Dingen, die die Welt nicht braucht. Tatsächlich wurde ich aber eines Besseren belehrt. Denn alles, was wir damit zubereitet haben, war einfach unfassbar lecker und vor allem war alles ganz frisch. Und so einfach. Ich nenne es „Kochen für Dumme“ – für mich wäre es also genau das Richtige. Wenn da nicht der Preis wäre. Der ist ziemlich heftig und deshalb scheue ich mich ein bisschen davor, denn ich frage mich, ob ich ihn wirklich so häufig benutzen würde, dass es sich lohnt. Andererseits…hätte ich ihn schon gern. Denn die Tatsache schnell und einfach etwas Gesundes auf den Tisch zu zaubern begeistert mich schon irgendwie. Ob ich ihn bekomme? Hm, ich weiß es nicht. Schatz? Ja, ich weiß, der Zeitpunkt ist gerade echt nicht günstig, zu viele andere Ausgaben. Aber aufgeschoben ist schließlich nicht aufgehoben.

Der Tag war furchtbar lang und ich war erst gegen 24.00 zu Hause. Am nächsten Tag kam dann die Keule. Ich wachte schon mit starken Kopfschmerzen auf und die wurden im Laufe des Tages, trotz mehrfacher Einnahme von Ibuprofen 600, eher schlimmer als besser. Nach einem heißen Bad am Nachmittag war schließlich auch mein Kreislauf völlig im Keller. Ich kämpfte mich durch den Rest des Tages und hoffte einfach, dass es am nächsten Tag besser aussehen würde.

Fehlanzeige. Am nächsten Morgen tat mir einfach alles weh. Zu den Kopfschmerzen, die mich nachts immer wieder aufwachen ließen, gesellten sich nun auch Gliederschmerzen. Dabei wollten mein Mann und ich doch heute gemütlich frühstücken gehen. Ein klitzekleines bisschen Pärchenzeit seit einer gefühlten Ewigkeit. Also, Augen zu und durch. Schließlich freute ich mich so darauf.

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Wirklich genießen konnte ich es leider nicht, aber nachdem ich dann Grippostad C eingeworfen hatte, ging es mir ein wenig besser. Damit würde ich mich dann den Rest der Woche über Wasser halten. Nach dem Frühstück kauften wir noch ein wenig ein und waren pünktlich wieder da, um die kleine Pusteblume ins Bett zu legen für den Mittagsschlaf. Den Rest des Tages dümpelten wir nur so herum und ich sehnte meinen wöchentlichen Massage-Termin am Abend herbei, der mich schließlich gänzlich von meinen Kopfschmerzen befreite.

Am Donnerstag machten wir uns morgens auf den Weg nach Köln ins Odysseum. Wir überlegten längere Zeit hin und her und fragten uns, ob es für unseren Sohn schon etwas ist. Die Tatsache, dass dort ein Dinosaurier ausgestellt ist, half uns bei der Entscheidung dafür.

Das Museum mit der Maus fand ich tatsächlich ganz gut gelungen und toll aufgemacht. Es gab allerlei zum Entdecken und Tüfteln.

Es gab auch einen schönen Spielbereich, der allerdings für so manche Beule gesorgt hat, mangels Polsterung.

Auch sonst gab es jede Menge zu entdecken, jedoch war es wirklich eher für ältere, technisch interessierte Kinder gedacht.

Und schließlich entdeckten wir auch den Dino. Ich erwartete riesige Begeisterung, aber es war eher Gleichgültigkeit, die später in Furcht umschlug, als die Urzeitechse anfing zu brüllen und sich zu bewegen. Da wollte mein Sohn schnell weg und wir haben uns lieber den Ausgrabungen gewidmet.

Alles in allem waren wir tatsächlich etwas enttäuscht und hätten uns doch lieber für etwas anderes entscheiden sollen. Die weite Fahrt hat sich nicht gelohnt, ebenso das Eintrittsgeld. Auch die Küche dort ließ zu Wünschen übrig. Aber dem Großen hat es scheinbar dennoch gut gefallen. Er fragt ständig, wann wir noch einmal hinfahren.

Am Abend gab es dann noch Ofenkäse und einen Film als die Kinder im Bett waren. Gemütlich.

Na ja, und an den Feiertagen waren dann alle krank. Samstag hatte die Kleine Fieber, alle hatten Husten, auch mein Mann. Läuft. Nicht.

Sonntag Abend, als die Kinder im Bett waren, gab es Fondue for two. Ich hatte solche Lust darauf, das mal wieder zu machen, aber mit den Kindern ist mir das noch zu kritisch. Das konnten wir auch tatsächlich in Ruhe genießen, die Kinder schliefen ausnahmsweise durch. Momentan eine echte Seltenheit. Es war also sehr lecker und wir hatten etwas zu viel Fruchtsecco.

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Montag hatte der Große schließlich auch Fieber. Im Moment ist echt der Wurm drin bei uns. Nun arbeitet mein Mann wieder und ich versuche den Tag mit zwei kranken Kindern halbwegs gut rumzukriegen. Gar nicht so einfach. Zum Glück bringen die neuen Spielsachen aber eine willkommene Ablenkung.

Die neue Puppe der Kleinen kommt bei meinem Sohn übrigens super an. Er kümmert sich ganz fürsorglich darum.

Ach so. Dann gab es von meiner Schwiegermutter noch diesen furchtbaren Süßkram-Teller.

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Was sagt wohl die Waage dazu? Ich will es gar nicht wissen. Wir versuchen einfach alles schnell zu vertilgen und im nächsten Jahr geht es wieder ohne Süßigkeiten weiter. Hoffentlich.

2 Gedanken zu “Familienzeit mit Hindernissen

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