What about Speck? #2

Vor einer Weile erzählte ich Euch hier, wie es mit meinen Diätplänen so läuft. Irgendwann lief es nämlich gar nicht mehr. Nach 5 kg Verlust tat sich lange Zeit einfach nichts mehr.

Schließlich nahm ich aber doch noch mal 1 Kilo ab. Und dann sind wir in den Urlaub gefahren. Ende der Geschichte.

Also, wir haben im Urlaub auf rein gar nichts geachtet, haben viel zu oft Pommes gegessen, wie man das ja in Holland so macht. Chips und Schoki gab es auch. Als wir Anfang Juli wieder daheim waren, hatte ich 1,5 kg mehr auf den Rippen. Und keine Lust mehr.

Zwar verzichtete ich weitestgehend wieder auf Süßigkeiten und Knabbereien, aber ich hielt mich nicht mehr an meinen Diätplan. Ich aß wohl nach wie vor nur alle fünf Stunden und nur in ganz seltenen Ausnahmen eine Zwischenmahlzeit, aber vor allen Dingen abends hielt ich mich kaum noch an die Regeln und aß Brot und trank wieder literweise Orangensaft. Kohlenhydrate pur. Zwar achtete ich darauf, dass ich auch immer Eiweiß zu mir nahm, aber ich glaube, das reißt es dann auch nicht mehr raus.

Doch ständig nur Fleisch und Salat oder Gemüse kam mir schon aus den Ohren. Und es nervte auch, jeden Abend, wenn die Kinder endlich im Bett sind, noch zu schnippeln und zu braten.

„Gibt es denn nichts anderes mit viel Eiweiß und wenig Aufwand?“, fragte ich meinen Mann irgendwann.

Er fand dann dieses Rezept für einen Eiweißshake, welches ich sofort ausprobierte.

Zutaten:

  • 150 Gramm Magerquark
  • 350 ml Wasser
  • 70 Gramm Erdbeeren (oder andere Früchte)
  • 1 TL Honig

Einfach alles in den Mixer werfen, oder pürieren – fertig!

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Man darf natürlich kein geschmackliches Highlight erwarten, aber man kann es gut trinken, viel besser als einen Pulvershake, und es macht auch wirklich satt.

Hin und wieder ersetze ich also nun mein Abendessen durch diesen Shake. Besonders leicht fällt mir das, wenn mein Mann nicht da ist und mir etwas vormapft.

Und dann ist da ja noch die Sache mit der Bewegung. Seit der Wildfang im Kindergarten ist, gehe ich fast jeden Tag eine bis eineinhalb Stunden mit dem Tochterkind spazieren, und das nicht etwa gemütlich schlendernd, sondern strammen Schrittes.

Und nun? Auch ohne strengen Diätplan sind wieder zwei Kilo verschwunden.

Aktueller Stand: – 7 kg

Plötzlich kann ich wieder alle meine alten Hosen tragen, habe ich mich doch die ganze Zeit noch mit meinen rutschenden Umstandshosen herumgeplagt. Dummerweise rutschen die alten Hosen nun auch alle irgendwie. Aber eine Nummer kleiner geht nicht, denn da ist jemand im Weg.

Der Bauch – der ist nämlich immer noch rund. Wenn ich ihn nicht einziehe, könnte man nach wie vor meinen, es sei ein Babybauch.

Doch nun weiß ich auch den Grund dafür, welcher da heißt: Rektusdiastase

Eine Ärztin wies mich darauf hin, dass Fett am Bauch nicht im Übermaß vorhanden sei und es so aussieht, als hätten sich die geraden Bauchmuskeln nach außen gewölbt, wodurch eine Lücke zwischen den Bauchmuskeln entsteht.

Ich las mich in das Thema ein, sprach mit meiner Physiotherapeutin darüber, die schließlich auch die Lücke ertastete und mir ein paar kleine Übungen zeigte, mit denen ich ausschließlich die diagonalen Bauchmuskeln trainieren kann. Dadurch könnte die Wölbung zurückgehen.

Das größte Problem daran ist, die Übungen in meinen Alltag einzubauen. Manchmal klappt es, manchmal nicht. Aber nun, da ich weiß wo das Problem liegt, möchte ich unbedingt am Ball bleiben. Dazu muss ich nur mir selbst immer wieder in den Arsch treten.

Ich hoffe, es bringt etwas.

To be continued…

 

What about Speck?

Manche von Euch fragen sich vielleicht, was mein Diät-Projekt gerade so macht. Ehrlich gesagt, frage ich mich das auch.

Seit nunmehr 13 Wochen versuche ich abzunehmen. Erst das Suppen-Desaster, und seitdem versuche ich es mit Schlank-im-Schlaf (SiS). Und am Anfang fiel mir das echt leicht.

Morgens ein süßes Frühstück. Eiweißfrei, aber dafür sind Kohlenhydrate erlaubt. Bei meinem BMI darf ich 75 Gramm Kohlenhydrate zu mir nehmen. Okay, meistens überschreite ich diese Menge (leicht). Aber es ist schwer, sich immer ganz genau daran zu halten. Wichtig ist, dass ich mindestens 5 Stunden lang satt bin. Denn so lange sollte die Pause zwischen den drei Mahlzeiten sein, die ich am Tag einnehmen darf. Doch meistens ist die Pause sogar noch länger, weil das Timing mit den Kindern nicht immer ganz hinhaut.

Mischkost beim Mittagessen klappt am besten. Wenn es schnell gehen soll, gibt es Brot, im besten Fall Eiweißbrot, mit Schinken, Braten oder diversen Käsesorten. Dazu Gemüse oder Obst. Manchmal Salat mit geräucherter Forelle. Immer ein Glas Saft dazu. Hin und wieder dürfen es auch Nudeln sein. Hauptsache ich vergesse das Eiweiß nicht dazu.

Und Abends braten wir uns oft Hähnchenbrustfilets oder mal ein Steak, dazu frische Tomaten, Salat oder Gemüse. Oder eben nur mal Eiweißbrot mit Belag. Wenn ich nicht besonders hungrig bin, trinke ich auch einfach mal nur ein Glas Milch und esse eine Scheibe Käse. Bloß keine Kohlenhydrate.

Wie ich gerade schon sagte, fiel mir das bis jetzt relativ leicht. Und immerhin habe ich bereits 5 kg abgenommen.

Aber: Seit ein paar Wochen schon habe ich absoluten Stillstand. Es geht mal ein paar hundert Gramm rauf, dann wieder runter. Aber es tut sich nicht wirklich etwas. Und das ist dann irgendwann ganz schön frustrierend. Wofür das Ganze, wenn eh nichts mehr passiert?

Tja, und dann hatte mein Mann letzte Woche Urlaub. Und wir beschlossen, dass die Diät auch gerade Urlaub hat, denn uns beiden fällt es zunehmend schwer.

So aßen wir letzte Woche: Pizza, Pommes, Griechisch, Eis, McDonalds, Pasta – und tatsächlich habe ich auch noch eine große Tafel Schokolade gekauft. Und jeden Abend habe ich Saft getrunken, in rauen Mengen. Denn meinen Orangensaft vermisse ich am meisten.

Auch wenn wir uns seit Montag wieder an unsere Diätpläne halten, hatte ich gestern dennoch Angst, mich auf die Waage zu stellen. Donnerstag ist immer mein Wiege-Tag.

Und das Ergebnis? Es ist nichts passiert. Ich bin nach wie vor noch bei genau – 5 kg!

Puh… ich hatte eher mit + 2 kg gerechnet, deswegen war ich schon etwas erleichtert.

Trotzdem überlege ich, wie lange ich das noch durchziehen kann und möchte. Wichtig wäre es, auch wieder ein bisschen Sport in den Alltag einzubauen. Aber seit ein paar Wochen kann ich mich nicht mal dazu aufraffen, wenigstens 10 Minuten ein paar Bauchübungen zu machen.

Der Bauch ist nach wie vor mein größtes Problem, sieht er doch immer noch nach Babybauch aus. Und von meinen Wunschgewicht bin ich auch immer noch mindestens 13 kg entfernt.

Es steht mir also noch ein langer Weg bevor, um mich endlich wieder richtig wohlfühlen zu können.

Ich frage mich daher, wie ich diesen Weg weiter beschreite. Ist die SiS-Diät nach wie vor das richtige? Oder würde es mir leichter fallen mit 5:2 (Fünf Tage normal essen, 2 Tage fasten)? Oder vielleicht sogar Weight Watchers?

Wie sind Eure Erfahrungen? Hat jemand von Euch schon mal richtig gute Erfolge erzielt bei einer Diät?

To be continued…

 

Brutzelstube: KARTOFFELSUPPE MIT DREIERLEI LAUCH

Seit einigen Wochen mache ich nun die Schlank-im-Schlaf Diät (SiS) und langsam aber stetig verabschieden sich die Pfunde.

Heute wollte ich Euch eines meiner Lieblings-Mittags-Rezepte aus der SiS-Diät vorstellen, das nicht nur uns, sondern sogar unserem Sohn schmeckt und somit absolut familientauglich ist.

Kartoffelsuppe mit dreierlei Lauch

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ZUTATEN FÜR 4 PORTIONEN

  • 2 kg Kartoffeln
  • 200 g mageren Katenschinken
  • 2 l Gemüsebrühe
  • 4 Stangen Lauch
  • 2 Bund Frühlingszwiebeln
  • 2 Bund Schnittlauch
  • 200 g Crème légère
  • Salz, Pfeffer

ZUBEREITUNG

Die Kartoffeln schälen, waschen und in Würfel schneiden. Mit den Schinkenwürfeln und der Brühe in einen Topf geben und zugedeckt bei schwacher Hitze in ca. 20 Minuten garen. Dabei immer wieder umrühren.

Inzwischen den Lauch und die Frühlingszwiebeln putzen, waschen und in feine Ringe schneiden. Den Schnittlauch abbrausen, trocknen schütteln und in Röllchen schneiden. (Ihr könnt aber auch tiefgekühlten Schnittlauch verwenden.)

Kurz vor Ende der Garzeit die Crème légère unter die Suppe rühren, Lauch und Frühlingszwiebeln zugeben und die Suppe weitere 5 Minuten köcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Zum Schluss den Schnittlauch unterheben.

Schwierigkeitsgrad: leicht
Zubereitungszeit: ca. 35 Minuten
Pro Portion etwa
701 kcal Energie
21g Fett
93g Kohlehydrate
32g Eiweiß

Viel Spaß beim Nachkochen und guten Appetit!

Suppenkoma vs. Fettschmelze

Suppe. Kann lecker sein. Aber jeden Tag, eine Woche lang? Morgens, mittags, abends? Das geht gar nicht. Oder doch?

Ich musste es unbedingt ausprobieren. Meine Röllchen, oder eher gesagt Rollen, die müssen unbedingt weg. Und die Kohlsuppendiät verspricht schnellen Erfolg. Ist natürlich keine Dauerlösung. Die Ernährung muss ich danach trotzdem umstellen. Ich weiß – sonst sucht der böse Jojo mich heim.

Aber als Start, um schnell ein paar Kilo zu verlieren, finde ich das eine gute Sache. Ich verrate Euch erst mal das Rezept, falls jemand von Euch es ebenfalls wagen will.

Kohlsuppe

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  • 6 Frühlingszwiebeln
  • 2 Dosen Tomaten
  • 1 Weißkohl
  • 2 Paprika grün
  • 1 Bund Staudensellerie
  • 1 Bund Petersilie
  • 1 Lauchstange
  • 1 Stück Ingwer 3cm
  • 1 EL Kümmel
  • 2 Lorbeerblätter
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 Prise Pfeffer
  • 1 TL Salz
  • 2 Liter Wasser

 

Die Zubereitung ist ganz einfach:

Alle Zutaten waschen, klein schneiden, im Öl kurz andünsten, mit Wasser auffüllen und eine Stunde kochen lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Wer es schärfer mag, kann mit Chilipulver oder Tabasco nachhelfen.

Sonntag Abend machte ich nich also an die Arbeit, schmunzelte alles klein nur um dann festzustellen: Ich habe keinen Topf, in den der ganze Kram hineinpasst. Die Nachbarin hatte auch keinen. Daher habe ich meinen Mann zu meiner Mutter gejagt, damit er dort den Bräter abholte. Und dort passten so gerade alle Zutaten hinein.

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Das ganze Haus roch nun nach Kohl. Am meisten hat mich das im Schlafzimmer gestört. Aber gut, da mussten wir durch.

Tag 1 – Montag:

Zum Frühstück gibt es bereits den ersten Teller Suppe. An Tag 1 darf man außerdem Obst essen, so viel man will, außer Bananen und Melonen.

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Schon beim ersten Löffel kam das böse Erwachen: Die Suppe schmeckt widerlich! Ich zwang mit Mühe und Not ein bisschen davon hinunter und aß dann mein Obst.

Mittags schaffte ich wieder nur ein kleines bisschen, das auch nur mit Maggi (was wahrscheinlich nicht erlaubt ist) und aß dann eine Birne, von der ich meinem Sohn schließlich auch etwas abgeben musste.

Am Abend würgte ich mir nur noch einen Apfel runter, denn kurz vorher hatte ich eine schlimme Nachricht erhalten, die jegliches Hungergefühl ausblendete. Seelenfutter hatte ich mir trotzdem zu dem Zeitpunkt sehnlichst gewünscht und überlegte, ob ich die Diät dran gebe. Habe ich aber nicht.

Sünde des Tages: Keine!

Sport: Ich habe geatmet. Produktiver wurde es nicht.

Tag 2 – Dienstag:

Ich habe kaum geschlafen und wachte schon mit Kopfschmerzen auf. Ich freute mich riesig auf meine Suppe. (Achtung, Ironie!) Heute darf ich zusätzlich rohes, grünes Gemüse essen. Was die Freude enorm steigerte.

Die Suppe ist immer noch widerlich. Noch schlimmer sogar als am Tag zuvor.

Nachdem ich mal wieder mit Mühe und Not ein paar Löffel davon gegessen hatte, musste ein Plan B her. Suppe 2.0!

Es gibt verschiedene Rezeptvarianten, und davon probierte ich heute eine aus. Und was soll ich sagen? Die Suppe riecht nicht nur besser, sie schmeckt auch fast schon richtig gut. Dieses Mal war es kein Problem, die Suppe auszulöffeln.

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Am Abend war eine große Ofenkartoffel mit Magerquark erlaubt. Ich habe mir gestattet, diesen mit ein paar Kräutern aufzupeppen. Und da ich keine große Kartoffel hatte, nahm ich eben zwei kleine.

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War ganz lecker. Trotzdem… Was mir besonders fehlt? Orangensaft. Und Pommes. Und Schlaf.

Sünde des Tages: Ich habe das Messer abgeleckt, als ich meinem Sohn ein Brot mit Marmelade und Zuckerrübensirup geschmiert hatte.

Sport: mit dem Fuss im Takt zu einem Song aus dem Radio gewippt.

Tag 3 – Mittwoch:

Heute erlaubt neben Suppe, Suppe, Suppe? Obst und Gemüse in rauen Mengen. Es kostet mich echt große Überwindung morgens schon diese Suppe zu essen. Der Apfel und die Mandarine danach waren ein Hochgenuss. Trotzdem hatte ich Lust, mir einen Zironentee zu machen.

Mittags Gurke und grüne Paprika zur Suppe geknabbert. Und wie immer stilles Wasser dazu getrunken. Am Abend das gleiche Spiel. Ich habe Lust auf Pommes. Wirklich! Stattdessen habe ich nur noch einen Apfel gegessen. Beim Gedanken an die Suppe musste ich mich nur noch schütteln.

Sünde des Tages: Schon wieder das Messer abgeleckt.

Sport: 7 Minuten. Dann rief mein Sohn aus dem Garten um Hilfe. Aber immerhin 7 Minuten mehr, als an den Tagen zuvor.

Tag 4 – Donnerstag:

Heute ist Bergfest. Morgens widert mich die Suppe schon richtig an. Umso mehr habe ich mich gefreut, dass ich heute auch Bananen essen darf. Sogar drei Stück. Und 250 ml Magermilch. Die hebe ich mir aber für den Abend auf. Stattdessen genieße ich die Frühstücksbanane in vollen Zügen.

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Am Mittag das Gleiche noch mal. Ich liebe Bananen! Heute ganz besonders! Ich habe sie gaaaanz langsam und genüsslich verspeist.

Ich bilde mir ein, dass mein Bauch schon dezent kleiner geworden ist.

Abends habe ich keine Suppe mehr gegessen, sondern nur noch die letzte Banane und das Glas Milch. So wird das nichts.

Sünde des Tages: Ich habe ein klitzekleines Stückchen vom Überraschungsei gegessen, weil er unbedingt mit mir „teilen“ wollte. Das Stück war keinen Zentimeter groß.

Sport: 10 Minuten. Ich steigere mich. Langsam.

Tag 5 – Freitag:

Ich will nicht mehr. Heute gibt es zum Frühstück nicht mal zusätzlich Obst.

Und da fange ich gleich mit einer Sünde an. Der Geruch der Suppe schreckt mich inzwischen wirklich ab. Ich esse daher eine Banane. Als die Kinder versorgt waren, aß ich noch eine Birne und zwei Mandarinen.

Ob ich heute noch Suppe runterkriege? Ich sollte mal Nachschub kochen.

Außerdem: Heute ist Fleisch-Tag. 500 g Geflügel und zusätzlich 6 große Tomaten. Ich nehme die kleinen in doppelter Menge. Die schmecken einfach besser.

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Das war dann also mein Mittagessen. Und.Mein.Abendessen.

Bedeutet: Ich habe heute keine Suppe gegessen! Wir sind eingeknickt und geben es dran!

Die Suppe kommt uns beiden aus den Ohren raus. Es geht einfach nicht mehr.

Sünde des Tages: Halt keine Suppe gegessen. Und schon wieder das süße Messer abgeleckt.

Sport: etwa 6 Minuten. Dann sprang mein Sohn immer wieder auf mich drauf und mißbrauchte mich als Rutschbahn.

Fazit: Minus 3 kg

Wir werden dann ab morgen auf Schlank-im-Schlaf umstellen. Und ich freue mich so unglaublich auf mein Frühstück! Brötchen und Zitronentee – ich koooooooomme!

 

So!

Ich habe mich getrennt!

Nein, nein – keine Sorge. Ich habe mich nur von einem alten Kleidungsstück getrennt, das mir eine zeitlang mal etwas bedeutet hatte. Denn mit diesem Kleid begann damals für mich ein neuer Lebensabschnitt. Kein schöner allerdings, im Nachhinein betrachtet.

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Ich war 22 Jahre alt, als ich zum ersten Mal geheiratet hatte. Ein toller Tag, ein tolles Kleid, ein rauschendes Fest mit etwa 200 Gästen. Aber das war auch eigentlich schon fast der Höhepunkt unserer Ehe. Nach kurzer Zeit kam ein Tiefpunkt nach dem anderen. Bis es ganz vorbei war.

Das ist nun fast 15 Jahre her. Zeit, um das Kleid endlich loszuwerden. Das war eigentlich schon länger der Plan, doch ich war immer zu geizig ein 700,00 €-Kleid für ein paar Kröten abzugeben. Doch jetzt dachte ich mir: Scheiß drauf! Ob es nun noch länger hier rumhängt oder ob ich lieber ein paar Euro dafür bekomme. Letzteres war eindeutig die bessere Wahl. Und so ging es für 85,00 € weg. Möge es der anderen Braut mehr Glück bringen als mir.

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Die „Entsorgung“ des Kleides brachte den Stein ins Rollen. Der Aufräumwahn hat mich gepackt. Keller ausgemistet, Container bestellt. Alten Ballast entsorgt. Ich war das Chaos so satt!

Und eines Tages fällt dir auf
Dass du 99% davon nicht brauchst
Du nimmst all den Ballast
Und schmeisst ihn weg
Denn es reist sich besser
Mit leichtem Gepäck

Silbermond

Und wisst Ihr was? Es macht sogar Spaß sein Leben aufzuräumen! Es war auch nicht gerade wenig, was da so bei rumgekommen ist.

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Sicher liegt in den Katakomben noch das ein oder andere Teil vergraben, das wirklich nicht mehr gebraucht wird. Vor allem meinem Mann fällt es immer schwer, sich von seinen hunderttausend Kabeln zu trennen. Aber auch davon landeten tatsächlich jede Menge im Container.

Babykleidung wurde zum Secondhand-Laden gebracht und jedes Teil, aus dem die Kleine zukünftig rauswächst, sei es der MaxiCosi, Stubenwagen etc. wird sofort weggegeben.

Mein Kleiderschrank hat es eigentlich auch bitter nötig mal wieder ausgemistet zu werden. Mir passt ja nichts mehr. Zu viel auf den Hüften.

Aber halt! Da war doch was!

Ja, abnehmen wäre viel besser, als alles neu kaufen. Ich bin es eh total leid, immer noch meine Umstandshosen tragen zu müssen – und das mehr als 5 Monate nach der Geburt meiner Tochter. Am meisten nervt es, dass immer wieder Leute fragen, ob ich (wieder) schwanger bin.

Darum geht es den Kilos jetzt endlich an den Kragen. (Hoffentlich.) Auf jeden Fall starten wir nächste Woche für den Anfang mit der Kohlsuppendiät. Und danach stellen wir auf Schlank im Schlaf um. Ich habe mir schon jede Menge Rezepte rausgesucht.

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Und ich weiß jetzt schon, was mir am meisten fehlen wird: Abends mein geliebter Orangensaft und Brot. Denn zu Salat und Co. gehört das für mich einfach dazu. Mal sehen wie lange ich das durchhalte.

Ein kleiner Anfang wurde schon vor ein paar Wochen gemacht, als alle Süßigkeiten endlich vertilgt waren und das Lager seit dem nicht mehr aufgefüllt wird. Nur einmal, da bin ich rückfällig geworden.

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Nicht ganz ohne schlechtes Gewissen. Aber das war eine einmalige Sache. Seitdem bin ich wieder clean. So gut wie. Manchmal „zwingt“ mein Sohn mich, etwas zu naschen, weil er seine Süßigkeiten unbedingt mit mir teilen will. Aber es bleibt dann meistens bei einem Gummibärchen. Und meistens ist er mir auch nicht böse, wenn ich ihm sage „Das ist alles nur für Dich!“.

Darf’s auch ein bisschen Sport sein? Nee. Eigentlich nicht. Denn Ihr wisst ja: Ich hasse Sport.

Ich bin so ziemlich der unsportlichste Mensch, der auf diesem Planeten wandelt. Mal abgesehen vom Zeitmangel, macht es mir auch einfach keinen Spaß.

Aber ich weiß auch: Von nichts kommt nichts. Darum habe ich mir immerhin schon ein paar Utensilien besorgt, um ein bisschen fitter zu werden. Eine Personaltrainerin wollte mir auch einige Übungen zusammenstellen, aber es scheitert momentan noch an der Terminfindung. Die Sache mit dem Zumba habe ich längst wieder aus meinem Hirn verbannt. Da hätte ich mich vermutlich eh nur blamiert.

Dennoch bin ich gerade einigermaßen motiviert. Nächste Woche starte ich durch! Wenn Ihr mich ein bisschen anfeuert, klappt’s bestimmt noch besser!

Ich halte Euch auf dem Laufenden!

(Aber den Rest der Woche genieße ich noch ein wenig.)

Die Sache mit der Suppe (oder: Die Fettschmelze hat begonnen)

Wie ich Euch ja in meinem letzten Artikel bereits erzählte, haben wir eine 3-Tage-nur-Suppe-Diät (oder auch 3 Tage – 3 Kilo) gemacht. Das Ergebnis erfahrt Ihr heute.

Erstmal muss gekocht werden. Das habe ich schon am Sonntag erledigt.
Was sich nicht gerade als einfach erwies, denn das Rezept war offensichtlich nicht ganz korrekt.

Hier ist es:

Italienische Rindfleischsuppe

Das erste Problem war schon, das Fleisch in nur 500 ml Wasser zu kochen. Das war viel zu wenig! Und dann waren auf dem Foto, sowie in der Erklärung, was welches Nahrungsmittel bewirkt, auch Tomaten mit von der Partie. Jedoch waren diese nicht in der Zutatenliste zu finden. Und jetzt?

Tja, die Suppe war eindeutig keine Suppe mit ihren 500 ml, daher habe ich das Wasser auf 1 l aufgestockt und einfach noch ein Päckchen passierte Tomaten dazugeben. Und das war wahrscheinlich auch gut so, denn sonst hätte die Suppe wirklich nach gar nichts geschmeckt.

Es war übrigens nicht gerade wenig Arbeit, die ganze Schnibbelei. Die Zwiebeln hat mein Mann zum Glück übernommen. Kartoffeln schälen und Fleisch zerstückeln war mein Job.

Als die Suppe fertig war, kam schon die große Ernüchterung: Sie sieht fies aus und schmeckt auch so. Das kann ja heiter werden…

Wie es uns in den folgenden drei Tagen erging, erfahrt Ihr im Suppen-Tagebuch!

Tag 1 – Montag

Zum Frühstück durften wir lediglich einen Apfel essen. Den habe ich in 16 Stücke geteilt und gaaanz langsam gekaut. Auf meinen heiß geliebten Zitronentee musste ich leider verzichten, der war tabu. Erlaubt ist nur Wasser, ungesüßter Tee und Kaffee, ohne Milch und Zucker versteht sich. Also machte ich mir doch tatsächlich einen Kaffee, den ich sonst nur drei, vier Mal im Jahr trinke. Und ich fand ihn widerlich. Hälfte davon weggeschüttet. Bin dann auf Wasser umgestiegen. 2 1/2 Liter geschafft an dem Tag. Eine Höchstleistung für mich.

Ein unfreiwilliger Spaziergang auf glatten Straßen war mein Sport des Tages. Ich bin so stramm gegangen, wie ich konnte, ohne dabei auf die Fresse zu fliegen.

Mittags gab es dann die Suppe. (Von der dürft Ihr übrigens in rauen Mengen essen.) Mmmmhhhh… Ich sage Euch, die ganze Arbeit hat sich NICHT gelohnt. Sie schmeckte alles andere als gut. Nicht eklig, aber auch echt nicht lecker.

Und das jetzt 3 Tage lang?!

Abends ging es weiter. Das Problem war nur, dass das Rezept für 6 Personen bestimmt war, wir nur mit 2 Personen davon gegessen haben und wir abends jeweils nur noch einen kleinen Teller übrig hatten. Dabei haben wir mittags auch nur 1 1/2 Teller gegessen. Und das obwohl ich die Suppe schon aufgestockt hatte!!

Fazit: Ich war nicht satt und der Topf war leer! Das war gar nicht gut.

Als Herr Sohn dann im Bett war, stand ich wieder hinterm Herd und kochte die doppelte Menge an Suppe, die hoffentlich die nächsten 2 Tage reichen würde. Ich sparte mir jedoch eine Menge Arbeit, weil ich – faul wie ich ja bin – tiefgefrorene Zwiebelwürfel und Kartoffeln aus dem Glas genommen habe. (Ja, lacht ruhig!)

Danach mit knurrendem Magen zwei Folgen „Revolution“ geguckt, voller Vorfreude, dass wir gleich noch etwas essen dürfen! Denn: Vor dem Schlafengehen gab es dann noch einen Naturjoghurt für den Eiweißkick. Die Freude wich schnell dem Ekel. Mit jedem Löffel wurde es widerlicher. Konnte ich nicht aufessen.

Darum schnell ins Bett und Augen zu…

Tag 2 – Dienstag

Das mit dem Trinken klappte heute nicht gut. Darum waren Kopfschmerzen angesagt. Dafür habe ich mir heute morgen eingebildet, dass ich schon viel schlanker aussehe!

Den morgendlichen Apfel habe ich genossen, dieses Mal mit ungesüßtem Tee. Schmeckt auch nicht. Hälfte davon weggeschüttet.

Die Suppe am Mittag ging so. Ich glaube man gewöhnt sich an den nicht vorhandenen Geschmack. Aber ich habe mich nicht getraut, mich satt zu essen, aus Angst, dass morgen nicht mehr genug da ist. Noch mal stelle ich mich dafür nicht hinter den Herd!

Die Kopfschmerzen wurden immer schlimmer. Und der Sport? Ich habe 10 Sit-Ups gemacht. Dann tat mir das Steißbein weh. Eine alte Kriegsverletzung ist schon eine gute Ausrede, mit dem Sport aufzuhören, findet Ihr nicht?!

Habe mich dann so durch den Tag geschleppt, bis es ohne Kopfschmerztablette nicht mehr ging. Als Papa dann Feierabend hatte, bin ich ausnahmsweise mal allein zum dm-Markt gefahren. Ich hatte noch einen kleinen Gutschein, den ich von einer Freundin bekommen habe, als Dankeschön dafür, dass ich ihr einen Berg Klamotten vermacht habe, in die ich wohl nie wieder reinpassen würde. 15,00 €, die ich nur für mich ausgeben wollte.

Das ist das Ergebnis:

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Ein toller Lippenstift, Glitzer-Nagellack (dabei trage ich so selten welchen), Lidschatten (obwohl ich bereits ca. 30 verschiedene besitze), eine süß riechende Bodylotion (wenn ich schon keinen Süßkram essen darf, dann darf ich wenigstens süß riechen), ein Duschgel, das herrlich frisch nach Zitrone riecht und ein paar Badesalze (für Mamas Auszeit). Das war meine Belohnung für den Verzicht.

Erst zu Hause habe ich gemerkt, dass meine Kopfschmerzen endlich verflogen waren. Darauf habe ich doch gleich einen Teller Suppe gegessen. Mein Sohn aß einen leckeren Joghurt und ein Brötchen, als er plötzlich seine Vorliebe für die Ekel – Suppe entdeckte. Er konnte gar nicht genug davon kriegen. Unfassbar! Wir sind neidisch auf alles, was er essen darf und er ist scharf auf unsere Suppe…

Als er im Bett war und wir vorm Fernseher saßen, hatte ich Lust auf alles! Und nichts durfte ich essen… Aber halt! Es gibt ja gleich noch den leckeren Joghurt ohne alles!! Dieses mal habe ich mir den Becher gleich an den Hals gesetzt. Ging besser als mit dem Löffel. Bin dann früh schlafen gegangen.

Tag 3 – Mittwoch

Ich bin schlapp. Total wackelig auf den Beinen! Der Apfel hat es auch nicht rausgerissen. Ich will ein Brot! Meinen Zitronentee! Marmelade! Was auch immer, Hauptsache frühstücken!

Ich habe null Energie für mein Kind. Das wurde auch nach dem Mittagessen nicht besser. Als Herr Sohn schlief, habe ich mich daher aufs Sofa gehauen.

Sport des Tages: ich lag auf dem Boden und wippte mit den Füßen im Takt zu Herrn Sohns Playlist. Das machte ich so lange, bis er mir seine Werkbank gegen den Kopf rammte. Ein Hoch auf Plastik-Spielzeug! Wäre das Ding aus Holz gewesen, hätte ich sicher ein Schädel-Hirn-Trauma erlitten.

Später holte meine Schwiegermutter ihn zu einem Spaziergang ab. Und ich nutze die Zeit zum Schreiben. Und dann kam noch das Beste des Tages: meine Massage! Endlich wieder, nach drei Wochen Pause ließ ich mich von meiner Physio-Therapeutin so richtig durchkneten. Nur die Zeit geht dabei immer viel zu schnell rum.

Als ich wieder da war und meine Schwiegermutter wieder weg, verschlang ich meinen letzen Teller Suppe, brachte den Knirps ins Bett, nahm ein ausgedehntes Bad mit einem meiner tollen, bunten Badesalze, und dann machte ich es mir auf dem Sofa gemütlich. Papa hatte Bandprobe, also ließ ich mich einfach so von der Glotze berieseln. Zum Schluss kam dann noch der heiß geliebte Joghurt. Und dann hatte ich es geschafft. Mal sehen, was die Waage morgen sagt. Ich habe keine Hoffnung!

Es gibt ein Leben nach der Suppe – Donnerstag

Ihr könnt Euch gar nicht vorstellen, wie sehr ich mich auf mein Frühstück gefreut habe!!! Das war echt das Schwierigste an der ganzen Sache – nicht richtig frühstücken zu dürfen. Daher war es ein Hochgenuss!
Doch vor dem Frühstück, habe ich die Waage befragt!

Und? UND?? U-N-D???

1,8 kg

Hm! Ich habe mir mehr erhofft. Aber für 3 Tage eigentlich auch ganz okay.

Und bei meinem Mann waren es 3,4 kg!!! (Er hat außerdem gepfuscht und Cola light getrunken und den Joghurtdeckel von meinem Sohn abgeleckt!)

Na ja, mal sehen, wie es jetzt mit unserer Ernährung weitergeht. Vielleicht starten wir schon bald wieder eine Kurz-Diät. Aber dieses Mal mit einer anderen Suppe. Auf jeden Fall wollen wir gesünder essen. Und es gibt keine Süßigkeiten mehr im ganzen Haus!

Sündigen erlaubt: ganz und gar auf alles zu verzichten bringt mit Sicherheit sehr schnell Frust. Daher ist 1 x im Monat Fastfood erlaubt. Und hin und wieder kaufe ich vielleicht mal an der Kasse einen einzelnen Schokoriegel oder eine andere Kleinigkeit zum Naschen. Sonst dreht man ja durch. Aber wir wollen es nicht mehr übertreiben.

Nur das mit dem Sport ist nach wie vor so ’ne Sache… Sport und ich werden wohl niemals Freunde.


Hier noch die Quelle für die Diät:

http://www.wunderweib.de/diaet/stoffwechsel-ankurbeln-3-tage-3-suppen-3-kilo-a170500.html