In den eigenen vier Wänden – Woche 5

Montag, 13.04.2020

Guten Morgen, neue Woche. Wir sitzen beim Frühstück und die Kleine möchte Milch in Papas Kaffee schütten. Dabei erwischt sie jedoch ihre Teetasse. Sie schaut entgeistert drein, wagt es aber dennoch ihren Milch-Tee zu probieren. Komisch – es schmeckt ihr nicht. Anschließend beginne ich damit, mein Büro aufzuräumen. Der Papierkorb quillt über und auch sonst herrscht in dieser kleinen Dachkammer das reinste Chaos. Mein Mann beginnt nebenan ebenfalls mit der Chaosbewältigung, geht dann jedoch dazu über, an seinem StageTab weiterzubasteln. Als ich fertig bin, widme ich mich den Kisten mit Kindersachen, die seit Ewigkeiten unberührt in der Ecke versauern. Ich wähle die besten Teile aus und fotografiere sie, um sie gleich im Anschluss bei eBay einzustellen. Noch bevor ich mit allen Teilen durch bin, habe ich bereits vier Sets verkauft. Die Kinder haben sich einen großen Karton aus Papas Büro geschnappt und bauen sich im Wohnzimmer ein Auto daraus, so dass wir in Ruhe arbeiten können.

Zum Mittagessen koche ich ein paar schnelle Nudeln, denn die Zeit ist so schnell an uns vorbeigeflogen, dass es nun schon recht spät ist. Da es heute kalt und ungemütlich ist, fehlt allen die Lust, Zeit im Garten zu verbringen. Die Kinder schauen ein wenig auf dem Fernseher, bis es Zeit ist, sie in die Badewanne zu stecken.

Nach dem Abendessen räume ich in Wildfangs Zimmer auf und finde unter dem Kleiderschrank ein Mathe-Blatt. Gerissen, sehr gerissen! Aber eines ist klar – das wird morgen sofort nachgeholt.

Dienstag, 14.04.2020

Ein neuer Tag, der sich ebenfalls von seiner ungemütlichen Seite zeigt. Immerhin ist es ein kleines bisschen wärmer als gestern.

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Grau in Grau

Am Vormittag bekomme ich eine Absage vom Verlag für meinen ersten Roman. Ich habe fest damit gerechnet, denn die Story enthält ein Element, dass außergewöhnlich ist. Deshalb geht der Verlag davon aus, dass die Geschichte zu fantastisch angehaucht ist. Trotzdem schade, denn dieser Verlag war quasi die letzte Option. Oder doch nicht?

Wenig später erhalte ich eine Mail von einem kleinen Verlag. Darin enthalten ist ein Autorenvertrag. Okay. Krass. Aber nach mehrfachem Lesen des Vertrags bin ich mir ziemlich unsicher. Also treffe ich eine endgültige Entscheidung – und zwar fürs Selfpublishing. Gleich darauf setze ich mich mit einer Kollegin in Verbindung, die auch Lektorate anbietet, um mich nach den Kosten zu erkundigen.

Danach essen wir mal wieder ein spätes Mittagessen. Es gibt Kartoffelspalten mit Schweinefilet und Gemüse. Und dann muss ich auch schon los zu Physiotherapie. Da meine Therapeutin momentan Mittwochs nicht arbeitet, sind meine Termine ein wenig durcheinander geraten. Aber das passt heute, da mein Mann ja zu Hause ist. Als ich zurückkomme, schauen wir alle zusammen „The Voice Kids“ an. Die Kleine benutzt mich mal wieder als Sofa.

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Auf Mama sitzt es sich am besten.

Mein Mann spielt mit Wildfang noch ein wenig „Baseball“. Als Schläger benutzt er einen Besenstil, der Baseball wird durch einen Völkerball ersetzt. Anschließend ist auch schon fast wieder Zeit fürs Abendessen. Nachdem die Kleine eingeschlafen ist, gehen wir alle zusammen runter. Wildfang darf noch eine Weile mit uns zusammen „The Masked Singer“ anschauen. Es ist schon weit nach 21.00 Uhr, als wir ihn schließlich ins Bett schicken.

Mittwoch, 15.04.2020

Schon beim Frühstück verkünde ich meinen Plan, heute ein wenig in den Wald zu gehen. Doch so richtig Lust kommt bei keinem auf. Der Vormittag plätschert so vor sich hin. Wir versuchen, selbst Schleim herzustellen.

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Da können wir machen, was wir wollen: Es bleibt flüssig und eklig.

Es gelingt uns nicht. Das Zeug ist viel zu flüssig, obwohl ich mich genau an das Rezept gehalten habe. Das war dann wohl nichts. Vielleicht sollte ich lieber einfach Schleim bestellen?

Die Haare meines Sohnes werden mir immer mehr ein Dorn im Auge. Im Nacken kann man schon fast ein Zöpfchen machen, über den Ohren wachsen auch bereits lange Büschel. Nach dem Mittagessen beschließe ich, dass ich daran etwas ändern werde. Aber wie geht sowas? Bisher habe ich lediglich als Kind meinen Barbies die Haare geschnitten. Damit musste nur ich selbst leben. Aber was, wenn ich es bei meinem Kind total versaue? Wir teilen das Deckhaar ab und versuchen es unten rum mit der Maschine.

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Kann losgehen!

Es passiert rein gar nichts. Also muss ich doch mit der Schere ran. Schnipp, schnapp … plötzlich war das Ohr wieder frei. Zu frei, für meinen Geschmack. Aber jetzt habe ich einmal angefangen, daher muss die andere Seite auch noch dran glauben. An den Pony traue ich mich jedoch nicht ran, obwohl mein Sohn fast nichts mehr sehen kann. Immerhin kann er jetzt wieder hören. Und nachdem das Deckhaar wieder drüber gefallen ist, sieht es sogar einigermaßen gut aus.

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Für den ersten Versuch ganz okay.

Nach und nach sickert durch, wie es mit dem Shutdown, bzw. den Lockerungen weitergehen soll. Wie erwartet, bleibt für uns alles wie gehabt. Kein Kindergarten, keine Schule. Puh … Ich dachte, man würde uns wenigstens ein Ende in Sicht stellen, doch es bleibt weiter schwammig, was Kindergarten und Grundschule angeht. Dass es weitergehen muss, ist vollkommen klar, dennoch würden klare Aussagen einigen Familien sicher helfen, besser damit umzugehen.

Am Abend fällt rötliches Licht durch das Fenster und ich laufe schnell nach oben in mein Büro, stelle mich auf meinen Drehstuhl – waghalsig wie ich bin – um aus meinem Dachfenster schauen zu können. Diese Akrobatikeinlage hat sich jedenfalls gelohnt.

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Mit diesem Farbenspiel sage ich gute Nacht …

Donnerstag, 16.04.2020

Heute aber! Heute gehen wir wandern. Keine Widerrede. Das kündige ich schon direkt beim Frühstück an. Doch vorher wird noch ein wenig gemalt und gespielt. Dieses Mal bin ich Wildfangs Baseball-Partner. Anschließend spielen wir noch Frisbee, nachdem wir diese in Nachbars Hecke wiedergefunden haben. Gegen 13.00 Uhr sitzen wir dann alle im Auto auf dem Weg Richtung Wald. Vorher besorgen wir noch ein paar Brötchen, damit wir einen kleinen Snack für unterwegs haben. Auch heute erkunden wir wieder einen Wald, den wir noch nicht kennen, damit ein wenig Abwechslung ins Spiel kommt. Doch dieses Mal sind wir nicht besonders begeistert. Es war nett, aber noch einmal müssen wir jetzt nicht unbedingt dort hin.

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Wir wandern entlang des Nordkanals in Nettetal
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Wildfang wäre am liebsten mit den Füßen ins Wasser gegangen.
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Aber klettern macht auch Spaß.
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Am Weiher ist es ganz hübsch.
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Erst mal eine Runde chillen.
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Und wieder klettern …
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… und balancieren.
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Toben …
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… und rennen.

Als wir am späten Nachmittag wieder zu Hause aufschlagen, habe ich bereits großen Hunger. Wir wollen etwas beim Griechen bestellen. Bevor das Essen da ist, packen wir unsere Acrylstifte* aus, damit die Kinder noch ein paar Steine bemalen können.

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Mal sehen, was sie dieses Mal kreiert …

Denn jedes Mal, wenn die Kleine einen bemalten Stein findet, möchte auch sie einen bemalen. Nur will sie keinen davon jemals wieder irgendwo auslegen. Wir haben bereits einen ganzen Eimer voller bemalter Steine.

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Wildfang schenkt mir diesen wunderschönen Stein. Ich freue mich so sehr darüber.

Wenig später kommt mein Mann mit dem Essen zurück und wir lassen es uns auf der Terrasse schmecken. Fehlt eigentlich nur noch ein Glas Wein, oder was meint Ihr?

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Mein Lieblingsgericht vom Lieblingsgriechen

Als ich später meine Fotos durchgehe, bin ich entsetzt, denn ein Großteil der Bilddateien ist beschädigt und daher irgendwo im Nirvana verschollen. Da ist nichts mehr zu machen. Besonders ärgerlich ist das auch, weil mein Handy gerade mal drei Monate alt ist und so etwas keinesfalls passieren darf.

Freitag, 17.04.2020

Der Tag beginnt faul. Ich mag nicht aufstehen, doch letztendlich siegt der Hunger. Nach dem Frühstück malt mein Mann mit der Kleinen zusammen Wilma Wochenwurm. Ich plane in Gedanken schon unseren nächsten Waldausflug, befürchte aber, auf nicht allzu viel Begeisterung zu stoßen. Doch mein Mann hat Urlaub und das sollten wir auskosten. In den nächsten Wochen werden wir noch oft genug in der Bude und im Garten hängen. Wie befürchtet, macht mein Sohn jedoch einen riesigen Aufstand, weil er keine Lust hat, schon wieder spazieren zu gehen. Es dauert eine Ewigkeit, bis wir ihn endlich überredet haben. Und was soll ich sagen? Er hat so viel Spaß und findet es ganz toll! Zumindest nach einer Weile. Das erste Teilstück der Strecke finden beide Kinder langweilig. Doch irgendwann wird es spannend und abwechslungsreich.

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Beim ersten Gewässer wird es schon spannend.
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Die Kinder beobachten mucksmäuschenstill die Frösche im Weiher.
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Dieser hier ist nicht kamerascheu.
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„Da Mama, ich sehe noch mehr Frösche!“
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An dieser Lichtung legen wir eine kleine Pause ein.
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Der Weg führt uns schließlich durch Schluchten, immer wieder vorbei an kleinen Gewässern. Von Langeweile keine Spur mehr.
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Die Kinder sind vor allen Dingen eines: Schmutzig!
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Es geht treppab, danach wieder treppauf.
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Nun haben wir endlich die Aussichtsplattform erreicht, zu der ich unbedingt hin wollte.
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Ein Weitblick über die Grenze nach Holland eröffnet sich uns.
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Familienfoto
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„Mama, ich habe Wilma Wochenwurm gefunden“, ruft sie begeistert und trägt ihren „Wurm“ von nun an mit sich herum.

Nach etwa 5 Kilometern gelangen wir wieder an unseren Startpunkt. Und wieder einmal hat es sich gelohnt und die Kinder fanden es (zumindest größtenteils) total super.

Zuhause checke ich wieder meine Fotos und stelle mit Entsetzen fest, dass fast siebzig Bilder geschrottet sind. Mir wird wohl nichts anderes übrig bleiben, als das Handy umzutauschen. Dabei habe ich darauf absolut keine Lust.

Mein Mann kauft noch ein paar Teile ein, während ich mit den Kindern Abendessen mache. Danach wasche ich rabenschwarze Kinderfüße, nehme ein kurzes Bad und lese noch mit der Kleinen, bevor sie ins Bett geht. Als ich denke, sie schläft tief und fest, möchte ich mich aus dem Zimmer schleichen. „Wo gehst Du hin?“, fragt sie entsetzt. Okay, das war dann wohl nichts. Ich kauere mich wieder neben ihr Bett und sie will einfach nicht einschlafen. Es ist bereits 21.10 Uhr, als ich einen zweiten Versuch wage. Dieses Mal klappt es.

Samstag, 18.04.2020

Es ist schon halb zehn, als wir uns um den Frühstücktisch versammeln. Das samstägliche Frühstück gestaltet sich gewohnt ausgedehnt. Danach beginne ich damit, einen Einkaufszettel zu schreiben und plane das Mittagessen für die nächsten drei bis vier Tage. Nun ist aufräumen angesagt. Das Wohnzimmer sieht wieder einmal aus, als wäre eine Bombe eingeschlagen. Als alles wieder an seinem Platz ist, will ich meinen Freund „Staubi“ hervorholen und ihn eine Runde durchs Wohnzimmer schicken. Leider hat unser Saugroboter nach seiner letzten Rundfahrt nicht richtig an seine Station angedockt, so dass er nun ratzekahl leer ist. Saugen kann ich dann wohl erst einmal vergessen. So beginne ich damit, die Spülmaschine einzuräumen.

Papa spielt derweil mit der Kleinen und mein Sohn kommt zu mir uns beschwert sich, weil er mit Papa spielen will, jedoch immer vertröstet wird. „Soll ich mit Dir Lego spielen?“, frage ich. „Ich weiß nicht“, antwortet er. „Wir können auch zusammen Dein Zimmer aufräumen“, entgegne ich grinsend. „Okay, Mama. Können wir machen“, meint er. Vermutlich gucke ich gerade ziemlich blöd aus der Wäsche, denn mit dieser Antwort habe ich ganz sicher nicht gerechnet. Aber ich sage lieber nichts, bevor er es sich anders überlegt. Also räumen wir zusammen auf und danach hat Papa dann auch Zeit mit ihm zu spielen und sie gehen gemeinsam in den Garten. Inzwischen hat auch Staubi wieder ein wenig Saft und saugt das Wohnzimmer. Gleich danach ist dann auch Wildfangs Zimmer und der kleine Flur oben dran.

Weil ich ein paar Dinge bei eBay verkauft habe, bereite ich nun noch schnell die Päckchen vor. Dann spiele ich mit der Kleinen in ihrem Zimmer mit Playmobil. Am Nachmittag schiebe ich mir schnell ein halbes Käsebrötchen in den Mund. Gegen 18.00 Uhr möchten wir grillen. Das Wetter ist heute allerdings nicht auf unserer Seite, denn plötzlich fängt es an zu regnen. Vielleicht ist es ja nur ein Schauer und zieht schnell vorbei.

Nun mache ich mich daran Bubblebread zu backen. Leider geht er Teig nicht richtig auf, wie es bei einem Hefeteig der Fall sein sollte. Hoffentlich wird es trotzdem etwas. Außerdem bereite ich einen frischen Salat zu. Inzwischen hat es aufgehört zu regnen und ich hoffe, das bleibt auch so.

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Fertig. Zwar nicht aufgegangen, aber trotzdem sehr lecker.

Jetzt kann es losgehen. Was nicht fehlen darf, ist eine Flasche Hugo. Wir genießen den Abend und die Kinder dürfen heute länger aufbleiben. Erst als die Kleine zugibt, dass sie nun doch müde ist, gehen wir rein. Und dieses Mal schläft sie auch ganz schnell ein.

Sonntag, 19.04.2020

Heute bin ich unfassbar müde. Nur sehr schwerfällig quäle ich mich gegen 08.00 Uhr aus dem Bett und lege mich in die Badewanne. Auch nach dem Frühstück komme ich nicht so recht in die Gänge. Ich setze mich vor den Computer und die Kleine hockt daneben und spielt mit meinen alten Ü-Eier-Figuren, die ich eigentlich bei eBay verkaufen wollte. Inzwischen sind sie jedoch so sehr mitgenommen, dass sie wohl kaum jemand haben will – falls sich überhaupt jemand dafür interessiert hätte.

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Schuh-Kartons, ein paar alte Bücher und die Figürchen – damit beschäftigt sie sich eine ganze Weile ruhig.

Danach räume ich die Küche auf und schmeiße die Spülmaschine an. Währenddessen überlege ich, was wir heute essen. Eigentlich wollten wir noch einmal grillen, doch heute ist es mir eindeutig zu ungemütlich da draußen. Also werden wir das wohl verschieben müssen. Weil mein Mann gerade unterwegs ist, treffe ich jedoch noch keine finale Entscheidung. Stattdessen spiele ich mit meiner Tochter und ihrer Puppe Sofia, mit Springknete und anschließend mit Barbie.

Als sich die Sonne gegen halb zwei blicken lässt, entscheiden wir uns schließlich doch noch fürs Grillen. Also mache ich schnell einen Kartoffelsalat, einen grünen Salat und Decke den Tisch. Um halb drei kommt dann endlich das Fleisch auf den Grill und meine Laune steigt ein wenig bei Aussicht auf etwas Essbares.

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Es ist angerichtet!

Hach, das war gut. Jetzt bin ich pappsatt und träge. Mein Mann ebenfalls, weshalb es unserem Sohn nicht gelingt, ihn für sportliche Aktivitäten zu begeistern. Eine halbe Stunde später lässt er sich dann aber erweichen. Ich verziehe mich an den Laptop, um ein paar kleine Korrekturen in eine meiner Geschichten einzuarbeiten. Anschließend lese ich den kompletten Text noch einmal, weil ich mir vorgenommen habe, morgen daran zu weiterzuschreiben. Daher möchte ich mich noch einmal einlesen, nachdem der Text mehr als fünf Wochen unbeachtet auf dem Rechner lag.

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Die Kleine sitzt mir gegenüber und malt.

Mein Mann macht sich daran, die Zimmertür der Kleinen zu reparieren. Diese hat in den letzten Jahren schwer gelitten und muss nun notdürftig geflickt werden. Wildfang möchte mit mir Lego spielen und wir gehen rauf in sein Zimmer, was bei der Kleinen für sehr großen Unmut sorgt. Sie möchte auch mit jemandem spielen. Mit uns mitspielen will sie aber nicht und auch mit Papa möchte sie nicht spielen. Tja … Dieses Thema ist und bleibt schwierig, denn sie möchte am liebsten immer nur allein mit mir spielen und Wildfang zieht oft den Kürzeren. Am Ende lässt dir sich von meinem Mann beruhigen und sie spielen doch noch ein wenig zusammen.

Schon bald ist es eigentlich Zeit fürs Abendessen, so richtig Hunger hat allerdings keiner. Mit etwas Verspätung gibt es daher für die Kids nur einen Snack. Mein Mann und ich werden erst später etwas essen, wenn die beiden in ihren Betten liegen. Und so schnell ist der Urlaub meines Mannes vorbei, der irgendwie doch kein richtiger Urlaub war. Zumindest war er anders als sonst. So wie alles im Moment.

Morgen beginnt wieder der neue Alltag. Zu Hause bleiben, Homeschooling, die Kinder bei Laune halten. Und vielleicht ein bisschen Schreibzeit für mich rausschlagen.

 

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