Von Vulkanen, Rittern und verwunschenen Felsen

Mittwoch – 06.09.2017

Am nächsten Morgen wachten wir erholt auf. Nach dem gestrigen Tag bin ich schon sehr früh auf dem Sofa eingeschlafen.

Und auch heute stand wieder volles Programm auf dem Plan. Wir machten uns auf den Weg Richtung Daun, um uns die Maare anzuschauen. Denn wenn man schon mal in der Vulkaneifel ist, gehört das dazu.

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Leider war es sehr kalt und der Wind schnitt uns ins Gesicht, so das wir nach wenigen Minuten bereits wieder im Auto saßen. Wir sahen schon schwarz, was das Wetter anging, denn es war Regen gemeldet – und die schweren, grauen Wolken verhießen nun wirklich nichts Gutes. Trotzdem fuhren wir weiter.

Unser nächstes Ziel sollte eigentlich die Stadtmauer von Hillesheim sein. Doch auf dem Weg nach Daun, fiel mir ein Schild Richtung Manderscheid auf. Und nur wenige Minuten zuvor erzählte ich meinem Mann, dass ein Bekannter mir mal ein Foto von einer Burgruine in Manderscheid geschickt hat. Ich war mir bis dato aber sicher, das würde an der Mosel liegen. Offensichtlich hatte ich mich aber geirrt und nachdem ich Herrn Google gefragt hatte, was denn nun stimmt, ließen wir die Stadtmauer sausen und fuhren stattdessen die etwa 15 km Richtung Manderscheid, um die Burg zu erklimmen.

Und diese Entscheidung war goldrichtig. Denn ich liebe Burgen seit eh und je – und der Wildfang wollte auch unbedingt mal eine Ritterburg sehen.

Je höher wir stiegen, desto mehr brach die verkappte Helikopter-Mutter in mir durch. Der Wildfang nahm immer wieder Anlauf, um sich mit Schwung auf die Mauern zu werfen, um darüber gucken zu können. Immer wieder bat ich ihn, vorsichtig zu sein, was er in seinem Übermut regelmäßig vergaß. Und auch die Kleine kletterte überall hoch, so dass ich meinen Mann immer wieder panisch darum bat, sie gut festzuhalten und Abstand von den Außenmauern zu nehmen. Für mich war es eh schon ein großer Schritt, meiner Höhenangst zum Trotz bis ganz oben auf den Bergfried zu steigen. Ich war froh, dass ich das geschafft hatte, denn die Aussicht war toll. Noch froher war ich aber, als es wieder an den Abstieg ging.

Die Niederburg wurde 1173 zum ersten Mal urkundlich erwähnt. 1794 wurde sie von Franzosen zerstört. Sie ist durch einen Fluß von der Oberburg getrennt. Früher lag zwischen den beiden Burgen sogar die Grenze zu Luxemburg.

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Von da aus ging es weiter zum Dreimühlen Wasserfall. Von einem kleinen Parkplatz in Üxheim mussten wir einen sehr langen Fußweg zurücklegen, was so leider nirgendwo stand. Der Weg kam uns endlos vor, die Kinder hatten spätestens nach der Hälfte der Strecke trotz Buggy und Laufrad keine Lust mehr und der kalte Wind machte es nicht gerade leichter. Außerdem sah es wieder nach Regen aus. Schirme und Regenjacken lagen im Auto. Natürlich. Aber ich wollte nicht umkehren. Und letztendlich hat sich unser Durchhaltevermögen bezahlt gemacht.

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Schaut Euch dieses Wunderwerk der Natur an! Der Felsen, an dem das Wasser herabfließt, sieht so verwunschen aus. Es ist einfach zauberhaft.

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Ein schönes Fleckchen Erde, findet Ihr nicht!? Ich bin froh, dass wir nicht frühzeitig umgekehrt sind. Und die Regenwolken hatten sich zum Glück auch wieder verzogen.

Nach einem kleinen Snack fuhren wir zu unserem letzten Ziel für diesen Tag: Dem Vulkangarten in Steffeln.

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Neben der Vulkanwand und Tuffsteinschichten gibt es dort einfach Natur pur – wild, rau und wunderschön.

Aber leider hatte unser kleines Mädchen so gar keine Lust mehr und weinte viel. Wir mussten viel zu früh umkehren, was wirklich schade war. Ich wäre gern länger geblieben und hätte die Schönheit dieses Ortes genießen wollen. Vielleicht ein anderes Mal.

Und dann auf jeden Fall ohne Buggy und Laufrad, denn damit kommt man leider nicht allzu weit.

Den Abend verbrachten wir ruhig in unserem Ferienhaus. Die Kleine hatte schlagartig wieder bessere Laune, als wir dort ankamen. Wir spielten und ich las dem Wildfang ein paar Bücher vor, bis es schließlich ins Bett ging.

Gute Nacht!

 

 

3 Gedanken zu “Von Vulkanen, Rittern und verwunschenen Felsen

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