Was machst Du eigentlich den ganzen Tag? Juni 2021

Es ist 08.00 Uhr, als ich final die Augen aufschlage. Vorher war ich bereits dreimal wach, bin jedoch glücklicherweise jedes Mal wieder eingeschlafen. Die Kinder hocken bereits vorm Fernseher. Ein typischer Samstagmorgen. Etwa eine halbe Stunde später entschließt sich mein Mann dazu, sich fertigzumachen. Anschließend macht er sich auf den Weg zur Bäckerei. Für mich der Zeitpunkt, an dem ich mich schließlich auch aufrappeln muss. Doch vorher freue ich mich noch über eine herzerwärmende Rezension zu meinem ersten Roman, der inzwischen vor fast einem Jahr erschienen ist.

Der Blick in den Spiegel lässt mich erschaudern, der Blick auf die Waage wiederum stimmt mich fröhlich. Wieder ist ein Kilo weg.

Nachdem ich mit dem Nötigsten fertig bin, bereite ich in der Küche das Frühstück zu. Mein Mann, mitsamt Brötchen und Aufschnitt, stößt auch wenig später dazu, und dann wird erst einmal gegessen.

Gegen 10.45 Uhr hebe ich die Tafel auf, um wieder ins Bad zu stiefeln. Haare waschen, schminken, mich ausgehtauglich machen. Nur um mich gleich im Anschluss den Wäschebergen zu widmen. Drei Körbe Kinderkleidung warten darauf sortiert und zusammengelegt zu werden. Welch Freude! Das dauert dann erst einmal. Und dauert, und dauert, und dauert …

Gegen 13.30 Uhr sitze ich mit den Kindern im Auto und mache mich auf den Weg zum Friseur. Beide Kinder haben einen neuen Schnitt nötig.

Ich müsste auch dringend mal wieder schneiden und färben lassen, weshalb ich sofort einen Termin vereinbare. Der ist allerdings erst in drei Wochen, weil es an den anderen Wochenenden einfach nicht passt. Muss ich wohl noch abwarten. Die Kinder jedenfalls sehen nun richtig chic aus. Und jetzt haben wir uns ein Eis verdient! Leider hat meine geliebte Frozen Joghurt Bar geschlossen, also muss die normale Eisdiele herhalten.

Die Kleine würde gerne noch durch die Stadt laufen, allerdings fängt es an zu nieseln und es wird ungemütlich. Deshalb treten wir die Heimfahrt an.

Wieder zu Hause, präsentiert mir mein Mann, der gerade shoppen war, seine neuen Hosen. Danach schreit er nach etwas zu essen. Den Kindern und mir allerdings liegt das Eis noch im Magen. Während er kaut, schreibe ich einen Einkaufszettel. Der Wocheneinkauf muss nämlich auch gleich noch erledigt werden. Das übernimmt im Anschluss dann mein Mann.

Ich für meinen Teil quatsche meiner Freundin erst einmal eine 10-Minuten-Sprachnachricht ans Ohr. (Sorry, not sorry!) Wir haben uns offensichtlich zu lange nicht gesehen. Auch nachdem ich mit meinem Wortschwall fertig bin, bleibe ich einfach auf der Couch sitzen. Das typische Nachmittagstief überrollt mich. Wobei ich eigentlich schon den ganzen Tag mit extremer Müdigkeit zu kämpfen habe. Aber auch das ist normal bei meiner chronischen Erkrankung, auf die ich getrost verzichten könnte. Denn eigentlich weiß ich gar nicht mehr so recht, wie es sich anfühlt richtig fit zu sein.

Anderes Thema: Warum habe ich eigentlich Eisklumpen an den Füßen? Die letzten Tage waren so warm und nun ist plötzlich wieder Herbst. Na ja. Und jetzt bekomme ich doch irgendwie Hunger. Dabei ist inzwischen fast Abend. Überhaupt, wo wir gerade von Essen reden: Inzwischen habe ich vier Kilo verloren. Also, nicht seit heute Morgen natürlich. Aber in den letzten Wochen. Wollte ich nur mal so am Rande erwähnen.

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Das wäre jetzt die Stelle, an der ich mich dazu entschließen sollte, den Hula Hoop zu nehmen und mich ein bisschen zu bewegen. Aber die Couch ist irgendwie stärker. Also bleibe ich einfach noch eine Weile hier und schaue der Kleinen derweil beim Malen zu. Irgendwann aber schafft sie es, mich vom Sofa wegzubekommen und wir spielen … Na, ratet mal … Friseur!

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Die Bürste dient als Brause zum Haare waschen.

Als der Mann nach Hause kommt, ist es schon 19.00 Uhr. Wo ist die Zeit denn plötzlich hin? Wir verräumen die Einkäufe und dann gibt es Abendessen. Danach ist auch schon Zeit, nach oben zu gehen. Die Kinder machen sich bettfertig, ich wäre auch schon reif, mich hinzulegen und hoffe, bei der Einschlafbegleitung der Kleinen wach zu bleiben, damit wir nachher noch eine Folge „Lupin“ gucken können. Allerdings stehen die Chancen schlecht. Sehr schlecht.

In diesem Sinne: Gute Nacht!

Alle Beiträge zu #wmdedgt gibt es natürlich bei Frau Brüllen.

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