Es rappelt im Karton – Blogparade

Gute Vorsätze kann man sich eigentlich sparen, oder? Schließlich hält man sich eh nie daran. Zumindest wird es den meisten von Euch so gehen. Ebenso mir. Daher finde ich sie völlig überflüssig. Und trotzdem hat man eine gewisse Vorstellung davon, wie es in Zukunft so weitergehen soll.

Mel von MELDIPI hat zu EriK (Es rappelt im Karton) eingeladen: eine Blogparade darüber, wie man sich 2015 so vorstellt, welche Träume und Pläne man hat, oder meinetwegen auch über die klassischen „guten Vorsätze“, die man wie schon gesagt eh nie wirklich durchzieht.

Aber mit ein bisschen Ansporn und Motivation von außen, schafft man es vielleicht eher, seinen inneren Schweinehund zu überwinden oder seine Träume und Wünsche nicht aufzugeben. Für mich persönlich glaube ich dennoch, das vieles bereits jetzt zum Scheitern verurteilt ist.

Warum? Ich bin einfach zu bequem, um nicht zu sagen: ich bin faul! Ja, ich weiß, so wird das nie was! Deswegen nehme ich an dieser Blogparade teil, in der Hoffnung, dass es mir vielleicht doch etwas bringt. Feuert mich an!!!

Also, was soll sich gefälligst ändern? Und wovon träume ich?


ICH MÖCHTE KOCHEN!

Nicht vor Wut, sondern mit Liebe! Meine Küche bleibt oft kalt. Kochen gehört nicht zu meinen Lieblingsbeschäftigungen. Darunter leidet auch mein Sohn, denn er muss sich mindestens vier Mal in der Woche mit einem HIPP-Menü begnügen. Und ich habe gestern mal wieder festgestellt, dass das Zeug gar nicht mal so lecker schmeckt. Er nötigte mich nämlich dazu sein Mittagessen zu probieren, so nach dem Motto „Guck mal, was Du mir hier für ein Zeug unterjubeln willst“! Und da hatte ich wieder mal ein schlechtes Gewissen, weil er sowas zu sich nehmen muss. Und auch mir selbst würde es nur zugute kommen, wenn ich mich öfter hinter den Herd stelle und etwas Gesundes koche. Denn Fastfood ist bei uns zur Zeit SEHR beliebt. Das Zeug schmeckt einfach zu gut und ich habe ständig Lust drauf! Aber es ist so ungesund und so schlecht für die Figur! Daran muss ich dringend etwas ändern.


DIE HAUPTROLLE MUSS WEG!

Wo wir beim nächsten Punkt sind! Ich möchte endlich abnehmen, den Babybauch loswerden und mir die dummen Fragen ersparen, ob ich wieder schwanger bin. Und wieder eine normale Kleidergröße tragen. Mich wieder wohlfühlen in meiner Haut! Dazu gehört also gesünder essen, den Süßkram weglassen und BEWEGUNG! Ich hasse Sport, aber ohne geht es wohl offensichtlich nicht. Das musste ich dieses Jahr mal wieder feststellen. Also, ran an den Speck! 15 kg könnten nicht schaden, aber das ist total unrealistisch. Fangen wir mal mit 5 kg an und dann sehen wir weiter…


NOCHMAL MAMA WERDEN!

Ja, Ihr habt recht. Das passt nicht zum vorigen Punkt, denn das Abnehmen lohnt sich kaum, wenn ich danach wieder zunehmen werde! Aber alles, was ich vorher loswerde, muss ich später nicht bekämpfen. Und ich wünsche mir, dass mein Sohn ein Geschwisterchen bekommt. Auch wenn ich mich lange dagegen gewehrt habe, weil ich anfangs total überfordert war als Mutter, ließ mich der Gedanke nie los. Ich möchte nicht, dass mein Sohn allein bleibt, denn zu zweit ist es doch viel schöner! Die Welt zu erobern und es dann mit niemandem teilen zu können – das macht nur halb so viel Spaß! Darum hoffe ich, dass wir irgendwann im nächsten Jahr zu viert sind.


SINGEN, SO LAUT ICH KANN!

Das tue ich viel zu selten. Wenn man schon wenigstens ein bisschen Talent hat, dann sollte es nicht nur an Kinderliedern vergeudet werden, oder? Singen ist für mich wie Balsam für die Seele! Aber das kommt viel zu kurz, seit mein Sohn da ist. Die Band existiert nicht mehr und auch für mich allein singe ich kaum noch. Seit mehreren Monaten „übe“ ich immer nur halbherzig dasselbe Lied. Dabei habe ich noch andere Songs auf meiner Liste, die ich unbedingt mal aufnehmen möchte. Daher sollte ich einfach wieder damit anfangen und mein ganzes Herz hineinlegen. Denn nur so macht es Spaß! Dafür möchte ich mir also wieder mehr Zeit nehmen: um mein Leben zu singen!


DEN BESEN SCHWINGEN!

Der Haushalt ist mein größtes Manko. Ich hasse Hausarbeit. Ich finde immer wieder Ausreden, mich davor zu drücken. Im Moment ist mein Blog „schuld“ daran. Denn in der Zeit wo mein Sohn seinen Mittagsschlaf macht, habe ich sonst etwas im Haus getan. Jetzt schreibe ich. Aber das darf nicht länger der Grund sein, immer nur das Nötigste zu tun. Keine Angst, wir versinken nicht im Dreck und es ist auch eigentlich immer aufgeräumt. Nur reicht es nicht immer aus, mal schnell durchzusaugen und den Wischer in der Ecke stehen zu lassen. Und Feuchttücher sind keine Lösung für alles! Dazu greife ich ja gern! Was für eine Verschwendung! Und mach mal auf dem Glastisch einen Fleck mit ’nem Feuchttuch weg. Danach sieht der Tisch schlimmer aus als vorher! Ich muss mich zusammenreißen. Es muss ja nicht gleich in einen regelrechten Putzfimmel ausarten, aber ein bisschen mehr darf’s ruhig sein.


ENTSPANNTER SEIN UND COOL BLEIBEN!

Früher hatte ich immer die Ruhe weg, in so gut wie jeder Situation. Seit mein Sohn auf der Welt ist, hat sich das geändert. Mein Nervenkostüm ist dünner geworden. Und es gibt Momente, da bringt er mich mit Kleinigkeiten total auf die Palme. Das fängt schon an, wenn ich ihn zum Essen in seinen Hochstuhl setzen will und er sich mit Händen und Füßen wehrt. Anstatt ihn einfach zu lassen und es ein paar Minuten später zu versuchen, werde ich sauer und schimpfe. Wenn er dann endlich sitzt und brüllt wie am Spieß und sein Essen durch die Gegend wirft, ist es meistens ganz vorbei. Daher: tief durchatmen und cool bleiben! Denn ich möchte nicht schimpfen und auch nicht die Nerven verlieren. Egal in welcher Situation. Ich wünsche mir daher für die Zukunft mehr Gelassenheit!


ALLES UNTER EINEN HUT BRINGEN!

Wenn man Mutter ist, kommt vieles zu kurz. Unter anderem der Haushalt, Hobbys, Freundschaften, Zeit für sich selbst. Und das nur, weil man nicht möchte, dass sein Kind zu kurz kommt. Das soll auch so bleiben. Aber mit besserem Zeitmanagement bekommt man sicher mehr geregelt. Daher möchte ich versuchen, mir für gewisse Dinge feste Zeiten einzuräumen. Mal sehen, wie das klappt.


DIE SHOPPING-BREMSE ZIEHEN!

Ooooohhhhh ja…ein heikles Thema. Seit ich schwanger wurde befinde ich mich quasi andauernd im Shopping-Modus. Kinderkleidung und Spielsachen sind ja so toll! Davon kann man nicht genug haben. Fazit: wir haben eindeutig zu viel! Macht sich natürlich auch in der Kasse bemerkbar: da haben wir grundsätzlich zu wenig. Und ab April fällt dann unser Elterngeld weg. Das bedeutet für mich, dass ich mich nicht mehr so sehr meinem Kaufrausch hingeben darf. Das wird nicht leicht.


AB IN DEN SÜDEN!

Ich möchte weg, wenigstens eine Woche – und das bevor Herr Sohn zwei Jahre alt wird. Günstiger kommen wir nicht mehr in den Urlaub! Und ich brauche das ja total: ab und zu mal einen Tapetenwechsel. Ich muss nur noch meinen Mann davon überzeugen! 😉


INS MITTELALTER ABTAUCHEN!

Im Herbst kommt ein neues Buch meiner Lieblingsautorin Rebecca Gablé. Ich muss mir auf jeden Fall die Zeit dafür nehmen, dieses Buch zu verschlingen, denn ich freue mich so sehr darauf. Und zum Lesen finde ich auch kaum noch Zeit. Daher ist das ein absolutes Muss in diesem Jahr!


GERÄTEPAUSE!

Mir fällt immer wieder auf, dass wir viel zu oft Handy, Tablet oder ähnliches in der Hand haben. Manchmal vergeht ein ganzer Abend nur mit „daddeln“. Ich möchte mir vornehmen, mehr Zeit ohne diesen ganzen Kram zu verbringen. Denn das echte Leben findet nicht auf dem Handy statt.


MEHR ROMANTIK!

Zeit zu zweit – die haben wir nicht so oft. Ich möchte öfter mal wieder ausgehen: Essen, Kino, Therme… nur wir beide – mein Mann und ich! Solange wir es noch können. Denn sind wir irgendwann zu viert, wird das anfangs nicht wirklich möglich sein. Daher möchte ich die Zeit bis dahin auskosten, denn mit meinem Sohn klappt es schon super, wenn Oma zu uns nach Hause kommt und auf ihn aufpasst. Das sollten wir öfter nutzen.

So, ich glaube das war’s! Ich hoffe es kommt alles so, wie wir es uns wünschen. Ihr werdet es erfahren!

Wollt Ihr uns auch wissen lassen, wie es bei Euch so werden soll im nächsten Jahr? Macht mit bei EriK. Hier erfahrt Ihr alles weitere:

„EriK“ 2015 – Es rappelt weiter

Die Play-Liste eines 1 1/2-jährigen

Die liebe Nina von Gedankenpotpourri hat mich gestern an ein wunderschönes Lied erinnert, welches ich seit Jahren nicht mehr gehört habe: „Ich will nur wissen“ von Laith Al Deen

Da kam die Lust auf, mal wieder alte CD’s hervorzuholen und ein wenig in Erinnerungen zu schwelgen. Aber das ist leichter gesagt als getan. Denn hier turnt immer so ein kleiner Krümel rum, der seine ganz eigene Vorstellung davon hat, welche Musik hier gerade laufen soll.

Natürlich singe ich auch Kinderlieder mit ihm. Aber aus den Boxen soll dann doch etwas anderes dröhnen.

So passiert es, dass es zu überaus lautem Protestgebrüll kommt, wenn Herr Sohn die Anlage aufdreht und nicht gleich das richtige Lied ertönt. Und das ist nicht etwa Rolf Zuckowski oder andere Kinderlieder. Nein! Hier läuft Musik zu der man das Tanzbein schwingen und mitsingen kann.

So sieht die Playlist von Herrn Sohn aus:

CANDY von Robbie Williams

HAPPY von Pharell Williams

BURN von Ellie Goulding

I WAN’NA BE LIKE YOU von Robbie Williams

ALL ABOUT THAT BASE von Meghan Trainor

VALERIE von Mama

SIE KANN NICHT TANZEN von Jan Delay

DANGEROUS von David Guetta

WRAPPED UP von Olly Murs

Ich bin sehr glücklich darüber, dass unser Traumtänzer einen so guten Musikgeschmack hat. So tanzten wir gemeinsam zu „Candy“ bereits mindestens 150.000 Runden um den Wohnzimmertisch herum (mein Sport), machten Tanzpartys in der Küche zu „All about that base“, schwoften im Auto zu „Happy“ mit…

Und ich muss zugeben: Rolf Zuckowski und Co. wären in einer Musikerfamilie auch nur sehr schwer zu ertragen.

Aber ich fürchte, das steht uns irgendwann auch noch bevor…

Aufpassen, zuhören und gleichzeitig entspannen?

Genau das kann nicht. Zumindest nicht, wenn Herr Sohn und ich uns in einem Raum aufhalten, wo nichts vor ihm sicher ist. Da wo man so unglaublich viel Blödsinn anstellen kann, was ja auch toll ist, denn in einem fremden Haus gibt es ja sooo viel zu entdecken. So auch gestern, als wir eine Freundin und ihre kleine, süße Tochter besuchten…

Die kleine Motte krabbelt noch nicht, das heißt, sie räumt bisher zuhause noch keine Schränke aus. Sie macht noch nicht die Gegend unsicher und läuft auch noch nicht Gefahr die Treppe herunterzukullern.

Aber das macht es für mich umso stressiger. Denn mein Sohn räumt ALLES aus. Er reißt überall dran rum, macht sämtliche Schränke und Schubladen auf, fummelt an Steckdosen herum, reißt Sachen vom Tisch. Er hat halt nur Ussel im Kopf. Das ist ja auch verständlich, schließlich ist er ja dabei die Welt zu erobern, da muss man alles abchecken. Aber das geht nun mal nicht immer und überall. Das musste er gestern am laufenden Band feststellen. Egal wofür er sich gerade interessierte – ich habe ihn gleich wieder davon abgehalten, habe ihn keine Sekunde aus den Augen gelassen.

Denn er ist der Zerstörer! Und er ist schnell!

Alle 5 Sekunden musste ich ihm irgendwas verbieten. Das tat mir gleich doppelt Leid: Für meine Freundin, weil ich einfach „keine Zeit“ dazu hatte, ein vernünftiges Gespräch mit ihr zu führen. Weil ich immer nur mit halbem Ohr zugehört habe, und ich meine Augen nur auf das nächste nahende Unheil gerichtet hielt, um rechtzeitig zu vermeiden, das irgendwas zu Bruch ging. Sie sagte irgendwann „Du erzählst ja gar nichts!“ Ja, ich weiß. Das ist so schwierig und ich wünschte, ich könnte das irgendwie abstellen. Entweder unterhalte ich mich in Ruhe und hinter mir wird die ganze Bude abgerissen, oder ich bin stets um Schadensbegrenzung bemüht und habe die Ohren deswegen auf Durchzug gestellt. Ich war sowas von unentspannt dabei, dass ich den Nachmittag fast gar nicht genießen konnte.

Und zum anderem tat es mir auch für den kleinen Mann so Leid, dass ich ihm alles verboten habe und nur hinter ihm her war. Und dass ich auch für ihn nicht wirklich Zeit hatte. Ich hatte ihm zwar ein wenig von seinem Spielzeug mitgebracht, aber dafür interessiert man sich ja in der Regel nicht, wenn man gerade im Entdeckermodus ist, um eine neue Umgebung zu erkunden. Doch das Babyspielzeug interessierte ihn natürlich ebenfalls nicht. DVD-Hüllen, Fernbedienungen, Kabel, Gläser…all das war doch viel cooler! Und verboten!

Zuhause weiß er inzwischen genau Bescheid, was er darf und was nicht. Er hat seine Schublade, die er ein- und ausräumen darf. Er darf auf dem Sofa herumhüpfen, mit seinem Bobbycar gegen sämtliche Wände und Schränke donnern (nur bitte nicht ganz so doll), er darf Taschentücher in 1.000 Kleinteile zerfetzen…dafür ist er halt Kind. Und alles was „verboten“ ist, haben wir vor ihm gesichert. Da ist es schwer zu verstehen, dass er nicht auch woanders schalten und walten kann, wie er will.

Nach nur zwei Stunden machten wir uns schon wieder auf. Und dann noch die 50 minütige Heimfahrt im Dunklen bei Nieselregen… Das hat es auch nicht besser gemacht. Ich bin quasi nachtblind und muss mich sowieso schon immer anstrengen, und dann findet Herr Sohn das Autofahren eh nicht so toll, erst recht nicht, wenn er nix sieht. Darum habe ich die Innenbeleuchtung angemacht, damit er wenigstens seine Bücher gucken konnte. Was mir die Sache mit der Sicht umso mehr erschwerte.
Zuhause angekommen warf ich mir erst mal eine Kopfschmerztablette ein. Mein Nacken war auch total verspannt.

Das Schlimmste aber war ein zweifaches schlechtes Gewissen! Ich hätte so gern mehr aus dem Tag gemacht – für meine Freundin UND meinen Sohn – aber ich war einfach viel zu gestresst. Nicht böse sein! Bestimmt klappt es beim nächsten Mal besser.

Ich werde darum bemüht sein. Ich versuche mir anzutrainieren gleichzeitig zuzuhören und meinen Sohn zu unterhalten. Denn das fällt mir in letzter Zeit viel zu oft auf: Ich bin kein guter Gesprächspartner, wenn mein Sohn dabei ist. Denn ich habe den Blick stets auf ihn gerichtet, wenn er da ist, dreht sich meine Welt um ihn – er ist die Hauptperson!

Ist das verkehrt? Sicher nicht. Aber dennoch fühle ich mich nicht gut dabei, dass alles andere oft nur „so nebenher“ läuft.

Daher muss ich es irgendwie schaffen, beides zu verbinden: Ein guter Freund zu sein, während ich eine gute Mutter bin. Oder umgekehrt!

Das kriegen andere doch schließlich auch hin…

Fläschchen-Zeit ade!

Heute ist es an der Zeit, sämtliche Fläschchen und Milchpulverbehälter auszusortieren. Nach nicht mal 19 Monaten hat der kleine Mann einfach keine Lust mehr darauf. Es zeichnete sich in den letzten Wochen schon ab, als er morgens meistens nur noch 30-40 ml von seiner Milch trank. Seit ein paar Tagen lehnt er die Flasche jedoch ganz ab. Tja, er ist schließlich kein Baby mehr! Das muss ich wohl langsam mal einsehen…

Bekommt er denn trotzdem alles, was er braucht? Kuhmilch mag er nämlich auch nicht. Nicht mal Kakao. Da fängt er an zu würgen, als wäre es etwas total Abartiges.

Stattdessen trinkt er jetzt das hier:

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Einen leckeren Joghurt-Drink! Der schmeckt nicht nur gut – man kann auch herrlich damit rummatschen. So auch heute morgen. Er saugte genüsslich an seinem Strohhalm, setzte ihn jedoch nach ein paar Sekunden wieder ab und sagte matscheeeeeen. Just im gleichen Moment drückte er auf die kleine Flasche und sein Getränk schoss in hohem Bogen durch die Küche! Jippie!!! So fängt der Tag doch prima an.

Ich stellte die Flasche weg und wischte die Sauerei auf. Leider hatte ich sie nicht weit genug weggestellt. Ich vergesse immer, dass mein Sohn Gogo-Gadgeto-Arme hat. Und prompt kam mir die nächste Ladung entgegen. Zum Glück hat es wieder nur den Boden erwischt.

Da ich es heute morgen jedoch nur notdürftig entfernt habe, bleibt man nun am Küchenboden kleben.

Ich werd mich mal an die Arbeit machen…

Wenn der Wochenendeinkauf Papa Schweißperlen auf die Stirn treibt…

Einkaufen mit Kleinkind ist ein Graus. Finde ich zumindest. Zumal es auch vorher nie zu meinen Lieblingsbeschäftigungen gehörte. Leider ist es nun mal unvermeidbar. Seit Herr Sohn vorne im Einkaufswagen sitzt, ist es richtig „lustig“. Wenn er denn überhaupt drin sitzen möchte. Meistens macht er den Seestern, wenn wir versuchen ihn in den Wagen zu setzen, begleitet von lautem Protestgegebrüll. Manchmal klappt das aber auch problemlos. Dann lacht er alle Leute lauthals an (oder aus?), schimpft mit ihnen oder quatscht ihnen eine Frikadelle ans Ohr, während ich ihn durch die Gänge chauffiere. Alle finden ihn dann so süß und lustig.

Doch er arbeitet gegen mich!

Wenn ich gerade mal nicht hinsehe, landen die Sachen, die ich soeben in den Wagen gelegt habe auf dem Boden. Oder wieder im Regal. Oder in einem fremden Einkaufswagen. Oder aber er angelt sich irgendwelche Verpackungen nach vorne und zerfetzt diese in 100 Kleinteile. Ganz toll sind auch Preisschilder oder Werbedingsbums- Etiketten (ihr wisst schon was ich meine), die einem zum Beispiel an Regalen oder an der Kasse „entgegenspringen“. Die eignen sich prima dazu abgerissen zu werden. Die Payback – Werbung an den Kassen des örtlichen Supermarktes mussten alle schon dran glauben.

Außerdem darf man den Einkaufswagen grundsätzlich nur mit einer Hand schieben. Sobald ich die rechte Hand an den Griff lege, wird diese unverzüglich ins Jenseits befördert. Außerdem wird während der Fahrt unentwegt der Reißverschluss meiner Jacke auf und zu gemacht. Seit mein Sohn das kann müssen alle Reißverschlüsse, die ihm in die Quere kommen, dran glauben. Das erschwert den Einkauf um einiges. Es ist auch immer wichtig Bestechungskekse dabei zu haben, wenn er an den Punkt kommt, wo er keine Lust mehr hat!

Gestern wurde es dann noch anstrengender. Zumindest für Papa. Ich sah das „Unheil“ schon kommen, als wir gerade in den Supermarkt gingen. Da war ein Mädchen, ich vermute so 1 Jahr älter als mein Sohn, und sie schob einen Kinder-Einkaufswagen vor sich her. Sie kam an uns vorbei – natürlich genau in dem Moment, als wir Herrn Sohn in den großen Einkaufswagen setzen wollten. Da war es schon vorbei. Er weigerte sich, protestierte so laut er nur konnte… So besorgte ich ihm auch einen kleinen Einkaufswagen – und dann ging die Party los! Der kleine Rowdy raste durch die Gänge, fuhr gegen Regale, räumte diese aus – und Papa hatte alle Hände voll zu tun, während ich (mehr oder weniger) in Ruhe unseren Einkauf erledigte.

Papa war schweißgebadet, unser Sohn dafür aber gut gelaunt. Ich habe ja versucht, mich zu beeilen. Dafür habe ich die Hälfte vergessen. Und irgendwie hat es trotzdem länger gedauert, als geplant. Sieh’s positiv Papa! So hast Du wenigstens ein paar Kalorien verbrannt!

Ob wir jemals wieder so richtig entspannt einkaufen gehen können? Im Moment habe ich da so meine Zweifel.

Gib mir Sonne! (Türkei Impressionen)

Ich hasse diese grauen, nassen Tage. Geht es Euch auch so? Ich würde am liebsten die Koffer packen und mit meinen Lieben abhauen! Wenn das mal immer so einfach gehen würde… Aber man kann ja auch durch Erinnerungen an Vergangenes ein bisschen Sonne und Energie tanken. Und weil Ihr Euch vielleicht auch nach ein wenig Sommer sehnt, nehme ich Euch heute mit in mein liebstes Reiseland: die Türkei!

Ich weiß noch, wie ich mich damals dagegen gewehrt habe, in die Türkei zu fliegen. Mein Ex-Mann wollte unbedingt dort hin, ich bestand darauf nach Mallorca zu fliegen. Da wir uns einfach nicht einigen konnten, ließen wir das Los entscheiden. Genauer gesagt, warfen wir eine Münze. Ich habe verloren. Aber da die Idee mit der Münze nun mal von mir kam, habe ich mich nicht mehr lange gewehrt. Und letztendlich wurde ich dafür belohnt. Denn wider Erwarten gefiel es mir dort so gut, dass ich am liebsten gar nicht mehr nach Hause gefahren wäre. Inzwischen war ich sieben Mal in diesem wunderschönen Land, wo es so unglaublich viel zu entdecken gibt. Meistens in der Region Side, denn dort gibt es schöne Strände. Ein Mal war ich in Kemer, dort konnte man die ausgedehnten Strandspaziergänge jedoch streichen, denn weit und breit gab es dort nur dicke Kieselsteine. Schade, weil die Region an sich sehr reizvoll ist.

Aber egal wo man dort ist, es gibt überall viel zu sehen. Reizvolle Landschaften, türkisblaues Meer, historische Ausgrabungsstätten…für jeden Geschmack etwas dabei.

Was die Hotels angeht: die sind inzwischen sehr auf deutsche Gäste eingestellt. Das zeigt sich auch in der Küche wieder. Was manchmal ein wenig schade ist. Was ich in meinem ersten Urlaub dort noch abscheulich fand, gehört jetzt zu den Dingen, auf die ich mich am meisten freue. Bulgur mit Minze zum Beispiel. Couscous mit frischen Tomaten und Süzme. Leider bekommt man das immer seltener in den Hotels angeboten.

Was gibt es zu sehen?

Einer der schönsten Orte, die ich bisher dort besucht habe, ist die Ausgrabungsstätte in Perge. Sie liegt ca. 16 km von Antalya entfernt. Auf den Spuren von Paulus zu wandeln ist schon sehr beeindruckend. Schaut es Euch selbst an!

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Ebenfalls mehr als beeindruckend ist das Theater von Aspendos. Es ist sehr gut erhalten und wird auch heute noch für Veranstaltungen genutzt. Die Akustik ist unglaublich. Ein erstaunliches Bauwerk, das Ihr Euch auf jeden Fall einmal ansehen solltet.

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Antalya Stadt ist meiner Ansicht nach nicht besonders sehenswert. Jedoch ist der Wasserfall schon toll. Laut Reiseleitung soll das weltweit der höchste Wasserfall sein, der ins Meer fließt. (Ob das stimmt?) Der Hafen war auch sehr schön. Weniger schön war das Unwetter, dass sich über dem Meer zusammenbraute.

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Jetzt zeige ich Euch Side. Oft nur als Shopping-Ziel genutzt, hat diese Stadt durchaus ihre schönen Seiten. Der Apollon-Tempel gehört natürlich dazu. Auch hier gibt es noch ein Theater (natürlich nicht zu vergleichen mit Aspendos) und eine Ausgrabungsstätte, zu der es leider keinen Zutritt gibt. Der Hafen mit vielen gemütlichen Restaurants lädt zu einer Verschnaufpause ein.

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Unglaublich schön und sehr lohnenswert ist ein Ausflug ins Taurusgebirge. Hier könnt Ihr Euch beim Wildwasser-Rafting in eiskalte Fluten stürzen. Für Angsthasen (so wie ich es einer bin) ist dies jedoch nicht im Frühjahr zu empfehlen. Da ist das Wasser wirklich wild und kentern ist auf jeden Fall auf der Tagesordnung. Im Hochsommer allerdings ist das Wasser ruhiger. Gut für mich. Es hat unglaublich viel Spaß gemacht. Probiert es unbedingt mal aus! Und klettert ruhig ein wenig durch die Felslandschaften. Der Ausblick ist atemberaubend! Auf Fotos kommt das leider meistens nicht so gut rüber.

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Was ich leider noch nicht gesehen habe (und was noch ein großer Traum von mir ist) sind die Tuffsteinhäuser von Göreme/Kappadokien. Ich MUSS da irgendwann hin. Leider vom Urlaubsort meistens eine Drei-Tage-Reise. So lange unser Sohn noch so klein ist, kann man das nicht machen. Aber IRGENDWANN komme ich da hin.

http://www.goereme.net/index.php?option=com_content&view=article&id=48&Itemid=54

Zu guter Letzt nehme ich Euch noch mit an den Strand von Side-Kumköy. Lehnt Euch zurück, genießt den Sonnenuntergang und hört dem Meeresrauschen zu…

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Schattenspiele
Schattenspiele

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Doch leider geht auch die schönste Reise einmal zu Ende… Ich hoffe es hat Euch gefallen! Kommt gut Heim!

Auf nach Hause

Das Chaos-Team auf Tour

Samstag mittag.
Start: Bahnhof im Kaff
Ziel: Großstadt im Pott

Meine beste Freundin und ich hatten vor uns einen tollen Tag zu machen. Doch fast nichts kam so wie geplant. Das fing schon an, als wir am Gleis standen und auf unsere Bahn warteten. Das Ticket (bereits vorab besorgt) musste noch abgestempelt werden. Der Entwerter: wir sahen ihn vom Weiten lachend winken! Er stand natürlich nicht am Gleis, sondern am Bahnhofs-Eingang. Also schnell hin, abstempeln und dann wieder zurück. Gerade noch rechtzeitig. Hechtsprung in den Zug! (Und das sollte nicht der letzte sein!)

Natürlich gab es keine freien Sitzplätze. Und die Luft war zum Schneiden. Ich bekam unverzüglich Hitzewallungen. Aber gut – drei Käffer weiter ist eh umsteigen angesagt. Und dann sollte es in einem durch gehen. Doch daraus wurde natürlich nichts. Wegen irgendwelchen „Problemen an den Gleisen“ kam der Anschluss nicht. Stattdessen durften wir mit dem Bus weiterfahren. Zusammen mit 150 anderen Leuten! 1 Stunde lang! Normalerweise wären wir dann schon längst am Ziel gewesen, aber der Bus setzte uns auf halber Strecke ab und dann sollte es wieder mit dem Zug weitergehen. Wir studierten die Fahrpläne und wollten uns gerade wieder in Bewegung setzen, als meiner Freundin auffiel, dass sie ihren Schal verloren hatte. Wir liefen zurück, grasten alles ab, aber der Schal war vermutlich schon längst mit dem Bus weitergefahren. Also machten wir uns wieder auf zum Gleis, nur um dann festzustellen, dass der Zug den wir hätten nehmen müssen gar nicht erst fuhr. Erneutes umdisponieren war angesagt. So fuhren wir nach einiger Wartezeit zunächst bis Duisburg, um von dort dann endlich nach Essen kommen. Nach drei nervenaufreibenden Stunden kamen wir endlich an unser Ziel!

Jetzt erst mal etwas essen! Das nächstbeste Lokal war natürlich nicht das Beste. Wir orderten beide eine Cola, eine Vorspeise und eine Tomatensuppe. Die Suppe kam zuerst, dann die Vorspeise. Die Getränke zuletzt. Eigenwillige Reihenfolge! Ob’s geschmeckt hat? Der Hunger treibt’s rein! Die Krönung kam aber noch: das obligatorische Haar in der Suppe! Meine Freundin schüttelte sich! Ich konnte mir das Lachen nicht verkneifen! Selbstverständlich hat sie eine neue Suppe bekommen. Und siehe da: sie war dieses Mal sogar gewürzt!
Bevor wir die Lokalität wieder verließen, fragten wir die Kellnerin noch nach dem Weg. Wir hatten Karten für das GOP- Varieté, jedoch keinen Plan wo sich dieses befindet. Da wir beide jedoch ein Gedächtnis wie ein Sieb haben, war die Hälfte der Wegbeschreibung schon wieder vergessen, bevor wir auch nur einen Fuß aus dem Restaurant gesetzt hatten. Die grobe Richtung stimmte, aber irgendwann kamen wir nicht mehr weiter. Da entdeckten wir auf dem Weihnachtsmarkt einen Stand vom GOP! Perfekt! Erneut nach dem Weg gefragt, mit folgender Antwort: „Es ist nicht mehr weit! Gehen Sie 100 Meter die Straße runter, dann links abbiegen und nach 10 Metern ist es dann schon auf der linken Seite!“ Äh, ja! Genau das haben wir gemacht. Aber weit und breit kein Theater! Die richtige Antwort wäre gewesen: „Gehen Sie 50 Meter die Straße runter, biegen dann links ab, nach 30 Metern rechts abbiegen und nach 300 Metern befindet es sich dann auf der rechten Seite!“ Ein netter älterer Herr war unser Held des Tages, denn er war scheinbar der einzige, der sich wirklich gut auskannte.

Tja, jetzt hatten wir noch 1 Stunde Zeit bis zum Einlass. Sind dann schnell nochmal über den Weihnachtsmarkt gehechtet, bis wir plötzlich in einem riesigen Menschenauflauf stecken geblieben sind. Da gerieten wir schon in Panik, weil wir befürchteten, unsere Vorstellung zu verpassen. Aber schließlich schafften wir es doch noch rechtzeitig. Wir saßen dann an unserem Tisch und atmeten erst mal tief durch. Dann bestellen wir uns Cocktails und eine Käseplatte, bei unserem überaus lustigen Kellner Matthias. Bei ihm konnte man sogar Therapiestunden und eine Flasche Kaffee bekommen. Sehr amüsant! Wir hatten es uns dann gerade so richtig gemütlich gemacht an unserem 4er-Tisch, da fiel meiner Freundin auf, dass wir auf den falschen Plätzen sitzen. Sie war sich 100%ig sicher die vorderen Plätze gebucht zu haben, doch unsere Tickets und die Sitzordnung behaupteten etwas anderes. Und es dauerte auch nicht lange, bis die rechtmäßigen Besitzer der vorderen Plätze wie aus dem Nichts auftauchten. Wir verkrümelten uns also schnell. Was für Verwirrung beim Kellner sorgte. Er schaffte es dennoch uns zu orten, um uns die überaus leckeren Cocktails und die ebenso schmackhafte Käseplatte zu servieren! (Achtung: Ironie!)
Als die Show anfing, hatte der Cocktail mich bereits ins Delirium befördert und ich erlebte die ersten Showacts nur in Trance. Weil Käse bekanntlich den Magen schließt, versuchte ich zu retten, was zu retten war. Hat auch nicht geholfen. Schmeckte ekelig. Zumindest das Meiste von dem was auf dem Teller so rum lag. Ganz besonders zu erwähnen ist die „Auswahl diverser Brotsorten“ (genau so stand es in der Karte), die zum Käse gereicht wurde. Wer bitte sollte diese „Massen“ essen?

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So wurden letztendlich die Hälfte vom Käse, sowie die Cocktails verschmäht. Aber die Show war wirklich schön und sehr kurzweilig. Würde ich mir auf jeden Fall ein weiteres Mal ansehen. Aber nur, wenn der „Pöbeltisch“ nicht wieder da ist. Ein Haufen (eher unreifer als) reifer Herrschaften, die sich über die Show, sowie über den Service lauthals beschwerten. Den ganzen Abend! Ich hätte sie rausgeschmissen! Unverschämtes Volk! Die hatten wohl zu viel Glühwein in der Birne! Aber leider durften sie bleiben. Na ja, was soll’s!? Es nervte zwar, passte aber auch zum Rest des Tages.

Die Show ging viel zu schnell vorbei, fast genau so lang mussten wir an der Garderobe anstehen, um unsere Jacken zu holen. Das bedeutete, wir würden unseren Zug verpassen. War ja klar. Also schlenderten wir noch eine Runde über den Weihnachtsmarkt. Als wir später zum Bahnhof gingen erfuhren wir, dass unser Zug immer noch nicht durchfahren würde. Uns wurde jedoch glücklicherweise eine andere Route empfohlen. Die ging über Düsseldorf, dort mussten wir dann umsteigen. Von Gleis 16 auf Gleis 4 in nur 2 Minuten. Und es waren noch riesige Menschenmassen unterwegs. Wir rannten wie die Irren im Slalom durch die Leute und schafften es gerade so in den Zug. Kaum waren wir drin, setzte dieser sich auch schon in Bewegung. Ich brauchte ca. 10 Minuten – dann war die Schnappatmung überstanden. Entspannung war trotzdem noch nicht angesagt. Denn in der Bahn war High Life angesagt. Eine Horde singender Holländer! Nichts gegen unsere Nachbarn – das hättet Ihr uns jedoch ruhig ersparen können…

Aber eigentlich rundete das diesen Tag voller Pleiten, Pech und Pannen doch auch irgendwie ab! Und je mehr schief lief, desto mehr hatten wir letztendlich auch zu lachen! Alles chaotisch – so wie wir!