Unser Wochenende in Bildern 21. + 22.11.2020

Um gerade einmal sieben Uhr am Samstagmorgen poltert mein Sohn durchs Haus. Der Versuch, noch einmal einzuschlafen scheitert kläglich. Also scrolle ich mich eine Weile durch meine Instagram-Timeline und bestelle ein paar neue T-Shirts für meinen Mann, bevor ich mich aus dem Bett schäle. Ich husche ins Bad und anschließend die Treppe hinauf in mein Büro, in der Hoffnung, ein wenig an meinem Manuskript weiterschreiben zu können.

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Es fehlen noch mindestens 28.014 Wörter, vermutlich jedoch deutlich mehr. Mal sehen, wo ich am Ende auskomme. Doch 50.000 Wörter sind immer das Grundziel.

Doch nach nur 129 Wörtern gebe ich auf. Denn meine Tochter ist soeben in meinem Büro aufgeschlagen. Schreiben kann ich nun vergessen. Für meine Bücher brauche ich absolute Ruhe.

Also mache ich mich auf den Weg in die Küche und bereite das Frühstück zu. Mein Mann macht sich derweil auf den Weg zum Bäcker. Ich koche Eier und wie immer platzt eines davon auf. Eines meiner besonderen Talente.

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Queen of the Eierplatzing

Wenig später sitzen wir alle um den Tisch versammelt. Die Kleine isst ihre Samstagsfrikadelle bevorzugt nachdem diese in den Tee getunkt wurde.

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Äh, ja … Jetzt weiß ich auch nicht.

Nach dem Frühstück plaudern mein Mann und ich eine Weile, bis er sich auf den Weg zum Friseur macht. Ich selbst war erst gestern dort – nach neun Monaten wohlgemerkt – und jetzt friere ich im Nacken.

Zeit fürs Brainstorming mit meiner Freundin Carina. Wir tauschen uns permanent über neue Romanideen aus. Unser Chatverlauf sieht immer gleich aus.

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Brainstorming Deluxe

Ich mache einen kleinen Abstecher in den Garten und stelle fest, dass es verdammt kalt geworden ist. Meinen Rosen ist das anscheinend egal, sie fangen gerade wieder an zu blühen.

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Blühende Rosen im November – hat auch etwas.

Danach werden Knetspaghetti für die Spielfiguren gekocht.

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Eine Runde Spaghetti für alle!

Derweil schweift mein Blick über das Chaos im Wohnzimmer und ich frage mich, wo und wie ich am besten mit der Beseitigung beginne. Das Problem ist, dass meine Tochter überall mit allem spielt. Und alles wird später noch gebraucht. Mich macht dieses Durcheinander verrückt. Deshalb frage ich erneut, ob sie wirklich noch alle Dinge braucht und bekomme schließlich die Erlaubnis, ein bisschen aufzuräumen.

Währenddessen fallen mir auch einige Bügelperlen-Kunstwerke in die Finger, die noch gebügelt werden wollen. Das Delfinbild allerdings ist noch nicht fertig und liegt seit nunmehr drei Wochen auf dem Tisch. Auf mein mehrfaches Hinterfragen, ob mein Sohn es denn irgendwann fertigstellen wolle, kam stets die Antwort, er hätte keine Lust. Ich finde es so schade, dass es achtlos und vergessen herumliegt. Also habe ich mir angemaßt – ich Rabenmutter – das Bild eben selbst fertigzumachen, damit es endlich gebügelt werden kann.

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Kinderkunst

Als mein Sohn das Ergebnis sah, freute er sich im ersten Moment, doch dann brach ein großes Drama los. Denn ich habe alles falsch gemacht. Er wollte, dass es aussieht, als würde das Wasser aufspritzen und dafür einzelne Bügelperlen „in die Luft“ setzen. Dass das nicht funktioniert ist ihm egal. Ich habe das Bild ruiniert. I’m sorry. Hatte ihm eigentlich eine Freude machen wollen. Kommt nicht wieder vor. Und jetzt sagt mir bitte, dass Ihr Euch auch schon solche „Fehler“ erlaubt habt.

Letztendlich war das aber recht schnell wieder vergessen. Wir spielen mit Puppe Amy, die Männer zocken irgendein Videospiel.

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Amy möchte Fahrrad fahren

Am Nachmittag machen wir es uns auf der Couch mit einem Film gemütlich. Die Kleine sucht Cinderella aus, mein Sohn hat darauf allerdings keine Lust.

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Sie möchte jetzt auch so ein tolles Kleid wie Cinderella haben.

Danach ist es auch schon Zeit fürs Abendessen. Gleich darauf geht es nach oben. Es wird noch ein bisschen gespielt und dann ist es für die Kleine schon Zeit fürs Bett. Doch noch bevor ihr Bruder ins Bett geht, ist sie auch schon wieder wach. So kümmert sich jeder um ein Kind. Als meine Tochter wieder eingeschlafen ist, schleiche ich mich aus ihrem Zimmer und gehe nach unten. Mein Mann soll auch folgen, doch als er aus dem Zimmer des Großen kommt, steht die Kleine vor dessen Tür. Also bringt mein Mann sie wieder ins Bett. Er schläft bei ihr ein, ich schlafe auf dem Sofa ein. Toller Abend.

Weil die Kleine so gut geschlafen hat, steht sie schon um halb sechs auf. Wie schön! Ihr Bruder ist um sieben Uhr wach. Ich nehme mein sonntägliches Bad, kämpfe mit meinem neuen Haarschnitt, fluche und bekomme es dann zum Glück doch einigermaßen hin. Nach dem Frühstück gehe ich rauf ins Büro und bereite einen Insta-Post zum heutigen Autorensonntag vor.

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Hello!

Es dauert nicht lange, bis ich den ersten Streit zwischen den Kindern schlichten muss, allein schon deshalb, damit mir nicht die Ohren abfallen. Kreischen können die beiden nämlich in den höchsten Tönen. Wieder oben im Büro ist es eine Weile ruhig. Dann höre ich einen dumpfen Aufprall und wenig später meine aufgeregte Tochter die Treppe hochlaufen. Was passiert ist? Das:

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Sie wollte mit einer Decke eine Höhle bauen und benutzte meine Blumentöpfe als Beschwerer. Zum Glück ist nur einer der beiden Töpfe runtergekracht. Und noch mehr Glück ist es, dass ich noch einen dieser Töpfe im Keller stehen habe. Dreck und Scherben sind schnell beseitigt und alles sieht wieder aus wie zuvor.

Mein Mann, der den Sonntagvormittag immer bei seinem Kumpel im Tonstudio verbringt, bringt Mittagessen von McDonald’s mit. Die Kinder hatten es sich so sehr gewünscht und ich bin nicht traurig, dass ich nicht kochen muss.

Im Happy Meal gibt es Spielzeuge von Rubiks. Mein Mann versucht den Zauberwürfel zu lösen.

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Gar nicht so leicht.

Den klassischen Würfel lösen mein Mann und mein Sohn mit links. Aber dieser hier hat es in sich. Dabei sollte man meinen, mit weniger Feldern wäre es einfacher.

Nach dem Essen hilft Papa beim Bau einer Höhle und ich setze mich mit meiner neuen Lektüre aufs Sofa.

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Das Buch „Mein Kind denkt und fühlt zu viel“

Gegen zwanzig nach drei machen wir uns auf den Weg zu meinen Eltern. Mal etwas anderes sehen, als nur die eigenen vier Wände.

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Die Maske muss mit, da im Ortskern Maskenpflicht herrscht.

Die Kinder sind von Anfang an ziemlich aufgedreht. Ruhig wird es erst, als mir die Idee kam, dass Oma den Kindern ja zeigen kann, wie man Knöpfe annäht.

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Wildfang ist sichtlich stolz.
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Und das Werk der Kleinen.

Es ist schon kurz nach sechs, als wir wieder nach Hause fahren.

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Es gibt sofort Abendessen, wobei ich so meine Zweifel habe, ob nach all den Süßigkeiten noch etwas in die Kinderbäuche hineinpasst. Tatsächlich essen sie noch je ein Brot und danach wird noch ein bisschen gespielt, bis schließlich langsam Ruhe einkehrt.

Nun hoffe ich, dass ich meinen Mann wenigstens heute Abend auf dem Sofa treffe und uns noch ein wenig Zeit zu zweit bleibt.

Ich wünsche Euch einen guten Start in die neue Woche!

Alle WiB findet Ihr selbstverständlich bei Grossekoepfe.

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