Holland Reisetagebuch Teil IIII

Samstag – 08.09.2018

Der neue Tag startet gemütlich mit einem ausgedehnten Frühstück. Die Kinder hatten jedoch andere Pläne und eroberten gleich nach dem Aufstehen wieder die Düne hinter unserem Haus. Ich verlegte ihr Frühstück daher kurzerhand nach draußen.

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Frühstück auf der Terrasse

Danach machten wir uns auf den Weg ins Schwimmbad. Diese Idee hatten allerdings auch andere. Das Schwimmbad war ziemlich überlaufen, weshalb Pusteblume zu nichts wirklich Lust hatte. Ihr Spaß begann erst, als es langsam wieder etwas leerer wurde. Wildfang hingegen stürzte sich in gewohnter Manier gleich ins kühle Nass.

Mittags aßen wir eine Kleinigkeit im Haus und machten uns dann auf den Weg nach Ouddorp, weil ich gern ein bisschen bummeln wollte. Ich ergatterte ein paar coole Klamotten für die Kinder und noch ein wenig Kleinkram. Als mein Mann die beiden kaum noch in Schach halten konnte – denn shopppen ist ja sooo langweilig, dass man nur noch Blödsinn machen muss – machten wir uns auf den Weg nach draußen und gingen noch ein paar Schritte. An einer Eisdiele machten wir eine kleine Pause.

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Bei Wildfang besonders beliebt: Schlumpf-Eis

Die Kleine schaffte es innerhalb von 10 Sekunden zwei Mal ihr Eis auf den Boden fallen zu lassen. Juhu! Das war lustig. Nicht.

Wieder im Ferienpark zurück, wollten wir endlich einmal Bollo einen Besuch abstatten. Bollo ist das Maskottchen von Landal und kommt jeden Abend in den Indoorspielplatz zum Vorlesen und Tanzen.

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„Mama!!! Da ist der echte Bollo!“, rief Pusteblume begeistert.
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Völlig gespannt hörten die beiden zu, was Bollo so erlebt hat.

Draußen wurde in dieser Zeit ein Lagerfeuer entzündet, über dem man Marshmallows grillen konnte. Ich bin daher zwischendurch mit meinem Großen raus gegangen. Danach gingen wir wieder rein, damit wir die Minidisco nicht verpassten.

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Marshmallows grillen überm Lagerfeuer

Gegessen wurde an diesem Abend im Restaurant. Während wir auf unser Essen warteten, spielte Wildfang oben auf der Spieldüne und hat uns dabei völlig vergessen. Als das Essen kam, war von ihm nichts zu sehen. So stieg ich die Düne hinauf, um ihn zum Essen zu holen.

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Mein Abendessen

Den Sonnenuntergang am Strand sehen – das war Wildfangs Wunsch. Und meiner ebenfalls. Weil es dafür noch ein bisschen zu früh war, spielten wir nach dem Essen noch ein wenig auf der Spieldüne.

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Mein Mann und ich genossen den Ausblick von der Spieldüne…
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…während Wildfang einen Rutschmarathon veranstaltete…
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…und Pusteblume sich durch den Sand wälzte.

Schließlich wurde es Zeit, sich auf den Weg zu machen, wenn wir sehen wollten, wie die Sonne vom Meer verschluckt wird.

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Über den Dünen hat man schon einen tollen Ausblick.
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Kurze Verschnaufpause…
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…der Weg zum Wasser ist noch so weit. Es ist nämlich Ebbe. Wie immer.
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Noch schnell ein paar Schätze sammeln…
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…das Farbenspiel der Natur bewundern…
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…sich noch mal nasse Füße holen…
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…und zuschauen, wie die Sonne im Meer versinkt.
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Glücksmoment

Bis die Kinder an diesem Abend im Bett waren, war es schon fast 22.00 Uhr. Ich bin wieder mit ihnen eingeschlafen, weil ich so unglaublich müde war.

Sonntag – 09.09.2018

Am nächsten Morgen machte ich mich auf den Weg, um frische Brötchen zu besorgen, aber auch, um für uns in Frage kommende andere Ferienhäuser auszuspähen. Da uns der Park nämlich wirklich gut gefiel, werden wir mit großer Sicherheit wieder mal unseren Urlaub hier verbringen.

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Ein Haus am Wasser wäre sehr schön, wenn die Kinder ein bisschen größer sind

Am Vormittag machten wir uns auf den Weg nach Stellendam zur A Seal Seehundrettung, um den kranken Seehunden einen Besuch abzustatten. Ich gebe es ganz ehrlich zu: Ich hatte es mir ein wenig größer vorgestellt. Vor einigen Jahren war ich einmal in der Nähe von Hamburg in einer Seehundstation, die ich noch in guter Erinnerung hatte, und bin daher mit einer gewissen Erwartungshaltung nach A Seal gekommen. Nichts desto trotz sieht man hier, wie viel Mühe man sich mit der Einrichtung gegeben hat, die zwar klein ist, dafür jedoch sehr schön gestaltet.

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Wir beobachten hier einen noch sehr kleinen Seehund, den ich sofort ins Herz geschlossen hatte.
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Hier kann man durchs „Meer“ und über „Sandbänke“ laufen und einiges über die Seehunde erfahren.
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Unterwegs mit dem „Kinoboot“

Einzig und allein die Becken sind meines Erachtens nach zu klein für die Tiere. Doch allzu lange bleiben die meisten von ihnen hoffentlich nicht. Sobald sie wieder gesund sind, werden sie in die Freitheit entlassen. Den Eintrittspreis sollte man daher eher als Unterstützung für die kranken Tiere sehen, nicht als Eintrittspreis, für das, was man geboten bekommt.

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Wir schauen den Seehunden im Außenbecken zu
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Den hier fanden wir besonders goldig in seinem Rettungsring
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Auch Pusteblume fand die Seehunde toll

INFO: Kinder von 4 – 14 Jahren zahlen einen Eintrittspreis von 6,50 €, Erwachsene zahlen 9,50 €. Die Auffangstation ist täglich von 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr geöffnet (Montags erst ab 13.00 Uhr)

Wir hielten uns dort etwa eine Dreiviertelstunde auf und fuhren dann weiter nach Zierikzee.

 

Hier nahm das Drama seinen Lauf. Irgendetwas passte Wildfang nicht in den Kram und er schrie etwa eine halbe Stunde lang die Stadt zusammen. Ihr kennt das sicher: Das Kind lässt sich nicht beruhigen, die Leute werfen einem schräge Blicke zu, die Eltern möchten am liebsten im Erdboden versinken, die Laune ist komplett im Keller. Egal was wir versuchten – nichts half. Doch schließlich – kurz bevor wir drauf und dran waren, wieder zu fahren – bekam er doch noch die Kurve und wir konnten unseren Weg fortsetzen.

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Darauf erst mal ein Eis!
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Das Zentrum von Zierikzee
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Der Brunnen war natürlich magisch für die Kinder
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Und weil es plötzlich sehr warm wurde, musste Wildfang sich gleich mal abkühlen
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Ein Blickfang, dieser Wegweiser
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Weiter geht es durch eine schöne Parkanlage…
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…zum Museumshafen…
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…zur mittelalterlichen Brücke und dem Stadttor.

Dieses Städtchen ist wirklich sehr schön und auf jeden Fall einen Besuch wert. Wir hätten uns dort gut und gerne noch viel länger aufhalten können, doch bei dem plötzlich so schönen Wetter zog es uns ans Meer und wir hatten Lust gemütlich in einer Strandbar zu sitzen und etwas zu essen. Mein Mann schlug vor, nach Renesse zu fahren, weil wir ganz in der Nähe waren. Gesagt, getan. Oder auch nicht. Wir kurvten ein paar Runden durch Renesse und versuchten erfolglos in der Nähe vom Strand zu parken. Doch dort gibt es keine Parkplätze. Also hieß es, entweder weit laufen (nö!), oder auf dem Parkplatz am Stadtrand parken und ein Shuttle zum Strand nehmen (nö!). Auf beides hatten wir nicht wirklich Lust.

Wir fuhren daher zurück nach Ouddorp, liefen auf dem Deich entlang zur nächsten Strandbar und ließen uns dort nieder.

 

Den Rückweg nahmen wir dann über den Strand, was mit dem Bollerwagen sehr beschwerlich war für meinen Mann. Die Kinder allerdings hatten ihren Spaß.

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Ein bisschen hangeln und klettern…
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Die Füße im seichten Wasser baden
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Das Meer zog sich gerade wieder zurück, die Flut war vorbei. Wir hatten sie schon wieder verpasst.
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Schließlich kehrten wir dem Strand den Rücken zu und blickten noch ein letztes Mal aufs Meer hinaus.

Während mein Mann mit den Kindern noch auf dem Spielplatz blieb, ging ich ins Haus, um die Koffer in Ruhe einzupacken. Denn leider mussten wir schon am nächsten Tag wieder den Heimweg antreten. Als ich grob fertig war, stieß ich wieder dazu.

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Wildfang nimmt Abschied von Bollo

Eine ganze Weile blieben wir noch auf dem Spielplatz, unterhielten uns mit einer Familie, die wir dort kennengelernt hatten, während die Kinder zusammen spielten. Schließlich ging auch dieser letzte Tag vorbei und wir fielen müde ins Bett.

Montag – 10.09.2018

Nun hieß es Abschied nehmen, von unserem schönen Ferienhaus und unserer geliebten Düne. Nach dem Frühstück verstauten wir die Koffer im Auto, wieder nach dem Tetris Prinzip, saugten das ganze Haus, gaben schließlich die Schlüssel bei der Rezeption ab. Als wir den Ferienpark verließen, stand Bollo am Parkplatz und winkte uns zum Abschied zu. Die Kinder waren ganz schön traurig. Wir alle eigentlich, denn wir hatten hier wirklich schöne und erholsame Tage erlebt.

Damit der Abschied etwas leichter fiel, hatten wir auf dem Rückweg noch einen Besuch im Ouwehands Dierenpark in Rhenen eingeplant. Schon länger wollte ich diesen Zoo einmal besuchen, denn hier sind im Jahr 2017 zwei Pandas eingezogen. Der Zoo selbst wurde bereits im Jahr 1932 gegründet und war ursprünglich nur eine Hühnerfarm, die dann in einen Tierpark umgestaltet wurde.

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Wir startetn bei den Giraffen, die fast zum Greifen nah waren.
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Die Kleine schaute der Giraffe begeistert beim Fressen zu.
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Erdmännchen dürfen natürlich in keinem Zoo fehlen.
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Wow! Die weißen Löwen sehen unglaublich toll aus.
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Der „Chef“ des Mandrillharems

Im Bereich der Löwen und Mandrillaffen ist ein großer Spielbereich, in dem wir uns eine ganze Weile aufgehalten haben. Danach zogen wir weiter zum Aquarium, welches nach dem Besuch im Rotterdamer Zoo eher enttäuschend war.

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Diese beiden hier gefielen mir jedoch besonders gut…
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…ebenso wie dieser Fisch.

Wie ich schon erwähte, waren wir besonders gespannt auf die Pandas – wie viele andere auch. Im neu angelegten Pandasia Bereich tummelten sich sehr viele Menschen, die die niedlichen Bären bestaunen wollten. Und sie sind wirklich unglaublich schön.

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Riesenpanda Xing Ya
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Pandadame Wu Wen

Durch Nebelschwaden hindurch, ging es anschließend weiter zum Bärenwald.

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Wildfang lief gleich drei Mal durch den vernebelten Tunnel

Besonders toll ist hier, dass man das Gehege durch Hängebrücken überqueren kann. Klar, dass die Kinder das machen wollten – allen voran Pusteblume.

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Auf ins Abenteuer!
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Von hier aus kann man die Bären prima beobachten
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Gleich am Ziel angekommen!

Als wir den Bärenwald hinter uns ließen, war schon bald darauf ein lautes Trompeten zu vernehmen. Elefanten! Wir waren begeistert, denn noch nie zuvor hatten wir einen Elefanten trompeten hören. Je näher wir kamen, desto lauter wurde es selbstverständlich auch. Am Ende war es den Kindern schließlich jedoch zu laut.

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Töröööööööö!!!

Unser Weg führte uns zum Indoorspielplatz. Hier suchten wir uns einen Tisch, besorgten etwas zu Essen und die Kinder spielten ausgiebig.

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Der riesige Inddorspielplatz
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Eine sehr wackelige Angelegenheit… Ich sah sie schon fast im Wasser liegen.
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Auch diese lustigen Gesellen, die lautstark auf sich aufmerksam machten, waren im Indoorspielplatz untergebracht.
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Noch eine Runde mit dem Jeep fahren

Zum Schluß ging es noch ins Gorillahaus, das wirklich richtig toll angelegt ist. Die Tiere haben hier wahnsinnig viel Platz und Rückzugsorte, können außerdem selbst entscheiden, ob sie drinnen oder draußen sein möchten.

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Die Gorillas beobachten

Außerdem beherbergt das Gorillahaus eine große Röhrenrutsche und einen Kletterbereich zum Spielen und Toben.

Zu guter Letzt ging es noch durch ein kleines Tropenhaus, welches von einigen Reptilien bewohnt wird. Am Ausgang wurden wir von den Flamingos krächzend in Empfang genommen.

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Wir hatten hier ein paar schöne Stunden verbrcht. Der Zoo ist nicht so groß, wie manch anderer, überzeugt aber durch den Aufbau des Parks mit vielen Spielmöglichkeiten und die tollen Tiere. Auch wird man hier auf einem Rundweg so durch den Park geführt, dass man nichts verpasst.

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Wir haben den Zoo gerade noch rechtzeitig besucht, dass Pustelume noch freien Eintritt hatte. Bis zwei Jahre kommen Kinder hier umsonst hinein.

INFO: Leider kein günstiges Vergnügen. Kinder von 3 – 9 Jahren zahlen an Wochentagen 20,00 €, an Wochenenden 23,00 €. Alle ab 10 Jahren zahlen wochentags 22,00 € und an Wochenenden 25,00 €. Online bekomm ihr die Tickets jeweils 1,00 € günstiger. Ein Parkticket kostet 7,00 €. Geöffnet ist der park im Sommer in der Regel von 09.30 Uhr bis 17.30 Uhr. es kann jedoich an manchen Tagen zu Abweichungen kommen. Informiert Euch vorher am besten auf der Homepage des Zoos.

So ging unser wirklich schöner Urlaub zu Ende. Wir werden sicher noch eine Weile davon zehren. Doch eines ist bereits jetzt schon wieder da: Fernweh!


Was verpasst? Hier findest Du:

 

 

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