In den eigenen vier Wänden – Woche 4

Montag, 06.04.2020

Die Osterferien haben begonnen. Ob das jetzt gut oder schlecht ist, weiß ich gerade noch nicht. Immerhin haben wir alle Schulaufgaben erledigt und können uns anderen Dingen widmen. Dem Haushalt zum Beispiel. Oder aber dem Garten. Allerdings ist nun auch noch mehr Zeit zum Langweilen da. Aber erst einmal widmen wir uns nach dem Frühstück dem Unkraut im Blumenbeet.

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Die Kleine hüllt sich in die Decke, weil der Boden zu hart ist.

Die Kinder sind begeistert und wollen helfen. Ich freue mich darüber – allerdings nicht lange. Denn nach nicht einmal zehn Minuten geben die Kinder auf und ich krieche alleine durchs Beet. Mehr als zweieinhalb Stunden. Als ich schließlich (fix und) fertig bin, ist es schon nach halb eins. Schnell mache ich einen (schmerzerfüllten) Hechtsprung in die Küche und koche uns einen Bauerntopf. Meine Beine schmerzen und sind zittrig. Nie im Leben werde ich verstehen, wie andere sich an Gartenarbeit erfreuen können. Für mich ist es eben hauptsächlich mit Schmerzen verbunden. Schon jetzt ahne ich, dass ich davon wohl länger etwas haben werde.

Nach dem Mittagessen sind die Kinder in ihren Zimmern verschwunden. Ich wundere mich und nutze die Gunst der Stunde, um mich auf die Terrasse zu setzen und mein Buch zu Ende zu lesen. Erstaunt schaut mein Nachbar herüber und fragt „Wie? Du hast Ruhe?“ Von da an dauert es nicht mehr lange, bis die beiden wieder auftauchen. Also schaffe ich es doch nicht bis zum Ende meines Buches. Dann breiten wir die Decke aus, um ein kleines Picknick zu machen.

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Unser Picknick ist fertig.

Es gibt Gurken, Tomaten, Trauben, Toast und Kekse. Und ja, ihr seht richtig: Wildfang fotografiert unser Essen. Auf unserer schönen Picknickdecke. Nicht. Nein – schön ist sie wirklich nicht. Aber: Mein Mann hat sie damals gekauft, als wir uns gerade kennengelernt haben. Weil ich immer friere und niemals ohne Decke auf der Couch sitze. Und auf seiner Couch sollte ich eben auch nicht ohne Decke sitzen. Deshalb haben wir sie heute immer noch. Nostalgische Gründe. Ihr versteht schon. Wir pflanzen uns also alle auf die Decke, futtern fleißig und genießen diesen herrlichen Frühlingstag.

Als mein Mann Feierabend macht, bauen die Kinder mit ihm zusammen einen Parcours im Garten auf. Schnell nutze ich die Gunst der Stunde, schnappe mir wieder mein Buch und lese noch eine Weile. Noch ein paar Seiten, dann hätte ich es geschafft. Aber es ist schon spät und daher bereite ich das Abendessen vor. Anschließend nehme ich ein Bad und spiele danach mit Wildfang eine Runde Dobble, eine Runde Minecraft-Trumpf und noch ein bisschen Lego. Danach bringe ich die Kleine ins Bett und als die Kinder beide eingeschlafen sind, schauen mein Mann und ich eine Folge Haus des Geldes.

Dienstag, 07.04.2020

Alexa erzählt mir, dass heute der „Keine-Hausarbeit-Tag“ ist. Ursprünglich wollte ich ja das Bad putzen. Aber gerade wurde mir befohlen, dass ich eben keine Hausarbeit machen soll. Vielmehr solle ich mir einen Tee kochen und mir ein Buch schnappen. Ein guter Plan, denn mein Körper streikt ohnehin. Die Gartenarbeit hat ihre Spuren hinterlassen und jede Faser meines Körpers schmerzt. Ich fühle mich daher unfähig überhaupt irgendetwas in Angriff zu nehmen.

Nach dem Frühstück telefoniere ich mit meinem Vater, der mir von dem lauten Knall erzählt, der ihn heute Nacht aufschrecken ließ. Früh am Morgen hatte mein Mann mir ebenfalls davon erzählt. Gegen 03.00 Uhr wurde in der Fußgängerzone ein Bankautomat gesprengt. Die Diebe sind mit ihrer Beute auf einem Roller vermutlich Richtung Holland geflüchtet. Acht Minuten später heulten die Sirenen auf, weitere fünf Minuten später rückte die Feuerwehr aus. Ein Hubschrauber kreiste über den Ort, in der Hoffnung, die Täter zu erwischen. Von all dem habe ich nicht das Geringste mitbekommen. Offenbar habe ich geschlafen wie ein Stein. Doch als mein Sohn nachts um 04.00 Uhr aufwachte, stand ich sofort im Bett. Schon komisch.

Die Kinder spielen heute viel und harmonisch miteinander, so dass ich endlich die letzten Seiten meines Buches lesen kann. Danach spielen wir alle gemeinsam mit Playmobil. Dieses Mal sogar ganz ohne Streit. Geht also doch! Schwierig wird es, als ich mich aus dem Staub machen möchte. Es ist längst Zeit, das Mittagessen zuzubereiten. Die Kinder lassen mich nicht so ohne Weiteres gehen und so essen wir halt etwas später als sonst. Es gibt eine Reispfanne mit Schlemmergulasch. Die Kinder weigern sich, warum auch immer. Uns jedenfalls schmeckt es sehr gut.

Nach dem Essen gehen wir hinaus in den Garten. Die Kinder spielen und ich nehme mir ein neues Buch.

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Zweimal im Leben von Clare Empson

Erstaunt, dass mir so viel Zeit zum Lesen bleibt, beginne ich damit die ersten Zeilen zu lesen. Von Anfang an bin ich voll in der Geschichte drin und lese eine ganze Weile. Es fällt mir schwer, das Buch wieder wegzulegen. Der Nachmittag im Garten vergeht wie im Flug. Als die Kinder gegen Abend fernsehen wollen, nutze ich die Gelegenheit, um weiterzulesen. Um kurz nach sechs bereite ich schließlich das Abendessen zu.

Dann bekomme ich noch eine Mail von einem Verlag. Es ist eine Absage. Was auch sonst?! Schade, doch ich hatte bereits damit gerechnet.

Spät am Abend schaue ich mir den Mond an, denn heute ist Supermond.

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Supermond

Leider sehe ich nicht viel von der Färbung, die er heute tragen soll. Schade, das habe ich wohl verpasst.

Mittwoch, 08.04.2020

Um zwanzig vor acht stolpern beide Kinder aus dem Bett. Es dauert nicht lange, bis sie sich in Wildfangs Zimmer verziehen. Und es dauert ebenfalls nicht lange, bis die beiden sich in die Haare bekommen und ein lautstarker Streit losbricht. Oje. Dieser Tag fängt nicht gut an. Nein, gar nicht. Nachdem die Wogen geglättet sind und wir uns nach unten begeben, geht es nicht lange gut. Die Kleine kommt auf die Idee, beim Frühstück Tablet schauen zu wollen. Als ich ihr sage, dass ich das nicht möchte, rollt der nächste Wutsturm auf mich zu. Sie protestiert wütend und verzieht sich nach oben auf die Treppe, um dort wutentbrannt herumzustampfen und zu schreien. Von mir will sie nichts mehr wissen. Wenig später startet mein Mann einen Beruhigungsversuch, denn bei dem Lärm kann er ohnehin nicht arbeiten. Er kommt schließlich mit ihr herunter in die Küche und sofort zieht sie wieder wütend ab. Nun starte ich noch einmal einen Versuch, doch sie knallt mir die Tür vor der Nase zu. Ich hole tief Luft, klopfe leise an und lauere durch die Tür. Ihr Versuch mich abzuwimmeln ist schon deutlich schwächer als noch kurz zuvor. Nach ein paar Minuten schmiegt sie sich endlich in meinen Arm und kommt zur Ruhe. Und bald kann sie auch ihr Frühstück essen. Ohne Tablet.

Während ich noch im der Küche hantiere, beginnen die Kinder im Wohnzimmer mit Barbie zu spielen. Eins, zwei, drei, vier, fünf … Streit! Gezanke, Gebrüll, Gepetze. Ich möchte das nicht hören und bitte sie, es unter sich zu regeln. Es funktioniert. Nicht. Heute ist es einfach furchtbar. Am Ende zieht Wildfang in sein Zimmer ab, ich tröste die aufgebrachte Schwester. Danach machen wir gemeinsam ein Puzzle. Oben warten noch zwei Körbe Wäsche darauf sortiert zu werden. Das erledige ich als nächstes.

Zum Mittagessen gibt es heute Pommes aus der hiesigen Pommesbude. Die hatten wir schon wirklich lange nicht mehr und außerdem finden wir, dass wir „unsere“ Bude unterstützen müssen. Viel Hunger habe ich allerdings nicht, wie in den Tagen zuvor auch schon. Vielleicht weil mein Körper in den letzten Wochen bereits genug Fett angesetzt hat.

Die Kinder spielen nach dem Essen im Garten und binnen weniger Sekunden steht die komplette Terrasse unter Wasser. Und nicht nur die. Auch die beiden selbst sind klatschnass. Die Kleine entledigt sich kurzerhand ihrer Klamotten und rennt nur noch in Unterwäsche herum. Wildfang zieht sich ein trockenes T-Shirt an. Danach spielen wir über zwei Gärten hinweg verstecken. Das saubere (weiße) Shirt meines Sohnes ist anschließend ganz grün am Rücken. Aber gut. Ist nun eben so. Später schnappe ich mir wieder mein neues Buch, ein richtiger Page-Turner, weil ich unbedingt wissen muss, wie es weitergeht.

Kurz vor dem Abendessen fällt meine Tochter im Garten hin und von diesem Zeitpunkt an ist sie sehr weinerlich. Dementsprechend schwierig gestaltet sich das Abendprogramm. Als die Kinder eingeschlafen sind, versuchen wir, die neue Serie weiterzuschauen. Mein Mann ist ziemlich müde und ich hole zwei große Becher Pudding aus dem Kühlschrank, um ihn wach zu halten. Immerhin gelingt es eine Weile. Als er aussteigt, lese ich noch ein wenig, bis ich spüre, dass meine Augen schwer werden und schließlich falle auch ich ins Bett.

Donnerstag, 09.04.2020

Ich wache auf, als mein Mann sich etwas zum Anziehen aus dem Schrank holt. Es ist kurz nach sieben und beide Kinder schlafen noch tief und fest. Mein Mann verlässt das Haus zum Einkaufen, in der Hoffnung, dass um diese Zeit noch nicht so viel los ist. Aber es ist kurz vor den Feiertagen, also machen wir uns nichts vor. Meine Tochter wacht zuerst auf und kuschelt sich neben mich. Gerade als ich ins Bad schlurfe, wird auch der Große wach. Als wir nach unten gehen, kommt mein Mann gerade vom Einkaufen zurück und wie erwartet war es bereits brechend voll. Zu den Hamsterkäufen, die gerade ohnehin total in sind, kommen jetzt eben auch die Feiertags-Hamsterkäufe hinzu. Wir hoffen, dass wir mit unseren Errungenschaften bis Dienstag auskommen, doch ich denke, wir haben gut geplant. Bevor wir frühstücken, räume ich die Einkäufe ein. Als die Kinder satt sind, dürfen sie ein wenig auf dem Tablet schauen, denn ich – ich traue mich kaum, es zu sagen – muss einfach unbedingt wissen, wie das Buch ausgeht. Ich muss es zu Ende lesen. Jetzt. Und das tue ich auch. Manchmal muss man sich einfach etwas gönnen. Unterbrochen werde ich nur von dem Klingeln an der Haustür. Mein Vater ist da und bleibt in zwei Metern Entfernung stehen. „Ich wollte Euch nur mal sehen“, sagte er. Ja, dieses „sich nicht sehen dürfen“ ist gerade echt nicht einfach. Wir unterhalten uns etwa eine viertel Stunde, bevor er wieder nach Hause fährt. Und dann komme ich schließlich zum Ende des Buches, welches so vollkommen anders ist, als ich erwartet hatte. Ich grüble eine Weile darüber nach und frage mich, wie die Leser das wohl im Allgemeinen aufnehmen. Es nimmt weder ein sonderlich gutes noch ein schlechtes Ende. Irgendwie. Und ich frage mich, ob ich jemals ein Buch schreiben werde, in dem am Ende eben nicht alles hunderprozentig gut ist. Vorstellen kann ich es mir momentan nicht.

Danach setzen wir uns zusammen an den Tisch. Die Kleine möchte weiter an ihrem Bild basteln, mit dem sie am Abend zuvor begonnen hat. Auch mein Großer bastelt, schnibbelt und klebt. Ich selbst greife seit langer Zeit mal wieder zum Stift und male ein Bild. Früher konnte ich das richtig gut. Aber man muss in Übung bleiben.

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Mein „Kunstwerk“, inspiriert durch eine Taschentücher-Box

Mir kommt der Gedanke, dass seit mehr als drei Jahren ein Zeichentablet in meinem Büro liegt und darauf wartet, ausgepackt zu werden. Zu gerne würde ich mich endlich einmal damit befassen. Doch dazu fehlt mir einfach die Zeit. Ebenso wie für all diese Geschichten und Ideen, die mir im Kopf herumgeistern und darauf warten, endlich geschrieben zu werden. In zweien davon steckt das Messer mitten im Schwein. Fünf weitere Ideen liegen noch völlig brach und ich weiß schon jetzt, dass ich mich nur schwer entscheiden werden kann, welche die nächste sein darf, die zu Papier gebracht wird.

Heute wird es nur Pizza zum Mittagessen geben. Während der Ofen warmläuft, gehe ich in den Keller, um Wäsche zu sortierten. Nachdem ich die Maschine angestellt habe, schiebe ich die Pizza in den Ofen. Die Kinder haben währenddessen nur Flausen im Kopf. Meine Tochter hat sich die Haare türkis „gefärbt“. Mit Lidschatten. Äh, ja. Sieht irgendwie schön aus, muss ich zugeben. Die Pizza schmeckt den Kindern heute nicht, obwohl sie sie sonst lieben. Schneller als ich gucken kann, verziehen sie sich wieder in den Garten und kochen einen Zaubertrank aus Wasser und Matsch. Ich hocke mich einen Moment an meinen Laptop und tippe ein wenig an einem Blogartikel. An diesem hier, um genau zu sein. Eigentlich müsste ich dringend etwas im Haushalt tun, doch mit fehlt der Elan.

Den Nachmittag verbringen wir bei dem schönen Wetter selbstverständlich wieder im Garten.

Das größte Ereignis seit Wochen ist allerdings: Ich verlasse das Haus. Und ich fahre Auto. Zum ersten Mal seit mehr als drei Wochen. Heute kann ich endlich wieder zur Massage gehen, nachdem die Praxis in den letzten Wochen geschlossen war. Selten habe ich mich so sehr darüber gefreut, meine Physiotherapeutin wiederzusehen. Sich mit jemandem zu unterhalten und einfach mal wieder etwas anderes zu sehen als die eigenen vier Wände, fühlt sich wie purer Luxus an. Zwanzig Minuten vergehen jedoch leider wie im Flug. Aber besser als nichts. Für den Rest des Abends bin ich jedenfalls ziemlich entspannt.

Freitag, 10.04.2020

Die Feiertage sind da und ich freue mich, dass mein Mann nun auch frei hat. Wir starten gemütlich in den Tag, mit einem späten, ausgedehnten Frühstück. Die Kinder warne ich schon direkt vor, dass wir heute auf jeden Fall in den Wald gehen – dieses Mal ohne Ausreden. Aber vorher gammeln wir ein wenig herum und dann bekomme ich von meiner Freundin die Nachricht, dass es eine Ausschreibung beim PIPER Verlag gibt. Nun überlege ich, was ich tun soll. Meinen zweiten Roman habe ich dort bereits eingereicht, weiß jedoch nicht wer oder ob überhaupt jemand meine Leseprobe gelesen hat. Soll ich es also noch einmal einreichen? Es wird eine sechsköpfige Jury geben, die alle Einsendungen liest. Vielleicht gerät mein Manuskript ja an den Richtigen. Andererseits werden sicher hunderte an dem Wettbewerb teilnehmen und meine Chancen sind schwindend gering. Noch geringer sind sie aber, wenn ich gar nicht erst mitmache. Also setze ich mich an den Rechner und versuche einfach mein Glück. Wer nicht wagt …

Anschließend koche ich Nudeln mit Bolognese-Sauce und zum Nachtisch gibt es Erdbeer-Softeis aus dem Thermomix. Weil es solch eine riesige Menge ist, teilen wir sie mit unseren Nachbarn.

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So cremig und so lecker

Danach gilt es, die Kinder zu mobilisieren. Wieder hat keiner von ihnen so richtig Lust, sich auf den Weg zu machen. Letztendlich sitzen gegen kurz nach vier aber endlich alle im Auto und wir fahren zum Wald. Wir gehen in ein Waldstück, das wir noch nicht kennen und hoffen, dass dort nicht allzu viel los ist. Und was soll ich sagen? Wir sind wieder einmal total überrascht, wie schön und wie anders dieser Wald aussieht. Als es auf dem letzten Teil der Strecke auch noch hügelig wird, wundern wir uns umso mehr. Denn hier am Niederrhein ist es eigentlich ziemlich platt.

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Los geht’s!
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Wildfang wie immer querfeldein.
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Frühling …
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Wow! Sind wir hier immer noch in unserer Heimat?
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Der einsame Wanderer
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Plötzlich wird es sogar recht hügelig.
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Äh. Ja … Staub. Ich sage nur Staub. In jeder Ritze.
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Ich war auch dabei. Mit Sturmfrisur.
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Er will hoch hinauf.
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Sogar Steilwände tun sich hier auf.
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So idyllisch …
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Die Kinder hatten so viel Spaß!

Anschließend sehen die Kinder aus wie kleine Schweinchen, von oben bis unten voller Sand und Staub. Aber, wie ich immer zu sagen pflege: Wenn Kinder am Ende des Tages nicht schmutzig sind, haben sie nicht gespielt. Und sie sind sehr schmutzig.

Als wir nach Hause kommen, ist es bereits kurz vor sieben. Wir machen sofort das Abendessen. Bis die beiden im Bett sind, dauert es aber noch eine Weile. Mehr als eine Folge unserer Serie schaffen wir schließlich nicht. Aber das ist auch nicht schlimm.

Samstag, 11.04.2020

Heute wird ein arbeitsreicher Tag. Nach dem Frühstück machen wir uns im Garten zu schaffen. Ich harke ein paar Blätter zusammen, zupfe Unkraut und „durchkämme“ den Sandkasten, um ihn von Laubresten und dergleichen zu befreien. Wildfang fängt an den Rasen zu mähen. Später übernimmt mein Mann.

Danach reinigt er die Terrasse mit dem Hochdruckreiniger und als alles getrocknet ist, schaffen wir die Gartenstühle und den Tisch aus der Garage, damit wir endlich wieder richtig draußen sitzen können. Und das tun wir dann auch. Wir essen eine Kleinigkeit im Garten. Die Kinder lieben das besonders.

Später sitze ich ein wenig am Rechner und bastle am Kinderbuch herum. Das Thema Druckkosten bereit mir in diesem Fall ein wenig Kopfschmerzen. Vielleicht ist es doch nicht so klug, ein Bilderbuch selbst herausbringen zu wollen.

Das Abendessen findet selbstverständlich auch im Garten statt.

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Im Garten isst es sich am besten. Oder?

Na ja. Sagen wir mal so: Es dauert halt viel länger, denn zwischendurch muss immer mal Trampolin gesprungen werden. Irgendwann schaffen wir es dann aber doch noch nach oben. Bald darauf kehrt Ruhe ein.

Sonntag, 12.04.2020

Der Sonntagmorgen beginnt für mich wie immer mit einem ausgedehnten Bad. Weil heute der vorerst letzte warme Tag sein soll, streife ich mir ein buntes Sommerkleid über und lackiere mir noch rasch die Fußnägel. Nach dem Frühstück ziehe ich mich für zwei Stündchen in mein Büro zurück. Als ich wieder runterkomme, ist es auch schon bald an der Zeit, das Mittagessen zuzubereiten. Heute gibt es Kartoffelspalten, Gemüse und Schweinefilet. Die Kleine freut sich riesig, denn sie ist eine richtige Fleischfresserin.

Danach sitzen wir alle gemeinsam in Garten. Heute sind alle faul. Die Kinder spielen auf dem Tablet. Ich nehme mir ein Buch, das schon sehr lange auf mich wartet: Der Palast der Meere von Rebecca Gablé. Ich liebe ihre historischen Romane, doch man kann sie nicht einfach so runterlesen und eventuell sogar mal einige Tage liegen lassen. Dann verliere ich völlig den Faden. Und so lag das Buch ewig da, angefangen, aber nie zu Ende gelesen. Heute starte ich einen neuen Versuch.

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Der Palast der Meere

Während ich so da sitze, bekomme ich Lust auf ein Eis. Und das gönne ich mir schließlich auch.

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So lässt es sich aushalten …

Die Kinder bekommen natürlich auch ein Eis. Die Kleine kippt ihres sofort auf dem Boden und ich muss ihr ein neues geben. Dieses Mal bleibt landet alles in ihrem Mund, nicht auf dem Boden.

Später spiele ich mit ihr noch Frisbee, während die Männer oben spielen. Und das Abendbrot? Klar, das musste auch wieder im Garten eingenommen werden.

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Guten Appetit

So geht wieder eine Woche zu Ende. Nächste Woche hat mein Mann Urlaub. Wir hatten einige Pläne, die wir leider alle über Bord werfen müssen. Wie so viele von Euch sicher auch … Machen wir das Beste draus!

 

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