Barfuss

Sonnenstrahlen tanzen auf meiner Nase

Die Welt erwacht zu neuem Leben

Satt, leuchtend und grün

Ich trete aufs Gras

Barfuß

Die Halme von Tautropfen schwer

Umspielen meine Füße

Ich atme tief ein

Ich spüre die Kühle des Morgens

Und doch schon die Wärme des Tages

Mit jedem Atemzug

Fühle ich neue Kraft in mir

Ich blühe auf

Bin Eins mit der Natur

Wenn die Sonne an Kraft gewinnt

Und der Frühling dem Sommer weicht

Laufe ich durch den Sand

Barfuß

Kaltes Wasser

Braust in kleinen Wellen sanft heran

Erfrischt mich

An einem heißen Sommertag

Ich hinterlasse Spuren im Sand

Bald schon werden meine Spuren fort sein

Vom Wasser weggespült

Was bleibt sind Momente

Voller Glück und Leben

Erinnerungen für die Ewigkeit

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Die Unzufriedenheit in mir

Wie eine dunkle Wolke legt sie sich manchmal über mich, versucht meine Glückseligkeit im Keim zu ersticken. Lässt trübe Gedanken zu mir herein und sorgt dafür, dass mein Stresspegel ins Unermessliche steigt. Die Unzufriedenheit versucht sich bei mir breit zu machen.

Schafft sie es? Vielleicht. Manchmal. Sie ist zu stark, um ständig dagegen ankämpfen zu können. Dann kocht sie leise in mir hoch, bis sie anfängt zu brodeln. Ob ich will oder nicht. Doch manchmal droht mir alles über den Kopf zu wachsen.

Aber wie kommt es überhaupt dazu? Wieso besitzt die Unzufriedenheit die Frechheit sich bei mir einzunisten und es sich gemütlich zu machen?

Schwierige, turbulente Phasen tragen dazu bei. Zum Beispiel die immer wiederkehrende Wut meines Sohnes. Oder seine nächtlichen Schreiattacken, wenn ihn der Nachtschreck mal wieder heimsucht.

Mit der Wut fertig zu werden ist nach wie vor eine große Herausforderung für mich. Immer wenn dann mal eine Ruhephase Eintritt, rede ich mir erleichtert ein, dass es von nun an einfacher wird. Bis es halt wieder so weit ist.

Und die Nächte? Schon allein die Tatsache, dass er abends nicht einschlafen kann oder will, sorgt dafür, dass ich jeden Abend gestresst bin. Erst recht, wenn ich allein bin mit den Kindern. Und wenn er schließlich schläft und ich dann eine kurze Verschnaufpause für mich hatte, denke ich, es ist Zeit schlafen zu gehen. Doch ich lege mich jeden Abend mit einem unguten Gefühl ins Bett. Kommt der Nachtschreck heute wieder? Werde ich wieder eine halbe Stunde oder länger an seinem Bett stehen und versuchen in zu beruhigen? Und verzweifelt feststellen, dass jeder Versuch es nur schlimmer macht und gleichzeitig hoffen, dass seine kleine Schwester nicht wach wird? Jede seiner Bewegungen lässt nachts mein Adrenalin hoch schießen, weil ich denke, es geht wieder los. Ich liege im Bett, der Ort der mir eigentlich Ruhe und Erholung bringen soll – und bin gestresst, immer in der Erwartung, dass jeden Moment etwas passiert.

Und während ich da so wach liege, kommen wieder diese Gedanken in mir hoch. Sorgen und Ängste, das unser Glück durch ein Unglück einfach so zerplatzen könnte. Ich denke an die Menschen, die wir im Laufe der Zeit verloren haben, in voller Sorge um die, die noch bei uns sind. Und ich stelle immer wieder fest: Wache Nächte sind keine guten Nächte.

Ebenso unzufrieden macht mich die Tatsache, dass eines meiner Kinder immer zu kurz kommt. Und das ist meistens mein Sohn. Es bricht mir das Herz – immer wieder.

Ich könnte Schokolade gebrauchen. Das hilft. „Aber halt! Du bist doch mit Dir selbst auch unzufrieden. Mit Deinem Aussehen. Die Schokolade macht es nicht besser!“, sagt die Stimme in meinem Hinterkopf. Recht hat sie!

Und was noch? Ist das alles? Nein.

Ich bin genervt, weil unser Haus so aussieht, wie es gerade aussieht. Unordentlich, staubig, klebrig. Es hat schon seit Ewigkeiten keinen Wischer mehr gesehen. Denn ich komme einfach nicht dazu. Unter der Woche bin ich froh, wenn ich es schaffe, die Küche aufzuräumen. Am Wochenende kämpfe ich mit Einkäufen und Wäschebergen.

Und auch das ist ein Zustand, der mir nicht gefällt. Denn das Wochenende sollte Familienzeit sein. Das kommt viel zu kurz, weil dann jeder immer das zu erledigen hat, was unter der Woche liegen geblieben ist.

Vor allem in den Wochen, wo mein Mann nicht bei uns ist. Und das kommt so häufig vor im Moment. Eine Geschäftsreise jagt die nächste. Es ist viel im Moment. Zu viel – für mich. Er fehlt mir. Er fehlt den Kindern. Wie oft mein Sohn mir in der Zeit immer sagt: „Ich bin so traurig, weil der Papa nicht da ist!“ Und ich versuche dann, ihm zu erklären, warum das so ist und dass Papa immer an uns denkt. Aber das ist in dem Moment kein großer Trost. Und ganz abgesehen davon, ist die Zeit ohne ihn purer Stress für mich. Stress, den ich mir meistens schon im Voraus selbst mache. Denn zu wissen, dass man die nächsten Tage keine Zeit zum Durchatmen hat, verursacht eine leichte Panik in mir. Wie werden die Kinder drauf sein? Wird die Kleine viel weinen? Wird der Große deswegen wieder wütend sein? Wie wird es klappen die beiden abends ins Bett zu bringen? Und wie sieht es mit meinen Nerven aus? Wie schnell werden sie blank liegen? Schaffe ich den Spagat, allen gerecht zu werden?

Manche Tage vergehen, ohne dass ich mal ein paar Worte mit einem Erwachsenen gewechselt habe. Wenn ich abends erschöpft auf’s Sofa sinke, sehne ich den Moment herbei, in dem mein Mann endlich anruft und wir uns gegenseitig von unserem Tag erzählen. Und schon ist der Abend vorbei. Kurzes Kraft tanken in der Nacht, um startklar zu sein für die nächste Runde.

Neuer Tag, neuer Blickwinkel. Wer ist diese Unzufriedenheit eigentlich? Was will sie hier? Ungebeten. Ich habe sie nicht eingeladen. Nicht bewusst zumindest. Und ich will, dass sie wieder geht. Warum?

Weil ich eigentlich glücklich bin. Und das soll sie ruhig wissen! Ich bin glücklich, weil ich zwei zauberhafte, tolle Kinder habe. Ja, es ist anstrengend. Aber sie bringen mich zum Lachen, füllen mein Herz mit Liebe und unser Haus mit Kinderlachen. Und mit Sand. Und Krümeln.

Aber ist es wirklich so wichtig, wie es im Haus aussieht? Nein, nicht wirklich. Also mache ich das, was ich schaffe und der Rest bleibt halt liegen. Wenn Besuch kommt, und es ihn stört, dass das Sofa mit Krümeln übersät ist, dann ist das halt so. Hier leben nun mal Kinder!

Ich bin auch glücklich, weil ich einen so wundervollen Mann habe, was ich viel zu selten sage. Ja, er arbeitet verdammt viel und wir müssen oft auf ihn verzichten. Das macht mich traurig – aber er sorgt damit dafür, dass wir es gut haben. Und diese vermeintlich einsamen Tage versuche ich immer so gut es geht zu verplanen, mich mit Freunden zu treffen. Das macht die Tage kürzer und vor allem fröhlicher. Und mein Sohn ist abgelenkt und denkt nicht ständig daran, dass Papa gerade nicht da ist. Und oft denke ich dann, es war alles doch gar nicht so schlimm, wie ich befürchtet habe. Ich habe das ganz gut gemacht. Und dann lächle ich in mich hinein.

Turbulente Momente? Versuche ich wegzuatmen. Okay – klappt nicht immer. Aber ich übe mich in Gelassenheit. Zugegeben, ich muss noch viel üben. Aber das geht auch ohne Schokolade. Tatsächlich.

Ich nehme mir vor, trübe Gedanken gegen glückliche zu tauschen. Das gelingt sicher nicht immer, klar. Aber ich werde immer daran denken, dass es so viel Gutes in meinem Leben gibt.

Also, Unzufriedenheit – verzieh Dich! Dich will hier keiner haben!

Das kleine Glück

Es ist überall

Schau genau hin

Dann wird es Dir begegnen

Das kleine Glück

Es steckt in einer winzig kleinen Blume

In einer liebevollen Umarmung

In einem Bild

Gemalt von kleinen Kinderhänden

In einem Lächeln

In der wundervollen Schöpfung

Lass den Moment nicht unbeachtet vorüberziehen

Genieße

Die Farben der Natur

Den Abendhimmel

Eingetaucht in leuchtendes Rot

Das Funkeln der Sterne

In einer klaren Nacht

Eine Blumenwiese

Bunt, satt und wild

An einem milden Frühlingstag

Ein bunt gefärbtes Blätterdach

In einem verträumten Wald

Schmecke

Den Geschmack des Lebens

Lass ihn auf Deiner Zunge tanzen

Lausche

Den Wellen des Meeres

Dem Rauschen der Blätter im Wind

Einem schallend lauten Kinderlachen

Stimme mit ein

Sei albern

Lass Dich vom Leben mitreißen

Erfreue Dich an Kleinigkeiten

Verschenke ein Lächeln

Und Du wirst Sonne ernten

Beachte es stets

Das kleine Glück

Denn in seiner Summe

Wird es zu etwas Großem

Und das Glück erschließt sich Dir

In seiner ganzen Schönheit

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Die Melodie des Lebens

Manchmal ist sie fröhlich, leicht oder lebendig, manchmal traurig oder depressiv, mal laut, mal leise, mal langsam, mal schnell.

Jeder Mensch wird sein Leben lang von einer Melodie begleitet. Selten ist es immer die Gleiche, meistens wandelt sich der Klang von Zeit zu Zeit – wird langsamer, ruhiger, vielleicht auch melancholisch, um dann kurze Zeit später wieder lebendig zu werden, Dich zum tanzen zu bringen.

Wovon wird unsere Melodie bestimmt? Nicht immer, aber oft hat man es selbst in der Hand, wie seine Melodie klingt. Denn egal wie schwierig oder traurig eine Situation auch sein mag – man hat es selbst in der Hand, das Beste daraus zu machen. Etwas zu verändern. Und wenn es manchmal auch nur die eigene Denkweise ist.

Ich selbst habe mich für eine fröhliche Melodie entschieden. Das war aber nicht so einfach, wie es klingt. Denn lange Zeit war es anders, erschien es mir unmöglich die melancholische Ballade, die im Hintergrund in einer Endlosschleife ablief, abzuschütteln und mich davon frei zu machen. Ich war einsam und traurig und konnte meine eigene Gesellschaft oft kaum ertragen, kapselte mich ab und gab mich meinem Selbstmitleid hin, versteckte mich hinter einer Fassade, die den Anschein erweckte, alles sei gut. Aber so war es nicht. Bis ich verstanden habe, dass das Glück nicht einfach auf der Straße liegt oder mir zuläuft, wie ein streunender Hund, der plötzlich nicht mehr von meiner Seite weichen will. Nein, man muss sich aufraffen und danach suchen!


Alles geht den Bach runter

Einfach danach suchen ist unmöglich? Du sagst Dir gerade, dass Du eh vom Pech verfolgt wirst und deshalb niemals glücklich sein kannst? Vielleicht hast Du gerade Deinen Job verloren und bist deswegen entmutigt. Oder Deine Ehe ging den Bach runter, obwohl Du darum gekämpft hast. Oder Du fühlst Dich einsam, weil es für Dich scheinbar einfach nicht den passenden Deckel gibt. Oder Dein Herz hängt an Menschen, die Dich immer wieder runterziehen, anstatt Dich aufzubauen. Es gibt viele Situationen, die Dich glauben machen, alles sei aussichtlos. Manchmal ist man selbst schuld, manchmal sind es die anderen. Oft hat sogar niemand Schuld. Und es bringt auch nichts, nach einem Schuldigen zu suchen. Du solltest viel mehr nach etwas suchen, dass Dich aufbaut, Dir neue Kraft schenkt – etwas, das Deinem Leben einen neuen Klang verleiht.


Was bedeutet Glück?

Das ist für jeden unterschiedlich, geht doch jeder seinen eigenen Weg mit ganz eigenen Vorstellungen durchs Leben.

Mein Traum vom Glück bestand immer darin, eine glückliche Ehe zu führen und wundervolle Kinder zu haben. Und ich war viele Jahre sehr weit davon entfernt. Erst mit einem falschen Partner und dann einige Jahre ganz allein, schien mir dieses Ziel unerreichbar und das riss mich immer wieder runter.


Wo das Glück zu finden ist

Umdenken war angesagt. Wenn ich nicht das kriege, was ich gerne hätte, dann suche ich mir etwas anderes, das mich wieder fröhlicher macht. Für mich war das die Musik. Ein Talent in mir zu entdecken, von dem ich immer nur geträumt habe, anstatt mich zu trauen. Schneller als ich gucken konnte, fand ich mich in einem Proberaum wieder und sang. Ich sang um mein Leben und es war wie eine Befreiung.

Ich habe mich einfach nur getraut, etwas auszuprobieren und es brachte mir in vielerlei Hinsicht Glück. Sicher bin ich nicht die größte Sängerin, und das werde ich niemals sein. Trotzdem kann ich Menschen mit meinem Gesang berühren, meine beste Freundin auf ihrer Hochzeit dazu bringen, dass sie Rotz und Wasser heult, nur weil ich für sie singe. Und das ist es doch, was uns glücklich macht: ANDERE glücklich zu machen!


Entdecke Deine Talente

Wo liegen Deine Talente? Liebst Du auch die Musik? Spielst vielleicht ein Instrument? Oder kannst Du toll malen? Nein?! Vielleicht weißt Du es nur noch nicht. Warum probierst Du es nicht einfach aus?

Vielleicht tust Du ja auch gerne anderen etwas Gutes und könntest Deine Zeit für gemeinnützige Zwecke einsetzen, anderen Menschen helfen oder auch Tieren.

Geben macht glücklich. Ob es nun Talente sind oder Deine Zeit, die Du mit anderen teilst.

Es liegt allein in Deiner Hand, was Du aus Deinem Leben machst. Du kannst weiterhin in Trauer oder Einsamkeit versinken, Du kannst aber auch einfach raus gehen und das Gute in Dir mit anderen teilen und wirst es in doppeltem Maße zurückbekommen.

Vielleicht geht Dein ursprünglicher Plan vom Glück nicht auf – aber Pläne sind dazu da, um sie zu ändern. Und dann kommt das Glück vielleicht auch von ganz allein.


Plötzlich war es einfach so da!

Ich fand die Liebe zur Musik – und die große Liebe fand mich! Und hätte ich mich nicht getraut, mich zu trauen und einfach mit Ende 20 noch mit dem Singen anzufangen, dann wäre ich meinem Mann nie begegnet. So ist es. Denn nur deshalb haben wir uns kennen gelernt – und später auch lieben! So erfüllte sich mein Traum vom Glück doch noch! Heute sind wir eine kleine Familie und alles ist so, wie ich es mir gewünscht habe!


Die Sonne scheint zwar nicht immer

Dafür sorgen oft die Einflüsse des Alltags. Nicht selten ist man einfach nur müde und gestresst. Manchmal kommen auch negative Gedanken in mir hoch. Gedanken an Fehler, die nicht mehr rückgängig zu machen sind, auch wenn ich wünschte, es wäre anders. Gedanken, an liebe Menschen, die nicht mehr da sind. Freundschaften, die in die Brüche gingen, oft wegen Kleinigkeiten. An Dinge die man verloren hat, unwiederbringlich.

Ja, solche Tage gibt es immer wieder. Aber ich lasse mich nicht mehr von solchen Gedanken gefangen halten, reiße mich schnell von ihnen los und erfreue mich statt dessen lieber an den vielen kleinen Dingen, die einen wieder zum Lachen bringen. An einer liebevollen Umarmung, einer Wiese voller bunter Blumen, einem Abendhimmel den Gott für uns in die wunderschönsten Farben eintaucht, an einem reinem, fröhlichen Kinderlachen…

Das Leben kann so wunderschön sein – man muss es nur zulassen!


Die Melodie meines Lebens – lange Zeit war sie voller Schwermut. Heute klingt sie ganz anders. Heute möchte ich tanzen, jeden Tag! Mit den Menschen, die ich liebe!

Und wie ist es bei Euch? Wie klingt Eure Melodie? Was macht Euch glücklich? Lasst es mich wissen.

„Glücklich sein bedeutet nicht, das Beste von allem zu haben, sondern das Beste aus allem zu machen.“