Wild und wunderbar

Donnerstag – 07.09.2017

Ein neuer Tag unseres Eifel-Urlaubs ist angebrochen und nach einem gemütlichen Frühstück waren wir gerade dabei uns startklar für unseren Ausflug zu machen, als es plötzlich in Strömen regnete. Das haben wir uns natürlich ganz anders vorgestellt.

Sowieso läuft es nicht so wie geplant, denn eigentlich wollten wir zum Eifelpark Gondorf fahren – einer Kombination aus Wildpark und Freizeitpark. Doch zufällig las ich am Tag zuvor, dass die Fahrgeschäfte ab September wochentags geschlossen sind.

So entschieden wir uns, eine etwas weniger weite Strecke zu fahren und suchten uns den Wild- und Erlebnispark Daun als neues Ziel aus. Trotz des schlechten Wetters machten wir uns auf den Weg in Deutschlands größten Wildpark.

Als wir dort ankamen und feststellten, dass man mit dem Auto durch den Park fahren muss, guckten wir ziemlich blöd aus der Wäsche. Begeistert waren wir nicht gerade. Aber wo wir nun schon mal dort waren, wollten wir natürlich auch nicht mehr umkehren. Also ging die Fahrt los durch den Park.

Es gab in regelmäßigen Abständen Aussichtstribünen, an denen man aussteigen durfte, um die Tiere zu füttern. Und schon an der ersten Station trauten wir unseren Augen kaum, als sich dieser freche Kerl hier über das Futter hermachen wollte.

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Die ganze Zeit lief er hinter mir hin und her und gurrte immer so „bedrohlich“. Ganz geheuer war mir das ja nicht, aber es war unglaublich witzig.

Von der Tribüne aus fütterten wir dann ein paar Rehe und Rinder und als wir zum Auto zurückkamen, trottete dieser Esel auf uns zu. Er hatte wohl auch Hunger.

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Und schneller als ich gucken konnte, kamen immer mehr Esel angerannt. Spätestens jetzt fand ich diesen Wildpark alles andere als doof. Im Gegenteil – es war ein ganz besonderes Erlebnis.

Und als ich die Eselsfohlen sah: Schockverliebt!!

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Sie waren so zutraulich und so unfassbar weich! Wirklich ein ganz toller Moment.

Weiter ging die Fahrt bis zur nächsten Tribüne. Hier warteten ein paar Alpakas auf uns. Der Wildfang sah sie sich lieber nur mit gebührendem Abstand an.

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Ich hingegen konnte ein Junges streicheln und es war sogar noch weicher als der kleine Esel.

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Auch die Fahrt durch den Wald war an sich schon einfach toll, weil man ja so niemals durch einen solchen Wald kommen würde. Der Rundweg war etwa 8 km lang und es ging ständig bergauf und bergab. Das einzige, was halt etwas störend war, war das ständige An- und Ausschnallen der Kinder aus ihren Autositzen. Die Kleine konnte aus ihrem Sitz auch eigentlich gar nichts sehen.

Manchmal hatte man auch Pech und konnte auch an den Tribünen gar nichts sehen, außer Natur.

Und manchmal blieben die Tiere einfach genau vor dem Auto stehen. So wie dieser Esel hier.

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Nach einer Weile ging er aber dann bei mir am Fenster vorbei, sagte „Hallo“ und „Tschüss“, und schließlich konnten wir weiterfahren.

Toll, wie nah man den Tieren hier kommen kann.

Irgendwann verbrachten wir einige Minuten im Schneckentempo, weil es sich eine Rasselbande Wildschweine vor unserem Auto gemütlich gemacht hatte. Sie blieben einfach stehen, völlig unbeeindruckt von uns und unserem fahrbaren Untersatz. Zentimeter um Zentimeter arbeiteten wir uns vor, bis die Wildschweine schließlich aufgaben und sich ein anderes Spielzeug suchten.

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Als die Fahrt durch den Park vorbei war, war ich fast ein bisschen traurig. Ich wäre gern noch länger geblieben. Aber auf uns wartete noch die Affenschlucht, die man zu Fuß durchqueren konnte.

Leider hatten beide Kinder keine Lust zu laufen. Bis dahin war ich sowieso erstaunt und überrascht, wie gut die beiden bei all unseren Ausflügen mitgemacht haben. Klar, die Kleine will oft getragen werden, aber viele Strecken lief sie ganz toll mit. Nur hier wollten eben beide nicht mehr. Die müden Beine waren aber schnell vergessen.

Denn am Ende des Wildparks wartete noch ein toller Spielplatz und ein Streichelzoo auf uns.

Als es aber anfing zu regnen, suchten wir schnell das Weite. Wir wollten sowieso noch ins Schwimmbad gehen, was wir natürlich auch taten.

Danach fing ich an, unsere Koffer zu packen, denn am nächsten Tag würde es leider schon wieder nach Hause gehen. Später gab es dann noch Pizza, die wir uns in unser Ferienhäuschen haben liefern lassen.

So ging wieder ein schöner Tag zu Ende.


Freitag – 08.09.2017

Unser letzter Tag ist angebrochen. Es geht wieder nach Hause. Nach dem Frühstück packte ich unsere sieben Sachen zusammen, mein Mann hat das Auto beladen und gegen 10.00 verließen wir unsere Herberge. Noch ein letzter Blick in „unseren“ Wald…

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Nachdem wir den Schlüssel abgegeben hatten, spielten die Kinder noch eine Weile im Indoorspielplatz und dann ging es schließlich los. Wir verließen unseren Ferienort.

Wir machten noch einen Zwischenstopp in Bad Münstereifel und weil es so kalt war, kauften wir den Kindern dort noch wärmere Jacken. Wir setzten uns dann noch in ein Café, um etwas zu essen.

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Das war dann aber so richtig zum Abgewöhnen, denn die Kinder waren völlig außer Rand und Band. Außerdem regnete es jetzt wieder – und zwar so richtig.

Jetzt ging es auf schnellstem Weg Richtung Heimat und irgendwie waren wir alle ein bisschen traurig, dass unser Urlaub schon wieder vorbei ist.

Die Eifel ist wirklich eine Reise wert. Es war wunderschön!

Also: Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute doch so nahe liegt?


Etwas verpasst? Hier findest Du:

 

 

 

4 Gedanken zu “Wild und wunderbar

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