Liebe ist…

Liebe ist…

…Glück

…Vertrauen

…Geborgenheit

…Zuneigung

…Nähe

…Verstehen ohne Worte

…Zusammenhalt

…Hoffnung

…Freude

…Spaß

…Träumen

…Herzklopfen

…für die Ewigkeit

…Du und ich

Danke für 6 wundervolle Jahre und für alle, die noch folgen. Du bist toll!

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„Die Liebe ist langmütig und gütig. Die Liebe ist nicht eifersüchtig, sie prahlt nicht, bläht sich nicht auf, benimmt sich nicht unanständig, blickt nicht nach ihren eigenen Interessen aus, läßt sich nicht aufreizen. Sie rechnet das Böse nicht an. Sie freut sich nicht über Ungerechtigkeit, sondern freut sich mit der Wahrheit. Sie erträgt alles, glaubt alles, hofft alles, erduldet alles. Die Liebe versagt nie.“

Die Bibel – 1. Korinther Kapitel 13

Das Bauwerk der Liebe

„Die Ehe ist ein Bauwerk, das jeden Tag neu errichtet werden muss.“

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Eines dieser Bauwerke ist bereits eingestürzt. Erst bröckelte nur die Fassade, nach und nach wurde auch die Substanz marode. Bis es schließlich ganz einstürzte. In sich zusammenfiel, wie ein Kartenhaus. Irreparabel. Für immer zerstört.

Der Verlust und das Scheitern brachte Kummer und Einsamkeit mit sich. Lange Zeit war ich nicht in der Lage, etwas neues aufzubauen.

Doch dann – irgendwann war ich bereit und stark genug, es erneut zu wagen. Ich setzte Stein auf Stein. So lange, bis ein neues, wundervolles Bauwerk entstanden ist. Doch das habe ich nicht allein geschafft. Solch ein Bauwerk benötigt vier Hände, nicht zwei. Nur gemeinsam kann man etwas wundervolles erschaffen, etwas das von Bestand ist. Nur wenn man gemeinsam kämpft. Einer allein ist dazu nicht in der Lage.

Das Fundament ist die Liebe.

Darauf baut sich alles auf. Ohne dieses Fundament wäre es vollkommen unmöglich, ein Bauwerk zu errichten. Auf Sand kann man nicht bauen. Nur ein Haus, das auf Fels errichtet wurde, kann von Bestand sein.

Was sind die Grundpfeiler, die ein Bauwerk stabil machen?

Kommunikation

Reden ist wichtig. Wo nicht geredet wird, gibt es keine Beziehung. Keine Innigkeit. Dazu gehört Interesse am Partner. „Wie geht es Dir? Wie war Dein Tag?“ Manchmal redet man auch einfach über Blödsinn. Humor macht das Leben, die Liebe, leichter. Gemeinsam lachen, sich an schöne Zeiten erinnern – das verbindet. Aber zweifellos am wichtigsten ist es, Gefühle zu zeigen. Den anderen wissen zu lassen, wie besonders und wichtig er ist. Ihm sagen, dass man ihn liebt – und auch, warum man ihn liebt. Seine guten Seiten in den Vordergrund stellen und nicht über das Reden, was der andere ständig falsch macht. Seine Worte mit Liebe kleiden. Und die Kommunikation niemals abbrechen lassen. Denn damit würde man den Verfall zulassen.

Vertrauen

Das fällt manchmal schwer. Besonders, wenn das Vertrauen in der Vergangenheit zu oft gebrochen wurde. Dann muss man es wieder lernen. Wer vertrauen will, muss auch Vertrauen entgegenbringen. Dem anderen zeigen, dass er sich immer auf Dich verlassen kann gehört dazu. Geheimnisse bewahren. Den anderen ernst nehmen. Dinge nicht in Frage stellen, sondern Glauben schenken. Den anderen spüren lassen, dass man mit wirklich jedem Problem zu ihm kommen kann, ohne dafür schief angesehen zu werden. „Ich bin für Dich da, egal was passiert!“

Geborgenheit

Ein Aspekt des Vertrauens. Dem anderen zeigen: „Bei mir bist Du sicher.“ Oder: „Ich fange Dich auf, komme was da wolle.“ Körperliche Nähe schenken. Den anderen in den Arm nehmen, ein Gespür dafür entwickeln, wann der andere genau das braucht. Und das ist eigentlich immer. Nur manchmal ganz besonders. Den Partner zu halten ist niemals verkehrt und tut auch der eigenen Seele gut. Es ist ein natürliches Bedürfnis – von jedem! Damit sollte nicht gespart werden.

Ehrlichkeit

Keine Geheimnisse vor dem anderen zu haben, offen über alles reden. Über Dinge, die einem nicht passen, über Probleme, die man mit sich herumschleppt. Dem anderen keine Lügen auftischen. Denn dadurch wird das Vertrauen zerstört. Und wer Ehrlichkeit erwartet, muss selbst ehrlich sein. Das ist oft nicht leicht, aber es erleichtert oft.

Zu all dem gehört noch eine Schaufel Respekt. Ohne das geht es auch nicht.

Eine besondere Zierde

Kinder – die Goldverzierung, der schönste Schmuck, das größte Wunder. Was gibt es schöneres, als Räume, die von Kinderlachen erfüllt werden? Räume, die in bunte Fantasiewelten verwandelt werden, nur weil sie von diesen kleinen, bezaubernden Wesen bewohnt werden. Es ist zwar mit sehr viel Arbeit und Mühe verbunden. Aber es macht das Bauwerk nur umso wertvoller.

Und gerade dann gibt es nichts Wichtigeres, als das Gebäude zu pflegen, alles zu tun, damit es der Zeit nicht zum Opfer fällt, damit es nicht in Mitleidenschaft gezogen wird.

Ein Bauwerk, in dem die Liebe wohnt, gestützt von den vier Grundpfeilern, wird niemals einstürzen – wenn man viel Zeit und intensive Pflege darin investiert. Es ist zweifellos mit viel Arbeit verbunden. Manchmal ist es sogar ein Kampf. Ein Kampf aber, der sich lohnt.

Und irgendwann… Irgendwann wird dieses Bauwerk unter Denkmalschutz stehen. Dann ist es für die Ewigkeit…

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Das Lied vom Scheitern

Habt Ihr schon mal etwas so richtig verbockt? Irgendwas Großes in den Sand gesetzt? Im Leben kann so einiges den Bach runter gehen – sei es im Job, in einer Freundschaft, oder in der Liebe. Letzteres ist mir passiert…


Ich habe jung geheiratet. Viel zu jung, wie ich heute finde. Aber so ist das nun mal mit der rosaroten Brille! Sie gaukelt Dir vor, alles sei schön!

Nach zwei Jahren Wochenend-Beziehung sollte es also so weit sein. Ich war gerade mal 22 und träumte von einer romantischen Hochzeit mit einem Prinzessinnen-Kleid, mein Prinz kommt auf einem weißen Pferd daher geritten…

Quatsch! So kitschig muss es nun doch nicht sein. Aber man malt sich alles so schön aus und stellt sich vor, wie die gemeinsame Zukunft aussehen soll. Heiraten, das gemeinsame Leben genießen, irgendwann ein paar süße Kinder bekommen – Friede, Freude, Eierkuchen!

…Aber das Leben ist nun mal kein Ponyhof! Das musste ich leider sehr schnell feststellen. Und ganz ehrlich: ich habe es kommen sehen – schon bevor ich „Ja“ gesagt habe.

Warum ich es trotzdem tat? Das habe ich mich im Nachhinein mindestens drei Mal täglich gefragt.

Ich hatte mir anfangs nur eingeredet, dass es die typischen „kalten Füße“ sind, die mir einen Streich spielen wollen. Die Hochzeit ist geplant, bald ist es soweit – Du hast nur ein bisschen Magengrummeln.

Dass es meinem Mann an geistiger Reife fehlt, habe ich mir immer wieder versucht auszureden. Und selbst wenn – ich kann ihn bestimmt noch ändern!!! Ich lach mich tot! Leute, glaubt sowas nicht mal ansatzweise! Menschen ändern sich nur, wenn SIE es wollen, nicht wenn DU es willst.

Da waren wir also nun frisch verheiratet und es lief zunächst besser, als ich befürchtet hatte! Puh, wird wohl doch alles gut! Ja, zumindest für circa ein Jahr…und dann: Talfahrt! Erst polterten wir nur langsam den Berg hinunter, aber wir nahmen mit den Jahren zunehmend an Fahrt auf.

PENG!!! Seifenblase zerplatzt!

So häufte sich ein niedlicher, kleiner Schuldenberg auf, von dem ich nur durch Zufall erfuhr. Die regelmäßige Arbeitslosigkeit meines Mannes machte es auch nicht wirklich besser. Und wenn er dann mal einen Job hatte – Schichtdienst! Wir fuhren quasi jeden Tag aneinander vorbei. Zufällig hatte er fast nie Frühschicht. Komisch, oder?

Das klassische „Wir haben uns auseinandergelebt“ beginnt also so…

Habe ich etwas falsch gemacht? Oder liegt es an ihm? Will er mich nicht mehr? Aber so leicht gebe ich nicht auf. Fang an zu kämpfen für das, wovon Du geträumt hast! Ja, das tat ich eine ganze Weile…

Doch es endete immer wieder in Enttäuschungen. Und ich hatte das Gefühl versagt zu haben. Kälte machte sich breit, Wut auf sich selbst und vor allem aber auf ihn. Warum schreien wir uns nur an? Warum erkenne ich mich selbst nicht wieder? Warum gibt ER sich keine Mühe?

Die Frage erübrigte sich, als er immer wieder nachts nicht nach Hause kam. Abstreiten kann man(n) viel – aber das Gefühl einer Frau lässt sich nicht trügen. So gab ich irgendwann innerlich auf, die Liebe ging und ich wartete nur noch auf das Ende. Nach fünf Jahren kam es dann – ich war wieder frei, fühlte mich erlöst.

Dennoch bleibt das Gefühl: Ich bin gescheitert…

Und was kommt nach dem Scheitern?

STILLE