In den eigenen vier Wänden – Woche 8

Montag, 04.05.2020

Wir schreiben die achte Woche in Zeiten des Corona-Lockdown. Die Welt steht nach wie vor Kopf, auch wenn es bereits die ein oder andere Lockerung gibt. Für uns als Familie verändert sich jedoch nichts, denn Kindergärten und Schulen bleiben weiterhin für unsere Kinder geschlossen. So langsam aber sicher kippt die Stimmung. Egal, machen wir weiter. Es nützt ja nichts.

Nach dem Frühstück nehme ich noch ein paar kleine Korrekturen an meinem Kurzroman vor und beginne dann mit dem Plot zu meinem neuen Projekt. Hier wird es ein Wiedersehen mit Tessa, der Protagonistin aus meinem ersten Roman, geben. Doch nicht sie ist dieses Mal die Hauptfigur, sondern ihre beste Freundin Julia. Mal sehen welche Steine ihr auf der Suche nach der Liebe in den Weg gelegt werden.

Im Anschluss drucke ich den neuen Wochenplan von der Schule aus und dann legen wir los. Heute klappt es wie am Schnürchen. So schnell waren wir bisher nur selten fertig. Danach spiele ich mit der Kleinen in ihrem Zimmer mit Playmobil. Doch schon bald meldet sich der Hunger an. Wir haben nicht wirklich viel im Haus, deshalb gibt es „alles aus der Truhe“ vom Räuberteller. Diverse Sorten Pizza landen im Ofen, Gurke und Paprika werden kleingeschnibbelt und jeder kann sich nach Lust und Laune bedienen.

Als wir am späten Nachmittag zu dritt oben mit den Puppen spielen, klingelt es plötzlich an der Tür. Freunde sind da und haben uns eine kleine Überraschung auf die Fußmatte gelegt. Ein Bild, bemalte Steine, ein Bügelperlen-Kunstwerk. Wir freuen uns sehr und unterhalten uns eine Viertelstunde an der Haustüre, bis ich mich leider zu einem Termin verabschieden muss.

Als ich wieder nach Hause komme, sind die Kinder total aufgedreht und albern zusammen mit Papa herum. Schnell nehme ich ein kurzes Bad und dann möchte ich die Kleine ins Bett bringen. Doch sie entscheidet sich spontan für Papa. Wildfang freut sich darüber. So können wir noch zusammen HalliGalli und Trumpf spielen und ausgiebig kuscheln. Doch mein Magen hängt mir bereits auf den Knien. Als ich endlich etwas zu essen bekomme, bin ich daher mehr als erleichtert. Ich warte darauf, dass auch mein Mann sich zu mir gesellt. Ihn hat es jedoch ausgeknockt. Erst gegen 22.00 Uhr torkelt er ins Wohnzimmer. Gerade wollte ich mich dazu entscheiden, ins Bett zu gehen, doch dann fangen wir noch eine Folge Haus des Geldes an. Allzu weit kommen wir jedoch nicht, weil dann die Kleine schon wieder aufwacht. Somit war unser Abend vorbei. Gute Nacht.

Dienstag, 05.05.2020

Als ich gegen halb sieben aufwache fühle ich mich furchtbar alt und müde. Ich will im Bett liegen bleiben, am liebsten den ganzen Tag. Tatsächlich schlafe ich noch einmal ein, doch gegen 07.15 Uhr ist meine Tochter wach – und ich somit auch. Der Große lässt auch nicht lange auf sich warten. Als ich im Bad bin, spielen die beiden unten im Wohnzimmer zusammen, doch es herrscht dicke Luft. Es wird nicht lang dauern, bis die Bombe hochgeht. 3 … 2 … 1 … Boom!

Guten Morgen, du wundervoller Tag. Nicht. Nein, gar nicht. Die Kleine will ihre Ruhe haben und verzieht sich in ihr Zimmer. Doch sie hört uns immer noch und hat daher nicht die Art von Ruhe, die sie sich gerade vorstellt. Auch als Wildfang und ich nach unten gehen, fühlt sie sich von uns gestört. Dann plötzlich möchte sie getröstet werden. Aber nein – nicht etwa von mir. Von Papa. Der Haken an der Sache: Er ist gerade auf dem Weg nach Bonn, um seinen neuen Firmenwagen, einen VW Passat, abzuholen. (Anmerkung der Redaktion: Der alte Firmenwagen, ein Skoda Oktavia, wird schon jetzt schmerzlich vermisst.) Es ist ein Dilemma, denn jeder Versuch, sie trösten zu wollen, scheitert kläglich und wird mit noch lauterem Geschrei dokumentiert. Wir frühstücken also mit Dauerbeschallung und jedes Mal, wenn ich auf sie eingehen möchte, rennt sie schreiend weg. Eine halbe Stunde später etwa, lässt sie sich schließlich doch auf mich ein und möchte nun auch etwas essen.

Im Büro kann ich mich kaum auf meinen Plot konzentrieren, weshalb ich nicht sonderlich weit damit komme. Widmen wir uns also dem Homeschooling. Es folgt eine 4,5stündige Diskussionsrunde (unterbrochen vom Mittagessen), die sich um je drei Seiten Deutsch und Mathe dreht. Ich glaube, ich kriege einen Knall! Gestern lief es so gut. Was jedoch heute hier abgeht, ist jenseits von Gut und Böse.

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Ich befinde mich in einer mittelschweren Lebenskrise. Korrigiere: Eine schwere. Eine sehr schwere Krise.

Als das Thema endlich gegessen ist, stehe ich bereits mit beiden Beinen fest im Wahnsinn. Ich rufe verzweifelt: „Ich bin ein Star, holt mich hier raus!“ Doch nichts dergleichen passiert. Stattdessen sitze ich im Kinderzimmer und spiele mit Puppen. Nicht allein natürlich. Die Kinder spielen selbstverständlich mit. Das wäre ja noch schöner.

Als sie nach draußen in den Garten gehen, lege ich körbeweise Wäsche zusammen und sortiere sie in die Schränke der Kinder ein. Ich nutze die Gelegenheit gleich, um noch das ein oder andere Teil auszusortieren. Während ich dabei bin, höre ich, wie unten die Haus geöffnet und geschlossen wird. Mein Sohn kommt rauf gerannt und erzählt mir, dass seine Schwester rüber zur Nachbarin gegangen ist, um Süßigkeiten abzustauben. Ohne Bescheid zu sagen. Oh man – was ist heute bitte für ein Tag? Ich öffne das Fenster und rufe zu ihr herüber, dass sie nicht einfach so abhauen kann. „Darf ich denn, Mama?“, kommt dann von ihr. Jetzt ist es ja eh schon zu spät. Mit vollen Händen kommt sie wieder zurück.

Dann schauen die beiden Fernsehen und ich habe schon wieder Hunger. Um punkt 18.00 Uhr wird daher das Abendessen aufgetischt.

Heute beginnt Sing meinen Song. Ihr ahnt es schon. Alles, was mit Musik zu tun hat, wird in einem Musikerhaushalt auch inhaliert. Außerdem liebe ich die Musik von Max Giesinger und heute ist direkt in Sendung Nr. 1 sein Abend. Danach falle ich hundemüde ins Bett.

Mittwoch, 06.05.2020

Nach dem Frühstück beginne ich mit dem Testlesen für eine Kollegin, die eine Leseprobe bei einem Wettbewerb einreichen möchte. Ich werde vor dem Homeschooling nicht  ganz fertig und mache daher währenddessen am Laptop weiter.

Unverhofft erhalten wir einen Anruf von der Leiterin der neuen Kita. Wir sollen am Donnerstag vorbeikommen, um die Verträge abzuholen. Überraschend ist die Tatsache, dass keiner von uns eine Maske tragen braucht. Aber gut.

Die Schulaufgaben klappen heute wunderbar. Wildfang ist blitzschnell fertig und freut sich im Anschluss darüber, dass er nun mehr Zeit für andere Dinge hat. Mir bleibt auch mehr Zeit, weshalb ich mich der Wäsche widme. Sortieren, sortieren, sortieren. Das Mittagessen wird wieder improvisiert. Wir müssen dringend einkaufen gehen. Aber da wir immer etwas von Bofrost in der Truhe haben, muss keiner hungern.

Die Kleine schlägt vor, spazieren zu gehen. Es folgt: Eine 45minütige Diskussion. Mein Sohn will zu keinem der Ziele, die ich vorgeschlagen habe. Er will sich schlicht und ergreifend weigern. Die Kleine hingegen äußert einen Wunsch. Der Bruder weigert sich umso mehr. Am Ende bin ich so weit, ihn zu Hause zu lassen. Ich gehe rauf zu meinem Mann ins Büro und unterrichte ihn von meinen Plänen. Unter Gezeter lenkt Wildfang schließlich ein und will nun doch mit. Mir ist bereits die Lust vergangen. Trotzdem gehen wir schließlich los.

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Idylle pur. Als ob ich das nicht vorher geahnt hätte.
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Wildfang meint beiläufig: „Ich weiß gar nicht, warum ich mich wieder so aufgeregt habe.“ Das weiß ich ehrlich gesagt auch nicht.
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So schön.
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Kleine Pause.
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Etwas Süßes gehört immer dazu.
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Endspurt.

Nach einer Stunde und zwanzig Minuten kommen wir wieder am Auto an. Normalerweise gehe ich alleine nie mit den beiden eine so lange Strecke. Zwischendurch wurde es auch echt mal schwierig, aber letztendlich bin ich überrascht, dass beide so gut durchgehalten haben. Auf der Heimfahrt halte ich beim Bäcker an und besorge ein paar Brötchen und zwei Teilchen. Damit machen wir es uns dann gemütlich.

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Kirsch-Vanille-Plunder

Es sickert die Info durch, dass die Schule für alle Schüler ab Montag wieder losgehen soll. Ich lasse mich mal überraschen, was da auf uns zukommt.

Die Kleine schleicht schon wieder zur Nachbarin herüber und sahnt Süßigkeiten ab. Man merkt echt, dass ihr langsam total langweilig wird. Wir alle haben langsam die Pappe auf. Vor allem ich. Es ist echt nicht meine Woche.

Auch das Abendessen gestaltet sich erneut schwierig. Irgendwas hat meine Tochter wieder quersitzen und das zieht sich durch, bis zum Zubettbringen. Sie will ausschließlich von Papa ins Bett gebracht werden und ich kümmere mich um Wildfang. Heute bin ich mehr als froh, als es endlich still wird im Haus.

Donnerstag, 07.05.2020

Guten Morgen, am Tag der Spielplatzöffnungen. Die Euphorie hält sich in Grenzen, weil ich nicht weiß, wie sinnvoll es ist, auf den Spielplatz zu gehen. Aus Angst davor, dass alles überfüllt ist, versuchen wir es erst gar nicht.

Nach dem Frühstück starten wir mit dem Homeschooling, doch nach einer Weile müssen wir unterbrechen, weil der Termin im Kindergarten ansteht. Um 11.00 Uhr kommen wir dort an und begutachten zuallererst den Neubau. Er ist riesig, vor allem im Vergleich mit der alten Kita, in der wir uns nun mit der Leiterin treffen. Eine der neuen Erzieherinnen ist ebenfalls dort. Meine Tochter ist sehr verhalten und will auf meinem Schoss sitzen. Es dauert etwa eine Viertelstunde, bis sie sich traut, zusammen mit der Erzieherin und ihrem Bruder ein Spiel zu spielen, während ich mit der Kollegin die Verträge durchgehe. Am Ende wollen beide Kinder gar nicht mehr weg. Aber wir müssen nun mal.

Gleich danach koche ich unser Mittagessen und im Anschluss geht es mit den Schulaufgaben weiter. Es zieht sich mal wieder in die Länge. Es macht mich wahnsinnig. So kann es jedenfalls nicht weitergehen.

Der Rest des Tages plätschert vor sich hin und bin unfassbar froh, als ich mich um 18.00 Uhr auf den Weg zur Physiotherapie machen kann. Leider fliegen zwanzig Minuten Massage viel zu schnell an mir vorbei. Ich habe nicht wenig Lust, danach noch eine Weile mit dem Auto durch die Gegend zu kurven, mir den Wind durch die Haare wehen zu lassen und lauthals zur Musik mitzusingen. Tue ich aber nicht. Die Kinder müssen schließlich ins Bett.

Freitag, 08.05.2020

Heute Vormittag haben wir Elternsprechtag. Per Videokonferenz versteht sich. Da ich jedoch mit Wildfangs Lehrerin zwischenzeitlich schon telefoniert hatte, gibt es nicht mehr allzu viel zu besprechen. Ich erfahre allerdings, dass es nächste Woche einen Präsenztag in der Schule geben soll. Die Pläne sollen noch heute verschickt werden. Am Ende möchte sie auch mit ihm reden und mein Sohn besteht darauf, dass er allein mit ihr sprechen kann. Wie er mag. Ich verlasse daher den Raum und lasse in ein paar Minuten mit ihr allein plaudern. Die Lehrerin hat ihm gesagt, dass sie es gut finden würde, wenn ich nicht die ganze Zeit bei den Schulaufgaben neben ihm sitzen müsse. Das fänd ich auch gut. Bisher hat er dann allerdings komplett verweigert. Wir suchen nach einer Lösung und ich denke, ich beginne damit, ihn ein Fach allein erledigen zu lassen.

Am Mittag warne ich Wildfang vor, dass wir morgen spazieren gehen würden und ich erwarte, dass uns die Diskussionen darüber dieses Mal erspart bleiben. Seine Antwort: „Ja klar, Mama. Kein Problem. Ich freue mich darauf.“ Ich traue der Idylle nicht. Aber gut. Vielleicht geschehen auch manchmal einfach Wunder.

Viel mehr gibt es über den heutigen Tag nicht zu berichten, außer dass sich am Abend jede Menge aufgestauter Frust entladen hat, als ein Vorfall das Fass zum Überlaufen brachte. Die ganze Woche war so verkorkst, dass jetzt einfach alles raus musste. Ich ziehe mich raus, indem ich ein heißes Bad nehme, aber auch das entspannt mich nicht wirklich. Der Abend ist im Eimer.

Samstag, 09.05.2020

Auch am nächsten Morgen ist meine Laune nicht deutlich besser. Und schlimmer wird es ganz bald wieder, als ich meinen Sohn bitte, sich anzuziehen, weil wir gleich los wollen. „Nö, jetzt ist es zu spät. Ich wollte lieber früher los“, meint er plötzlich. So viel dazu. Die Emotionen schaukeln sich mal wieder hoch. Am Ende ist es wie immer. Er kommt halt doch mit.

Zuerst fahren wir bei meinen Eltern vorbei, weil mein Vater ein Problem mit seinem Fernseher hat. Anschließend fahren wir bis kurz vor die niederländische Grenze und starten mit unserer Wanderung, die leider überhaupt nicht so ist, wie erwartet. Es geht größtenteils durchs offene Feld und das ist ziemlich langweilig. Und die Stimmung ist ohnehin schlecht. Erst will die Kleine nicht weiterlaufen, dann hat Wildfang Matsch in den Sandalen. Dann nochmal. Dann verletzt die Kleine sich an einem Baum.

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Der Anfang der Strecke verläuft noch im Schatten der Bäume.
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Wasser ist wie immer magisch.
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Heute mit geflochtenem Zöpfchen und jeder Menge Trotz im Kopf.
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Wildfang überquert das Bächlein.
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Und jetzt: Wiese. Feld. Wiese. Feld. Und pralle Sonne.
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Zum Buddeln findet sich immer irgendwas.
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Endlich: Wald! Aber leider führt nur ein ganz kleiner Teil der Strecke über Waldwege.

Was auf den Bildern ganz schön aussieht, ist eigentlich nicht so schön. Ich will einfach nur zurück. Mir kommt die Idee, auf dem schnellsten Weg zum Auto zurückzukehren und dann in der Fußgängerzone ein Eis zu holen. Gesagt, getan.

Die Schwierigkeit besteht nun darin, einen Platz zu finden, wo wir das Eis essen dürfen. Denn im Umkreis von 50 Metern zur Eisdiele ist das verboten. Wir finden einen Platz, doch halt! Da vorne ist ja schon die nächste Eisdiele. Hier gibt es nämlich drei an der Zahl. Schlussendlich setzen wir uns auf die Treppe bei meinen Eltern vors Haus. Nach einer Weile ruft meine Mutter von oben herunter: „Was macht Ihr denn hier?“ Sie gesellt sich zu uns auf die Treppe. Eine Weile später kommt auch mein Vater dazu. Als die Kleine ihr inzwischen flüssiges Eis auf die Treppe fallen lässt, holt Oma die Gießkanne und spült es weg. Und dann verabschieden wir uns auch schon bald.

Viel besser ist meine Laune leider immer noch nicht. Auch der Fernsehabend ist im Eimer, weil die Kleine schon wieder wach wird, bevor wir dazu kommen eine ganze Folge unserer Serie zu schauen. Ich geh dann wohl mal schlafen.

Sonntag, 10.05.2020

Um 06.00 Uhr werde ich wach, weil mein Sohn durchs Haus geistert. Ich bin unfassbar müde, doch finde nicht mehr in den Schlaf. Auch ein Bad bringt mich nicht richtig in die Gänge. Die Woche ist durch und durch verkorkst. Die Luft ist einfach raus. Nach dem Frühstück fährt mein Mann immerhin mit den Kindern weg, so dass ich ein wenig Zeit für mich habe. Diese verbringe ich am Computer. Um das Mittagessen kümmert sich heute auch mein Mann. Ich kann mich gerade zu nichts motivieren. Das einzige, was ich heute tue, ist waschen. Denn das Kleid meiner Tochter trieft nach dem Essen nur so von Ketchup.

Danach spiele ich mit Wildfang. Wir versuchen mit einer Spielzeug-Armbrust seinen Boxsack abzuschießen. Wer die Kette trifft, bekommt vier Punkte, wer den Sack trifft nur einen Punkt. Der Ehrgeiz hat mich gepackt und ich ziele immer nur auf die Kette. Lediglich ein Mal treffe ich sie. Tja. So viel dazu.

Danach pflanzen wir uns auf die Couch. Und da bleiben wir dann auch. Erst als es Zeit fürs Abendessen ist, gehen die Kinder raus in den Garten und spielen einträchtig. Es ist immer so. Am Ende eines Tages herrscht Idylle pur. Nur ich fühle mich immer noch k.o. und ziemlich lustlos.

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Erst um kurz vor sieben raffe ich mich auf und decke den Tisch. Wie immer wollen die Kinder noch weiter spielen und das Abendessen gestaltet sich dementsprechend schwierig. Während mein Sohn nach gefühlten drei Stunden immer noch am Tisch sitzt, gehe ich mit der Kleinen schon mal rauf, damit sie sich bettfertig machen kann. Da fällt mir ein kleiner, schwarzer Punkt an ihrem Oberschenkel auf – eine Zecke. Hilfe! Nicht schon wieder. Vor zwei Wochen mein Mann, jetzt sie. Doch innerhalb kurzer Zeit haben wir das Viech rausgeholt und jetzt bete ich, dass die Sache damit gegessen ist. Immer wieder kommt mir in den Sinn, wie krank Wildfang wurde, als er vor zwei Jahren Borreliose bekam.

Danach lesen wir noch etwas und schließlich bringe ich die kleine Maus ins Bett. Um 20.36 Ihr klingelt es an der Haustür. Mein Herz bleibt stehen. Meine Tochter ist gerade erst eingeschlafen. Zum Glück hat sie nichts davon mitbekommen. Es stellt sich heraus, dass zwei Mädchen aus der Nachbarschaft einen Klingelstreich gespielt haben. Das geht schon die ganze Woche so. Normalerweise juckt mich das nicht groß, aber jetzt schon. Um diese Uhrzeit sollten sie eh nicht mehr draußen herumrennen, geschweige denn bei uns klingen und dann vor dem Fenster stehen und laut herumbrüllen. Da musste ich dann mal eine Ansage machen. Irgendwo hört der Spaß auf.

Als endlich alle zur Ruhe kommen, schaffen mein Mann und ich tatsächlich zweieinhalb Folgen Haus des Geldes zu schauen. Na ja, am Ende mache ich schlapp und verschlafe die letzten paar Minuten. Müde schleppe ich mich schließlich ins Bett. Gute Nacht! Möge die neue Woche eine bessere werden.

 

 

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