In den eigenen vier Wänden – Woche 2

Montag, 23.03.2020

Als ich aufwache, ist es bereits kurz vor Acht. Wildfang schläft noch, wacht aber kurze Zeit später ebenfalls auf. Nach dem Frühstück bringe ich die Küche in Schwung und denke endlich daran, die Waschmaschine auf „Auffrischen“ zu stellen, weil ich zwei Tage zuvor vergessen hatte, dass noch Wäsche in der Maschine war. Ja. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.

Anschließend starten wir frisch und munter ins Homeschooling. Inzwischen haben wir uns gut eingespielt. Die Kleine sitzt mit am Tisch und malt ein wenig. Zur Abwechslung malt auch der Große zwischendurch an seinem Bild weiter.

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Ausmalbilder von Hurra Helden

Hin und wieder geht er raus und springt eine Runde auf dem Trampolin, um danach erfrischt – was man bei den Temperaturen wörtlich nehmen muss – weiterzuarbeiten. Seine Schwester fängt derweil an, sich selbst zu beschäftigen. Ich bin sehr dankbar dafür, dass es heute so gut klappt.

Nach dem Unterricht begebe ich mich in die Küche und mache Karotten-Kartoffelpüree mit Bratwurst. Die Kinder beschweren sich mit den Worten „Das mag ich nicht“, bevor sie probiert haben. Die Kleine probiert trotzdem und zieht ein langes Gesicht. Dann nimmt sie noch eine Gabel. Und noch eine. Und noch eine. „Kann ich gleich noch eine Portion haben?“, möchte sie plötzlich wissen. Schmunzelnd stimme ich zu. Wildfang jedoch schmeckt es tatsächlich nicht. Okay. Immerhin hat er probiert.

Was passiert eigentlich, wenn Kinder sich langweilen? Wollt Ihr es sehen?

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Wildfang sieht übrigens auch nicht viel besser aus. Na ja. Sehen wir es positiv. Sie haben immerhin die abwaschbaren Filzstifte benutzt.

Derweil lasse ich meinen Blick durch das Wohnzimmer schweifen und muss zugeben, dass das heillose Chaos mich deutlich mehr ärgert, als die bunt bemalten Kinderarme.

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Der Esstisch im Wohnzimmer ist noch das kleinste Übel.

Die Unordnung bleibt aber vorerst wie sie ist. Es warten noch andere Dinge auf mich.

Am frühen Nachmittag spiele ich mit der Kleinen ein wenig Playmobil, der Große liest. Anschließend gehen wir raus in den Garten. Es ist frisch und windig und meine Tochter hat nichts besseres zu tun, als barfuß zu laufen. Sie lässt sich aber auch nicht vom Gegenteil überzeugen. Bevor ich ewig diskutiere, lasse ich sie gewähren. Wenn sie friert, wird sie sich schon anziehen. Kleine Anmerkung der Redaktion: Das passiert nicht. Stattdessen gehen wir irgendwann rein, um fernzusehen. Nach einigem Hin und Her einigen die Kinder sich schließlich und wir schauen zusammen Rapunzel an. Es ist das erste Mal, dass die Kleine es schafft, bis zum Ende durchzuhalten, obwohl sie zwischendurch immer wieder fragt, ob wir nicht doch lieber Schneewittchen gucken können. Anschließend machen wir noch ein Puzzle. Mein Mann hat zwischenzeitlich auch Feierabend gemacht und bereitet derweil das Abendessen vor. Während er mit den Kindern am Tisch sitzt, verkrümle ich mich nach oben und nehme ein heißes Bad. Denn ich bin nach wie vor völlig durchgefroren, seit wir im Garten waren. Als die Bande gesättigt ist, male ich zusammen mit Wildfang an einem Bild weiter. Und wenig später kehrt langsam Ruhe ein.

Dienstag, 24.03.2020

Der Tag beginnt um 06.45 Uhr. Echt jetzt? Dabei bin ich doch noch so unfassbar müde. Wenige Minuten später fangen die Kinder freiwillig an, das Zimmer des Großen aufzuräumen. Mein Mann macht sich unterdessen auf den Weg zum Supermarkt. Ein neuer Versuch Klopapier zu erwerben. Während ich kopfüber über der Badewanne hänge, um meine Haare zu waschen, höre ich plötzlich von unten einen lauten Jubelschrei! Tatsächlich hat er Klopapier bekommen. Sogar eine XXL-Packung. Wir können unser Glück kaum fassen. Okay, jetzt übertreibe ich ein wenig. Aber froh sind wir dennoch. Wir haben ja lang genug auf dieses herausstechende Ereignis gewartet.

Es ist noch nicht einmal 10.00 Uhr, als Wildfang freiwillig mit dem Homeschooling beginnt. Freudig reiße ich lauthals eine La Ola-Welle für ihn.

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Auf seinen Händen selbstgemalte blutige Wunden.

Seine Schwester gesellt sich dazu und arbeitet ein wenig in ihrem Buchstabenheft. Danach spielt sie mit Knete.

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Sie macht Obst-Salat. Sieht man doch, oder? Ich jedenfalls rolle das Obst auch immer mit der Teigrolle aus.

Um Punkt 11.00 Uhr ist das große Kind mit seinen Aufgaben fertig. Ich bin begeistert. Normalerweise sitzen wir bis kurz vor zwölf daran.

Dann bleibt mir noch Zeit Wäsche abzuhängen und eine weitere Maschine anzuschmeißen. Danach spiele ich mit der Kleinen und Puppe Sofia. Als Wildfang sich entscheidet nach draußen zu gehen, hängt sie sich jedoch dran und ich mache mich daran, das Mittagessen zuzubereiten. Es gibt Bauerntopf und alle essen hungrig.

Anschließend setze ich mich an meinen Rechner, um ein paar Überweisungen zu erledigen. Gleich danach hänge ich Wäsche auf. Die Kinder bauen sich derweil im Garten eine „Wohnung“.

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Sie haben übrigens immer noch ihre Schlafanzüge an.

Unser einziger sozialer Kontakt sind unsere Nachbarn, deren Garten direkt an unseren grenzt. Wir unterhalten uns eine Weile und dann räume ich den Schuppen auf, was bitter nötig ist. Anschließend fege ich noch durch. Später lesen wir zusammen das neue Büchlein Virus & Co* von der lieben Susanne von Hallo liebe Wolke. Sehr passend zur aktuellen Situation.

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Virus & Co von Susanne Bohne

Was ebenfalls bitter nötig ist? Die Kinder in die Badewanne zu stecken. Bunte Arme und schwarze Füße müssen weichen.

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Immer dabei: Puppe Lotta

Nach dem Abendessen wird noch ein wenig gespielt. Als die Kinder schlafen, schauen mein Mann und ich die neue Folge von The Masked Singer an. Gegen Ende sind wir beide so müde, dass wir hart zu kämpfen haben, um noch mitzubekommen, wessen Gesicht enthüllt wird.

Mittwoch, 25.03.2020

Bereits um 06.30 Uhr sind alle wach. Das wird ja immer früher … Nachdem eine Runde gekuschelt wurde, bauen die Kinder in Wildfangs Zimmer einen Parcours auf und powern sich schon mal aus. Nach dem Frühstück widme ich mich der Wäsche. Voller Hingabe (nicht) suche ich Socke um Socke zusammen, um sie mit ihrem Gegenstück zu vereinen und sie in den Schubladen zu verstauen. Außerdem nehme ich mir die Zeit, um ordentlich auszusortieren. Bevor das Homeschooling beginnt, spitze ich Stifte. Alle. Stifte. Bis mein Daumen wund ist. Ja, ich opfere mich vollends auf. Das große Kind ist übrigens heute besonders fleißig und hat im Deutschbuch vorgearbeitet, so dass er nur noch Mathe machen muss. Dementsprechend schnell sind wir auch fertig.

Mit der Kleinen spiele ich danach Playmobil und es ist schwierig – wie so oft in letzter Zeit. Immer will sie jedes Wort bestimmen, welches ich sagen soll. Und wehe man sagt es falsch. Darüber hatten wir schon gestern Abend Streit bekommen, weil ich „alles“ falsch gemacht habe. Und überhaupt mache ich es ja immer nur falsch. Das klappt zwar heute etwas besser, wir finden eine Übereinkunft, doch dann möchte Wildfang mitspielen. Und das will sie partout nicht. Der nächste Streit ist vorprogrammiert. Irgendwann glätten sich die Wogen zum Glück wieder und ich begebe mich in die Küche um zu kochen. Äh. Na ja. Ich schiebe Tiefkühlpizza in den Ofen.

Nach dem Mittagessen spielen die Kinder im Garten und ich komme auf die Idee, die Hängevitrine im Wohnzimmer auszumisten und umzuräumen.

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Neue Ordnung. Muss manchmal sein.

Am Ende habe ich mehr Chaos als zuvor, denn ich weiß nicht so recht wohin mit dem überschüssigen Zeug. Schließlich geselle ich mich zu den Kindern in den Garten. Unsere Nachbarin hat Muffins gebacken und die lassen wir uns schmecken. Als es dem Großen zu langweilig wird, geht er rein und nimmt sich freiwillig noch die restlichen Deutsch-Arbeitsblätter vor, womit dieses Fach fürs Homeschooling dann abgehakt wäre. Anschließend macht sich bei ihm schlechte Laune breit, weil er sich langweilt und lieber mit mir spielen will. Das machen wir dann auch. Mit Lego bekämpfen wir ein paar Schurken, die eine Bank überfallen wollen. Sogar die kleine Schwester darf mitspielen, obwohl sie ihn zuvor nicht hat mitspielen lassen. Nach einer Weile möchten sie gern Schneewittchen anschauen. Das dürfen sie auch, bis es Zeit fürs Abendessen ist. Der Rest wird dann morgen weitergeschaut.

Donnerstag, 26.03.2020

Mitten in der Nacht lässt mich ein lautes Krachen aufschrecken. Die Kleine ist aus unserem Bett gefallen – am Fußende wohlgemerkt – und mit dem Kopf gegen den Schrank geknallt. Erschrocken fahre ich hoch und bin sofort bei ihr, um zu trösten. Binnen weniger Minuten schläft sie seelenruhig weiter, ganz im Gegensatz zu mir. Umso weniger bin ich erfreut, als um 07.00 Uhr alle auf den Beinen sind. Mein Mann macht sich auf den Weg zum Einkaufen und bekommt dieses Mal alles, was wir brauchen.

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Ein Teil unserer Errungenschaften

Toilettenpapier gibt es allerdings immer noch (oder schon wieder) nicht. Zwar haben wir erst einmal genug, aber ich weiß, dass es zum Beispiel bei meinen Eltern gerade knapp wird. Gerade bin ich mit Haare waschen fertig, als mein Sohn in Bad stapft und mir ein Blatt unter die Nase hält, auf das er „Corona Virus ist vorbei“ geschrieben hat. Hach ja, schön wär’s!

Es ist nicht einmal halb acht, als die Kinder schon raus in den Garten gehen. Heute machen sie das immerhin mit Socken, Schuhen und Jacken, wenn auch im Schlafanzug. Als es ihnen da draußen doch zu kalt wird, spielen sie mit Lego, während ich das Frühstück zubereite. Beim darauf folgenden Homeschooling muss Wildfang sich für den Sachkunde-Unterricht ein paar kurze Videos über Frühblüher anschauen, worauf er gar keine Lust hat. Was er noch nicht weiß: Es kommt noch schlimmer! Zu den vier verschiedenen Blumen gibt es nämlich noch Abschreibtexte. Und die liebt er besonders. Nicht. Das Abschreiben nur eines Textes zieht sich endlos in die Länge. Zehn Minuten. Zwanzig Minuten … An dieser Stelle rede ich nicht weiter.

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Manchmal sagt ein Bild mehr als 1.000 Worte

Als es gefühlte drei Stunden später endlich vollbracht ist – und hierbei rede ich nur von einem der vier Texte – machen wir für heute Schluss und ich begebe mich ans Aufräumen der mehr als chaotischen Barbie-Ecke. Gerade als ich circa 597 Kleinteile verräumt habe, kommt das Töchterchen und will jetzt unbedingt damit spielen. Okay … Einatmen. Ausatmen. Widme ich mich eben anderen Dingen. Dem Kuchen zum Beispiel. Ja, ihr habt richtig gehört: Ich backe einen Kuchen. Die Zutaten für den Teig werfe ich fix in die Mixmaschine. Als die Kinder Wind davon bekommen, wollen sie natürlich helfen. Während die Kleine – die doch eigentlich unbedingt Barbie spielen wollte – die Springform einfettet, hilft Wildfang mir dabei, den Guss zuzubereiten.

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Alle Zutaten hinein in den Thermomix

Nachdem ich den Teig in der Form verteilt habe, belegt die Kleine diesen ganz akkurat mit den Sauerkirschen. Es ist zwar schön anzusehen, dauert aber ewig.

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Kirsche für Kirsche …
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… wird der Teig belegt.

Schließlich greifen Wildfang und ich ihr unter die Arme. Dann schütte ich den Guss oben drüber und schon kommt das gute Stück in den Ofen. Es gibt nur ein Problem. Der Guss tropft an einer Stelle unten aus der Springform heraus und pappt im Ofen an. Schnell schiebe ich noch ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech unten drunter. Trotzdem ist der Ofen bereits total vollgematscht. Egal. Hauptsache es duftet gut. Und das tut es. Schnell mischt sich der Geruch des Mittagessens darunter. Ich koche Nudeln mit zweierlei Sossen, brate Hähnchenbrustfilets und schnibble einen Salat. Ein wenig komme ich mit meinem Zeitmanagement ins Schleudern und das Fleisch wird dezent „kross“. Gerade als alles fertig ist, klingelt der Postbote. Mit dabei hat er einen Brief für mich. Sofort erkenne ich die Schrift meiner Freundin und wundere mich. Noch mehr wundere ich mich, als ich das begefügte Foto sehe, welches mir alles verrät, was ich wissen muss. Babynews! Ich bin völlig aus dem Häuschen. Gleich nach dem Essen, versuche ich meine Freundin telefonisch zu erreichen, was zunächst nicht klappt. Dafür videofonieren wir aber eine Weile mit meiner Schwiegermutter, bis es plötzlich an der Tür klingelt. Es ist nur der Paketdienst, der wieder irgendwelche Kabel für meinen Mann bringt. Ihr müsst wissen: Kabel kann man(n) nie genug haben!

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Kirsch-Schmand-Kuchen

Am frühen Nachmittag geht es hinaus in den Garten. Wir teilen den Kuchen mit unseren Nachbarn und er schmeckt köstlich. Er ist sogar noch ein bisschen warm. Ich könnte mich hineinlegen. Wenig später ruft meine Freundin mich zurück und wir plaudern eine Weile aufgeregt. Kurz darauf bekomme ich einen Videoanruf von meinem Vater. So viel wie heute habe ich schon lange nicht mehr telefoniert, das kann ich Euch sagen. Danach sind wir wieder im Garten. Wildfang allerdings verzieht sich schon bald nach drinnen und legt sich still aufs Bett. Seine Hände schmerzen, denn seit einigen Tagen ist seine Haut gerötet und brennt. Wenn mich nicht alles täuscht, hat er eine Neurodermitis entwickelt und es bricht mir fast das Herz. Aus eigener Erfahrung weiß ich nämlich, wie schmerzhaft das sein kann. Wir cremen die Stellen regelmäßig ein, doch eine Besserung ist bis jetzt nicht in Sicht. Ich rufe den Kinderarzt an, der mir eine Salbe empfiehlt. Wenn es nichts bringt, sollen wir uns noch einmal melden.

Vor dem Abendessen dürfen die beiden noch Schneewittchen zu Ende schauen. Weil der Film allerdings nur noch ein paar Minuten dauert, wollen sie danach noch etwas anderes schauen. Doch es gibt keine Einigung. Dieses Hin und Her ist ein bisschen anstrengend und ich bin froh, als endlich Ruhe einkehrt.

Freitag, 27.03.2020

Um 06.54 Uhr weckt mich ausnahmsweise mal keines der Kinder, sondern das Müllauto. Es dauert dann aber nicht mehr lange, bis auch die Kinder wach werden. Wir kuscheln und quatschen noch eine Weile im Bett, bis die beiden im Zimmer der Kleinen verschwinden und zusammen Playmobil spielen. Als ich aus dem Bad komme und mich dann nach unten begebe, um das Frühstück zuzubereiten, kommen die zwei auch runter und spielen Barbie, bis ich sie rufe.

Nach dem Frühstück räume ich die Spülmaschine aus und wieder ein und versuche dann denn verkleckerten Backofen mit einem Spray zu reinigen. Aber da kann ich schrubben, wie ich will. Sauber wird er nicht. Also, sagen wir mal so: Jetzt ist nur noch sauberer Schmutz im Backofen.

Weiter geht es mit dem Homeschooling. Wildfang beginnt mit dem zweiten Abschreibtext über die Frühblüher. Was soll ich sagen? Es dauert.

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Mehr als einen Text schaffen wir auch heute nicht.

Danach werden noch drei Blätter Mathe gemacht, während die Kleine hingebungsvoll an ihrem Kunstwerk arbeitet.

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Gerade malt sie einen Mini-Traktor.

Mein Sohn rennt zwischendurch im Garten auf und ab. Ich rufe ihm zu: „Fünf Runden und jedes Mal bei mir abklatschen“. Er ruft: „Nein, zehn Runden!“ Nach der siebten Runde geht ihm allerdings die Puste aus. Trotzdem zieht er noch durch, bis er zum zehnten Mal bei mir abgeklatscht hat. Es hilft ihm ungemein, sich zwischendurch körperlich zu verausgaben, um dann konzentriert weiterarbeiten zu können. Als er seine Tagesaufgaben erledigt hat, spielen wir zusammen Professor. Das Spiel hatte Oma uns mitgegeben und ich spiele es heute zum ersten Mal.

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Kennt es noch jemand von früher?

Mitten in der Runde müssen wir allerdings unterbrechen, weil es sich arg in die Länge zieht und ich das Mittagessen zubereiten muss. Heute gibt es Kartoffelspalten, Pfannengemüse und Schweinefilet. Für die Kinder gibt es zusätzlich Pommes.

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Essen ist fertig!

Auf meinen Mann warte ich allerdings vergeblich. Er hängt in einer Telefonkonferenz fest. Als das Essen schon beinahe kalt ist, frage ich vorsichtig per Mail nach. Etwa eine halbe Stunde später kommt er in die Küche, das Headset immer noch am Kopf. Gut, dann isst er eben während der TelKo. Diese sollte dann auch noch eine weitere Stunde dauern. Die Kinder schauen beide ein paar Videos auf dem Tablet an und ich nutze die Gelegenheit, um mich mal in mein Büro zu verziehen und mich an den Rechner zu setzen. Etwa eine dreiviertel Stunde später taucht das Tochterkind auf und meint, sie hätte Hunger. Wie ist es möglich, dass dieser kleine Mensch ständig Hunger hat? So gehen wir wieder nach unten und ich hoffe darauf, dass auch mein Mann bald folgen wird. Denn ich habe den Wunsch, heute noch spazieren zu gehen und möchte gern spätestens gegen 16.00 Uhr los, damit es sich noch lohnt.

Tatsächlich ist es schon weit nach halb fünf, als wir uns endlich auf den Weg machen können. Wir fahren in ein nahes Waldstück am Ortsrand. Zunächst geht es ein sehr langes Stück nur geradeaus. Doch dann kommt der spannende Teil des Weges.

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An Lianen zerren …
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… queerfeldein laufen …
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Eifelfeeling – und das am Niederrhein
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… den Hügel hinunterlaufen …
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… dem Frühling auf der Spur …
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… Freundensprünge machen …
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… natürlich im Doppelpack.

Als wir wieder zu Hause ankommen, ist es bereits kurz vor sieben. Okay, dann gibt es das Abendessen eben mit Verspätung. Aber es hat sich gelohnt und es tat gut, nach all den Tagen mal wieder vor die Tür zu kommen.

Samstag, 28.03.2020

Wir frühstücken ziemlich spät, die Kinder haben ausnahmsweise mal recht lang geschlafen – und wir Eltern somit auch. Gleich danach färbe ich meine Haare, da mein grauer Ansatz kaum noch zu übesehen ist. Ich hasse diese Sauerei, aber zum Friseur gehen kann man nun mal gerade nicht. Danach räumen wir ein wenig im Büro meines Mannes auf, doch ich drängle ein wenig, denn ich habe eine kleine Wanderroute ausgesucht und möchte am liebsten sofort los. Und das machen wir dann auch kurze Zeit später.

Wir fahren etwa 25 Minuten mit dem Auto und dann geht es auch schon los. Wir wandern durch wunderschöne Waldstücke, durch ein wildromantisches Bachtal und über Bohlenwege, die besonders von den Kindern geliebt werden.

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Tanzen im Sonnenschein …
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… über Baumstämme balancieren …
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… im grünen Gras entspannen …
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… alles erkunden …
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Frühling
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… im Wasser nach Kaulquappen suchen …
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… die Arbeiten der Biber bewundern …
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… über dieses Kunstwerk staunen …
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… den romantischen Bachlauf bewundern …
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… immer im Entdeckermodus bleiben …
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… auf Holzstegen um die Wette rennen.

Das Beste daran? Die Kinder laufen die 5,6 km lange Strecke super mit. Wir haben zwar zur Vorsicht den Bollerwagen dabei, denn in der Regel sind beide eher lauffaul, doch dieser ist die meiste Zeit nicht besetzt. Nur die Kleine sitzt hin und wieder drin. Am schönsten jedoch ist die Begeisterung der Kinder, die uns total überrascht. Insgeheim planen wir schon mal unseren ersten Wanderurlaub.

Doch auch der schönste Spaziergang geht mal zu Ende und wir fahren wieder zurück. Wir halten noch beim Drogeriemarkt an und ich besorge ein paar Kleinigkeiten, während der Rest der Familie im Auto sitzen bleibt. Wir brauchen auch noch ein paar Teile aus dem Supermarkt. Dieses Mal geht mein Mann und ich warte mit den Kindern. Zu Hause angekommen, gibt es gleich Abendessen und dann geht es ab ins Bett für die Kinder.

Sonntag, 29.03.2020

Der Tag startet für mich mit einem heißen Bad und gleich danach machen wir Frühstück. Mein Mann muss „mal kurz“ weg, um etwas abzuholen. Das dauert dann irgendwie länger als mal kurz, doch immerhin schaffe ich es in der Zeit, das Wohnzimmer aufzuräumen und das Chaos zu besiegen. Während der Staubi dann unser Wohnzimmer saugt, sitzen wir zu viert in der Küche und machen etwas mit den Bügelperlen. Mein Kunstwerk seht ihr hier.

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Augen und Mund finde ich ein wenig spooky.

Was habe ich geflucht. Für solche Dinge habe ich nicht gerade genug Geduld. Als sich der Hunger meldet, beschließen wir, eines der hiesigen Restaurants mit einer Bestellung zu unterstützen. Ich will gar nicht wissen, wie viele Läden schließen müssen, weil kein Umsatz mehr reinkommt. Also tun wir immerhin einen kleinen Teil dazu und obendrein schmeckt es auch noch ziemlich gut.

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Rinderfilet unter einem Berg gerösteter Zwiebeln.

Anschließend spielt Papa mit den Kindern „Schule“ (als ob wir davon in letzter Zeit nicht genug hätten) und danach gehen wir alle eine Etage höher. Ich arbeite am Klappentext meines ersten Romans und werde dabei ein bisschen wahnsinnig. So ein kleiner Text – und zugleich so eine große Herausforderung.

Irgendwann, mal wieder viel zu spät, gibt es schließlich Abendessen. Herausfordernd an diesem Abend ist die Einschlafbegleitung. Ihr erinnert Euch? Zeitumstellung. Genau. Es dauert geschlagene eineinhalb Stunden, bis die Kleine endlich in den Schlaf findet. Danach schauen wir noch ein wenig The Voice Kids und so endet wieder eine Woche.

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