Story of a Song

Neulich stand ich nach langer Zeit mal wieder im Proberaum und habe mit ein paar Bekannten ein bisschen Musik gemacht. Seit mehr als vier Jahren habe ich keinen Proberaum mehr von innen gesehen.

Ich fühlte mich plötzlich um einige Jahre zurück versetzt. Und es war fast so wie damals, als ich zum allerersten Mal in einem Proberaum stand und etwas singen sollte.

Mit zitternder Stimme

Ich liebte das Singen schon immer. Aber dass ich es tatsächlich (einigermaßen gut) kann, war mir nicht bewusst. Ich habe als Teenie im meinem Zimmer halt immer das Radio laut aufgedreht und mitgesungen. So laut ich konnte. Aber nicht besonders schön. Davon können meine Eltern ein Lied singen.

Ich war 28 Jahre alt, als ich mit einem Bekannten auf einer Goldhochzeit an der Theke stand und er mir erzählte, dass er für die Band, in der er spielte, Background-Sängerinnen suche. Nach dem ein oder anderen Glas Wein zu viel sagte ich ohne nachzudenken: „Ich mach‘ das!“

Hinterher dachte ich dann nur „Oje, oje…“ und schneller als ich gucken konnte, stand ich dann bei ihm im Proberaum und sollte dann mal was singen. Ich dachte, ich muss sterben. Und genau so hörte sich das wahrscheinlich auch erst mal an.

Das Beste

Doch dann sang ich dieses eine Lied. Das Lied, das mir lag, mit dem ich mich rundum wohl fühlte. Ich sang „Das Beste“ von Silbermond und bekam als Antwort darauf: „Das ist es!!!“

So fing mit diesem Lied alles für mich an. Nur wenige Wochen später fand ich mich auf einer kleinen Bühne wieder und sang dieses und noch zwei weitere Lieder.

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Ihr könnt Euch kaum vorstellen, wie nervös ich war. Aber bis auf einen mehr oder weniger kleinen Patzer ist alles gut gelaufen.

„Das Beste“ wurde zu meinem Paradestück. Ich liebe nicht nur Silbermond, sondern auch diesen Text, der so viele Gefühle transportiert. Wenn ich es singe, denke ich an meinem Mann und an meine Kinder, die wirklich das Beste sind, was mir je passieren konnte.

Einige Zeit später nahm ich das Lied bei meinem (da noch nicht) Mann im Tonstudio auf. Ich sang es im August 2010 auf der Hochzeit meiner besten Freundin, die deswegen Rotz und Wasser geheult hat, und im Dezember 2012 sang ich es nochmals bei der Hochzeit einer anderen lieben Freundin, von meinem Mann am Keyboard begleitet. Welches Lied passt auch besser zu einer Hochzeit, als dieses?!

Noch heute höre und singe ich es gerne. Und das wird sich vermutlich auch niemals ändern.

Und hier ist es, von mir für Euch…

Die beste Sängerin werde ich wohl nie werden. Das weiß ich. Und da ich in den letzten Jahren auch fast gar nicht mehr gesungen habe, wird es vermutlich auch nicht besser werden. Was ich sehr schade finde, denn das Singen fehlt mir, weil es so verdammt gut tut.

Aber die Musik hat viel Gutes für mich getan. Davon erzähle ich beim nächsten Mal mehr…

12 Gedanken zu “Story of a Song

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