Familienzeit mit Hindernissen

Wenn der Urlaub meines Mannes näher rückt, bin ich immer voller Vorfreude. Familienzeit. Was gibt es Schöneres?

Wir planen immer den ein oder anderen Ausflug, um für und mit den Kindern Erinnerungen zu schaffen und eine tolle Zeit zu haben. Außerdem erledigen wir in dieser Zeit immer einiges, was sonst liegen bleibt. Außerdem versuchen wir einiges zu erledigen, was sonst liegen bleibt.Weiterlesen »

Wenn Papa Urlaub hat…

…und wir nicht verreisen, heißt das nicht, dass nicht viel los ist. Im Gegenteil. Zwei Wochen Familienzeit wollen voll ausgenutzt werden. Und das haben wir auch!

Montag, 05.09.16

Während der Große den Vormittag im Kindergarten verbracht hat, musste mein Mann sich erst einmal dringend um die Steuererklärung kümmern. Sowas schieben wir immer ewig vor uns her. Aber jetzt gab es keine Ausreden mehr. Während er also dieses notwendige Übel erledigte, ging ich mit dem Tochterkind fast zwei Stunden spazieren. Es ging an der schönsten Stelle der Schwalm vorbei. Ich liebe diesen Ort. Früher gingen mein Mann und ich hier oft noch spät am Abend entlang, wenn keine Menschenseele mehr unterwegs war.

 

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Danach holte ich meinen Sohn vom Kindergarten ab und wir fuhren gemeinsam durch die Waschstraße. Das fand er total spannend. Er wollte sofort noch mal durchfahren. Am Nachmittag haben wir uns noch mit Freunden auf dem Spielplatz getroffen. Als die Kinder schließlich im Bett waren, aßen wir Tiefkühlpizza und schauten vier Folgen von „How to get away with murder“. Ziemlich spannend.

Dienstag, 06.09.16

Der Tag startete schon früh, denn es ging in den Zoo – und zwar in die Zoom Erlebniswelt Gelsenkirchen. Die Fahrt zog sich ein wenig, denn es war ziemlich viel Verkehr rund um den Pott. Aber es hat sich gelohnt, denn dieser Zoo ist wirklich fantastisch. Dort haben die Tiere wirklich viel Platz in wunderschönen, naturbelassen Gehegen. Besonders beeindruckt haben mich die Giraffen und die Nashörner, die ziemlich nah vor unserer Nase standen. Auch die Seehunde waren fast zum Greifen nah!

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Zwischendurch wurde natürlich am Spielplatz halt gemacht, damit die Kleine auch mal ein bisschen Bewegung bekommt. Sie hat erstaunlich gut mitgemacht, dafür dass sie so lange im Buggy sitzen musste. Allerdings fiel der Mittagsschlaf recht kurz aus. Die Rückfahrt war dann echt anstrengend, da beide Kinder alles andere als gut gelaunt waren. Dafür war aber der Tag echt toll!

Mittwoch – 07.09.16

Heute ging der Wildfang wieder in den Kindergarten. Wir wollten ihn jetzt nicht die ganze Zeit, in der Papa frei hat, aus der Kita raus lassen, da er sich schließlich gerade erst daran gewöhnt und es eh zur Zeit nicht so leicht ist.

Am Nachmittag machten wir uns dann auf den Weg nach Klein Zwitserland, einem Waldspielplatz hinter der niederländischen Grenze. Für den Großen war das total super. Da kann man so richtig nach Herzenslust klettern, spielen und toben. Die Kleine fand das aber nicht ganz so lustig, konnte man sie dort kaum irgendwo absetzen, außer in dem Bereich für die kleineren Kinder. Aber spätestens in zwei Jahren wird es der perfekte Ort für uns sein. Was mir daran besonders gefällt: Dass man es dort, im Schatten der Bäume, auch an sehr warmen Tagen gut aushalten kann. Und es gibt dort sogar einen Pool für die Kids. Echt super!

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Donnerstag – 08.09.16

Tag der Beule. Ich war mittags im Kinder-Secondhand-Laden, um dort einen großen Schwung Kleidung loszuwerden und gleichzeitig die Abrechnung der vergangenen Saison zu machen, als mein Mann anrief. Er musste den Wildfang früher aus dem Kindergarten abholen, weil er die Treppe eines Spielgeräts heruntergefallen ist und nun eine gewaltige Beule an seiner Stirn prangte.

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Mein Mann wollte eigentlich gleich mit ihm zum Arzt fahren, aber da unser Sohn gut drauf war wie immer, entschieden wir uns dazu, ihn erst mal zu beobachten. Unsere Unternehmungen für den Tag ließen wir aber ins Wasser fallen, falls wir doch noch zum Arzt mussten. Doch es ging ihm weiterhin gut. Welch ein Glück!

Freitag – 09.09.16

Heute war jede Menge Me-Time angesagt. Ich war mit einem meiner liebsten Mädels verabredet und wir starteten den Tag mit einem gemütlichen, ausgedehnten Frühstück. Wir haben sehr viel geredet und hatten, was das angeht, echt jede Menge nachzuholen, sieht man sich inzwischen doch leider viel zu selten. Anschließend machten wir uns auf den Weg nach Aachen zu den Carolus-Thermen und ließen es uns richtig gut gehen. Das war längst überfällig und wir haben das beide sehr genossen.

Wochenende – 10. + 11.09.16

Der Samstag ging für Einkaufen, Wäsche u.s.w. drauf. Das Übliche halt. Unternommen haben wir ansonsten nichts, sondern die Zeit im Garten verbracht. Und auf dem Klo, weil der Wildfang offensichtlich Verstopfung und echt schlimm damit zu kämpfen hatte. In der Notapotheke, wo er gemeinsam mit Papa hinführen, gab man uns Babylax, doch wieder zu Hause ging es ihm scheinbar wieder gut.

Sonntag ging das Drama jedoch weiter, so dass wir uns entschieden ihm tatsächlich Babylax zu geben. Später waren wir bei Freunden eingeladen und haben dort einen gemütlichen Nachmittag mit Kuchen uns Antipasti verbracht. Und mit unzähligen Klogängen. Natürlich. Das war ganz schön stressig für uns alle. Am Abend war das Thema aber dann ausgestanden.

Montag – 12.09.16

Guten Morgen Schnupfnase! Es zeichnete sich am Abend zuvor schon ab. Ich bin krank. Herzlichen Glückwunsch! Passt ja wirklich wunderbar. Also wurden gleich fleißig Gegenmittel eingeworfen. Ich hing ziemlich in den Seilen. Daher war nicht mehr viel Programm angesagt, außer eine Anmeldung in einer Kita für die Kleine und ein paar Teile einkaufen.

Dienstag – 13.09.16

Der Tag startete mit Pärchenzeit und einem gemütlichen und wirklich leckeren Frühstück in einem Bauerncafé. Der Große war im Kindergarten und das Tochterkind wurde von Oma bespaßt. Wir haben das echt genossen. In aller Ruhe zu essen und dabei ungestört zu quatschen – das hat echt Seltenheitswert.

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Den Rest unserer Freizeit haben wir dann ganz romantisch im Baumarkt verbracht. Was für eine Vergeudung. Aber: Was sein muss, muss sein!

Am Nachmittag hatte ich noch einen Termin in Düsseldorf, zu dem ich bei Gelegenheit an anderer Stelle sicher noch etwas erzählen werde.

Mittwoch – 14.09.16

Den Vormittag an diesem wunderschönen Herbstsommertag nutzten wir für einen Spaziergang um einen nahe gelegenen See, an dem ich in meiner Kindheit und Jugend viel Zeit verbracht habe. Heute geht dort leider fast niemand mehr baden, was wirklich schade ist. Wir haben es immer geliebt. Und ich hätte auch in dem Moment echt Lust dazu gehabt. Immerhin bin ich wenigstens mit den Füßen ins Wasser gegangen.

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Und danach? Geplant war ein Schwimmbadbesuch am Nachmittag. Mein Sohn freute sich darauf. Eigentlich. Später war er nämlich plötzlich der Meinung, dass er doch lieber wieder in den Zoo will, und machte einen riesigen Aufstand. Nach langem Hin und Her wollte er aber doch ins Schwimmbad und es hat ihm natürlich ganz viel Spaß gemacht.

Donnerstag – 15.09.16

Heute wurde im Kindergarten blau gemacht und wir fuhren schon am frühen Vormittag nach Grevenbroich zum Bobbolandia Spielpark. Dieser ist in einem alten Freibad entstanden, das jahrelang brach lag. Erstaunlicherweise war dort rein gar nichts los. Wir tobten daher nach Herzenslust. Ich hatte auf dem Hüpfkissen wohl am meisten Spaß! Einen Splashpark gab es auch – perfekt für eine kleine Abkühlung. Dann suchten wir uns für die Kleine ein schattiges Plätzchen im Sand.

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Uns allen gefiel das Wabbelkissen ganz besonders, dort haben wir uns am längsten aufgehalten.

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Doch was machen wir jetzt mit dem angebrochenen Tag? Nachdem wir alles bespielt hatten, entschieden wir uns, nach Venlo zum Kinderbauernhof zu fahren und verbrachten dort zwischen Eseln, Schweinen und anderen Tieren noch einen schönen Nachmittag.

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Am Abend waren die Kinder so schmutzig, dass sie erst mal in die Wanne mussten.

Freitag – 16.09.16

Am Freitag war der Fotograf im Kindergarten und ich bin sehr gespannt auf das Ergebnis. Ansonsten wurden am Vormittag ein paar Kleinigkeiten erledigt.

Da das Sommerwetter vorbei war und es nach Regen aussah, entschieden wir uns heute für den Indoorspielplatz und fuhren somit zum dritten Mal über die Grenze rüber nach Holland. Spontan kamen sogar noch Freunde mit und die Jungs rannten und tobten und rannten und tobten, bis sie schließlich klatschnass geschwitzt waren. Als um 18.00 geschlossen wurde, wollten die beiden noch gar nicht nach Hause. Aber wir wollten nicht warten, bis man uns raus wirft.

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Wochenende – 17. + 18.09.16

Der Samstag fiel einkaufen und putzen zum Opfer, hatten wir die ganze Woche doch keine Zeit für so etwas. Natürlich blieb noch Zeit zum Spielen.

Und am Sonntag besuchten wir Oma und Opa und aßen Pflaumenkuchen.

So gingen die zwei Wochen rum wie im Flug. Es war wirklich schön. Aber es war auch ziemlich stressig. Denn der Große weinte noch einige Tage, wenn er in den Kindergarten musste. Das ist zum Glück nun überstanden. Zwischendurch hatte er auch noch so einige Wutanfälle, weil er alles und gar nichts wollte.

Schlimmer aber war es noch mit der Kleinen. Zuhause schrie sie eigentlich permanent und war mit nichts zufrieden. Das zerrte echt an den Nerven. Und dann hat sie die letzten Nächte (Abende) auch noch viel geweint und blieb dann gerne mal zwei, drei Stunden wach. So waren unsere gemütlichen Abendstunden im Eimer und haben sie getrennt voneinander verbracht. Einer musste sie immer tragen oder wenigstens bei ihr bleiben, damit sie wenigstens ruhig war – meistens war das Papa. In einer Nacht schlief ich sogar auf dem Boden vor ihrem Bett ein, wachte schmerzerfüllt wieder auf.

Es waren zwei Wochen voller Spaß und Abenteuer, aber auch zwei Wochen mit schreienden Kindern. Sonne und Schatten – gehört doch irgendwie zusammen.

Jetzt sind wir wieder im Alltag angekommen und auch hier geht es von nun an wieder wie gewohnt weiter.

Wenn Fernweh zum Blues wird

Ich bin sehr gerne Zuhause. Wirklich. Unser Zuhause bedeutet für mich Rückzugsort, Geborgenheit, Zuflucht. Unser Haus ist gemütlich, bunt, mit Kinderlachen und Liebe gefüllt.

Und auch die Gegend, in der wir wohnen, liebe ich sehr. Ich möchte nirgendwo anders leben. Hier ist meine Heimat, hier bin ich aufgewachsen und hier sehe ich meine Kinder aufwachsen, hier möchte ich alt werden.

Und trotzdem habe ich ständig dieses Gefühl. Den Wunsch nach Veränderung. Nur für eine Weile. Die Sehnsucht, Neues zu entdecken, die Welt zu erkunden, die Seele baumeln zu lassen.

Fernweh.

Dieses Bedürfnis ist so tief in mir verwurzelt, dass es immer wieder ans Tageslicht kommt. Immer zieht es mich irgendwo hin. Manchmal sehne ich mich einfach danach, am Meer zu sitzen, dem Rauschen der Wellen zuzuhören, der Sonne dabei zuzuschauen, wie sie langsam untergeht und dabei den Himmel in ein Kunstwerk verwandelt. Ich möchte den Frieden und den Zauber dieses Augenblicks in mir aufsaugen, um eine Weile davon zehren zu können. In diesen Momenten fühle ich mich frei und unbeschwert, zusammen mit den Menschen, die ich am meisten liebe. Momente puren Glücks, fernab vom Alltagsstress.

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Oder der Entdeckerdrang in mir macht sich breit. Städte erkunden oder verwunschene Wälder, durch verträumte Landschaften ziehen. Erinnerungen zaubern für unsere Kinder. Und für mich. Unvergessene Momente schaffen. Ich schwelge so unfassbar gern in solchen Erinnerungen…

Jetzt im Moment ist gerade gefühlt jeder im Urlaub. Überall sieht man Bilder von glücklichen Kindern an traumhaften Stränden. Ich schaue mir diese Bilder so gerne, aber ehrlicherweise nicht ganz neidlos, an.

Dieses Jahr hatten wir unseren Urlaub in Holland verbracht. An sechs von sieben Tagen hat es geregnet. Es war trotzdem ein schöner Urlaub. Aber irgendwie „reicht“ es schon jetzt nicht mehr. Mich zieht es schon wieder weg.

Nicht mal weit weg, nein. Ich habe neulich einen Artikel über die Teufelsschlucht in der Eifel gelesen. Ich war fasziniert. Ich liebe verwunschene Wälder. Mein Mann und mein Sohn lieben den Wald auch. Ich würde am liebsten sofort hin. Und das beste: Gleich in der Nähe gibt es einen Dinosaurier-Park! Und mein Sohn liebt die Urzeit-Giganten gerade so sehr. Es wäre der perfekte Ausflug! Aber an einem einzigen Tag für uns nicht machbar. Wir würden zu viel Zeit im Auto verbringen.

Und so fing ich an zu träumen und suchte eine nette Ferienwohnung in einem nahe gelegenen Resort. Ein langes Wochenende dort, gar nicht mal so teuer. Und die reizvolle Eifel mit vielen Ausflugszielen gleich vor der Tür. Und wie ich so bin, habe ich mir das alles schön ausgemalt und fest in den Kopf gesetzt.

Und dann nahm mein Mann mir den Wind aus den Segeln. Berechtigterweise. Eigentlich ist er nämlich kein Spielverderber, im Gegenteil. Aber es steht noch so viel an. Neues Sofa, ein passender Tisch dazu, diverses an Kleinkram. Wir müssen daher ein bisschen besser haushalten im Moment. Und das weiß ich eigentlich auch selbst.

Aber es frustriert mich. Nächste Woche hat mein Mann Urlaub, das Wetter ist toll. Es wäre perfekt gewesen. Und jetzt habe ich den Blues. Den Fernwehblues.

Ich will, dass er wieder abhaut. Den Ausflug können wir schließlich irgendwann nachholen. Das sagt der schlaue Kopf. Aber das sehnsüchtige Herz zeigt ihm ’nen Vogel.

Doch mein Kopf hat das Herz zurechtgestutzt und nun hat es klein beigegeben. Das ist zumindest die offizielle Version. Inoffiziell will ich immer noch weg.

Wir werden uns die Zeit aber auch ohne Urlaubsreise schön machen, das weiß ich.

Ich kann Dich nicht leiden, Fernweh! Du kannst nächstes Jahr wiederkommen. Dieses Jahr kann ich Dich nicht mehr gebrauchen.

Geht es Euch auch manchmal so? Zieht es Euch auch in die Ferne?

Auf den Spuren der Sioux

Donnerstag Morgen. Der Tag fängt spät an, beide Kinder schlafen relativ lange. Eigentlich könnte ich total entspannt sein. Eigentlich. Doch eine leichte innere Unruhe, gemischt mit Vorfreude, hat sich in mir breit gemacht.

Heute starten wir das Experiment Musical. Mein Sohn und ich. Nur wir beide. Wir würden heute zum YAKARI-Musical fahren.

Ich freute mich darauf, doch gleichzeitig hatte ich große Zweifel, ob Mr. Wibbel es schaffen würde, so lange Zeit ruhig sitzen zu bleiben. Er selbst freute sich jedoch auch und erzählte immer wieder stolz: „Heute fahren wir zum Yakari-Musical!“

Als Oma dann um kurz vor 12 kam, um auf die kleine Schwester aufpassen, ging es also los. Wir setzten uns ins Auto, um die etwa einstündige Fahrt nach Essen anzutreten. Mein Sohn durfte während der Fahrt einen Film anschauen. Wir fuhren kaum eine halbe Stunde, da musste ich dringend aufs Klo. Und das obwohl ich zuhause noch zwei Mal gegangen bin und extra nicht mehr als meine Tasse Tee beim Frühstück getrunken hatte. So fuhr ich am nächstbesten Rastplatz raus. Doch dort lungerten so komische Typen herum, die mir nicht ganz geheuer waren und ich fuhr dann lieber weiter.

Die nächsten fünf Rastplätze: Hatten alle keine Toilette. Hilfe! Auf dem Navi sah ich dann einen Rasthof kommen. Endlich! Und dann musste ich kurz vorher rausfahren. So kurvte ich etwa 15 Minuten durch Essen, meine Blase zum Bersten voll, auf der Rückbank ein Kind, dass im 30-Sekunden-Takt fragte, ob wir denn gleich da sind.

Schließlich dauerte es dann auch nicht mehr lange, bis wir am Ziel ankamen. Nur den Parkplatz hatte ich irgendwie verpasst, übersehen, keine Ahnung. Ich fand mich plötzlich vor einem IKEA-Parkplatz wieder. Mit Schranke. Keine Chance mehr zum Drehen. Also fuhr ich wohl oder übel drauf. Und dann drehte ich Runde, um Runde, um Runde. IKEA halt. Brechend voll. Ich fuhr daher ins angrenzende Parkhaus. Dort fand ich nach nur drei Runden schließlich einen Platz.

Das Parkhaus war meinem Sohn irgendwie nicht ganz geheuer. Mir auch nicht. Also nix wie weg. Zum Glück war es von dort bis zum Colusseum nicht allzu weit. Doch auch kurze Wege werden mit dem Wildfang an meiner Hand, an einer stark befahrenen Straße, zum Abenteuer. Er war kaum zu bremsen, weil er unbedingt endlich Yakari treffen wollte.

Im Theater angekommen mussten wir jedoch erst einmal unsere Karten abholen. Und mein Sohn bekam auch noch ein Poster und ein kleines Pixi-Buch geschenkt.

So, und jetzt erst mal zum Klo. Die Toiletten sind natürlich ganz oben im Theater. Macht das Sinn? Egal. Trepp auf, Trepp auf, Trepp auf. Dann endlich erlöst. Trepp ab, Trepp ab, Trepp ab und huuuuiiiiii…weg war mein Sohn. Wie immer kaum zu halten, musste er erst einmal alles erkunden. Aber gut, soll er mal rennen. Sitzen muss er schließlich noch lang genug.

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Viele Kinder waren sogar als Indianer verkleidet. Ein Mädchen sogar sehr professionell. „Schau mal Mama, da ist ‚Kleines Blatt‘!“ Sie hatte es ihm angetan. Wie sie uns erzählte, durfte sie später mit auf die Bühne. Sie hatte das gewonnen. Auf jeden Fall war mein Sohn begeistert, von dem „echten“ Indianer-Mädchen und rannte ihr ständig hinterher. Und auf einmal – war er weg. Er sauste so schnell um die Ecke, das er plötzlich aus meinem Sichtfeld verschwand. Ich rannte zwar schnell hinterher, aber er war nirgends zu sehen. Mir wurde heiß und kalt. Weit konnte er doch nicht sein. Ich rief ihn. Nichts. Ich rannte hin und her und rief immer wieder nach ihm. Er war nicht zu sehen. Und jetzt?

Ich ging wieder zurück zu der Treppe, auf der ich vorher saß. Und er rannte munter dort hinauf und hatte mich nicht mal vermisst. Durchatmen. Tief durchatmen.

Ich ging zu ihm und redete mit ihm, dass er nicht einfach wegrennen darf. Obwohl wir das vorher schon besprochen hatten. „Es ist doch alles gut, Mama! Jetzt bin ich ja wieder da!“ Ja, ein Glück.

Dann ertönte endlich der Gong. „Was war das, Mama?“ Gleich würde es losgehen. So gingen wir schließlich in den Saal und suchten unsere Plätze. Von da an war ich etwas entspannter. Es gab nicht mehr so viele Fluchtmöglichkeiten. Wir hatten wirklich gute Plätze und da die Reihe vor uns teilweise frei war, hatten wir sehr gute Sicht.

Neben meinen Sohn setze sich ein Mann, der ebenfalls mit seinem Sohn dort war.  „Wer ist das, Mama?“ Er stellte sich vor. Er heißt Thomas. Mein Sohn quatschte ihn eine Weile zu, dann kam wieder der Gong. Die Türen wurden geschlossen, das Licht ging aus, Musik ertönte.

Ich war aufgeregt. Wie würde der Wildfang das alles auffassen? Er saß da, wie gebannt. Es schien ihm zu gefallen. Ich entspannte mich und genoß die Show.

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Als dann endlich „Kleiner Donner“ zum ersten Mal auf die Bühne kam, strahle mein Sohn so sehr! Er sah so glücklich aus, dass ich das Wasser in den Augen stehen hatte.

Ihr erinnert Euch noch an Thomas? Bei jeder neuen Figur, die auf die Bühne kam, hat er sich schlapp gelacht. So, dass ich mich natürlich auch nicht zusammenreißen konnte. Besonders bei dem Lied „Glück ist bunt“, als zwei Herren als Blumen verkleidet über die Bühne schwoften, gab es kein Halten mehr. Was haben wir gelacht!

Dann durften wir zwischendurch noch alle einen Regentanz machen, was die Kinder total super fanden.

Ein wenig nervig fand ich persönlich den Pelikan „Tiefer Schnabel“. Etwas zu überdreht für meinen Geschmack. Doch das Mädchen zwei Plätze neben mir, hat so sehr gekichert Wegen dieses Vogels, dass es schon wieder süß war.

Gegen Ende des ersten Teils sagte mein Sohn dann: „Ich möchte den Film jetzt nicht mehr gucken!“ Aber dann kam auch schon bald die Pause und er rannte wieder los. Ich dachte schon, dass es sicher schwierig wird, ihn gleich wieder zum reingehen zu bewegen, doch als der Gong wieder ertönte, rannte er freiwillig wieder in den Saal.

Trotzdem war die zweite Hälfte etwas schwierig. Er konnte und wollte nicht mehr sitzen. Ich gab ihm einen Keks nach dem anderen. Doch irgendwann waren die Kekse schließlich leer. Und er sprang vom Stuhl, dessen Sitzfläche donnernd hochklappte, dann wieder rauf, wieder runter… Und schließlich wieder: „Ich möchte den Film nicht mehr gucken!“ Doch dann kam ein Feuer, und das fand er wieder spannend. Und dann war es auch schon fast aus.

Das große Finale mit dem Song „Freunde fürs Leben“ hat mich, wie immer zu nah am Wasser gebaut, zu Tränen gerührt. Am liebsten hätte ich laut mitgesungen.

Schließlich war es vorbei und mein Sohn sagte sofort: „Können wir das nochmal gucken, Mama?“

Es war wirklich schön. Und es hat viel besser geklappt, als ich erwartet hatte. Überhaupt: Ich war erstaunt, wie gut all die Kinder mitgemacht haben. Nur zwei Mal habe ich ein Kind weinen hören. Die meiste Zeit guckten sie alle ganz gespannt auf die Bühne.

Nun war es Zeit für die Heimfahrt. Mein Sohn war natürlich wieder kaum zu bremsen und wollte losrennen. Dennoch blieb er an meiner Hand. Ich war froh, als wir dann aber schließlich wieder im Auto saßen.

Doch aus der Stadt rauszukommen dauerte ewig. Mitten im Berufsverkehr. Als wir endlich auf der Autobahn waren und ich den Stau auf der Gegenfahrbahn stadteinwärts sah, war ich froh, dass wir in die andere Richtung mussten.

Es regnete. Und der Regen wurde immer stärker. Ich fuhr daher ganz gemütlich. Schließlich kamen wir aber auch noch in einen Stau. Mein Sohn saß ganz ruhig hinten und schaute seinen Film. Erstaunlich, wo er doch schon so lange sitzen musste. Letztendlich dauerte die Heimfahrt etwa doppelt so lang, wie die Hinfahrt.

Als wir gegen 18.00 endlich zuhause ankamen, waren wir beide ganz schön müde. Aber auch froh, dass wir einen schönen Tag hatten.

Und ich stelle fest, dass er schon so groß geworden ist und dass man mit ihm inzwischen schon viele Dinge unternehmen kann, an die vor kurzem noch nicht zu denken war. Mein großer Junge!

Vier fahren in den Urlaub

„Mama, wann fahren wir denn endlich in den Urlaub?“ Diese Frage durfte ich mir in den letzten Wochen sehr oft anhören. „Bald, mein Schatz!“ – Aber vorher wurden noch etliche Listen geschrieben, damit auch ja nichts vergessen wird.

Wenn man als vierköpfige Familie in den Urlaub fährt, ist das zunächst eine ganz schön große und logistische Herausforderung.

Vor allem, wenn man ein Baby im Beikostalter im Gepäck hat. Was man allein für dieses kleine Menschenkind alles so braucht, ist echt enorm. Milchpulver, vier verschiedene Brei-Mahlzeiten pro Tag, plus je drei Portionen auf Reserve, falls mal etwas schief geht. Zusätzlich Quetschbeutel, Kekse und was es sonst noch alles so verzehrt.

Für das große Kind ebenfalls Obst im Quetschbeutel, Knabbereien, Knäckebrot und was es sonst noch so liebt.

Und da es der erste Selbstversorger-Urlaub war, waren auch für uns Getränke, einige Lebensmittel wie Nudeln, Marmeladen, Aufschnitt dabei. Allein der Fresskorb sprengte schon fast den Rahmen.

Dann noch Windeln für zwei Kinder, ebenso Schwimmwindeln und natürlich Spielzeug nicht zu vergessen. Und Klamotten für alle. Logisch. Der Haken daran? Wenn die Reise nicht in den Süden, sondern stattdessen nach Holland geht, muss man auf alles eingestellt sein. So packte ich für warme Tage und für kalte Tage. Quasi doppelt so viel, wie man für einen richtigen Sommerurlaub einpackt. Zusätzlich natürlich noch Regenkleidung und Gummistiefel für die Kinder. Und für uns hätte sowas auch nicht geschadet. Das weiß ich jetzt schon fürs nächste Mal.

Also, nun geht es los.

Tag 1 – Montag, 27.06.2016

Vier Koffer, eine übervolle Klappbox, ein Buggy, eine Kühlbox und diverse Kleinteile warteten darauf, verladen zu werden. Ich sage mal so: Mehr hätte es wirklich nicht sein dürfen. Nach ein wenig Tetris spielen, hat Papa es geschafft, alles unterzubringen.

Gegen kurz nach 11 machten wir uns dann auf den Weg. Unser Ziel: Das Landal Resort Hof van Saksen in der Region Drenthe/Niederlande. Die Grenze ließen wir sehr schnell hinter uns und es dauerte nicht lange, bis die Kleine eingeschlafen war. Für den Großen haben wir einen kleinen DVD-Player besorgt. Damit war er die ganze Fahrt über prima abgelenkt und es kam keine Langeweile auch. Eine Kiste mit Büchern stand zwischen den Sitzen. Und sein Hund durfte auch nicht fehlen.

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Nach einer Mittagspause wurde es dann aber ungemütlich. Die junge Dame hatte keine Lust mehr, im Auto zu sitzen und weinte. Ich drehte mich nach hinten und streichelte ihren Arm. Das ging eine Weile gut, auch wenn es sehr unbequem für mich war. Aber es wurde noch ungemütlicher. Denn irgendwann wollte sie gar nicht mehr und so verbrachte ich die letzten 80 km zwischen zwei Kindersitzen auf einer Arschbacke sitzend eingepfercht und bespaßte die Kleine.

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Heilfroh endlich angekommen zu sein, musste man mich erst mal wieder aus dem Auto rausschneiden. Wir machen uns schließlich gerade auf den recht weiten Weg zur Rezeption, da goss es in Strömen. Das stand prophetisch für den Rest unseres Urlaubs.

Nun ging es aber erst mal zu unserem Ferienhaus – und das war wirklich sehr schön. Ein reetgedecktes Bauernhaus erwartete uns; vor der Tür direkt ein Spielplatz. Perfekt!

 

Auch von innen sehr gemütlich eingerichtet. Unten befand sich das Wohnzimmer mit offener Küche, einem großen Esstisch, Laufstall, Spieltisch und allem was man so braucht.

Und oben gab es ein tolles Kinderzimmer mit Etagenbett, das mein Sohn ganz toll fand, vor allem wegen der Fenster, die man auf- und zumachen konnte. Auch Spielzeug gibt es dort.

Ein Babyzimmer…

Das Schlafzimmer…

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Und ein großes Bad, mit Wanne, Dusche, Babybadewanne und viel Ablageflächen.

Hier lässt es sich wirklich gut aushalten.

Wir packten erst mal alles aus und richteten uns ein. Und als der Regen schließlich ein wenig nachließ, trauten wir uns auch mal vor die Tür.

So war der erste Tag auch schnell vorbei und es folgte eine turbulente Nacht. Das Tochterkind schlief zwar recht gut ein, wurde aber immer wieder wach.

Tag 2 – Dienstag, 28.06.2016

Müde starteten wir somit in den neuen Tag. Aber ein Blick aus dem Fenster verhieß für heute immerhin Gutes: Sonne! Während Papa im nahe gelegenen Supermarkt Brötchen holte, waren wir bereits fleißig. Mein Sohn und ich bauten einen großen Turm, der aber schon bald der Zerstörerin zum Opfer fiel.

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Danach wollten wir das schöne Wetter nutzen und so gingen wir nach dem Frühstück an den Badesee.

Hier ist es wirklich, wirklich toll. Mein Sohn hatte so unglaublich viel Spaß! Es gibt so tolle Spielmöglichkeiten zum Matschen, Buddeln, Toben, Plantschen. Und die Kleine machte sich mit der neuen Materie Sand bekannt. Hat auch gleich mal probiert, wie der schmeckt!

Nach ihrem Mittagsschlaf machten wir uns auf den Weg zum nahe gelegenen Baumkronenpfad. Zunächst ging es durch eine Höhle, die mit Tierskulpturen bestückt war. Bei meinem Sohn ist das super angekommen. Die Höhle war sein Highlight. Von dort aus führte dann eine Treppe nach oben, und ab ging es durch die Bäume bis hoch zu den Baumwipfeln.

Am höchsten Punkt hatte ich dann jedoch mit meiner Höhenangst zu kämpfen und suchte schnell wieder den Weg abwärts. Der Pfad endete mitten im Wald, was mir sehr gut gefiel. Es war so wunderbar friedlich dort. Eigentlich. Wäre da nicht das Problem gewesen, dass mein Sohn wieder in die Höhle wollte, wo wir nun nicht mehr hineinkamen. Deswegen nahm die friedliche Idylle leider ein jähes Ende und so suchten wir schon bald den Weg Richtung Ausgang. Hier ging es durch den Laden zurück und mein Sohn ergatterte drei Spielzeugschlangen, zwei Fledermäuse und ein Dinosaurierbuch. Leider auf Niederländisch. Das erschwerte das Vorlesen ungemein – und das Buch war von da an der Renner.

Zurück in der Anlage, machten wir uns vom Parklatz aus auf den Weg zum Haupthaus. (Übrigens mit unserem neuen Buggy, der wirklich toll ist.) Zeit für eine kleine Stärkung. Und was isst man so in Holland? Natürlich Pommes. Sehr lecker.

Essen mit Blick auf den See. Wirklich toll. Bei schönem Wetter ist es hier perfekt.

Die Nacht war übrigens dann ähnlich, wie die davor. Immer und immer wieder wachte die Kleine auf. Der Versuch, sie zu uns ins Bett zu holen, ging auch nach hinten los.

Tag 3 – Mittwoch, 29.06.2016

Der Wetterbericht verhieß nicht viel Gutes, so war es der perfekte Tag für einen Besuch im Schwimmbad. Ich hatte Bedenken, wie das Tochterkind das so mitmacht, denn sie hasst Baden absolut. Aber es klappte erstaunlich gut und wir hatten einen schönen Tag im Wasser.

 

Das war übrigens der erste Urlaub, in dem ich den Bikini gegen einen Tankini eingetauscht habe. Mein Sohn kommentierte das wie folgt: „Ist das Dein neues Schwimmkleid, Mama? Das ist aber cool. Damit kannst Du bestimmt wunderbar schwimmen!“

 

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Mein Sohn beschwerte sich übrigens, dass alle Kinder ein Rädchen haben, nur er nicht. Das Laufrad passte nun wirklich nicht mehr ins Auto. So haben wir ihm im Fahrradverleih ein Rad mit Stützrädern besorgt. Und was soll ich sagen? Er radelte wie ein Weltmeister. Gut, er vergass dabei oft, nach vorn zu schauen und ist mir ein paar Mal ins Bein gefahren, das heute noch blau ist. Aber er hatte echt Spaß und möchte jetzt natürlich auch ein Fahrrad haben.

Später haben wir dann noch Nudeln gekocht. Die hatte ich von Zuhause mitgebracht. Nur das Salz hatte ich vergessen. War.Nicht.Lecker. Wirklich nicht. Der Nachtisch dafür aber umso mehr. Wenn man in Holland ist, dann isst man natürlich Vla.

 

Die Kleine schlief in der Nacht ausnahmsweise recht gut. Dafür wurde der Große wach.

Tag 4 – Donnerstag, 30.06.2016

Müde wie immer starteten wir in den neuen Tag. Regen. Regen. Regen.

Das war übrigens jeden Morgen das Bild – alle in unser Bett und den Tag gemütlich starten.

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Dann wurde wieder ein wenig gebaut. Hier war eine ruhige Hand gefragt. Doch nicht lange, da war auch dieses Bauwerk zerstört.

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Aufgrund des Wetters entschieden wir uns heute für den Indoorspielplatz, der ebenfalls zur Anlage gehörte.

Auf dem kurzen Weg dorthin wurden wir schon ziemlich nass. Dann gab es erst Mal eine kleine Stärkung und schließlich wurde ordentlich getobt und gespielt. Neben dem Klettergerüst gab es auch einen Bereich für die ganz Kleinen, gleich nebenan war auch die Kunstakademie, wo gemalt und gebastelt werden konnte. Wirklich toll.

Am Abend wurde dann wie immer im Kinderzimmer gespielt und danach nahm ich, wie jeden Abend, ein schönes Bad in der tollen, großen Badewanne. Dabei war ich stets in bester Gesellschaft.

Die Nacht wie immer schwierig.

Tag 5 – Freitag, 01.07.2016

Heute war wieder schlechtes Wetter angesagt. Grau in Grau, mit Schauern. Trotzdem entschieden wir uns für einen Besuch im WILDLANDS Adventure Zoo in Emmen. Nicht gerade günstig, doch im Resort konnte man die Tickets vorab kaufen und es gab je 5,00 € Rabatt. Und es hat sich wirklich gelohnt, denn dieser Zoo ist unglaublich toll! Man glaubt wirklich, man sei in einer anderen Welt. Wir starten in Afrika.

 

Die Bilder sprechen für sich. Mit einem kleinen Bus kann man durch das große Gehege fahren und den Tieren ganz nah kommen. Wundervoll!

Auch die Arktis war schön, wenn auch dieser Themenbereich leider sehr klein war.

Am Ende ging es noch in den Dschungel. Dort haben uns die Elefanten am meisten beeindruckt.

Nachdem wir so viel gesehen hatten, brauchten wir natürlich auch eine Stärkung. Es gab jede Menge Auswahl im Zoo. Wir saßen nicht lange im Auto, da kam der Regen. Wir hatten wirklich sehr viel Glück an diesem Tag. Zumindest bis dahin.

Später schien die Sonne wieder, und wir wollten zum Strand. Wir waren gerade alle fertig, da fing es wieder an zu schütten. Egal. Wir gingen dann trotzdem los. Aber es war sehr ungemütlich.

 

Tag 6 – Samstag, 02.07.2016

Am Samstag gingen wir in eines der fünf Restaurants, um dort zu frühstücken. Toll war, dass es in dem Restaurant eine Spielecke gab. Aber auch das hielt meinen Sohn nicht davon ab, durch den ganzren Laden zu rennen und wir hatten unsere liebe Mühe, ihn zu bändigen. Die Kleine war ebenfalls nicht gerade bester Laune, daher konnten wir das Frühstück nicht wirklich genießen.

Das Wetter war einigermaßen gut, so machten wir anschließend einen kleinen Spaziergang zum Fischteich. Junior war natürlich mit dem Fahrrad unterwegs. Er wäre am liebsten nur noch damit gefahren.

Als der Indoorspielplatz seine Tore öffnete, waren wir gleich dort und morgens konnten die Kinder dort tanzen, was für den Wildfang ein riesiger Spaß war. Und für uns auch.

Den Nachmittag verbrachten wir im Schwimmbad. Ein Glück. Denn draußen tobte zwischenzeitlich ein heftiger Sturm mit Starkregen, so dass sogar die Wildwasserbahn gesperrt werden musste.

Bis dahin war alles gut. Doch wieder im Ferienhaus angekommen, brach die Kleine in lautes Gebrüll aus und war absolut nicht mehr zu beruhigen. Wir waren sogar so besorgt, dass wir schon die Adresse vom nächsten Krankenhaus raussuchten. Wir gaben ihr dann aber erst einmal ein Schmerzzäpfchen und stellten uns auf eine sehr unruhige Nacht ein. Erstaunlicherweise schlief sie diese Nacht jedoch durch. Unser Sohn dafür nicht.

Tag 7 – Sonntag, 03.07.2016

Am nächsten Morgen war alles wie weggeblasen und zudem lachte auch noch die Sonne. So machten wir einen Spaziergang um den See. Am Ende landeten wir wieder am Strand-Spielplatz.

Doch schließlich überraschte uns wieder der Regen. Wie fast jeden Tag. Das Wetter war einfach unberechenbar.

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So ging es am Nachmittag wieder in den Indoorspielplatz, wo der Große in der Kunst-Akademie einen Picasso gemalt hat, während seine Schwester mit Bällen spielte und auf Tuchfühlung mit anderen Kindern ging.

Nach dem Frühstücksdesaster am Morgen zuvor, kamen wir doch tatsächlich auf die wahnwitzige Idee, am Abend essen zu gehen. Und nein – wir konnten es nicht genießen. Es war wieder mal Stress pur. Aber auch in diesem Restaurant gab es wieder eine Spielecke. Alles war so kinderfreundlich!

Der letzte Tag ging schließlich mit Packen zuende. Zumindest die Sachen, die nicht mehr gebraucht wurden, habe ich ohne Plan verstaut, damit am nächstern Morgen noch ein bisschen mehr Zeit bleibt.

Tag 8 – Montag, 04.07.2016

Guten Morgen! Ihr Urlaub ist zuende und die Sonne strahlt! Herzlichen Glückwunsch!

Das Wetter war toll. Und wir fahren heute nach Hause. War ja irgendwie klar. Nachdem wir um 10.30 unser Haus verlassen und ausgecheckt haben, blieben wir daher noch eine Weile am See.

Mein Sohn war glücklich, dass er noch eine Weile plantschen und matschen konnte und ich war glücklich, ihm dabei zusehen zu dürfen. Und während ich das tat, habe ich mir doch tatsächlich noch einen Sonnenbrand geholt. In unseren letzten zwei Stunden Urlaub.

Nachdem das Tochterkind ihr Mittagessen verzehrt hatte, traten wir die Heimreise an. Weil alles so ruhig war, sind wir ohne Pause durchgefahren und hatten dafür jedoch den Magen auf den Knien hängen. Macht nichts.

Alles in allem waren es ein paar schöne Tage. Anstrengend und sehr nass. Mit nicht einer ruhigen Nacht. Mit Überforderung meines Sohnes, weil er oft alles und doch gar nichts wollte – und das immer gleichzeitig. Das Angebot war einfach zu groß, wie soll man sich da als Kind auch entscheiden!? Und trotzdem: Am Ende bleiben doch eigentlich nur die schönen Erinnerungen übrig. Und Schlafen können wir noch, wenn die Kinder groß sind.

In der bereits angebrochenen Woche hatte mein Mann noch frei und wir haben noch ein paar Dinge unternommen. Zum Beispiel waren wir beide dann noch mal in Ruhe essen. Nur wir zwei.

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Wir waren mit den Kindern im Wildpark. Dort merkten wir jedoch schon, dass die Kleine etwas ausbrütet.

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So fielen die restlichen Pläne ein wenig ins Wasser und am Wochenende besuchte ich dann allein mit dem Wildfang noch die Kinderparty von meiner Freundin Marie und ihrer kleinen Heldin.

 

Und so schnell sind zwei Wochen vorbei. Wie im Flug. In Vorfreude auf den nächsten Urlaub.


P.S.: Über das Landal Resort werde ich in einem separaten Artikel noch mal ausführlich berichten, weil es uns dort so sehr gefallen hat. Folgt bald.

 

 

 

 

 

 

Unsere lange, bunte Woche 14.-22.05.16

Am Freitag dem 13. haben wir die letzten Sonnenstrahlen eingefangen und freudig auf Papa gewartet, der nach 5 Tagen Geschäftsreise endlich wieder nach Hause kommen sollte und dann sogar die folgende Woche frei hatte.

Als der Wildfang Samstag Morgen aufwachte, war er völlig aus dem Häuschen, weil Papa endlich wieder da war! Wir ließen den Tag gemütlich angehen. Doch am Nachmittag machte ich mich dann mit meiner Freundin auf den Weg nach Dortmund.

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Wir hatten Karten für das Silbermond-Konzert und ich freute mich riesig. Die Fahrt klappte reibungslos und das, obwohl anfangs Stau rund um Dortmund gemeldet war, weil der BVB natürlich ausgerechnet an dem Tag auch ein Spiel hatte. Aber als wir und dem Ziel näherten, hatte das Spiel bereits begonnen und der Stau sich aufgelöst.

Wir warteten etwa 1 1/2 Stunden vor der Westfalenhalle auf Einlass und haben uns im wahrsten Sinne des Wortes den Arsch abgefroren. Es war so bitterkalt, dass ich mich geärgert habe, nicht meinen Wintermantel angezogen zu haben. Aber das fand ich so absurd, saß ich doch am Tag zuvor noch mit Sommerkleid den ganzen Tag im Garten.

Als wir schließlich in der Halle waren, brauchten wir eine ganze Weile, bis uns wieder halbwegs warm wurde.

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Doch als das Konzert begann, war das alles vergessen. Es war ein wirklich toller Abend und die Zeit war viel zu schnell vorbei!

Wenn es nach mir gegangen wäre, hätten sie noch locker ’ne Stunde länger spielen können. Aber das nächste Konzert kommt bestimmt.

Am nächsten Morgen kam ich nur schwer aus dem Bett. Ich war echt müde. Doch bis zum Nachmittag hatte ich mich wieder berappelt und wir besuchten meine Eltern und gingen noch aufs Stadtfest, wo der Wildfang ganze 8 Runden Karussell gefahren ist – natürlich jedes Mal auf einem anderen Gefährt.

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Montag war Waschtag. Aber auch nach 4 Maschinen schien der Wäscheberg nicht kleiner zu werden. Am Nachmittag wagten wir uns trotz der grauen Wolken raus. Ob das Wetter hält?

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Den ganzen Tag war es trocken. Aber als wir auf halber Strecke waren, kam doch noch der Regen. Brrrrr! Ungemütlich. Die frische Luft tat trotzdem gut. Die Pusteblume hat den Schauer gut geschützt in ihrem Kinderwagen verschlafen.

Da wir ja Urlaub hatten, entschieden wir, dass die Diät auch gerade Urlaub hat und bestellten uns Pizza, Bruschetta und tranken Hugo, als die Kinder im Bett waren. Mmmhhh…ganz schön lecker!

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Am Dienstag war erst einmal Großeinkauf angesagt. Ich bin zum Mexx-Lagerverkauf gefahren und mein Sohn hat ordentlich abgestaubt. In seiner Größe gab es so viele tolle Sachen. Für die Pusteblume allerdings gar nicht. In Größe 74 war einfach nichts da. Schade.

Anschließend habe ich bei meinem Arbeitgeber den Einkaufswagen ordentlich gefüllt. Einmal hin, alles drin! War ein ganz schön teures Vergnügen.

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Meinem Sohn habe ich dieses tolle Set von Duplo gekauft.

Ich finde, der Wal ist das schönste Tier, das von Lego je produziert wurde. Der Wildfang findet ihn auch ganz toll und hat den Rest des Tages damit gespielt.

Am Mittwoch schien das Wetter einigermaßen stabil zu sein und wir machten uns daher schon früh auf den Weg zum Krefelder Zoo. Wir hatten echt Glück, denn es war relativ mild und trotzdem war nicht besonders viel los. So konnten wir uns die Tiere ungestört anschauen. Besonders toll sind die Gorillas und natürlich die Elefanten. Ich selbst war gleich schockverliebt in die beiden Jaguarbabys. Am Ende gab es noch ein Eis und es wurde ein bisschen auf dem Spielplatz gespielt. Es war wirklich schön und die kleine Pusteblume hat auch ganz prima mitgemacht.

Auf der Heimfahrt hat es dann schon leicht geregnet und der Rest des Tages war es dann ganz vorbei. Es schüttete wie aus Eimern. Aber das war uns dann auch egal.

Frei nach dem Motto „Diät macht gerade Urlaub“, haben wir uns am Abend dann noch etwas aus der Pommesbude gegönnt. Ich fühlte mich danach irgendwie unwohl. Das fettige Zeug lag mir schwer im Magen. Aber es hat trotzdem geschmeckt!

Trennung Nr. 1: Pusteblume schlief in dieser Nacht zum ersten Mal in ihrem eigenen Zimmer. Ich starrte in das leere Beistellbett neben mir und vermisste sie. Und sie schlief super. Nur ein Mal musste ich zu ihr und den Schnuller geben, dann schlief sie bis 07.00 und nach der Flasche weiter bis 10.15.

Trennung Nr. 2: Donnerstag hatte mein Sohn dann seinen ersten Schnuppertag in der Kita. Während er das locker wegsteckte, fuhr ich heulend nach Hause. Ich war traurig, dass er mich völlig schmerzfrei gehen ließ. Aber andererseits war ich auch froh, dass es so problemlos klappte. Ich werde darüber an anderer Stelle noch ausführlicher berichten.

Dann hatte er noch einen Termin beim Friseur, denn er hatte sich schon wieder in einen richtigen Wuschelkopf verwandelt. Er ging zusammen mit Papa dort hin. Ich stieß dann später mit der Kleinen dazu, denn für sie mussten wir noch Passbilder machen lassen, und einen Reisepass beantragen.

Dann aßen wir noch ein schönes Eis und machten einen Abstecher zum Spielplatz.

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Am frühen Abend hatte ich dann noch einen Termin bei meiner Freundin im Nagelstudio. Die Aussicht dort ist übrigens herrlich. Muss ich Euch unbedingt zeigen.

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Und das hier ist das Ergebnis:

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Weil für Freitag Regen gemeldet war, entschieden wird uns einen neuen Indoorspielplatz hinter der Grenze zu testen. Der Wildfang hatte sehr viel Spaß, und Mama und Papa hatten genug sportliche Betätigung. Und Leute: Es war verdammt hoch! Der Kletterturm ist nichts für schwache Nerven. Ich mit meiner Höhenangst hatte ganz viel Spaß! Aber was tut man nicht alles!

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Samstag war das Wetter wieder freundlicher, so dass wir die Zeit im Garten verbringen konnten. Am Abend war ich dann noch mit meiner Freundin Essen und anschließend im Kino den neuen X-Men anschauen. Selten so einen schwachsinnigen Film gesehen. Komisch, wo die anderen Teile doch alle ziemlich gut waren. Ich war ein wenig enttäuscht von der schwachen Story. Die 3D-Effekte jedoch waren gigantisch. Die Lautstärke auch.

Am Sonntag ist nicht mehr viel passiert. Es regnete stundenlang, also hockten wir nur in der Bude. An diesem Tag trennten wir uns auch von unserer heiß geliebten Rockstar Baby- Stubenbett. Die Kleine ist ihr inzwischen längst entwachsen, deswegen kam sie unter den Hammer und wurde dann auch gleich abgeholt. Ja, die Babyzeit neigt sich endgültig dem Ende zu…mit einem lachenden und einem weinenden Auge.

Alles in allem haben wir die Familienzeit sehr genossen, haben sämtliche Diät-Regeln außer Acht gelassen, haben den Haushalt (noch mehr) schleifen lassen und haben viel gelacht und gelebt!

So, jetzt seid Ihr wieder auf dem neusten Stand. Ab heute geht es wieder wie gewohnt weiter!