Benutzerhandbuch für die Freundschaft

Man lernt im Leben viele Menschen kennen, die man vielleicht allzu schnell als Freund bezeichnet. Einige davon sind schneller wieder verschwunden, als man gucken kann. Doch wahre Freunde bleiben. Für immer!

Habt Ihr solche Freunde? Die Euch vielleicht schon unzählige Jahre begleiten, mit denen Ihr wahnsinnig viel erlebt und durchlebt habt? Man braucht nicht viele Freunde – aber die richtigen. Das ist wirklich so. Und ich habe die richtigen Freunde, die ich immer festhalten werde. Egal wie weit weg sie wohnen mögen, egal wie selten wir uns sehen. Sie sind ein Teil von mir. Immer.

Und die falschen Freunde lässt man besser ziehen. Auch wenn das manchmal schwer fallen kann.

Aber woran merkt man eigentlich, wer ein echter Freund ist?

Manchmal ist es gar nicht so leicht, einen Freund zu finden, dem man blind vertrauen kann. Das wichtigste ist: Du musst selbst ein wahrer Freund sein. Sonst funktioniert es einfach nicht.

Doch worauf kommt es dabei wirklich an? Was bedeutet „wahre Freundschaft“? Muss es jemand sein, der genau so ist wie Du? Der die gleichen Interessen hat, die selben Hobbys und Vorlieben? Jemand, der immer Deiner Meinung ist?

Nein, ganz und gar nicht.

Ein echter Freund ist jemand, der immer zur Stelle ist. Auch in schwierigen Situationen. Oder gerade dann. Jemand, der Dich nicht hängen lässt, wenn es mal kompliziert wird. Der auch die holprigen Wege mit Dir geht.

Aber das kann jemand sein, der völlig anders ist als Du. Vielleicht hat er andere Hobbys und Interessen. Oder andere Talente.

Oder ist vielleicht viel älter, oder jünger als Du. Du meinst, das passt nicht? Ich sage: Doch, es passt! Man muss nur mal über seinen Schatten springen. Man kann mit jedem eine tiefe Freundschaft entwickeln, egal wie groß der Altersunterschied ist. Und das funktioniert wunderbar!

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Oder vielleicht kommt Dein Freund aus einer ganz anderen Kultur. Das kann sogar verdammt spannend sein. Andere Länder, andere Sitten. Und anderes Temperament. Und man lernt vielleicht auch Sprachbarrieren zu überwinden, sich nur mit Händen und Füßen zu unterhalten und sich trotzdem zu verstehen. Ich habe das selbst erlebt und es war anfangs ganz schön aufregend.

Es kommt auch nicht aufs Äußere an, sondern aufs Innere. Du brauchst keine Kopie von Dir selbst  (auch wenn das manchmal ganz witzig sein kann), sondern jemanden mit dem Du Dich blind verstehst. Jemand, dem du vertrauen kannst. Mit dem auch Schweigen nicht peinlich ist. Jemand, der nicht nachtragend ist, wenn Du mal Mist gebaut hast. Das gilt umgekehrt natürlich genauso. Jemand, der Dich ruhig mal kritisieren darf, oder sogar sollte, wenn es nötig ist – und trotzdem zu Dir hält, auch wenn er Deine Entscheidungen nicht versteht. Jemand, der Dich mit all Deinen Macken und Fehlern akzeptiert, der Dich liebt, so wie Du bist.

Ein Freund nutzt Dich nicht aus, redet nicht hinter Deinem Rücken über Dich und verbreitet auch keine Lügen verbreiten über Dich.

Natürlich bedeutet Freundschaft auch Arbeit. Für seine Freunde da zu sein ist das Wichtigste. Das bedeutet, nicht nur über sich selbst zu reden, sondern auch zu fragen und vor allem: zuhören. Wirklich zuhören. Das ist das größte Geschenk, das Du jemandem machen kannst. Sich Gedanken darüber zu machen, was dem anderen gut tut. So für seine Freunde da sein, wie Du es Dir von ihnen wünschst.

Ich weiß, ich habe viel zu wenig Zeit für meine Freunde. Umgekehrt ist es genauso. Und das ist zwar schade – aber es tut der Freudschaft keinen Abbruch. Denn Freudschaft überbrückt Raum und Zeit.

Und ich bin dankbar, dass es so besondere Menschen in meinem Leben gibt: meine Freunde.

Denn ein Freund…

  • ist jemand der an dich glaubt
  • mit dem Du lachen und weinen kannst
  • bei dem Du so sein kannst, wie Du bist
  • jemand, der alles von Dir weiß, und Dich trotzdem liebt!

Und weil das so ist, bin ich verdammt glücklich, Euch zu haben!

Ein Hoch auf die Besten!

 

Aufpassen, zuhören und gleichzeitig entspannen?

Genau das kann nicht. Zumindest nicht, wenn Herr Sohn und ich uns in einem Raum aufhalten, wo nichts vor ihm sicher ist. Da wo man so unglaublich viel Blödsinn anstellen kann, was ja auch toll ist, denn in einem fremden Haus gibt es ja sooo viel zu entdecken. So auch gestern, als wir eine Freundin und ihre kleine, süße Tochter besuchten…

Die kleine Motte krabbelt noch nicht, das heißt, sie räumt bisher zuhause noch keine Schränke aus. Sie macht noch nicht die Gegend unsicher und läuft auch noch nicht Gefahr die Treppe herunterzukullern.

Aber das macht es für mich umso stressiger. Denn mein Sohn räumt ALLES aus. Er reißt überall dran rum, macht sämtliche Schränke und Schubladen auf, fummelt an Steckdosen herum, reißt Sachen vom Tisch. Er hat halt nur Ussel im Kopf. Das ist ja auch verständlich, schließlich ist er ja dabei die Welt zu erobern, da muss man alles abchecken. Aber das geht nun mal nicht immer und überall. Das musste er gestern am laufenden Band feststellen. Egal wofür er sich gerade interessierte – ich habe ihn gleich wieder davon abgehalten, habe ihn keine Sekunde aus den Augen gelassen.

Denn er ist der Zerstörer! Und er ist schnell!

Alle 5 Sekunden musste ich ihm irgendwas verbieten. Das tat mir gleich doppelt Leid: Für meine Freundin, weil ich einfach „keine Zeit“ dazu hatte, ein vernünftiges Gespräch mit ihr zu führen. Weil ich immer nur mit halbem Ohr zugehört habe, und ich meine Augen nur auf das nächste nahende Unheil gerichtet hielt, um rechtzeitig zu vermeiden, das irgendwas zu Bruch ging. Sie sagte irgendwann „Du erzählst ja gar nichts!“ Ja, ich weiß. Das ist so schwierig und ich wünschte, ich könnte das irgendwie abstellen. Entweder unterhalte ich mich in Ruhe und hinter mir wird die ganze Bude abgerissen, oder ich bin stets um Schadensbegrenzung bemüht und habe die Ohren deswegen auf Durchzug gestellt. Ich war sowas von unentspannt dabei, dass ich den Nachmittag fast gar nicht genießen konnte.

Und zum anderem tat es mir auch für den kleinen Mann so Leid, dass ich ihm alles verboten habe und nur hinter ihm her war. Und dass ich auch für ihn nicht wirklich Zeit hatte. Ich hatte ihm zwar ein wenig von seinem Spielzeug mitgebracht, aber dafür interessiert man sich ja in der Regel nicht, wenn man gerade im Entdeckermodus ist, um eine neue Umgebung zu erkunden. Doch das Babyspielzeug interessierte ihn natürlich ebenfalls nicht. DVD-Hüllen, Fernbedienungen, Kabel, Gläser…all das war doch viel cooler! Und verboten!

Zuhause weiß er inzwischen genau Bescheid, was er darf und was nicht. Er hat seine Schublade, die er ein- und ausräumen darf. Er darf auf dem Sofa herumhüpfen, mit seinem Bobbycar gegen sämtliche Wände und Schränke donnern (nur bitte nicht ganz so doll), er darf Taschentücher in 1.000 Kleinteile zerfetzen…dafür ist er halt Kind. Und alles was „verboten“ ist, haben wir vor ihm gesichert. Da ist es schwer zu verstehen, dass er nicht auch woanders schalten und walten kann, wie er will.

Nach nur zwei Stunden machten wir uns schon wieder auf. Und dann noch die 50 minütige Heimfahrt im Dunklen bei Nieselregen… Das hat es auch nicht besser gemacht. Ich bin quasi nachtblind und muss mich sowieso schon immer anstrengen, und dann findet Herr Sohn das Autofahren eh nicht so toll, erst recht nicht, wenn er nix sieht. Darum habe ich die Innenbeleuchtung angemacht, damit er wenigstens seine Bücher gucken konnte. Was mir die Sache mit der Sicht umso mehr erschwerte.
Zuhause angekommen warf ich mir erst mal eine Kopfschmerztablette ein. Mein Nacken war auch total verspannt.

Das Schlimmste aber war ein zweifaches schlechtes Gewissen! Ich hätte so gern mehr aus dem Tag gemacht – für meine Freundin UND meinen Sohn – aber ich war einfach viel zu gestresst. Nicht böse sein! Bestimmt klappt es beim nächsten Mal besser.

Ich werde darum bemüht sein. Ich versuche mir anzutrainieren gleichzeitig zuzuhören und meinen Sohn zu unterhalten. Denn das fällt mir in letzter Zeit viel zu oft auf: Ich bin kein guter Gesprächspartner, wenn mein Sohn dabei ist. Denn ich habe den Blick stets auf ihn gerichtet, wenn er da ist, dreht sich meine Welt um ihn – er ist die Hauptperson!

Ist das verkehrt? Sicher nicht. Aber dennoch fühle ich mich nicht gut dabei, dass alles andere oft nur „so nebenher“ läuft.

Daher muss ich es irgendwie schaffen, beides zu verbinden: Ein guter Freund zu sein, während ich eine gute Mutter bin. Oder umgekehrt!

Das kriegen andere doch schließlich auch hin…

Das Chaos-Team auf Tour

Samstag mittag.
Start: Bahnhof im Kaff
Ziel: Großstadt im Pott

Meine beste Freundin und ich hatten vor uns einen tollen Tag zu machen. Doch fast nichts kam so wie geplant. Das fing schon an, als wir am Gleis standen und auf unsere Bahn warteten. Das Ticket (bereits vorab besorgt) musste noch abgestempelt werden. Der Entwerter: wir sahen ihn vom Weiten lachend winken! Er stand natürlich nicht am Gleis, sondern am Bahnhofs-Eingang. Also schnell hin, abstempeln und dann wieder zurück. Gerade noch rechtzeitig. Hechtsprung in den Zug! (Und das sollte nicht der letzte sein!)

Natürlich gab es keine freien Sitzplätze. Und die Luft war zum Schneiden. Ich bekam unverzüglich Hitzewallungen. Aber gut – drei Käffer weiter ist eh umsteigen angesagt. Und dann sollte es in einem durch gehen. Doch daraus wurde natürlich nichts. Wegen irgendwelchen „Problemen an den Gleisen“ kam der Anschluss nicht. Stattdessen durften wir mit dem Bus weiterfahren. Zusammen mit 150 anderen Leuten! 1 Stunde lang! Normalerweise wären wir dann schon längst am Ziel gewesen, aber der Bus setzte uns auf halber Strecke ab und dann sollte es wieder mit dem Zug weitergehen. Wir studierten die Fahrpläne und wollten uns gerade wieder in Bewegung setzen, als meiner Freundin auffiel, dass sie ihren Schal verloren hatte. Wir liefen zurück, grasten alles ab, aber der Schal war vermutlich schon längst mit dem Bus weitergefahren. Also machten wir uns wieder auf zum Gleis, nur um dann festzustellen, dass der Zug den wir hätten nehmen müssen gar nicht erst fuhr. Erneutes umdisponieren war angesagt. So fuhren wir nach einiger Wartezeit zunächst bis Duisburg, um von dort dann endlich nach Essen kommen. Nach drei nervenaufreibenden Stunden kamen wir endlich an unser Ziel!

Jetzt erst mal etwas essen! Das nächstbeste Lokal war natürlich nicht das Beste. Wir orderten beide eine Cola, eine Vorspeise und eine Tomatensuppe. Die Suppe kam zuerst, dann die Vorspeise. Die Getränke zuletzt. Eigenwillige Reihenfolge! Ob’s geschmeckt hat? Der Hunger treibt’s rein! Die Krönung kam aber noch: das obligatorische Haar in der Suppe! Meine Freundin schüttelte sich! Ich konnte mir das Lachen nicht verkneifen! Selbstverständlich hat sie eine neue Suppe bekommen. Und siehe da: sie war dieses Mal sogar gewürzt!
Bevor wir die Lokalität wieder verließen, fragten wir die Kellnerin noch nach dem Weg. Wir hatten Karten für das GOP- Varieté, jedoch keinen Plan wo sich dieses befindet. Da wir beide jedoch ein Gedächtnis wie ein Sieb haben, war die Hälfte der Wegbeschreibung schon wieder vergessen, bevor wir auch nur einen Fuß aus dem Restaurant gesetzt hatten. Die grobe Richtung stimmte, aber irgendwann kamen wir nicht mehr weiter. Da entdeckten wir auf dem Weihnachtsmarkt einen Stand vom GOP! Perfekt! Erneut nach dem Weg gefragt, mit folgender Antwort: „Es ist nicht mehr weit! Gehen Sie 100 Meter die Straße runter, dann links abbiegen und nach 10 Metern ist es dann schon auf der linken Seite!“ Äh, ja! Genau das haben wir gemacht. Aber weit und breit kein Theater! Die richtige Antwort wäre gewesen: „Gehen Sie 50 Meter die Straße runter, biegen dann links ab, nach 30 Metern rechts abbiegen und nach 300 Metern befindet es sich dann auf der rechten Seite!“ Ein netter älterer Herr war unser Held des Tages, denn er war scheinbar der einzige, der sich wirklich gut auskannte.

Tja, jetzt hatten wir noch 1 Stunde Zeit bis zum Einlass. Sind dann schnell nochmal über den Weihnachtsmarkt gehechtet, bis wir plötzlich in einem riesigen Menschenauflauf stecken geblieben sind. Da gerieten wir schon in Panik, weil wir befürchteten, unsere Vorstellung zu verpassen. Aber schließlich schafften wir es doch noch rechtzeitig. Wir saßen dann an unserem Tisch und atmeten erst mal tief durch. Dann bestellen wir uns Cocktails und eine Käseplatte, bei unserem überaus lustigen Kellner Matthias. Bei ihm konnte man sogar Therapiestunden und eine Flasche Kaffee bekommen. Sehr amüsant! Wir hatten es uns dann gerade so richtig gemütlich gemacht an unserem 4er-Tisch, da fiel meiner Freundin auf, dass wir auf den falschen Plätzen sitzen. Sie war sich 100%ig sicher die vorderen Plätze gebucht zu haben, doch unsere Tickets und die Sitzordnung behaupteten etwas anderes. Und es dauerte auch nicht lange, bis die rechtmäßigen Besitzer der vorderen Plätze wie aus dem Nichts auftauchten. Wir verkrümelten uns also schnell. Was für Verwirrung beim Kellner sorgte. Er schaffte es dennoch uns zu orten, um uns die überaus leckeren Cocktails und die ebenso schmackhafte Käseplatte zu servieren! (Achtung: Ironie!)
Als die Show anfing, hatte der Cocktail mich bereits ins Delirium befördert und ich erlebte die ersten Showacts nur in Trance. Weil Käse bekanntlich den Magen schließt, versuchte ich zu retten, was zu retten war. Hat auch nicht geholfen. Schmeckte ekelig. Zumindest das Meiste von dem was auf dem Teller so rum lag. Ganz besonders zu erwähnen ist die „Auswahl diverser Brotsorten“ (genau so stand es in der Karte), die zum Käse gereicht wurde. Wer bitte sollte diese „Massen“ essen?

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So wurden letztendlich die Hälfte vom Käse, sowie die Cocktails verschmäht. Aber die Show war wirklich schön und sehr kurzweilig. Würde ich mir auf jeden Fall ein weiteres Mal ansehen. Aber nur, wenn der „Pöbeltisch“ nicht wieder da ist. Ein Haufen (eher unreifer als) reifer Herrschaften, die sich über die Show, sowie über den Service lauthals beschwerten. Den ganzen Abend! Ich hätte sie rausgeschmissen! Unverschämtes Volk! Die hatten wohl zu viel Glühwein in der Birne! Aber leider durften sie bleiben. Na ja, was soll’s!? Es nervte zwar, passte aber auch zum Rest des Tages.

Die Show ging viel zu schnell vorbei, fast genau so lang mussten wir an der Garderobe anstehen, um unsere Jacken zu holen. Das bedeutete, wir würden unseren Zug verpassen. War ja klar. Also schlenderten wir noch eine Runde über den Weihnachtsmarkt. Als wir später zum Bahnhof gingen erfuhren wir, dass unser Zug immer noch nicht durchfahren würde. Uns wurde jedoch glücklicherweise eine andere Route empfohlen. Die ging über Düsseldorf, dort mussten wir dann umsteigen. Von Gleis 16 auf Gleis 4 in nur 2 Minuten. Und es waren noch riesige Menschenmassen unterwegs. Wir rannten wie die Irren im Slalom durch die Leute und schafften es gerade so in den Zug. Kaum waren wir drin, setzte dieser sich auch schon in Bewegung. Ich brauchte ca. 10 Minuten – dann war die Schnappatmung überstanden. Entspannung war trotzdem noch nicht angesagt. Denn in der Bahn war High Life angesagt. Eine Horde singender Holländer! Nichts gegen unsere Nachbarn – das hättet Ihr uns jedoch ruhig ersparen können…

Aber eigentlich rundete das diesen Tag voller Pleiten, Pech und Pannen doch auch irgendwie ab! Und je mehr schief lief, desto mehr hatten wir letztendlich auch zu lachen! Alles chaotisch – so wie wir!

In aller Freundschaft

Echte Freunde gehören zu den wichtigsten Dingen, die man braucht um glücklich zu sein. Wer etwas anderes behauptet hat unrecht. Doch oft ist es so, dass Freundschaften in unserer schnelllebigen Zeit viel zu kurz kommen.

So passiert es leider auch mir…

Meine Freundin hat neulich gesagt, dass wir uns viel zu selten sehen und dass wir fast gar nichts mehr voneinander mitbekommen. Sie hat Recht – und es nervt mich. Denn eigentlich will ich das gar nicht. Und sie ist nicht die einzige, die zu kurz kommt. Man möchte am Leben seiner Freunde teilhaben und umgekehrt ist es genauso. Und trotzdem fehlt uns allen oft einfach die Zeit.

Wenn Du Mutter wirst, wandelt sich Dein Leben um 180º! So ist das nun mal, auch wenn man das anfangs nicht wahrhaben will. In den ersten Wochen und Monaten dreht sich sowieso alles um das Baby, und selbst wenn es dann wieder einfacher wird, bleibt dennoch vieles auf der Strecke. Herr Sohn ist nun mal der King und will volle Aufmerksamkeit. Und die bekommt er auch, weil er sie braucht.


„Mütter brauchen Freundinnen“

Das habe ich neulich gelesen. Und es stimmt. Als Mama brauchst Du Kontakt mit „Gleichgesinnten“, oder eher gesagt mit anderen Müttern, die Kinder im gleichen Alter haben wie Du – denn sie haben die gleichen Sorgen und Probleme, den gleichen Stress, aber natürlich auch die gleichen Freuden. Es ist wichtig, dass man jemanden hat mit dem man sich austauschen kann, weil es ihm gerade genauso ergeht wie Dir. (Und ehrlich gesagt: es ist auch am einfachsten, sich mit jemandem zu treffen, dessen Wohnung kindersicher ist, wo ein Haufen Spielzeug herumliegt und wo die Fußböden auch ruhig mal klebrig sein können.) Und ich freue mich, dass ich einige liebe Menschen mit ihren wundervollen Kindern habe kennenlernen dürfen. Für die Kleinen ist es toll, und meines Erachtens auch enorm wichtig, dass sie Kontakt mit Gleichaltrigen haben. Darum verbringe ich meine Zeit häufig mit anderen Müttern und ihren Kindern.


Echte Freunde kann nichts trennen

Oft ist meine Woche komplett durchgeplant. Aber so geht es nicht nur mir. Die Tochter meiner Freundin ist jetzt 5 Jahre alt. Die süße Motte möchte sich natürlich gerne mit ihren Freundinnen treffen (obwohl sie schon ein bisschen verliebt in meinen Sohn ist) und auch sonst ist der Terminplan meiner Freundin immer recht voll. Bei meinen anderen Freundinnen sieht es ähnlich aus. Jeder hat nun mal neben Arbeit und Familie einen Haufen um die Ohren und manchmal ist man dann auch einfach nur froh, wenn man mal ein bisschen Luft hat. Das ist verständlich.

Und trotzdem habe ich oft ein schlechtes Gewissen, weil ich viel zu wenig Zeit für meine Mädels habe. Weil ich manchmal gar nicht weiß, wie es ihnen (wirklich) geht; welche Sorgen und Probleme sie gerade haben, weil man zwischen Tür und Angel nicht darüber spricht. Weil man leider nicht immer zwischen den Zeilen einer eMail oder einer Textnachricht lesen kann, auch wenn ich mich bemühe.

Doch, Ihr Lieben, eines solltet Ihr wissen: egal wie viel ich auch um die Ohren habe, ich denke sehr oft an Euch und ich trage Euch immer in meinem Herzen. Und auch, wenn wir nicht mehr so viel Zeit füreinander haben, wie es früher mal war, könnt Ihr Euch sicher sein, dass Ihr trotzdem zu jeder Tages- und Nachtzeit zu mir kommen könnt, wenn Ihr mich braucht! Denn echte Freunde kann nun mal nichts trennen – und es kommen auch wieder andere Zeiten, dessen bin ich mir sicher. Wenn wir irgendwann alt und grau sind, wird es sehr viele Dinge geben, an die wir gemeinsam zurückdenken können, denn mit jeder von Euch habe ich eine Menge erlebt – und es wird noch einiges dazu kommen!

Um es mit den Worten einer meiner Lieblingsbands zu sagen:

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Das hier ist für Euch!

Für diejenige, mit der ich die Schulbank gedrückt habe, obwohl sie Hundekacke unter den Schuhen kleben hatte – weil wir auch sonst durch Dick und Dünn gehen.

Für diejenige, die ich vermisse, weil sie am anderen Ende der Welt wohnt.

Für diejenige, bei der ich wirklich kein Blatt vor den Mund nehmen muss und wir immer so viel zu lachen haben.

Für diejenige, mit der ich nicht nur als Teenager Pferde stehlen konnte.

Für diejenige, die mich schon mein ganzes Leben lang begleitet.

Für diejenige, die ein wirklich schweres Päckchen zu tragen hat, was mir unendlich weh tut. Du bist die tapferste Frau, die ich kenne!

Ihr alle seid schon seit vielen Jahren Teil meines Lebens und so wird es auch immer bleiben, das verspreche ich Euch!

IHR SEID DIE BESTEN!