Ich & Du

Mein kleines Mädchen,

schon lange wollte ich Dir diese Zeilen schreiben, um Dir zu sagen, wie glücklich ich bin, dass es Dich gibt.

Seit mehr als einem Jahr bist Du nun bei uns und hast unsere Familie komplett gemacht. Zu dritt waren wir glücklich und zufrieden, aber ich hatte tief in mir immer das Gefühl, dass noch etwas fehlt, jemand fehlt. Und das bist Du!

Denn seit Du da bist fühle ich mich vollständig. Alles passt. Der Moment, in dem ich Dich zum ersten Mal im Arm hielt, hatte einen ganz besonderen Zauber. Und die ersten Wochen, in denen Du noch so winzig klein warst, waren so erstaunlich leicht und wundervoll. Du warst ein so pflegeleichtes Baby. Hast viel geschlafen und warst rundum zufrieden, wenn Du wach warst. Wir waren alle sofort total verliebt in Dich, vor allem Dein großer Bruder.

Natürlich blieb nicht immer alles so einfach, es gab auch Phasen, in denen Du mit Dir und der Welt überhaupt nicht zufrieden warst. Das wird auch immer mal wieder so sein. Doch das geht auch wieder vorbei. Das schaffen wir. Gemeinsam.

Ich darf erleben und mit ansehen wie Du wächst, was Du lernst, wie Du die Welt entdeckst. Ich war so aufgeregt, als Du krabbeln gelernt hast, hätte platzen können vor Glück, als Du zum ersten Mal „Mama“ sagtest. Und Deine ersten Schritte haben uns so unglaublich stolz gemacht.

Du bist wahrhaft eine Mini-Ausgabe von mir, bist mir wie aus dem Gesicht geschnitten. Ob Du auch den gleichen Charakter hast wie ich? Wirst Du eine Tagträumerin? Traumtänzerin? Oder vielleicht so ein wilder Feger wie Dein Bruder?

Wenn ich Dich zusammen mit Deinem Bruder sehe, wie Ihr Quatsch macht und laut zusammen lacht, dann weiß ich, Ihr beide seid mein größtes Geschenk und mein Herz quillt über vor lauter Liebe für Euch.

Dein Bruder und Du – Ihr seid Euch in vielen Dingen ähnlich und doch könnt Ihr verschiedener nicht sein. Er war immer schon laut und wild und ungestüm. Du machst alles ruhig und mit Bedacht, bist vorsichtig und dennoch mutig. Und Du liebst es zu kuscheln. Wie oft unterbrichst Du Dein Spiel, um Dich an mich zu kuscheln. Das ist so unfassbar süß.

Als Zweitgeborenes kamst Du bisher nur selten in den Genuss, meine ungeteilte Aufmerksamkeit zu haben, so wie Dein Bruder sie mehr als zwei Jahre hatte. Denn schließlich darf er ja nicht zu kurz kommen. Er braucht mich, genauso wie Du mich brauchst. Doch nun geht er in den Kindergarten, ist Vormittags nicht bei uns.

Jetzt ist Deine Zeit da! Jeden Morgen hast Du mich für Dich allein und ich merke, Du genießt das. Du bringst mir ein Buch nach dem anderen und kostest die Zeit voll aus. Ich lese Dir vor, mache Tiergeräusche nach, singe Lieder für Dich – und Du bekommst nicht genug davon. Fast jeden Morgen gehen wir spazieren, beobachten Tiere und die Natur, entdecken die Welt. Ich genieße diese Zeit mit Dir. Denn sie geht so schnell vorbei.

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Und wie Du Dich freust, wenn wir Deinen Bruder dann wieder abholen. Du kreischst vor Freude, wenn Du ihn siehst! Es ist so toll, das mitanzusehen. Ich wette, Ihr beide werdet die besten Freunde und zusammen noch jede Menge Unsinn aushecken.

Papa und ich – wir freuen uns darauf mit Euch die Welt zu erkunden, sie durch Eure Augen zu sehen.

Als Du geboren wurdest, hat sich der Kreis geschlossen. Alles ist nun perfekt, so wie es ist. Und dafür danke ich Dir, Du kleines Zaubermädchen!

Danke, dass Du uns immer wieder zum Lachen bringst. Danke, dass Du noch mehr Glück und Liebe in unser Leben gebracht hast. Danke, dass Du uns vertraust und dass wir Dir beim Wachsen, Lernen und Staunen zuschauen dürfen. Danke, dass Du unsere Welt noch bunter machst und dass Du unser Haus mit Deinem Lachen füllst.

Du bist zauberhaft und wundervoll!

Deine Mama

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Barfuss

Sonnenstrahlen tanzen auf meiner Nase

Die Welt erwacht zu neuem Leben

Satt, leuchtend und grün

Ich trete aufs Gras

Barfuß

Die Halme von Tautropfen schwer

Umspielen meine Füße

Ich atme tief ein

Ich spüre die Kühle des Morgens

Und doch schon die Wärme des Tages

Mit jedem Atemzug

Fühle ich neue Kraft in mir

Ich blühe auf

Bin Eins mit der Natur

Wenn die Sonne an Kraft gewinnt

Und der Frühling dem Sommer weicht

Laufe ich durch den Sand

Barfuß

Kaltes Wasser

Braust in kleinen Wellen sanft heran

Erfrischt mich

An einem heißen Sommertag

Ich hinterlasse Spuren im Sand

Bald schon werden meine Spuren fort sein

Vom Wasser weggespült

Was bleibt sind Momente

Voller Glück und Leben

Erinnerungen für die Ewigkeit

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Wenn es dunkel wird…

Meine Augen sind schwer vor Müdigkeit, und das schon seit Stunden. Trotzdem schaue ich noch eine ganze Weile in die Röhre, weil ich dabei so herrlich abschalten kann. Du liegst in der Wiege und schläfst schon längst den Schlaf der Gerechten.

Es ist spät geworden. Viel zu spät, wieder einmal. Ich nehme Dich vorsichtig in den Arm, hoffe Dich dabei nicht zu wecken, trage Dich die Treppe hinauf und lege Dich ganz sanft in Deinem Bettchen ab, welches gleich neben meinem Bett steht.

Oft passiert das alles, ohne dass Du etwas davon mitbekommst. Du schläfst einfach weiter, als wäre nichts gewesen. Doch manchmal schaust Du mich mit offenen, vollkommen wachen Augen an, verwundert darüber, wie Du plötzlich an einem anderen Ort gelandet bist.

Ich lege mich neben Dich und Du strahlst mich an, mit einem Lächeln, das so wundervoll rein und aufrichtig ist, so voller Liebe! Ich streichle über Deinen kleinen Kopf, Deine Wange und Du schließt die Augen und genießt Deine Streicheleinheiten, belohnst mich erneut mit einem Lächeln. Ich genieße diesen Moment genau so wie Du, ganz gleich wie müde ich auch bin.

In Deiner Glückseligkeit fängst Du an zufrieden vor Dich hinzubrabbeln, greifst nach meiner Hand, um mit meinen Fingern zu spielen, versuchst sie in Deinen kleinen Mund zu stecken.

Noch vor ein paar Wochen hielt ich nachts Deine Hand, um Dir beim Einschlafen zu helfen. Das brauchst Du längst nicht mehr, ziehst sie immer wieder weg, wenn ich sie halten möchte.

Nach ein paar Minuten schläfst Du wieder friedlich ein. Ich schaue Dich noch eine Weile an, höre zu wie Du leise atmest.

Und dann entfliehe auch ich in die Welt der Träume.

Doch manchmal – ja, manchmal finde ich nicht in den Schlaf. Ich mache mir Gedanken, viel zu viele. Ich denke über Dich und Deinen Bruder nach, über meine zwei kleinen Zauberwesen. Ihr seid so wichtig für mich, wie ich es für Euch bin. Das Gleiche gilt für Euren Papa, meinen wundervollen Herzensmenschen. Wenn ich an Euch denke, könnte ich platzen vor Glück – und gleichzeitig umkommen vor Sorge. Was ist, wenn einem von Euch jemals irgendetwas passieren würde? Eine schlimme Krankheit, ein Unfall? Oder was wäre, wenn mir etwas passiert, und ich nicht mehr für Euch da sein könnte? Allein der Gedanke daran bricht mir das Herz.

Diese Sorgen und Ängste überfallen mich immer und immer wieder anfallartig, schnüren mir die Kehle zu, rauben mir die Luft zum Atmen. Ich rede mir Dinge ein, die nicht vorhanden sind, versuche nach Luft zu schnappen. Doch es fällt mir so schwer. Dieser Moment, wenn mich diese seltsame Trauer überkommt, lässt mich vor mir selbst erschrecken. Ich versuche die Angst abzuschütteln, sage mir immer wieder, dass alles in Ordnung ist und dass es auch so bleiben wird.

Dann sehe ich wieder zu Dir rüber, wie Du manchmal zuckst im Schlaf, wie Du tief einatmest, wie ein sanftes Lächeln über Dein kleines Gesicht fliegt. Und dann weiß ich, die Welt ist in Ordnung. Unsere Welt. Und ich wünsche mir, dass das immer so sein wird.

Wir vier – für immer!

 

Das kleine Glück

Es ist überall

Schau genau hin

Dann wird es Dir begegnen

Das kleine Glück

Es steckt in einer winzig kleinen Blume

In einer liebevollen Umarmung

In einem Bild

Gemalt von kleinen Kinderhänden

In einem Lächeln

In der wundervollen Schöpfung

Lass den Moment nicht unbeachtet vorüberziehen

Genieße

Die Farben der Natur

Den Abendhimmel

Eingetaucht in leuchtendes Rot

Das Funkeln der Sterne

In einer klaren Nacht

Eine Blumenwiese

Bunt, satt und wild

An einem milden Frühlingstag

Ein bunt gefärbtes Blätterdach

In einem verträumten Wald

Schmecke

Den Geschmack des Lebens

Lass ihn auf Deiner Zunge tanzen

Lausche

Den Wellen des Meeres

Dem Rauschen der Blätter im Wind

Einem schallend lauten Kinderlachen

Stimme mit ein

Sei albern

Lass Dich vom Leben mitreißen

Erfreue Dich an Kleinigkeiten

Verschenke ein Lächeln

Und Du wirst Sonne ernten

Beachte es stets

Das kleine Glück

Denn in seiner Summe

Wird es zu etwas Großem

Und das Glück erschließt sich Dir

In seiner ganzen Schönheit

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Die Melodie des Lebens

Manchmal ist sie fröhlich, leicht oder lebendig, manchmal traurig oder depressiv, mal laut, mal leise, mal langsam, mal schnell.

Jeder Mensch wird sein Leben lang von einer Melodie begleitet. Selten ist es immer die Gleiche, meistens wandelt sich der Klang von Zeit zu Zeit – wird langsamer, ruhiger, vielleicht auch melancholisch, um dann kurze Zeit später wieder lebendig zu werden, Dich zum tanzen zu bringen.

Wovon wird unsere Melodie bestimmt? Nicht immer, aber oft hat man es selbst in der Hand, wie seine Melodie klingt. Denn egal wie schwierig oder traurig eine Situation auch sein mag – man hat es selbst in der Hand, das Beste daraus zu machen. Etwas zu verändern. Und wenn es manchmal auch nur die eigene Denkweise ist.

Ich selbst habe mich für eine fröhliche Melodie entschieden. Das war aber nicht so einfach, wie es klingt. Denn lange Zeit war es anders, erschien es mir unmöglich die melancholische Ballade, die im Hintergrund in einer Endlosschleife ablief, abzuschütteln und mich davon frei zu machen. Ich war einsam und traurig und konnte meine eigene Gesellschaft oft kaum ertragen, kapselte mich ab und gab mich meinem Selbstmitleid hin, versteckte mich hinter einer Fassade, die den Anschein erweckte, alles sei gut. Aber so war es nicht. Bis ich verstanden habe, dass das Glück nicht einfach auf der Straße liegt oder mir zuläuft, wie ein streunender Hund, der plötzlich nicht mehr von meiner Seite weichen will. Nein, man muss sich aufraffen und danach suchen!


Alles geht den Bach runter

Einfach danach suchen ist unmöglich? Du sagst Dir gerade, dass Du eh vom Pech verfolgt wirst und deshalb niemals glücklich sein kannst? Vielleicht hast Du gerade Deinen Job verloren und bist deswegen entmutigt. Oder Deine Ehe ging den Bach runter, obwohl Du darum gekämpft hast. Oder Du fühlst Dich einsam, weil es für Dich scheinbar einfach nicht den passenden Deckel gibt. Oder Dein Herz hängt an Menschen, die Dich immer wieder runterziehen, anstatt Dich aufzubauen. Es gibt viele Situationen, die Dich glauben machen, alles sei aussichtlos. Manchmal ist man selbst schuld, manchmal sind es die anderen. Oft hat sogar niemand Schuld. Und es bringt auch nichts, nach einem Schuldigen zu suchen. Du solltest viel mehr nach etwas suchen, dass Dich aufbaut, Dir neue Kraft schenkt – etwas, das Deinem Leben einen neuen Klang verleiht.


Was bedeutet Glück?

Das ist für jeden unterschiedlich, geht doch jeder seinen eigenen Weg mit ganz eigenen Vorstellungen durchs Leben.

Mein Traum vom Glück bestand immer darin, eine glückliche Ehe zu führen und wundervolle Kinder zu haben. Und ich war viele Jahre sehr weit davon entfernt. Erst mit einem falschen Partner und dann einige Jahre ganz allein, schien mir dieses Ziel unerreichbar und das riss mich immer wieder runter.


Wo das Glück zu finden ist

Umdenken war angesagt. Wenn ich nicht das kriege, was ich gerne hätte, dann suche ich mir etwas anderes, das mich wieder fröhlicher macht. Für mich war das die Musik. Ein Talent in mir zu entdecken, von dem ich immer nur geträumt habe, anstatt mich zu trauen. Schneller als ich gucken konnte, fand ich mich in einem Proberaum wieder und sang. Ich sang um mein Leben und es war wie eine Befreiung.

Ich habe mich einfach nur getraut, etwas auszuprobieren und es brachte mir in vielerlei Hinsicht Glück. Sicher bin ich nicht die größte Sängerin, und das werde ich niemals sein. Trotzdem kann ich Menschen mit meinem Gesang berühren, meine beste Freundin auf ihrer Hochzeit dazu bringen, dass sie Rotz und Wasser heult, nur weil ich für sie singe. Und das ist es doch, was uns glücklich macht: ANDERE glücklich zu machen!


Entdecke Deine Talente

Wo liegen Deine Talente? Liebst Du auch die Musik? Spielst vielleicht ein Instrument? Oder kannst Du toll malen? Nein?! Vielleicht weißt Du es nur noch nicht. Warum probierst Du es nicht einfach aus?

Vielleicht tust Du ja auch gerne anderen etwas Gutes und könntest Deine Zeit für gemeinnützige Zwecke einsetzen, anderen Menschen helfen oder auch Tieren.

Geben macht glücklich. Ob es nun Talente sind oder Deine Zeit, die Du mit anderen teilst.

Es liegt allein in Deiner Hand, was Du aus Deinem Leben machst. Du kannst weiterhin in Trauer oder Einsamkeit versinken, Du kannst aber auch einfach raus gehen und das Gute in Dir mit anderen teilen und wirst es in doppeltem Maße zurückbekommen.

Vielleicht geht Dein ursprünglicher Plan vom Glück nicht auf – aber Pläne sind dazu da, um sie zu ändern. Und dann kommt das Glück vielleicht auch von ganz allein.


Plötzlich war es einfach so da!

Ich fand die Liebe zur Musik – und die große Liebe fand mich! Und hätte ich mich nicht getraut, mich zu trauen und einfach mit Ende 20 noch mit dem Singen anzufangen, dann wäre ich meinem Mann nie begegnet. So ist es. Denn nur deshalb haben wir uns kennen gelernt – und später auch lieben! So erfüllte sich mein Traum vom Glück doch noch! Heute sind wir eine kleine Familie und alles ist so, wie ich es mir gewünscht habe!


Die Sonne scheint zwar nicht immer

Dafür sorgen oft die Einflüsse des Alltags. Nicht selten ist man einfach nur müde und gestresst. Manchmal kommen auch negative Gedanken in mir hoch. Gedanken an Fehler, die nicht mehr rückgängig zu machen sind, auch wenn ich wünschte, es wäre anders. Gedanken, an liebe Menschen, die nicht mehr da sind. Freundschaften, die in die Brüche gingen, oft wegen Kleinigkeiten. An Dinge die man verloren hat, unwiederbringlich.

Ja, solche Tage gibt es immer wieder. Aber ich lasse mich nicht mehr von solchen Gedanken gefangen halten, reiße mich schnell von ihnen los und erfreue mich statt dessen lieber an den vielen kleinen Dingen, die einen wieder zum Lachen bringen. An einer liebevollen Umarmung, einer Wiese voller bunter Blumen, einem Abendhimmel den Gott für uns in die wunderschönsten Farben eintaucht, an einem reinem, fröhlichen Kinderlachen…

Das Leben kann so wunderschön sein – man muss es nur zulassen!


Die Melodie meines Lebens – lange Zeit war sie voller Schwermut. Heute klingt sie ganz anders. Heute möchte ich tanzen, jeden Tag! Mit den Menschen, die ich liebe!

Und wie ist es bei Euch? Wie klingt Eure Melodie? Was macht Euch glücklich? Lasst es mich wissen.

„Glücklich sein bedeutet nicht, das Beste von allem zu haben, sondern das Beste aus allem zu machen.“