Was machst Du eigentlich den ganzen Tag? – Juli 2018

06.25: Der Wecker klingelt und ich quäle mich noch viel zu müde aus dem Bett. Ich mache mich einigermaßen in Ruhe fertig.

07.15: Ich wecke Wildfang, der erstaunlicherweise sofort aufsteht. Diese Nacht hat er trotz Husten erstaunlich gut geschlafen und möchte heute wieder in den Kindergarten gehen, nachdem er gestern zu Hause geblieben ist. Vermutlich möchte er seine kleine Schwester nicht allein lassen, die heute ihren zweiten Schnuppertag im Kindergarten hat. Ich helfe Wildfang beim Anziehen und reibe ihn mit Sonnencreme ein. Pusteblume wecken wir im Anschluß, was gar nicht so einfach ist. Sie ist noch im Tiefschlaf. Nach ein paar Minuten steht sie aber doch auf und freut sich schon auf den Kindergarten.

07.40: Ich bereite das Frühstück für die Kinder zu und packe ihre Rucksäcke. Zwischen zwei Brotstücken sagte Pusteblume dann zu mir: „Mama, es tut mir Leid, dass Du gleich ganz alleine zu Hause bist.“ Ich blinzle mir schnell ein paar Tränchen weg, ich alte Glucke. Wildfang meinte dann: „Das ist doch gut! Dann kannst Du endlich mal in Ruhe etwas machen.“ Recht hat er.

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Pusteblume und Wildfang startklar für den Kindergarten

08.05: Jetzt sind alle startklar und wir gehen zum Auto. Etwa zehn Minuten später kommen wir im Kindergarten ab. Ich verabschiede mich von meinen beiden und bitte vorher eine Erzieherin, dass sie mit Pusteblume zum Fenster gehen sollte, da sie mich beim letzten Mal wohl nicht gesehen hatte, weil sie keine Ahnung hatte, in welche Richtung sie gucken musste. Darüber war die ganz traurig. Dieses Mal hat es aber geklappt und sie hat mir freudestrahlend zugewunken.

08.34: Jetzt sitze ich wieder mal allein vor meinem Frühstück. Ich werde mich wohl daran gewöhnen (müssen). Morgens gemeinsam mit den Kindern zu frühstücken ist mir leider zu stressig.

09.05: Ich bin oben im Büro angekommen, um mich mit unseren Urlaubsfotos zu befassen und mit dem Schreiben unseres Reiseberichts zu beginnen. Außerdem mache ich noch zwei eBay-Pakete fertig.

11.57: Ich bin gerade mit dem ersten Beitrag zu unserem Kos-Reisetagebuch fertig geworden und hechte schnell los, um die Kinder abzuholen. Im Kindergarten angekommen, sagten die Erzieherinnen mir, dass alles gut geklappt hat und die Kleine „einfach so mitläuft.“ Nur wenn man sie anspricht, lautet ihre Antwort wohl immer erst mal „Nein!“ Im Auto erzählte Pusteblume mir, dass sie Schnittlauch gegessen hatte, was mich sehr überrascht.

12.40: Es ist Donnerstag – ich koche Nudeln mit Tomaten-Sahne-Sauce. Ihr wisst schon. Hat sich so eingebürgert. Die ganze Familie ist gemeinsam. Danach probieren die Kinder zum ersten Mal Fruchtzwerge-Eis. Anschließend verschwinden die beiden in den Garten. Ich bleibe noch eine Weile in der Küche und finde die Ruhe draußen sehr verdächtig. Erleichtert stelle ich fest, dass die Kinder friedlich mit dem Knetsand spielen. Gleichzeitig frage ich mich, wofür wir eigentlich einen Sandkasten haben. Der wird nämlich neuerdings gänzlich verschmäht.

14.30: Und weil das so ist, motiviere ich die Kinder zum gemeinsamen Spielen im Sandkasten. Wir buddeln mit den Baufahrzeugen und ich stelle fest, dass das wirklich nicht so viel Spaß macht, weil der Sand viel zu trocken ist. Dann hüpfen die beiden im Trampolin und knallen kurze Zeit später mit den Köpfen zusammen. Nun sitze ich Da mit zwei Kindern auf dem Arm und tröste. Kuschelig bei 27 Grad. Danach gießt Pusteblume Wasser auf die Terrasse, zieht sich die Gummistiefel an und hüpft durch die Pfütze. Ich schaue amüsiert zu.

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Knapp 30 Grad, aber Hauptsache Gummistiefel an!

Wir verbringen eine Weile friedlich im Garten, bis ein Geschwisterstreit mal wieder einen Wutanfall auslöst und das Geschrei vermutlich in der ganzen Stadt zu hören ist. Erdboden, tu Dich auf! Bitte. Jetzt! SOFORT!! Nach etwa zwanzig Minuten ist das zum Glück wieder ausgestanden. Dennoch zerrt es nachhaltig an meinen Nerven.

16.10: Ich werde von akuter Müdigkeit überfallen und möchte nur noch schlafen. Ich schließe die Augen auf meinem Stuhl im Garten. Dauert ganze 10 Sekunden, bis ich zum nächsten Einsatz gerufen werde. „Mama, ich habe Durst!“ Hätte ja klappen können.

16.30: Wir spielen in Pusteblumes Zimmer mit Puppen und füttern sie mit Fischsuppe und Plastikgemüse, welches wir im Urlaub erstanden haben und stellen fest, dass sich in dessen Innerem immer noch Poolwasser befindet. Wildfang ist immer noch schlecht gelaunt.

17.25: Papa macht Feierabend und schaukelt die Kleine durch die Luft und verteilt damit ihre gerade erzeugte, besonders markante Windelduftnote. Mmmhhh…

18.00: Ich bin gleich noch unterwegs und trage eines meiner Lieblings-Sommerkleider.

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21.16: Wildfang und ich machen noch kurz Late Night Shopping, da mir siedend heiß eingefallen ist, dass wir kein Brot mehr haben.

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Es musste unbedingt dieses Gefährt sein, für das er viel zu groß ist…

Danach geht es ab nach Hause und Papa bringt den Großen gleich ins Bett. Ich setze mich aufs Sofa mit einem Baguette, diversen Dips und einem Obstteller und warte auf meinen Mann, damit wir unsere Serie weiter schauen können.

Und damit sage ich: Gute Nacht…


#WMDEDGT ist Tagebuchbloggen nach einer Idee von Frau Brüllen.

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