Nebel im Kopf

Ich würde so gern etwas Sinniges schreiben. Aber momentan habe ich nur eines im Kopf: Nebel.

Seit über einer Woche bin ich nun schon total von der Grippe ausgeknockt. Und mit ausgeknockt meine ich, dass ich wirklich gar nichts kann, außer auf dem Sofa herumliegen und im Halbschlaf vor mich hin zu husten. Mir ist permanent schummrig im Kopf und meine Stimme ist nicht mehr, als ein heiseres Krächzen.

Zwischenzeitlich war ich mir ziemlich sicher, ich wurde auf seltsame Art und Weise von der sagenumwobenen Männergrippe heimgesucht. Denn eigentlich gehöre ich nicht so zu den extrem leidenden Wesen. Ich war immer eher so der Typ „Kopf unter’n Arm und weitermachen“. Das war aber dieses Mal einfach nicht möglich.

Sehr zum Leidwesen meiner Kinder. Da liegt die Mama plötzlich nur noch auf’m Sofa rum und die Kinder müssen ganz allein spielen. Manchmal machte ich ihnen einfach den Fernseher an. Zu Essen gab es nur Butterbrote. Im ganzen Haus war Spielzeug verteilt. Ich hatte permanent ein schlechtes Gewissen.

Gleichzeitig war ich erstaunt, wie gut es dennoch geklappt hat und wie toll sie sich allein und miteinander beschäftigen können. Meine Tochter kam zwischendurch immer wieder am Sofa vorbei, streichelte meinen Kopf und sagte mit leidender Stimme „Ei, Mama!“. Und der Große meinte: „Es ist egal, dass Du nicht mit uns spielen kannst, wenn Du krank bist.“

Zwischendurch war sogar das Reden so anstrengend, dass ich spätestens nach dem zweiten Wort schweißgebadet war. Und dann musste ich alles auch noch fünf bis zehn mal wiederholen, weil ich nur im Flüsterton sprechen konnte und mich einfach keiner verstand.

Gestern war der erste Tag, an dem ich mich etwas besser fühlte. Ich bin ohne Kopfschmerzen aufgewacht und fühlte mich dazu gedrängt, ein wenig aufzuräumen und mit meinen Kindern zu spielen. Doch wie das so ist, tut man dann meistens gleich wieder zu viel. Und dann waren wir abends noch bei den neuen Nachbarn zur Hauseinweihung eingeladen. Als die Kinder danach endlich im Bett waren, habe ich umgehend selbiges aufgesucht.

Heute Morgen meinte mein Sohn, ich könne ruhig im Bett liegen bleiben. Wäre ich auch gerne. Und das, obwohl ich endlich mal wieder ganz gut geschlafen habe.

In den ersten Nächten hielt mich der Husten so wach, dass ich fast gar nicht schlief. In meinem Kopf schrieb ich daher mehrere Blogartikel, aber mein Körper war zu müde, um sie aufzuschreiben. Jetzt sind die Gedanken futsch – was vielleicht auch nicht so schlimm ist, denn wer weiß, welchen geistigen Dünnschiss sich mein Hirn im Dauerdelirium so ausgedacht hat.

Und da konnte ich gerade mal einen Tag klar denken, hat mich der Nebel wieder eingeholt. Ich bin müde. Sehr müde. Und ich huste. Und ich bin heiser. Immer noch. Und erwähnte ich bereits, dass ich sehr müde bin?

Wo bitteschön kann man eine Großpackung Energie kaufen? Wenn Ihr es herausgefunden habt, sagt mir bitte Bescheid. Habe ich bitter nötig.

Euch da draußen wünsche ich ein tolles Wochenende! Ohne Nebel und so.

 

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