Kann man eine Geburt planen?

Daran scheiden sich sicherlich die Geister. Ich persönlich denke, die Antwort lautet „Nein„.

Es sei denn, man legt tatsächlich einen Termin für einen Wunschkaiserschnitt fest. Und selbst dann weiß man nicht genau, ob sich das Baby nicht doch noch entscheidet, früher auf die Welt zu kommen.

Die Geburt meines Sohnes verlief nicht besonders schön. Einen Tag vor dem errechneten Termin hatte ich in den frühen Morgenstunden einen Blasensprung. Bis dahin war alles in Ordnung. Ich war sehr entspannt, nahm noch ein Bad und dann machten wir uns auf den Weg in die Geburtsklinik. Es gab noch keine richtige Wehentätigkeit. Das fing erst am frühen Nachmittag an, doch weil der Muttermund sich nicht öffnete, wurde dann eine Einleitung durchgeführt.

Stillstand. Die Wehen wirkten sich nicht auf den Muttermund aus. So wurde am nächsten Tag erneut eingeleitet und dennoch tat sich nichts. Schmerzmittel gab es kaum; das bisschen, was ich bekam, half mir nicht im Geringsten. Erneut verging eine Nacht mit wenig Schlaf und vielen Schmerzen.

Am nächsten Morgen war davon die Rede, einen Kaiserschnitt durchzuführen, da sich die Werte zwischenzeitlich verschlechtert hatten. Ich war dafür.

Eine erneute Untersuchung ließ die Ärzte jedoch zu dem Schluß kommen, dass ein Wehentopf jetzt die richtige Wahl wäre. Da ich mit meinen Kräften schon längst am Ende war, bat ich um eine PDA. Und das war auch gut so. Denn so bekam ich endlich die Gelegenheit, ein wenig zu verschnaufen.

Doch trotz des Wehentropfs zog sich alles noch um mehrere Stunden hin.

Wieder wurde ein Kaiserschnitt in Erwägung gezogen, doch die Entscheidung der Ärzte fiel letztlich wieder dagegen. Als unter Geburt die PDA weggenommen wurde, sah ich mich außer Stande die Situation zu meistern.

Ich weiß nicht mehr wie, aber ich schaffte es dennoch. Doch selbst der Moment, als ich meinen kleinen, bezaubernden Sohn zum ersten Mal in den Armen hielt, ließ mich nicht vergessen, was in den vergangenen drei Tagen passiert war.

Dieser Augenblick war nicht magisch – so wie ich es mir erhofft habe und wie alle anderen es immer erzählen. Ich war glücklich, dass er jetzt endlich da war, aber vor allem war ich froh, dass ich diese „Tortour“ endlich hinter mich gebracht habe.

Das war die Kurzfassung. Denn die Erinnerung an die Geburt gehört nicht zu meinen Lieblingsthemen. Das war lange Zeit so. Die Erlebnisse rannten mir hinterher. Wochenlang. Monatelang. Bis ich versuchte, es einfach zu verdrängen.

Nicht darüber reden, nicht darüber nachdenken…

Doch das war offensichtlich ein Fehler. Ich hätte besser mit jemandem drüber reden sollen.

Denn so gut es irgendwann mit dem Verdrängen klappte, so schlagartig erfassten mich meine Ängste wieder, als ich erneut schwanger wurde. Wird es wieder genauso werden? Sollte ich besser gleich einen Kaiserschnitt durchführen lassen?

Ich sprach mit meiner Hebamme darüber. Sie war der Auffassung, dass ein Vorgespräch in der Geburtsklinik mir über meine Bedenken hinweghelfen könnte.

Meine Ärztin war allerdings der Meinung, dass mich das nicht weiterbringen würde – eine Gesprächstherapie wäre die bessere Wahl gewesen. Zu dem Zeitpunkt jedoch war es dafür bereits zu spät.

Die Geburtsplanung

In der 34. Woche hatte ich daher einen Termin zum Geburtsplanungsgespräch im Krankenhaus. Ich sprach mit der Oberärztin über meine Sorgen und Bedenken und über den Wunsch, dass ich – sollte es wieder so sein, dass der Muttermund sich nicht öffnet – keine Einleitung möchte, sondern mir in dem Moment die Option auf einen Kaiserschnitt offen steht.

Sie erklärte mir, dass die zweite Geburt zu 90 % wesentlich einfacher verläuft als die erste und versuchte mich von meinen „Wünschen“ abzubringen – mit den Kaiserschnitt also auszureden. Sie sagte, ich solle versuchen, mich zu entspannen, denn das macht die Sache nur schwerer.

Bei der dortigen Untersuchung stellt sich dann heraus, dass die kleine Bauchbewohnerin sich wieder gedreht hat und ich Beckenendlage liegt. Das würde die Situation komplett verändern, sollte es so bleiben. In dem Fall sollte ich mich in der 37. Schwangerschaftswoche erneut dort melden.

Doch was tun bei Beckenendlage?

Das Krankenhaus entbindet auch spontan, wenn das Kind falsch herum liegt. Sie haben Erfahrung mit solchen Geburten. Das macht die Geburt natürlich komplizierter und langwiehriger. Keine schöne Vorstellung.

Meine Hebamme riet mir, in dem Fall eine äußere Wendung durchführen zu lassen. Dies passiert im Krankenhaus (jedoch nur mit OP-Bereitschaft, falls etwas schief gehen sollte). Dennoch sollte ich diese Option in Betracht ziehen, denn es wäre besser als eine Geburt aus Beckenendlage.

Als meine Ärztin davon hörte, schlug sie gleich die Hände über dem Kopf zusammen und riet mir unbedingt davon ab. Denn: durch die äußere Manipulation könnte es passieren, dass sich das Baby die Nabelschnur um den Hals wickelt und dann würde ich sofort eine Vollnarkose bekommen und in den OP geschoben werden. Und das wäre sicherlich noch traumatischer und würde meine Gefühlswelt nur noch mehr ins Wanken bringen. Für sie wäre dann nur ein geplanter Kaiserschnitt die richtige Wahl.

Drei Stühle, drei Meinungen. Und ich mittendrin.

Ratlosigkeit und Bangen

Ich machte mir nun ernsthafte Gedanken, welche Wahl ich treffen würde, wenn sich herausstellt, dass die junge Dame sich noch nicht in die richtige Position gelegt hat. Platz hatte sie immer noch und ich spürte immer sehr viel Bewegung in meinem Bauch. Sicherlich war da auch die ein oder andere Drehung mit dabei. So fühlte es sich auf jeden Fall an und jeden Tag fühlten sich die Bewegungen anders an.

Die 37. Schwangerschaftswoche – Erleichterung

Da sind wir heute. Es stand wieder ein Vorsorgertermin an. DER Vorsorgetermin – der darüber entscheiden sollte, wie es weiter geht. Und ich wurde entgegen meines Gefühls beruhigt, denn sie liegt wieder richtig herum. Und die Wahrscheinlichkeit, dass sich das noch mal ändert, wird zunehmend geringer. Denn der Platz wird immer weniger.

Ich bin froh, dass mir eine Entscheidung somit erspart bleibt. Vorerst.

Aber ich gehe einfach mal davon aus, dass jetzt alles so bleibt, wie es ist, auch wenn sie noch nicht fest im Becken sitzt.

Dennoch bleibt die Frage, wie die Geburt nun tatsächlich verlaufen wird. Ich versuche mich so gut es geht zu entspannen.

Im Krankenhaus wurde mir zugesichert, dass eine spontane Geburt nicht mehr auf Biegen und Brechen erzwungen wird, so wie beim letzten Mal. Ein kleiner Lichtblick.

Trotz des Gesprächs habe ich alle meine Wünsche für die bevorstehende Geburt noch einmal zu Papier gebracht und einen Geburtsplan verfasst.

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Das habe ich damals auch schon bei meinem Sohn gemacht, jedoch habe ich ihn nicht im Krankenhaus abgegeben, weil ich mir irgendwie blöd dabei vorkam. Dumm, nicht wahr?! Ja, genau. Deswegen habe ich mir vorgenommen, dieses Mal den Mund aufzumachen, sollte etwas nicht so laufen, wie ich mir das vorgestellt habe. Dann kann man wenigstens darüber reden und vielleicht eine Lösung finden. Sprechenden Menschen kann geholfen werden.

Was ich also nun tun soll?

Versuchen zu entspannen, meine Ängste zu besiegen und mich auf die Geburt besser einlassen. Und reden, wenn mir etwas nicht passt, oder wenn es mir zu viel wird. Nur nichts mehr stillschweigend hinnehmen.

Dann wird sicher alles gut laufen.

37. Schwangerschaftswoche
37. Schwangerschaftswoche

Liebster Award – die Dritte!

Martina von Zweimausmama hat mich zum Liebster-Award nominiert. Vielen lieben Dank dafür!

Worum es hierbei geht? Blogs bekannter zu machen und einiges über den jeweiligen Blogger zu erfahren.


Martina hat mir 11 Fragen gestellt und hier sind meine Antworten:

Wie bist Du auf deinen Blognamen gekommen?

Das war einfach so eine innere Eingebung. Eigentlich war sogar erst der Name da, bevor ich tatsächlich auf die Idee kam, überhaupt einen Blog zu schreiben.

Wie oft in der Woche bloggst Du?

Das ist schwer zu sagen. Anfangs war es so drei, vier Mal pro Woche. Da hat mein Sohn aber immer noch Mittagsschlaf gemacht. Das ist jedoch seit Anfang des Jahres leider vorbei und so nutze ich die seltenen Zeitfenster, wenn Oma den wilden Feger zu einem Spaziergang abholt oder auch abends, wenn Papa Bandprobe hat. Ich bin aber bemüht, es zwei Mal in der Woche zu schaffen (klappt aber nicht immer!).

Welche Themen sind dir besonders wichtig? 

Das sind in der Regel immer Herzensangelegenheiten. Über die Familie, Freunde, die Dinge die wirklich wichtig sind im Leben. Und die Themen, die mir dabei helfen, mir den Alltagsfrust von der Seele zu schreiben.

In welchen Netztwerken bist du zu finden (FB, Instagram,…)

Mich findet man nur auf Facebook. Noch mehr würde einfach viel zu viel Zeit rauben. Zeit, die ich doch lieber in die Familie investiere.

Wieviel Zeit investierst du pro Woche etwa in deinen Blog?

Puh, ich glaube diese Frage kann ich tatsächlich nicht gezielt beantworten. Weil es auch immer unterschiedlich ist. Aber da kommen schon ein paar Stündchen zusammen.

Gibt es Themen über die Du NIEMALS schreiben würdest?

Politik. Das langweilt mich zum Beispiel total und damit hab ich überhaupt nichts an der Mütze. Und Sport. Ich würde höchstens darüber schreiben, dass ich mich davor mal wieder erfolgreich gedrückt habe. (Das kann ich gut!)

Warst Du schon mal auf einem Bloggertreffen?

Kurz und knapp: Nein.

Was machst Du in deiner Freizeit am liebsten?

Natürlich verbringe ich die Zeit am liebsten mit meiner Familie. Aber wenn ich mal eine Auszeit nur für mich habe, dann treffe ich mich zum ausgiebigen Plaudern mit einer Freundin oder ich singe. Das kommt leider viel zu kurz in letzter Zeit. Eigentlich lese ich auch total gern, aber auch das ist Opfer des Zeitmangels geworden.

Wie alt sind deine Kinder?

Mein Sohn ist jetzt 2 Jahre und 3 Monate alt. Und im September kommt dann noch unser Mädchen.

Wann schreibst Du deine Beiträge meistens?

Meistens Abends. Oder zwischen Tür und Angel immer mal fetzenweise.

Wie kommst Du auf die Themen, über die Du bloggst? Richtest Du dich nach dem aktuellen “Hype” auf anderen Blogs oder schreibst Du einfach über das was dich gerade bewegt?

Mit dem Hype gehe ich eigentlich nie wirklich. Es sei denn da ist gerade etwas, das mich berührt. Denn in der Regel sprudeln nur Dinge aus mir heraus, die mich gerade bewegen. Und das sind dann eher selten Themen, die gerade die halbe Welt beschäftigen.


So, jetzt bin ich an der Reihe jemanden zu nominieren!

And the Oscar goes to:

Hanna von Rubbelbatz

Xeniana von Familienbande

Chrissy von Sonnenshyn

Verena von MamaWahnsinnHochDrei

Katharina von M.O.M.M.


Hier sind die Spielregeln:

  1. Danke der Person, die dich für den Liebster Award nominiert hat und verlinke ihren Blog in deinem Artikel.
  2. Beantworte die 11 Fragen, die dir der Blogger, der dich nominiert hat, stellt.
  3. Nominiere 5 bis 11 weitere Blogger für den Liebster Award, die bisher weniger als 1000 Follower haben.
  4. Stelle eine neue Liste mit 11 Fragen für deine nominierten Blogger zusammen.
  5. Schreibe diese Regeln in deinen Liebster Award-Blog-Artikel.
  6. Informiere deine nominierten Blogger über den Blog-Artikel.

Und das sind meine Fragen an Euch:

  1. Warum hast Du mit dem Bloggen angefangen, bzw. wie kamst Du auf die Idee?
  2. Wie hat Dich das Mama-Dasein verändert?
  3. Was machst Du am liebsten, wenn Du Zeit nur für Dich hast?
  4. Urlaub mit Kindern ist…entspannend oder eher turbulent?
  5. Was ist Dein Lieblingsoutfit?
  6. Welchen Beruf übst Du aus/hast Du ausgeübt und war das ein Traumjob oder doch die falsche Berufswahl?
  7. Was ist Dein Lieblingsbuch?
  8. Stadtbummel oder Online-Shopping?
  9. Denkst Du, dass Du Deinen Blog auch in 10 Jahren noch betreibst?
  10. Über welche Themen schreibst Du am liebsten? Was erwartet Deine Leser?
  11. Wohin möchtest Du unbedingt einmal verreisen?

So Ihr Lieben, jetzt seid Ihr an der Reihe. Viel Spaß! Ich freue mich schon auf Eure Antworten!

Ein Mädchentraum – klein, aber fein!

Endlich ist es fertig: Das Kinderzimmer für unser kleines Mädchen!

Zugegeben, es ist mit gerade mal etwas über 8 qm schon ziemlich klein, aber dafür habe ich mir ganz besonders viel Mühe gegeben. Für die ersten Jahre wird es wohl reichen, die meiste Zeit wird eh unten gespielt.

Am Anfang stand nur die Tapete

Als ich sie sah, war mir sofort klar, dass diese die Wände schmücken wird, sollten wir ein Mädchen bekommen.

ESPRIT Kids 3 Tapete
ESPRIT Kids 3 Tapete

So soll es sein! Und danach wurde dann das restliche Raumkonzept erschaffen.

Passende Möbel von der Mäusbacher Möbelfabrik waren schnell gefunden.

Ein Kleiderschrank mit viel Stauraum
Ein Kleiderschrank mit viel Stauraum
Der Platz zum Kuscheln und Träumen
Der Platz zum Kuscheln und Träumen
Der Wickelplatz, mit allem was man braucht
Der Wickelplatz, mit allem was man braucht
Ein wenig Stauraum für Bücher und Spielsachen
Ein wenig Stauraum für Bücher und Spielsachen

Und weil’s so schön ist, eine tolle Spielzeugkiste und eine Ecke zum Kuscheln und Toben.

Sitzgelegenheit und Spielzeugkiste zugleich: der Sitzwürfel
Sitzgelegenheit und Spielzeugkiste zugleich: der Sitzwürfel „Blumenkranz“ von Haba
Eine kleine Kuschelecke mit der Kuschelblume von Haba
Eine kleine Kuschelecke mit der Kuschelblume von Haba

Gemütlich, nicht wahr?!

Detailverliebt

Ich bin ja so ein kleiner Monk. Alles muss zusammenpassen. So findet man nicht nur auf der Tapete niedliche kleine Eulen…

Auch die Wickelauflage von Zöllner hat Eulen drauf
Auch die Wickelauflage von Zöllner hat Eulen drauf
Die Haba- Wanduhr
Die Haba- Wanduhr „Waldeule“
Passende Kuscheldecke - ein Geschenk von meiner Mama
Passende Kuscheldecke – ein Geschenk von meiner Mama
Noch ein paar kauzige Gesellen!
Noch ein paar kauzige Gesellen!

Und noch ein klein bisschen Schnick-Schnack…

Nici-Sweetheart... Darin war ich gleich verliebt!
Nici-Sweetheart… Darin war ich gleich verliebt!
Zu süß!
Zu süß!
Und noch ein komischer Vogel!
Und noch ein komischer Vogel!

Ich denke, die junge Dame wird sich in ihrem kleinen Reich sehr wohl fühlen.

Was meint Ihr?

Ein Besuch im Wildpark Gangelt – für kleine Abenteurer

Ihr wisst nicht, was Ihr am Wochenende mit den Kindern unternehmen sollt? Ein kleiner Tipp von uns, weil es so toll war: Ein wunderschönes Ausflugsziel ist ein Wildpark. Bestimmt gibt es auch in Eurer Nähe einen.

Wir waren letzte Woche in Gangelt. Zugegeben, eine kleine Weltreise für uns, weil die Fahrt nur über die Dörfer ging. Aber es hat sich gelohnt.Weiterlesen »

Es geht vorbei #MeinBriefAnMich

Mein liebes Ich aus 2013,

Du liegst gerade im Kreißsaal und denkst, Du kannst nicht mehr. Du hast keine Kraft mehr. Obwohl Du vorher so entspannt warst und ohne Ängste in die Geburt gegangen bist. Aber nach drei Tagen mit Wehen, mit drei Einleitungen und allen möglichen Versuchen, die Geburt Deines ersten Kindes zu beschleunigen, mit Schmerzen, die fast nicht mehr zu ertragen sind, weil Du mit Deinen Kräften einfach am Ende bist, ist es nur verständlich. Aber glaube mir – Du schaffst es! Halte noch ein wenig durch!

Bald wirst Du Deinen Sohn zum ersten Mal im Arm halten und ihn bewundern können. Auch wenn Du Dich am liebsten nur noch ausruhen möchtest nach all den Strapazen, Du wirst ihn halten, weil er schreit, denn er braucht Dich. Auch wenn Du erschöpft bist. Aber es geht vorbei.

Nach ein paar Tagen werdet Ihr zu dritt das Krankenhaus verlassen. Erst dann kommt die schwierigste Zeit. Dein Sohn wird weinen, schreien – panisch, hysterisch. Den ganzen Tag, die ganze Nacht. Tagaus, tagein. Wochenlang. Monate lang. Und Du wirst völlig ratlos und hilflos sein. Irgendwann kommst Du an den Punkt, an dem Dir selbst auch nur noch zum Weinen zumute ist. Das ist okay. Lass es raus!

Aber zweifle nicht daran, ob Du eine gute Mutter bist. Du wirst Dein Bestes tun für Dein Kind, auch wenn Du immer wieder an Deine Grenzen kommen wirst. Aber Dein wundervoller Mann ist an Deiner Seite und stärkt Dir den Rücken. Er entlastet Dich so gut er kann. Ohne ihn würdest Du es nicht schaffen.

Und umgekehrt wird es genauso sein. Du wirst mit dem schreienden kleinen Bündel unzählige Nächte im Wohnzimmer verbringen, Dein Kind tragen und halten, während Du Runde für Runde durch den Raum wandelst, Kilometer um Kilometer, nur damit er schläft. Und damit Papa auch seinen Schlaf findet. Du wirst erschöpft auf’s Sofa sinken und Dich nicht trauen, Dich zu bewegen, weil Du Angst hast, Dein Baby wieder aufzuwecken, wenn es endlich in den Schlaf gefunden hat. Du wirst ein Schatten Deiner selbst sein. Aber glaube mir – es geht vorbei.

Du wirst Dich über viele Leute ärgern. Über die, die Dir nicht glauben, was Ihr gerade durchmacht. Die sich nicht vorstellen können, dass ein so kleines Baby unentwegt schreit. Sie verstehen es nicht, weil sie so etwas nicht selbst erlebt haben.

Dann wirst Du immer wieder zu hören bekommen „Lass ihn doch einfach schreien!“ oder „Du kannst ihn doch nicht die ganze Zeit tragen. Du verhätschelst ihn viel zu sehr!“ Lass Dir nichts einreden. Du machst alles richtig!

Und glaube mir – es geht vorbei! Nach etwas mehr als drei Monaten wirst Du jemanden finden, der Deinem kleinen Schatz helfen kann. Und Du wirst unglaublich erleichtert sein. Trotzdem bleibt es noch schwierig. Aber noch ein paar Monate weiter wird es so viel besser sein. Du wirst merken, dass es immer einfacher wird, dass es ihm immer besser geht und Du wirst stolz sein, in welch rasendem Tempo er sich plötzlich entwickelt und alle anderen noch überholt.

Und mit nicht mal acht Monaten wird er durchschlafen. Dann wirst Du endlich wieder Deinen Akku ein wenig aufladen können. Es kommen glückliche Zeiten auf Euch zu!

Ja, es werden immer wieder schwierige Zeiten kommen. Dein Sohn ist lebenslustig, neugierig und fröhlich, wissbegierig und voller Bewegungsdrang, aber ebenso stark ausgeprägt ist sein Wille, seine Wut – übermannt von heftigen Gefühlen, die er nicht versteht. Er wird oft schreien und toben und Du wirst ratlos und überfordert sein. Noch kann ich es nicht genau sagen, aber ich bin mir ziemlich sicher: es geht vorbei. Versuch einfach durchzuhalten und nicht den Mut zu verlieren.

Denn in so vielen schönen und lustigen Momenten wirst Du sehr glücklich sein und Kraft tanken können.

Dennoch wirst Du weiterhin fest davon überzeugt sein, dass Du kein zweites Kind möchtest. Denn die Angst vor der Geburt ist noch da. Und die Angst davor, dass die ersten Monate wieder so schwer werden können. Aber glaube mir – es geht vorbei. Denn irgendwann wirst Du diese Gedanken einfach verdrängen und sie weit weg in irgendeine Schublade stecken, als wäre es nie passiert.

Ich wünschte ich könnte Dir sagen, dass das falsch ist. Verdrängen ist die falsche Lösung. Denn wenn Du zwei Jahre später Dein zweites Kind erwartest, kommen all diese Ängste wieder hoch. Doch der Wunsch nach einem Geschwisterchen für Deinen Sohn war so groß. Du wolltest nie wirklich, dass er alleine bleibt. Unterschwellig war der Gedanke immer da. Und kam irgendwann ans Tageslicht.

Mit dem Bauch wachsen die Ängste und Zweifel jedoch wieder. Zweifel, ob Du es schaffst zwei kleinen Kindern gerecht zu werden. Zweifel, ob Du genug Kraft hast. Zweifel, ob keiner von beiden zu kurz kommst und ob Du beiden all das geben kannst, was sie brauchen.

Aber es fühlte sich so richtig an. Und ich bin mir sicher, es ist richtig. Aber das kann ich Dir erst sagen, wenn ich Dir in ein, zwei Jahren wieder schreibe.

Sicher wird es in dieser Zeit nicht immer einfach sein. Aber ganz bestimmt werde ich Dir dann sagen können: „Es geht vorbei! Du machst alles richtig, auch wenn Du oft an Dir selbst zweifelst. Deine Kinder sind Dein größtes Glück, Euer größtes Glück und Du hast einen Mann, auf den Du Dich immer verlassen kannst – Dein ruhender Pol und der beste Vater, den Du Dir für Deine Kinder wünschen kannst. Ihr werdet als Familie eine wundervolle Reise erleben!“

Also, bleib stark und verzweifle nicht! Vergiss die schwierigen Zeiten und behalte all die unzähligen wundervollen Momente fest in Erinnerung! Die Zeit geht so schnell vorbei.

Deine Nadine (aus 2015)


Mit diesem Artikel nehme ich an der wundervollen Blogparade „Mein Brief an mich“ vom Hebammenblog teil. Danke, für diese tolle Idee!

Sie macht, was sie will – die 35. Schwangerschaftswoche

Unser Mädchen ist eine kleine Turnerin. Sie schlägt noch regelmäßig FlicFlacs in meinen Bauch, anstatt so liegen zu bleiben, wie sie sollte. Überhaupt ist sie ständig in Bewegung. Also, von mir hat sie das bestimmt nicht!

Ansonsten ist nach wie vor alles in bester Ordnung mit ihr. Sie ist nun ca. 48 cm groß und wiegt etwas über 2.600 Gramm. Mal sehen, wie viel sie noch wächst.

Mir selbst geht es mal gut, mal nicht so gut. Auf die heißen Tage könnte ich nach wie vor gut verzichten. Vor allem, weil ich inzwischen gut Wasser eingelagert habe. Meine Hände fühlen sich manchmal an, als würden sie platzen. Den Ehering habe ich schon länger abgelegt. Meine Fußgelenke gleichen den Stampfern eines Elefanten. Es gibt nicht mehr viele Schuhe, in die meine zarten Füße hineinpassen.

Auf der Waage macht sich das Ganze nun auch bemerkbar. So habe ich inzwischen 11 kg zugenommen.

Im Kinderzimmer steht inzwischen der Kleiderschrank und das Bettchen (welches mein Sohn am liebsten für sich beanspruchen möchte).

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Der Wickeltisch und die Regale fehlen noch, weil es uns immer irgendwie an Zeit mangelt. Aber ich hoffe, dass wir das dieses Wochenende endlich über die Bühne bringen. Und dann werde ich es Euch natürlich zeigen, wenn alles fertig ist.

Habt noch ein bisschen Geduld! Oder kommt zum Helfen vorbei!

Der Bauch isst mit! (Oder: Du bist, was Mama isst!)

Saure Gurken mit Sahne? Schinkenwurst mit Nutella? Oder noch absurder?

Es soll ja tatsächlich Frauen geben, die Lust auf „abartige“ Zusammenstellungen haben. Aber so jemand ist mir im wirklichen Leben noch nicht begegnet.

(Oder vielleicht doch? Eine Bekannte hat sage und schreibe 50 kg in ihrer 1. Schwangerschaft zugenommen. Ich habe mich jedoch nicht getraut zu fragen, was und vor allem wie viel sie verschlungen hat!)

Ich persönlich habe in der 1. Schwangerschaft massenweise Eis am Stiel verdrückt. Jeden Tag mindestens eins, oftmals zwei oder mehr. Lieblingssorte: Twister von Langnese!

Ansonsten waren eher herzhafte und salzige Sachen ganz oben auf meiner Favoriten-Liste.

Und jetzt? Geht es eher in die gesunde Richtung. Ich könnte jeden Tag Tomaten mit Patros verschlingen, und dazu eine Rio-Stange (weltbestes Baguette) mit Arla Kaergarden Kräuterbutter mit italienischen Kräutern.

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Zur Not tut es auch ein normales Baguette, denn die heiß geliebte Rio-Stange ist viel zu oft vergriffen. Die Kräuterbutter gibt es leider auch nicht mehr im Supermarkt meines Vertrauens. Wenn ich sie irgendwo entdecke, werden gleich mehrere Becher geordert.

Kinderriegel dürfen momentan auch nicht im Haus fehlen. Aber es darf auch gerne mal eine Tüte Chips sein. Kann ich sonst eigentlich ganz gut drauf verzichten.

Es heißt ja, dass die Kinder später das bevorzugen, was die Mutter viel in der Schwangerschaft gegessen hat. Was meinen Sohn und das Eis angeht, kann ich das nur bestätigen. Trifft das auf Eure Kinder auch zu?

Ich habe auch Euch gefragt, worauf Ihr unter keinen Umständen verzichten konntet.

Hier sind Eure Antworten:

Ma Lotta verschlang Brezeln und SpareRips. (Fleisch brauche ich gerade nicht so!)

Steffi hat horrende Summen für Wassermelonen ausgegeben. Außerdem stand Vanillepudding ganz hoch im Kurs. Aber niemals beides zusammen!

Marie brauchte zum Frühstück immer ein Glas „frisch gepressten“ O-Saft (Für mich auch ganz wichtig. Aber lieber Abends!). Außerdem Tomaten zum Brot. Und es gab jeden Tag grünen Salat oder Obstsalat. Eierstichsuppe war auch sehr beliebt. (Hört sich alles sehr gesund an! Brav!)

Kezia war süchtig nach zitronigen Sachen, vor allem nach Fanta Lemon.

Romina trank in der erten Schwangerschaft jeden Tag 3 Liter (!) Milch. Und jeden Morgen auf der Arbeit musste ein Fleischwurstbrötchen her (was sonst nie von Interesse war). In der zweiten Schwangerschaft hat sie sich beherrscht und nur noch 1 Liter Milch getrunken.

Victoria hatte morgens immer Heißhunger auf Obstsalat! (Mmmmhhh… Den würde ich auch nehmen!)

Nicole haben es die Mangos angetan. Sehr, sehr viele Mangos. (Ich find ja, die schmecken muffig. Kannste mich mit jagen!)

Tanja brauchte asiatisches Essen. (Aber die Lust darauf hat sie auch außerhalb der Schwangerschaften.)

Inga aß in der ersten Schwangerschaft sehr viel Eis (genau wie ich!) und aktuell steht Tomate/Mozarella täglich auf dem Speiseplan. Und Schoki! (Auch sehr ähnlich wie bei mir gerade.)

Kathrin hat jeden Tag zwei Magnum verdrückt! (Ich habe es immerhin nur bei Wassereis belassen!)

Daniela brauchte in der ersten Schwangerschaft mit ihrer Tochter unbedingt Schokoloade. Und sie bekam die eigenartige Lust auf Rosenkohl (könnte mir nie passieren!). In der zweiten Schwangerschaft mit ihrem Sohn musste Fleisch her! Fleisch!!! Gulasch! Was auch immer!

Martina vom Blog Zweimausmama hat in der zweiten Schwangerschaft Unmengen an Wurstslat (da könnte ich mich schütteln!) und Erfrischungsstäble mit Orange gegessen (da würden wir uns gut ergänzen – ich mag lieber Zitrone!).

Rubbelmama vom Blog Rubbelbatz phasenweise große Mengen von immer demselben Lebensmittel. Anfangs Kapern, dann haben es ihr Himbeeren angetan…

Ihr seht, das meiste ist gar nicht sonderlich absurd. Es muss halt oft immer nur das Eine sein!

Also ist an der Sache mit sauren Gurken und Sahne nichts dran! (Obwohl…mir ist mal zufällig eine Gurke in den Sahnetopf gefallen. Ich habe sie rausgefischt und gegessen. Schmeckt gar nicht mal so schlecht. Und das, obwohl ich zu dem Zeitpunkt nicht mal schwanger war!)

Wer noch andere Essensvorlieben auf Lager hat, immer her damit! Freue mich über weitere Kommentare!

„Die Zähne sind schuld“ oder „Here comes trouble“

Noch kann ich sagen „Die Zähne sind schuld“. Schuld an der Wut, die oft kein Ende findet. Die mich an meine Grenzen bringt. Die mich oft verzweifeln lässt.

Bestimmt hast Du Schmerzen und steigerst Dich deshalb so sehr in Deine Wut hinein. Alles was ich tun möchte, um Dich zu beruhigen, macht es nur noch schlimmer. Ich rede ruhig auf Dich ein, mache Vorschläge, um Dich auf andere Gedanken zu bringen. Du stampfst auf den Boden und schreist. Ich komme auf Dich zu, versuche Dich in den Arm zu nehmen, Dich zu streicheln, zu trösten. Du wirfst Dich hin, trampelst, brüllst, immer lauter, immer schriller. Ich frage Dich, ob Dir etwas weh tut und Du schreist immer nur „Nein, nein!“. Ich setze mich ein paar Meter von Dir entfernt hin und lasse Dich gewähren. Aber auch das lässt Dich nicht zur Ruhe kommen.

Ich bin ratlos. Was kann ich tun, um Dir zur helfen? Manchmal verstehe ich die Welt nicht mehr. Die Welt, die Du noch weniger verstehst.

Ich versuche ruhig zu bleiben. Oft gelingt es mir auch. Aber manchmal eben auch nicht.

Und dann werde ich auch laut. Und bereue es immer wieder. Bitte verzeih mir, mein Schatz! Manchmal bin ich mit meiner Kraft am Ende. Aber das soll keine Entschuldigung sein.

Manchmal fließen auch bei mir die Tränen. Erschöpft und hilflos. Und ich frage mich, was ich falsch mache. Dann kommst Du auf mich zu und sagst „Mama traurig!“. Du merkst, dass irgendetwas nicht stimmt und kuschelst Dich an mich. Und dann beruhigen wir uns beide.

So sind unsere Tage sehr oft in letzter Zeit. Und ich wünsche mir mein fröhliches, ausgelassenes Kind zurück.

Dann gibt es wieder Tage, an denen Du sehr an mir hängst, ständig meine Nähe suchst.

Jeder Tag ist anders.

Und an den schwierigen Tagen frage ich mich, ob es an mir liegt? Oder ob es nur eine Phase ist?

Oder quälen Dich wirklich die letzten beiden blöden Zähne so sehr, dass Du manchmal nicht weißt, wie Du Dich lassen sollst? Ich kann Dir sagen, das ist bald geschafft. Bald sind sie durch und alles ist wieder gut!

Und wenn nicht? Wenn ich die Schuld nicht mehr auf die Zähne schieben kann? Woher soll ich dann wissen, was Dich quält? Was Dir weh tut, was Dich stört, was Dir Angst macht?

Oder ist es doch das Baby? Die Tatsache, dass Mama nicht mehr so fit ist, wie sie mal war? Dass mein Bauch wächst und wächst? Die Vorahnung, dass sich noch mehr verändern wird, wenn Deine kleine Schwester bald da ist?

Davor habe ich auch Angst. Angst, dass einer von Euch zu kurz kommt. Aber ich verspreche Dir, ich werde mein Bestes geben. Für Euch beide. Auch wenn ich dabei immer wieder an meine Grenzen stoßen werde.

Sei nachsichtig mit mir, wenn mir nicht immer alles so gut gelingt.

Und auch ich versuche nachsichtig zu sein. Ruhiger. Gelassener. Um Dir noch mehr zu zeigen, wie sehr ich Dich liebe. Mein kleiner Trouble-Maker. ❤

Alles wird gut. Ganz bestimmt.

Unser buntes Wochenende (31.07. – 02.08.15)

Es hätte so schön werden können. War es ja eigentlich auch. Wenn der Sonntag nicht so wechselhaft gewesen wäre, zwischen Freude und Eskalation.

Aber erst mal von vorne.

Das Wochenende eingeläutet habe ich mit einem leckeren Abendessen mit meiner Freundin. Als ich oben im Bad war, um mich ein kleines bisschen für den Abend aufzuhübschen, hörte ich laute „Mama“-Rufe aus dem Garten. Herr Sohn wollte wohl nicht nur mit Papa Vorlieb nehmen und war der Meinung, ich sollte doch auch runter in den Garten kommen und „Nicht schminken, Mama!“ Aber ich musste mich nun mal fertig machen. Und wenn der Prophet nicht zum Berg kommt, dann muss der Berg halt zum Propheten kommen. Nur wenige Sekunden später wuselte der Zwerg also zwischen meinen Beinen herum.

Als meine Freundin dann aber da war, um mich abzuholen, ließ er mich anstandslos gehen. Wir gingen zu unserem „Stamm-Italiener“, wo wir damals (als wir noch jung waren) jeden Montag-Abend zusammen gegessen haben.

Das Wetter war schön, also saßen wir gemütlich im Biergarten, gleich neben dem Plätscher-Brunnen. Ein bisschen wie im Urlaub. Das Essen war sehr lecker. Es gab Bruschetta als Vorspeise und Pasta (in meinem Fall Lasagne) als Hauptgericht.

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Nur irgendwie lief das mit den Getränken nicht wirklich rund. Als die Teller von der Vorspeise abgeräumt wurden, bestellte ich eine Fanta. Nach mehrfacher Nachfrage bekam ich diese – nachdem ich die Lasagne bereits aufgegessen hatte. Toller Service, was? Aber wir waren nicht die einzigen, die darunter leiden mussten. Das Trinkgeld war demnach eigentlich nicht verdient, aber ich bin ja nicht herzlos.

Danach schlenderten wir ein wenig durch die Fußgängerzone, denn da war ein kleines Stadtfest mit ein paar Buden und (schlechter) Live-Musik. Dann machten wir – obwohl mehr als satt – einen Abstecher zur Eisdiele, pflanzten uns auf eine Bank und beobachten die Leute, die vorbei kamen. Als es dann doch zu kühl wurde, traten wir den Heimweg an.

Der Samstag begann mit Zeit zu zweit für meinen Mann und mich. Endlich mal wieder!

Zum 5. Hochzeitstag hatten wir von meiner Schwiegermutter einen Gutschein für ein Frühstück geschenkt bekommen. Als Dank dafür wurde sie gleich als Babysitter eingespannt. Das sogenannte „Schlemmerfrühstück“ machte seinem Namen alle Ehre. Nicht mal annähernd haben wir es aufessen können. Und trotzdem bestellte ich mir noch einen Joghurt mit Früchten. Der lachte mich so an. Und war so lecker. Und so groß. Viel zu viel…

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Danach rollten wir uns noch durch ein paar Geschäfte und erledigten unsere Einkäufe. Wieder zu Hause wuselte mein Mann im Kinderzimmer weiter. Ich kümmerte mich um die Wäscheberge.

Als Herr Sohn und Oma von ihrem Spaziergang zurück kamen, wurde das neue Planschbecken aufgepumpt und befüllt. (Das „alte“ hat gerade mal zwei Wochen gehalten.)

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Noch kurz Zeit für ein Bauchfoto aus der 34. Woche...
Noch kurz Zeit für ein Bauchfoto aus der 34. Woche…

Papa ist in der Zeit mit dem Kleiderschrank ein gutes Stück weiter gekommen.
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Gegen 18.00 ist wie immer Baden angesagt für Herrn Sohn. Das war auch dringend nötig, nach Planschbecken und Sandkasten.

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Danach musste er gleich mal schauen, was Papa so auf der „Baustelle“ gemacht hat.
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So friedvoll, wie dieser Tag zu Ende ging, so turbulent begann der nächste…

Herr Sohn wurde schon früh schreiend wach. Und so hielt sich das in den nächsten zwei Stunden fast ohne Unterbrechung dran. Eigentlich wollten wir weg, aber so war das unter keinen Umständen möglich. Doch irgendwann schlug die Laune plötzlich wieder um und wir waren kreativ.

Wir bauten eine Fabrik. Groß und bunt. Und alle verfügbaren Steine wurden darin verarbeitet.
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Ich war überrascht, denn die Duplo-Steine wurden schon seit einiger Zeit links liegen gelassen. Jetzt sind sie scheinbar wieder in.

Wir nutzten die gute Laune für einen Besuch auf dem Stadtfest aus. Die Jubelrufe unseres Sohnes wurden immer lauter, je näher wir dem Karussell kamen. Aber erst musste er warten, bis es anhält und er einsteigen kann.
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Und dann ging es los. Er war vor Freude kaum zu halten. (Er gibt sogar seinen Fahrchip schon selbst ab.)

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Nach drei Runden ging es erst mal weiter. Durch die Menge quetschen, einen Happen essen, dann noch ein Abstecher zum Spielplatz.

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Auf dem Rückweg durfte Herr Sohn noch mal aufs Karussell. Bis dahin alles super.

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Doch als die Fahrt vorbei war und wir weiter gehen wollten, ging das Geschrei los. Zur Ablenkung durfte er sich an einem Stand Spielzeugautos aussuchen. Er nahm drei Stück, nach langem Überlegen. Als wir Richtung Auto gingen, fing es wieder an. Er wollte doch lieber den roten Traktor, gegen den er sich noch zwei Minuten zuvor entschieden hatte. Und das hat er die nächsten mindestens 45 Minuten nicht vergessen und ließ seiner Wut freien Lauf. Alle Versuche, ihn zu beruhigen, scheiterten. Bis Papa ihn ins Bett legte, wo er kurze Zeit später tief und fest einschlief. So fest, dass es ihn nicht mal störte, dass Papa bei offener Türe weiter am Schrank hämmerte.

Ich hatte die dumme Befürchtung, dass sich wieder eine Mittelohrentzündung anbahnt, denn bisher war das immer der Fall, wenn er so extrem schreit und keinen Ausweg aus seiner Wut findet. Jede Frage, ob ihm etwas weh täte, verneinte er jedoch.

Kaum aufgewacht befand er sich schon wieder im gleichen Schreikreis. Der rote Traktor… Noch Karussell fahren…

Und irgendwann schlug die Stimmung wieder um und den Rest des Abends war er gut gelaunt und total aufgedreht. Und ans Schlafen war erst mal nicht zu denken. Woran durchaus der späte Mittagsschlaf schuld war. Erst nach halb 10 schlief er endlich ein und zum Glück hatten wir alle eine ruhige Nacht.

Den eigentlichen Plan, zum Kinderarzt zu fahren, habe ich (bis jetzt) verworfen, denn heute geht es dem kleinen Mann offensichtlich gut. (Erleichterung!)

Und im neuen Kleiderschrank der kleinen Schwester kann man sich übrigens wunderbar verstecken!

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Das war unser Wochenende. Und was habt Ihr so gemacht?